Stereo-Abbildung ´oben´

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Beim Abhören einer Intensitätsstereofonie über Kopfhörer äusserten einige Zuhörer, sie erlebten die aufzuzeichnende Trommel als "von oben" kommend, als sässen sie unterhalb der Schallquelle, was nicht der originären Situation entsprach. Die Mikrofonanordnung ist einer ORTF recht ähnlich. Der Raum hat ein Spitzdach. Kann es daran liegen? Welche akustischen Massnahmen wären sinnvoll ? Kantenabsorber im Giebelwinkel ?
Danke,
c.
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Antwort#2
Schau mal auf ebs' Seiten. Dort ist das sehr ausführlich erklärt.
"Normale" Stereophonie lebt davon dass das Gehör sog. Phantomschallquellen zwischen den Lautsprechern hört. ORFT eignet sich dafür sehr gut (u.a.)
Bei Kopfhören eines solchen Signals wird das Gehör quasi ausgetrickst.
Denn wichtig für die Unterscheidung oben-unten, hinten-vorn ist wie die Ohrmuschel den Schall abschattet und beugt, mit Stereophonie ist ja direkt nur links-rechts möglich. Durch die Art der Abschattung kommt es auch dass bestimmte Frequenzbereich wenn man die verstärkt oder absenkt (das gar veränderlich) Eindrücke von oben-unten, vorn-hinten entstehen lässt.
Mit Kopfhöher fällt dieser Effekt eben weg und das Gehör wird getäuscht und "hört" halt im Kopf. Um diesen Effekt zu Umgehen und dem Gehör (bessere?) Stereoinformationen zu geben wendet man die Kunstkopfstereophonie an bei der - im wesentlichen - diese Effekte der Anschattung und Dämpfung durch Ohrmuschel und Kopf nachgebildet werden.
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Antwort#3
Christoph2 und einige Zuhörer erlebten die aufgenommene Trommel über Kopfhörer als "von oben" kommend. Was ja unnatürlich ist.

Eben habe ich etwas gefunden, was dieses bestätigt. Auf der Page im angegebenen Link steht rechts unten etwas dazu. Damit seid ihr in Gesellschaft anderer normaler Menschen. Nur die Forscher erzählen in ihren Büchern seltsame Dinge von Hörereignissen auf der geraden (!) Verbindungslinie von Ohr zu Ohr.
http://www.sengpielaudio.com/Unterlagen08.htm
Und wenn du das Folgende mal liest, wird dir alles ganz schnell klar. So etwas findest du nicht in Tontechnikbüchern.
http://www.sengpielaudio.com/GegensaetzlicheStereo-Verfahren.pdf
http://www.sengpielaudio.com/StereoFuerLautsprUndKopfhoerer1.pdf
http://www.sengpielaudio.com/StereoFuerLautsprUndKopfhoerer2.pdf
http://www.sengpielaudio.com/GehoerenOhrsignaleInLautsprecher.pdf
Gruß
Maya


Trommel von oben kommend und nicht durch den Kopf gehend
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Antwort#4
Mikrofonanordnungen wie ORTF können grundsätzlich nicht "oben" und "unten" unterscheiden. Das, was den "oben"-Eindruck erzeugt, kommt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht tatsächlich von oben, sondern es hat ein Frequenzspektrum, das sehr genau demjenigen gleicht, das der Zuhörer als "diese Schallquelle kommt von oben" von Kindheit an "gelernt" hat. Es ist meiner Meinung nach ein rein psychoakustisches Phänomen. Kannst Du das Frequenzspektrum diese Instrumentes ändern (akustisch durch Dämpfung oder andere EQ-Einstellung an einem evtl. Stützmikrofon)? Vielleicht andere Plazierung, weiter von Wänden weg oder anderer Winkel zw. Instrument-Wand-Mikrofon?
Weiter, muss ich wirklich E. Sengpiel unterstützen, sind lautsprecher-stereofone Aufnahmen im Kopfhörer unbrauchbar.
Viele Grüße
Michael
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Antwort#5
Hallo Christoph,
welcher Kopfhörer wurde dazu benutzt? Aus langjähriger Erfahrung mit KH weiß ich, daß man sich diesen "Elevationseffekt" wie er in der Fachsprache heißt auch wegtrainieren kann. Bei mir kommt dies nur noch ganz selten vor. Ich benutze den KH "Stax SR Lambda Pro" mit Diffusfeldentzerrung. Dabei habe ich keinen Elevationseffekt festgestellt. Aber auch beim gelegentlichen Hören mit anderen KH entsteht dieser Effekt bei mir nicht.
Grüße
Rainer
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Antwort#6
Hallo Rainer!
Wäre es möglich Deine Email zu erfahren, da ich Dir gerne etwas schicken würde?
Gruß, Thomas
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