hallo forumler, wie sind eure meinungen zu nativen multiband-kompressoren wie waves C4 usw im vergleich zu DSP/hardware geräten (powercore/finalizer) im mastering einsatz ? merci Frank
ich arbeite jetzt schon einige zeit ausschliesslich mit softplugs. davor viele jahre auf herkömmlicher grosser studiotechnik. meine meinug dazu: inzwischen kann man auf teure hardware boards durchaus verzichten und locker grosse produktionen komplett auf rechnern fahren. es ist für mich eher nur noch eine frage des geschmacks, des geldbeutels und der eigenen philosophie, ähnlich wie kontroverse diskussionen über das pro und kontra digital oder analog geführt werden ;-)) ich habe aber das gefühl, dass sich viele studiobesitzer die teuer investiert haben, natürlich ihr revier verteidigen müssen ;-)) fakt ist: budgets von labels weden immmer kleiner, für produktion wird immer mehr gespart. den fortschritt kann niemand aufhalten, so verlieren grosse konsolen und teure hardware langsam aber sicher ihren boden und gehen bald ins museum ;-))vorbei die zeiten des lötkolbens - mal schnell vorm mix noch den kanalzug 12 reparieren :-)))) aber konkret auf deine frage: ich verwende zum premastern samplitude in verbindung mit folgenden plugs: timeworks mastering kompressor, psp vintagewarmer(tolles plug und sehr preisgünstig!!) psp mixpack (für bass, und höhen anpassungen), waves L2, waves c4, samplitude multibandkompressor, waves X-click, X-noise, X -crackle ... die ergebnisse können sich locker mit denen aus viel teureren hardware gemasterten produktionen messen. gruss, olaf
Olaf ließ sein Stimmchen erschallen: "Inzwischen kann man auf teure Hardware-Boards durchaus verzichten und locker große Produktionen komplett auf Rechnern fahren."
Ja - wirklich? Da bin in noch nicht überzeugt. Die neuesten Studios richten sich gerade mit vielkanaligen flexiblen Analogpulten ein. Gruß Dieter
ja wirklich! :-) fakt ist, dass viele studios inzwischen schnupper tage zum 0 tarif anbieten und um kundschaft betteln, produkionsfirmen machen pleite und und und ...! ich selbst habe vor einem jahr mal so eine aktion mitgemacht - das ergebnis war ziemlich ernüchternd. ich finde, man sollte hier mal so eine art mix contest starten - harware gegen software oder so ähnlich. wie wärs?? olaf
Der Einwurf mit den Analogüulten geht ja ein klein wenig von der Frage nach dem Mstering weg : Was die Notwendigkeit großer (breiter) Pulte angeht, so ist es einfach die gleichzeitige Verfügbarkeit von Mixkanälen samt Bearbeitung wie EQ etc, die es gestattet, eine Band oder ein Orchester live im Klang einzustellen und effizient aufzunehmen. Es geht eben nicht so ohne Weiteres, alles erstmal roh durch den rechner hindurch aufzunehmen und nur hinterher zu basteln. Effizient funktioniert das nur bei eigenem bekannten Material, sowie dann, wenn man als Producer im eigenen Studio munter viel Zeit reinstecken kann. Dann reicht zum Arrangieren ein Billigpult von B. um alle Klangerzeuger zu verschalten. Ist alles fertig, wird nacheinander eingespielt womit theoretisch ein einziger Extraklasse-Stereowander reicht. Mit einer Band kann man so nicht arbeiten - die Pulte haben also durchaus ihre Berechtigung. Was das Mastern (2 Kanal) angeht, so sehe ich das aber ebenso, daß sich das Gewicht langfristig zu den Softwarestationen hin verschiebt. Ich sehe die Zukunft in den Studios mittelfristig in einer PC-ähmlichen Multifunktionshardware, welche nicht mehr unter den Restriktionen der PCs leidet, sondern auiotechnisch optimiert ist, und flexibel mit Software vollgeladen werden kann. In der Produktion ist es ein Sampler, in der Postproduktion ein Hallfaltungsgerät und im Mastering ersetzt es eine ganze Kette von Geräten, deren Algorithmik heute noch in Einzelgeräten verpackt ist. Das Problem aktueller Software sehe ich darin, daß noch zu häufig Zugeständnisse an die Leistungsbeschränkungen der Rechner gemacht werden (muessen).
Hi Olaf! Ich arbeite auch mit Sam., worin siehst Du die Unterschiede zwischen dem Samplitude Mastering Kompressor und dem Timeworks Mastering Kompressor?
Servus Olaf! Was genau macht eigentlich der Vintage Warmer? (sprich wie wärmt er den Sound auf...) Und wo wird er in der Mastering-Plugin-Kette eingesetzt?
Der "Vintage Warmer" ist wieder so ein "virtuelles" alt-aussehendes stilvolles Gerät in edler Teak-Holz-Kiste mit gebürsteter Aluminium-Oberfläche und zwei VU-Metern, die aussehen, als seien sie aus einem Flugzeug von 1940. Die Werbung übertreibt mit den Worten: Der PSP Vintage Warmer (ein VST-, MAS- und DirectX-Plug-In) ist eine hochwertige, digitale Emulation (Simulation) von einem Kompressor mit analogen Bedienelementen. Er kombiniert einen warmem, analogen Klang mit einer unkomplizierten Handhabung und wird mit vielen Voreinstellungen ausgeliefert. Das Plug-In ist sehr flexibel und kann als Einzelbandkompressor, als Multibandkompressor und als Limiter eingesetzt werden. Deshalb ist es ein unverzichtbares Werkzeug zum Mischen und Mastern. Besondere Beachtung verdient das Übersteuerungsverhalten des PSP Vintage Warmers, da das Plug-In in der Lage ist, die typischen Bandsättigungseffekte von analogen Bandmaschinen zu generieren. Der PSP Vintage Warmer ist außerdem mit professionellen VU- und PPM-Pegelanzeigen und genauen Übersteuerungsanzeigen ausgestattet, wodurch Ergebnisse in professioneller Qualität möglich sind. Was will man mehr - alles Fake. Es ist keine Röhre drin, aber macht virtual digital trotzdem den so beliebten warmen Röhrenklang. Gruß Slavko
wir sprechen hier von mixdown und mastern nicht von recording! das zum aufnehmen einer band eine gewisse anzahl von kanälen zur verfügung stehen müssen ist wohl jedem klar ;-) doch die zeiten von grossen analogen ssl, adt, neve etc... konsolen neigen sich wohl dem ende zu. ein z.b. digitales kompaktes yamaha dm2000 reicht auch für aufwendige recording sessions völlig aus. die zweifler von heute werden die ewig gestrigen von morgen sein ... ;-)) olaf
hi joe, der vintage warmer lässt sich sehr gut auf einzeltracks, von mir bevorzugt auf bassdrum und bass einsetzen. der sättigungseffekt ist für ein plug in erstaunlich gut gelungen. ausserdem lassen sich sehr gute ergebnisse beim mastern erzielen, wenn es um lautstärke geht(ist ja im moment sehr gefragt). ist dort effektiver als z.b. das L2 plug von waves(mehr druck). probier es mal aus und lass dich im vorfeld nicht von den ewigen zweiflern abschrecken ;-) olaf
Thomas T fragt: Ist das jetzt abwertend oder positiv gemeint? Macht es seine Sache nun gut oder ist es ein weiteres Teil was viel verspricht und wenig hält?
Also wenn das Design so edel und liebevoll gemacht ist, dann ist es doch unwiderstehlich - jedenfalls vom Haptischen. Dann muss das Ding doch einfach warm einfach klingen. Kann doch gar nicht anders sein. Die Werbung sagt: Der PSP Vintage Warmer ist mit professionellen VU- und PPM-Pegelanzeigen und genauen Übersteuerungsanzeigen ausgestattet, wodurch Ergebnisse in professioneller Qualität möglich sind. Na bitte - sind doch möglich.
"das zum aufnehmen einer band eine gewisse anzahl von kanälen zur verfügung stehen müssen ist wohl jedem klar ;-) doch die zeiten von grossen analogen ssl, adt, neve etc... konsolen neigen sich wohl dem ende zu. ein z.b. digitales kompaktes yamaha dm2000 reicht auch für aufwendige recording sessions völlig aus. die zweifler von heute werden die ewig gestrigen von morgen sein ... ;-))" ja wenn DIR die Qualität und die (nicht vorhandene) Ergonomie eines dm2000 ausreicht.... Herzliche Grüße Georg
Tonzauber - ewig gestrig oder doch einfach klassisch?
*g* BTW. ich hab mal Creamware darauf angesprochen, dass die Graphik der Plugins und des Pultes ja ganz nett ist (mit virtuellen 19" Schraublöchern etc., Pegelmesser) ich aber das gar nicht brauche. Im Gegenteil ich wünsche mir den Kram abschalten zu können und nur ganz primitive Zahlen auf dem schirm zu sehen. Grund es kann doch nicht sein, dass ein DSP System die CPU entlasten soll und dann die CPU mit Graphik beschäftigt ist... Antwort: nix.
ThomasT meint: Es kann doch nicht sein, dass ein DSP System die CPU entlasten soll und dann die CPU mit Graphik beschäftigt ist...
Aber die schönen bunten "virtuellen" Bildchen der Graphik fördern den Spieltrieb und wie beim Autokauf, das Auge kauft mit. Oder wie hier: Das Auge entscheidet über den Kauf. Siehe das Edelholz- und Alumminium-Bild oben. Und wie's dahinter aussieht - ist etwas ganz anderes. Dirk II
Also an den Schattierungen könnte man noch etwas arbeiten und gfs nicht nur schwarz zum Beschriften nutzen. Aber insgesamt durchaus gut gemacht, das muss man sagen. Beim T-Racks gibt es allerdings richtige Röhren und die blinken sogar :-)
"wir sprechen hier von mixdown und ... nicht von recording!" Mein Rede. "das zum aufnehmen einer band eine gewisse anzahl von kanälen zur verfügung stehen müssen ist wohl jedem klar ;-)" Bingo ! "doch die zeiten von grossen analogen ... konsolen neigen sich wohl dem ende zu." Ja aber wieso denn dann bitte, wenn wir doch gerade festgestellt haben, daß wir sie zum Aufnehmen brauchen ? Für's Mastering hat nie einer eine große Konsole gebraucht, aber soweit waren wir ja oben schon. Zurück zum Mastering mit Finalizer : Gibt es etwas Gleichwertiges als Plugin ? Über welche Rechenleistung verfügt der Finalizer ?
hören wäre noch besser, wer nur werbung liest ohne wirklich zu testen und zu vergleichen wird auch nicht schlauer. ich bestitze u.a. das plug und habe es auch schon öfters eingesetzt. da ich auch erfahrung mit highend material wie z.b. weiss gambit oder manley gemacht habe, sind die ergebnisse schon erstaunlich. allein der preis/leistungs unterschied ist schon echt der hammer!! wenn du interesse hast schick ich dir 'nen mp3 u.a. mit vintagewarmer gemastert. olaf
Hallo Frank, um deine Frage zu beantworten: Meiner Meinung kann Software die Hardware ersetzen. Ich habe jahrelang mit einem TC M 5000 mit Multiband-Compression Software gearbeitet (dürfte wahrscheinlich sehr ähnlich oder sogar identisch mit dem Finalizer sein )und habe dies verglichen mit dem Master X-5 Plug-In von T.C. Ich habe keine klanglichen Einbußen feststellen können.