Immer wieder wird davon gesprochen, daß Monitore, auch die von Surroundanlagen, frei stehen sollten. Wie macht ihr das ? Ist es denn nicht besser, die ganz mahe an eine Wand zu stellen, damit sich echter und direkter Schall mit möglichst geringer Phasendifferenz überlagern ?
Position der Abhöranlage
Hallo Mario,
Lautsprecher sollten entweder in die Wand eingebaut sein, also fluchten oder etwa 1 m vor der Wand stehen, wobei hinter und um die Lautsprecher die Wände stark gedämpft sein sollten, um die frühen Reflexionen wegzubekommen. Die Raum Rückwand und der Hörplatz sollen eine hohe Diffusität haben, also da nicht totdämpfen. Das entspricht dem LEDE-Konzept. Siehe dazu den Link unten.
Maya
Artikel am Ende zu LEDE lesen
Lautsprecher sollten entweder in die Wand eingebaut sein, also fluchten oder etwa 1 m vor der Wand stehen, wobei hinter und um die Lautsprecher die Wände stark gedämpft sein sollten, um die frühen Reflexionen wegzubekommen. Die Raum Rückwand und der Hörplatz sollen eine hohe Diffusität haben, also da nicht totdämpfen. Das entspricht dem LEDE-Konzept. Siehe dazu den Link unten.
Maya
Artikel am Ende zu LEDE lesen
Nun ja, die Membran schwingt ganz vorne, dann reflektiert ja sowie etwas an der 25cm entfernten Rückwand, da kann dann die nochmals 3cm weiter entfernte Zimmerwand tatsächlich nicht mehr viel veranstalten, so gesehen hast Du schon Recht : Die Monis würden einfach umgekehrt zu Grenzflächenmikros fungieren.
Wenn man annimmt, daß der Moni nach hinten nur Frequenzen von 1kHz an abwärts in nennenswerter (also quantitativ im Endsignal zu berücksichtigender) Lautstärke abstrahlt, so kommt man auf T=1ms und hätte gemaess v=340m/s etwa 35cm Weg für den Wellenlängenversatz zur Verfügung. Stehen die Monis an der Wand, so greift obige Betrachtung : die Phasendifferenz entspäche etwa 10 % der Wellenlänge, bei geringerer Frequenz entsprechend weniger. Bei 10% Phasenversatz liegt die Sinuswelle der 1kHz bei max 30% - wenn die 1kHz sowieso bereits durch die Rückwand um biszu Faktor 10 gedämpft sind, komme ich auf 3-5% Wirksamkeit im Endsignal an den Ohren. Tiefere Frequenzen dringen dann zwar durch die Rückwand stärker durch, die Phasendifferenz macht aber immer weniger aus.
Behält man die Monis dagegen einen Meter von der Wand, so erreichen einen die Reflexionen nach 6 ms, was bereits einem hörbaren Echo entspricht. Bei einem Abstand von 1m (Ohren zu Monis), komme ich auf ein Verhaltnis von 1:3 was dann 1:9 an Schallstärke entspricht. Das sind sogar 10% Ampltitudenverzerrung - aber diesmal über den gesamten Frequenzbereich. Natürlich kommen auch hier nur die Bässe wirklich laut von hinten heraus, aber wer braucht Bassechos ???
Diese zweite Lösung gefällt mir daher zunächst nicht sonderlich - nach Lösung 1 hätte man dagegen lediglich bei den Bässen (fast) einen Faktor 2 an Überhöhung. Höhere Frequenzen dringen nicht mehr durch die Rückwand, und der F-Gang geht gegen Faktor 1. Dies liesse sich per EQ einigermassen beheben und die Monis besitzen ja auch Pegelsteller hierfür. Praktisch haut es natürlich nicht so ganz hin, da die Lautsprecher ja schräg stehen : Das hinten reflektierte Signal geht dann hauptsächlich schräg seitlich weg, am ehestesten gegen die Seitenwand, so wie die Frontreflexionen.
So oder so ist also der Behandlung der reflektierten Wellen große Aufmerksamkeit zu schenken : Ich habe hinter meinen Monitoren mobile Breitbandabsorber geparkt, welche rückwärtige Signale weitestgehend "töten". An den Seiten gibt es HF-Absorber für die kurzen Erstrelexionen, auch wenn diese quantitaiv nur mit der Schallweglänge 1:4 am Ohr erscheinen. (2m Distanz zur Seitenwand). Gfs muss noch der Zimmerdecke Beachtung geschenkt werden.
Hat man die Reflexionen einigermassen im Griff, so ist die exakte Postion der Monis nicht mehr so sehr von Relevanz. Auch die Pegelabsenkfunktion an den Monis für Höhen/Bässe braucht man dann nicht mehr.
Wenn man annimmt, daß der Moni nach hinten nur Frequenzen von 1kHz an abwärts in nennenswerter (also quantitativ im Endsignal zu berücksichtigender) Lautstärke abstrahlt, so kommt man auf T=1ms und hätte gemaess v=340m/s etwa 35cm Weg für den Wellenlängenversatz zur Verfügung. Stehen die Monis an der Wand, so greift obige Betrachtung : die Phasendifferenz entspäche etwa 10 % der Wellenlänge, bei geringerer Frequenz entsprechend weniger. Bei 10% Phasenversatz liegt die Sinuswelle der 1kHz bei max 30% - wenn die 1kHz sowieso bereits durch die Rückwand um biszu Faktor 10 gedämpft sind, komme ich auf 3-5% Wirksamkeit im Endsignal an den Ohren. Tiefere Frequenzen dringen dann zwar durch die Rückwand stärker durch, die Phasendifferenz macht aber immer weniger aus.
Behält man die Monis dagegen einen Meter von der Wand, so erreichen einen die Reflexionen nach 6 ms, was bereits einem hörbaren Echo entspricht. Bei einem Abstand von 1m (Ohren zu Monis), komme ich auf ein Verhaltnis von 1:3 was dann 1:9 an Schallstärke entspricht. Das sind sogar 10% Ampltitudenverzerrung - aber diesmal über den gesamten Frequenzbereich. Natürlich kommen auch hier nur die Bässe wirklich laut von hinten heraus, aber wer braucht Bassechos ???
Diese zweite Lösung gefällt mir daher zunächst nicht sonderlich - nach Lösung 1 hätte man dagegen lediglich bei den Bässen (fast) einen Faktor 2 an Überhöhung. Höhere Frequenzen dringen nicht mehr durch die Rückwand, und der F-Gang geht gegen Faktor 1. Dies liesse sich per EQ einigermassen beheben und die Monis besitzen ja auch Pegelsteller hierfür. Praktisch haut es natürlich nicht so ganz hin, da die Lautsprecher ja schräg stehen : Das hinten reflektierte Signal geht dann hauptsächlich schräg seitlich weg, am ehestesten gegen die Seitenwand, so wie die Frontreflexionen.
So oder so ist also der Behandlung der reflektierten Wellen große Aufmerksamkeit zu schenken : Ich habe hinter meinen Monitoren mobile Breitbandabsorber geparkt, welche rückwärtige Signale weitestgehend "töten". An den Seiten gibt es HF-Absorber für die kurzen Erstrelexionen, auch wenn diese quantitaiv nur mit der Schallweglänge 1:4 am Ohr erscheinen. (2m Distanz zur Seitenwand). Gfs muss noch der Zimmerdecke Beachtung geschenkt werden.
Hat man die Reflexionen einigermassen im Griff, so ist die exakte Postion der Monis nicht mehr so sehr von Relevanz. Auch die Pegelabsenkfunktion an den Monis für Höhen/Bässe braucht man dann nicht mehr.
Lautsprecher sollten entweder in die Wand eingebaut sein, also fluchten oder etwa 1 m vor der Wand stehen, wobei hinter und um die Lautsprecher die Wände stark gedämpft sein sollten, um die frühen Reflexionen wegzubekommen.Frage dazu:
Bis zu welcher Frequenz ist das relevant? Man wird ja nicht alles gedämpft bekommen.
Desweiteren was ist von folgenden (gesehenen) Installationen zu halten.
a) schwerer Vorhang hinter Boxen.
b) Akustikschaum direkt auf Wand.
Was schwere Vorhänge leisten, kann man gut vermessen, indem man mal ein Mikro dahinterhält. Naja.... Ich habe mich immer schon gewundert, was manche mit Betttüchern und Vorhängen erreichen wollen.
Akustikschaum : Kommt drauf an. Sollte der nur HF dämmen, absorbieren können, bringt der dort nicht viel - weil von hinter den Monitoren nur Reflexionen kommen, welche schon einiges an Weg hintersich haben und entsprechend schwach sind. Ich habe mit dem schwarzen Pyramidenschaum experimentiert, indem ich ihn hinter den LS plazierte : Praktisch kaum ein Unterschied ! Probier's aus.
Einen hörbaren Effekt bringen nur die schwereren Breitbandabsorber. Ich mache das so, weil ich die eh besitze und auch für Aufnahmen benutze. Was in unserem vormaligen Studio gut funktioniert hat, sind diese weissen RPG-Akoustik-Elemente. Diese sehen aus, wie eine "Stadt von oben" und brechen den Schall. Zudem absorbieren sie HF weg.
Was auch machbar ist : Es gibt von diesen absorbierenden, faserige Dämpfungsplatten, auch solche, die ohne Stoffbezug verkauft werden und damit nur die Hälfte kosten. Wer eine kahle Wand bisher nur mit einem Dekor-Vorhang verkleidet hat, sollte sich mal überlegen, etwas davon dawischen anzubringen. Im Bereich der Monitore darf es dann etwas mehr sein.
Für offene Installationen würde ich BASOTECT und die PUR SKIN empfehlen :
Schalldaemmstoffe
Akustikschaum : Kommt drauf an. Sollte der nur HF dämmen, absorbieren können, bringt der dort nicht viel - weil von hinter den Monitoren nur Reflexionen kommen, welche schon einiges an Weg hintersich haben und entsprechend schwach sind. Ich habe mit dem schwarzen Pyramidenschaum experimentiert, indem ich ihn hinter den LS plazierte : Praktisch kaum ein Unterschied ! Probier's aus.
Einen hörbaren Effekt bringen nur die schwereren Breitbandabsorber. Ich mache das so, weil ich die eh besitze und auch für Aufnahmen benutze. Was in unserem vormaligen Studio gut funktioniert hat, sind diese weissen RPG-Akoustik-Elemente. Diese sehen aus, wie eine "Stadt von oben" und brechen den Schall. Zudem absorbieren sie HF weg.
Was auch machbar ist : Es gibt von diesen absorbierenden, faserige Dämpfungsplatten, auch solche, die ohne Stoffbezug verkauft werden und damit nur die Hälfte kosten. Wer eine kahle Wand bisher nur mit einem Dekor-Vorhang verkleidet hat, sollte sich mal überlegen, etwas davon dawischen anzubringen. Im Bereich der Monitore darf es dann etwas mehr sein.
Für offene Installationen würde ich BASOTECT und die PUR SKIN empfehlen :
Schalldaemmstoffe
Hallo juergen,
diese Diffusor, die wie eine "Stadt von oben" aussehen (Manhattan) würde ich niemals hinter die Lautsprecher stellen, sondern nur an die, den Lautsprechern gegenünerliegende Rückwand.
Hinter und seitlich der Lautsprecher haben sich bei mir die die "abffusor" von RPG bewährt, wie oben abgebildet. Das ist ein Kunstwort aus Asorber und Diffusor = ABffusor (mit zwei f). Die Kisten sind aus Hart-Styropor mit Stoff bespannt und haben die Abmessungen von 1,20 m x 1,20 m.
Gruß
ebs
diese Diffusor, die wie eine "Stadt von oben" aussehen (Manhattan) würde ich niemals hinter die Lautsprecher stellen, sondern nur an die, den Lautsprechern gegenünerliegende Rückwand.
Hinter und seitlich der Lautsprecher haben sich bei mir die die "abffusor" von RPG bewährt, wie oben abgebildet. Das ist ein Kunstwort aus Asorber und Diffusor = ABffusor (mit zwei f). Die Kisten sind aus Hart-Styropor mit Stoff bespannt und haben die Abmessungen von 1,20 m x 1,20 m.
Gruß
ebs
wie ist eure Meinung eigentlich zu den neuen KKDK-Modulen, die von einem meines erachtens wirklichen Akustik-Gurus Eddi Bogh Brixon (Dänemark) entwickelt worden sind? Link siehe unten... Homepage ist nicht ganz ergiebig, aber ich hab auch noch einige diagramme & Messdaten dazu herumligen - wenns interessiert, poste ich das gerne
KKDK
KKDK
Zwei Gedanken die ich dabei hatte.
Einmal sollten Höhenabsorber hinter den LS nicht viel bringen da eben Höhen nach vorne abgestrahlt werden. Bassabsorber hinter Lautsprechern sieht man eigl. selten in kleinen-mittleren Studios.
Und war da Beispiel schwerer Vorhang nicht sogar im Dickreiter? Sollte doch absorbieren bei lambda/4tel, oder nicht?
Einmal sollten Höhenabsorber hinter den LS nicht viel bringen da eben Höhen nach vorne abgestrahlt werden. Bassabsorber hinter Lautsprechern sieht man eigl. selten in kleinen-mittleren Studios.
Und war da Beispiel schwerer Vorhang nicht sogar im Dickreiter? Sollte doch absorbieren bei lambda/4tel, oder nicht?
Cool ! Die sehen ja genauso aus, wie meine :-) :-) Die scheinen mit Filz beklebt zu sein, hm , das muss könnte ich auch mal machen. Ich habe bisher einfach Streifen des schwarzen Pyramidenschaumes eingeklebt. Dieser ist ab etwa 4kHz wirksam. Der Filz (?) sieht aber sehr wohnlich aus - so kann man sich die optische Stoffbespannung sparen.
Zum RPG-Diffusor : Ja, ich stimme zu und es ist auch auf den Seiten angegeben, daß dieser (->"Skyline") auf der Gegenseite der Monitore angeordnet werden soll. Genaugenommen waren sie das bei uns auch. Nur hatte ich damals gegenüber des Hauptpultes noch (m)einen Abmischplatz für Soundgestaltung eingerichtet - aus leichter Platznot. Die Monis hatte ich direkt vor die Diffs gestellt. Falls dadurch schlechte Mischungen entstanden sein sollen, so wären nur einige Technofreaks betroffen :D
Zum RPG-Diffusor : Ja, ich stimme zu und es ist auch auf den Seiten angegeben, daß dieser (->"Skyline") auf der Gegenseite der Monitore angeordnet werden soll. Genaugenommen waren sie das bei uns auch. Nur hatte ich damals gegenüber des Hauptpultes noch (m)einen Abmischplatz für Soundgestaltung eingerichtet - aus leichter Platznot. Die Monis hatte ich direkt vor die Diffs gestellt. Falls dadurch schlechte Mischungen entstanden sein sollen, so wären nur einige Technofreaks betroffen :D
Ja, Infos posten wäre gut- die Seite gibt tatsächlich nicht viel her. Typisch für moderne Webseiten : Tolle dynmamische Navigation und schmnale Infos, das Bild ist anscheinend immer dasselbe.
Hi,
das erste Problemfeld sind Frühreflektionen von den Begrenzungsflächen, das zweite Kammfiltereffekte im Tieftonbereich.
Am schädlichsten sind Reflektionen bis ca. 5ms nach Direktschall, da sie vom Gehör nicht vom Direktschall getrennt werden. Daher sollte die Laufzeit der ersten Reflektionen nicht unter 5ms liegen, was (unter Normalbedingungen) einer Strecke von 1,7m entspricht. Gemäß SSF-01 wird eine Unterdrückung der Reflektionen bis 15ms nach dem Direktschall um >/= 10dB gefordert (wünschenswert wären eher 15...20dB)
Zwei Lösungswege:
1. Ausreichend Abstand zu den Begrenzungsflächen.
2. Wandbündige Montage.
(der Mittelweg ist hier ausnahmsweise nicht golden!).
Zusätzlich wird die Umgebung um den Lautsprecher herum gedämpft werden müssen, um diskrete Reflektionen bis 15ms nach Direktschall ausreichend zu unterdrücken.
Wandeinbau löst allerdings zusätzlich das Problem bezüglich Kammfiltereffekten durch Reflektion von der Wand hinter dem Lautsprecher im Tieftonbereich. Die Wellenlängen sind dabei so groß, so daß sich Kammfiltereffekte durch einen wie auch immer gearteten Wandabstand nicht vermeiden lassen. Daher tendiere ich zur bündigen Montage der Lautsprecher in die Wand, sofern in der Praxis möglich.
Dazu ein Artikel aus den Rundfunktechnischen Mitteilungen, den ich zufälligerweise auf der Festplatte herumliegen habe:
Aus: Rundfunktechnische Mitteilungen, 31 (1987), 2
Der Hörraum (Anmerkung: Es handelt sich um den ehemaligen Referenz-Hörraum der Telekom in Berlin-Adlershof) weist folgende Besonderheiten auf:
- gegenüber dem mittleren Schallabsorptionsgrad des Gesamtraumes überdruchschnittlich hohe und breitbandige Absorption von Wand- und Deckenflächen im vorderen Raumabschnitt bei gleichzeitig verstärker Nutzung des hinteren Raumabschnittes für vorzugsweise diffuse Schallreflektion.
- Erprobung eines wahlweise bündigen Wandeinbaus der Lautsprecher in der hierfür besonders gestalteten Stirnwand des Raumes bei gleichzeitiger Sicherung des Betriebes mit freistehenden Abhöreinrichtungen. Für den Betrieb freistehender Abhöreinrichtungen ist eine ausreichend Schallabsorbierende Verkleidung der Stirnwand von besonderer Bedeutung.
Diese Maßnahmen dienen der Unterdrückung störender Kurzzeitreflektionen an möglichst vielen Hörplätzen (und damit der angestrebten Linearität der Betriebsschallpegelkurve insbesondere bei tiefen Frequenzen) und dem angestrebten Verzicht auf den Einsatz von Raumanpassungsfiltern für die Abhöreinrichtungen. (...)
Bei einem Vergleich beider Betriebsarten wurde diejenige mit eingebautem Lautsprecher bevorzugt. Gründe hierfür sind vor allem die neutrale, d.h. kaum vom Raum beeinflußte Wiedergabe und die dadurch mögliche kritische Beurteilung insbesondere des Raumeindruckes von Aufzeichnungen, die prinzipiell mögliche Erweiterung des Übertragungsbereiches zu tiefen Frequenzen hin, die bessere Schallfeldsymmetrie usw. Dieses Beurteilungsergebnis war unabhängig vom Testmaterial (unterschiedliche Musik-Genres, Sprache).
Für freistehende Lautsprecher ist der Einfluß des Abhörraumes bereits am Bezugsabhörplatz wahrnehmbar und nimmt von hier nach hinten zu. (..)
Gruß
AH
das erste Problemfeld sind Frühreflektionen von den Begrenzungsflächen, das zweite Kammfiltereffekte im Tieftonbereich.
Am schädlichsten sind Reflektionen bis ca. 5ms nach Direktschall, da sie vom Gehör nicht vom Direktschall getrennt werden. Daher sollte die Laufzeit der ersten Reflektionen nicht unter 5ms liegen, was (unter Normalbedingungen) einer Strecke von 1,7m entspricht. Gemäß SSF-01 wird eine Unterdrückung der Reflektionen bis 15ms nach dem Direktschall um >/= 10dB gefordert (wünschenswert wären eher 15...20dB)
Zwei Lösungswege:
1. Ausreichend Abstand zu den Begrenzungsflächen.
2. Wandbündige Montage.
(der Mittelweg ist hier ausnahmsweise nicht golden!).
Zusätzlich wird die Umgebung um den Lautsprecher herum gedämpft werden müssen, um diskrete Reflektionen bis 15ms nach Direktschall ausreichend zu unterdrücken.
Wandeinbau löst allerdings zusätzlich das Problem bezüglich Kammfiltereffekten durch Reflektion von der Wand hinter dem Lautsprecher im Tieftonbereich. Die Wellenlängen sind dabei so groß, so daß sich Kammfiltereffekte durch einen wie auch immer gearteten Wandabstand nicht vermeiden lassen. Daher tendiere ich zur bündigen Montage der Lautsprecher in die Wand, sofern in der Praxis möglich.
Dazu ein Artikel aus den Rundfunktechnischen Mitteilungen, den ich zufälligerweise auf der Festplatte herumliegen habe:
Aus: Rundfunktechnische Mitteilungen, 31 (1987), 2
Der Hörraum (Anmerkung: Es handelt sich um den ehemaligen Referenz-Hörraum der Telekom in Berlin-Adlershof) weist folgende Besonderheiten auf:
- gegenüber dem mittleren Schallabsorptionsgrad des Gesamtraumes überdruchschnittlich hohe und breitbandige Absorption von Wand- und Deckenflächen im vorderen Raumabschnitt bei gleichzeitig verstärker Nutzung des hinteren Raumabschnittes für vorzugsweise diffuse Schallreflektion.
- Erprobung eines wahlweise bündigen Wandeinbaus der Lautsprecher in der hierfür besonders gestalteten Stirnwand des Raumes bei gleichzeitiger Sicherung des Betriebes mit freistehenden Abhöreinrichtungen. Für den Betrieb freistehender Abhöreinrichtungen ist eine ausreichend Schallabsorbierende Verkleidung der Stirnwand von besonderer Bedeutung.
Diese Maßnahmen dienen der Unterdrückung störender Kurzzeitreflektionen an möglichst vielen Hörplätzen (und damit der angestrebten Linearität der Betriebsschallpegelkurve insbesondere bei tiefen Frequenzen) und dem angestrebten Verzicht auf den Einsatz von Raumanpassungsfiltern für die Abhöreinrichtungen. (...)
Bei einem Vergleich beider Betriebsarten wurde diejenige mit eingebautem Lautsprecher bevorzugt. Gründe hierfür sind vor allem die neutrale, d.h. kaum vom Raum beeinflußte Wiedergabe und die dadurch mögliche kritische Beurteilung insbesondere des Raumeindruckes von Aufzeichnungen, die prinzipiell mögliche Erweiterung des Übertragungsbereiches zu tiefen Frequenzen hin, die bessere Schallfeldsymmetrie usw. Dieses Beurteilungsergebnis war unabhängig vom Testmaterial (unterschiedliche Musik-Genres, Sprache).
Für freistehende Lautsprecher ist der Einfluß des Abhörraumes bereits am Bezugsabhörplatz wahrnehmbar und nimmt von hier nach hinten zu. (..)
Gruß
AH
versehentlich nicht mitkopiert:
(...) Der Wandeinbau der Lautsprecher und eine überdurchschnittliche starke Bedämpfung des vorderen Raumabschnittes bei gleichzeitig höherem Anteil diffusreflektierender Teilflächen im hinteren Raumabschnitt bieten hierfür insbesondere in relativ kleinen Räumen günstigere Voraussetzungen, als freistehende Lautsprecher und gleichmäßige Verteilung des Schallabsorptionsmittels.
(...) Der Wandeinbau der Lautsprecher und eine überdurchschnittliche starke Bedämpfung des vorderen Raumabschnittes bei gleichzeitig höherem Anteil diffusreflektierender Teilflächen im hinteren Raumabschnitt bieten hierfür insbesondere in relativ kleinen Räumen günstigere Voraussetzungen, als freistehende Lautsprecher und gleichmäßige Verteilung des Schallabsorptionsmittels.
Servus,
auch wenn's mit dem Thema, das ich übrigens sehr interessant finde, nix zu tun hat:
Bei "Absorber" + "Diffusor" = "Ab-ffusor" dreht sich "mir mein Sprachempfinden um"! Tut mir leid, das Zeug heißt zwar so, aber wenn das Zeug so "gut" ist, wie sein Name, dann kanns nix taugen.
redi
auch wenn's mit dem Thema, das ich übrigens sehr interessant finde, nix zu tun hat:
Bei "Absorber" + "Diffusor" = "Ab-ffusor" dreht sich "mir mein Sprachempfinden um"! Tut mir leid, das Zeug heißt zwar so, aber wenn das Zeug so "gut" ist, wie sein Name, dann kanns nix taugen.
redi
... und hoffentlich sind die Produkte diese Firma besser als deren "Übersetzungen" ins "Deutsche".
redi
Entweder gescheit oder gar nicht!
redi
Entweder gescheit oder gar nicht!
Diese Seite unten im Link, aber auf Englisch und nicht als ärgerliche "Babelfisch-Übersetzung" über Diffusor und Abffusor ist informativer. Man sieht in weiteren Links kommerzielle Gestaltungs-Beispiele.
Oben am Bildrand ist das RPG-Logo als Leiste weitergeführt und zeigt, wie man sich die gleichmäßige Strukturierung einer Wand mit den Schröder-Dingern vorzustellen hat.
Dr. Peter d'Antonio ist schon ein bekannter Mensch auf dem Raum-Akustik-Gebiet.
Murkel
Information über Abffusor und Diffusor
Oben am Bildrand ist das RPG-Logo als Leiste weitergeführt und zeigt, wie man sich die gleichmäßige Strukturierung einer Wand mit den Schröder-Dingern vorzustellen hat.
Dr. Peter d'Antonio ist schon ein bekannter Mensch auf dem Raum-Akustik-Gebiet.
Murkel
Information über Abffusor und Diffusor
... wobei ich sowieso der Meinung bin, Babelfish sollte mit "dobbl-b" geschrieben werden müssen.
redi
ps
... wobei - zum zweiten - ich nicht weiß (und auch nicht nachgeschaut hab), was "fish" bedeuten soll?
redi
ps
... wobei - zum zweiten - ich nicht weiß (und auch nicht nachgeschaut hab), was "fish" bedeuten soll?
Hallo redi,
da gab es mal den sündigen Turmbau zu Babel, wobei sich noch alle Menschen verstanden. Und dann kam die Sintflut (Sünd-Hochwasser) und es lebten dort anstatt der Menschen nur noch Fische (fish) im Wasser (die brauchten nicht in Noahs Arche aufgenommenzu werden).
Altavista's Babelfish ist ja als Roh-Übersetzung machmal besser als nichts.
Nebenbei: fish ist im Englischen schon der Plural und heißt darum übersetzt Fische und es gibt keine "fishes", wie Deutsche gerne sagen.
Und Informationen heißt auf Englisch nur "information" (ohne s), auch wenn die Deutschen dieses immer falsch mit "informations" übersetzen. Daran erkennt der Engländer auch die Deutschen. :-)
Gruß
Maya
ps
... wobei - zum zweiten - ich nicht weiß (und auch nicht nachgeschaut hab), was "fish" bedeuten soll?
da gab es mal den sündigen Turmbau zu Babel, wobei sich noch alle Menschen verstanden. Und dann kam die Sintflut (Sünd-Hochwasser) und es lebten dort anstatt der Menschen nur noch Fische (fish) im Wasser (die brauchten nicht in Noahs Arche aufgenommenzu werden).
Altavista's Babelfish ist ja als Roh-Übersetzung machmal besser als nichts.
Nebenbei: fish ist im Englischen schon der Plural und heißt darum übersetzt Fische und es gibt keine "fishes", wie Deutsche gerne sagen.
Und Informationen heißt auf Englisch nur "information" (ohne s), auch wenn die Deutschen dieses immer falsch mit "informations" übersetzen. Daran erkennt der Engländer auch die Deutschen. :-)
Gruß
Maya
ps
... wobei - zum zweiten - ich nicht weiß (und auch nicht nachgeschaut hab), was "fish" bedeuten soll?
Ich fürchte, das Englisch, das manche von uns in die internationalen newgroups einstreuen, ist oft kaum besser, als dieses Webseiten-Deutsch. Allerdings :
"Haben Sie Interesse ... für eine Arbeitsstelle ... so gucken Sie mal unter Stellenangebote" klingt doch richtig niedlich, oder ?
Ach ja : "too fish" wird oft auch als "suchen" , "herauspicken" etc benutzt. Sicher kommt es daher.
"Haben Sie Interesse ... für eine Arbeitsstelle ... so gucken Sie mal unter Stellenangebote" klingt doch richtig niedlich, oder ?
Ach ja : "too fish" wird oft auch als "suchen" , "herauspicken" etc benutzt. Sicher kommt es daher.
... wobei - zum zweiten - ich nicht weiß (und auch nicht nachgeschaut hab), was "fish" bedeuten soll?Babelfish ist ein Fisch den man sich ins Ohr steckt und der alles Sprachen übersetz so als ob man sie verstehen kann.
Kennt hier keiner Douglas Adams?
Falls nicht: Pflichtlektüre. (neben dem Dickreiter selbstverständlich...)
Ach ja : "too fish" wird oft auch als "suchen" , "herauspicken" etc benutzt. Sicher kommt es daher.Sicher nicht. Es kommt von Douglas Adams' "Per Anhalter durch die Galaxis".
