Mischungen für Nordamerika vs. den Rest der Welt

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
soweit ich mich erinnere hieß es in den 80ern mal, dass für den nordamerikanischen Pop- und Rock-Markt etwas anders gemischt wird als für den Rest der Welt: etwas höhenreicher nämlich.
Ist das noch immer so und gibt es evtl. noch andere "Klangwelten"? Oder hängt das mit dem Loudness War zusammen, der evtl. zuerst auf der anderen Seite des Teiches losging?
Vielen Dank für eure Infos!
Yoda
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Antwort#2
Hi !
Leider kann ich nicht direkt mit Fachwissen glänzen, sondern nur raten und das Wort "ethnische Hörkurve" in den Raum werfen.
"According to Tomatis's findings, each nation possesses a collective ethnic 'ear' and inhabitants' spectrum of hearing is governed by a 'preferred frequency' which is also reflected in their speech. Thus the German 'ear', says Tomatis, hears between 100 and 3,000 Hz; the French between 1,000 and 2,000; the English between 2,000 and 12,000; the American between 750 and 3,000. The apparent ease with which the Slavs master foreign languages is due to their extraordinarily broad range of hearing, from 100 to 8,000 Hz. "Their aptitude is more for hearing than for speaking," he explains. The theory could explain why, for instance, the French experience difficulty in tuning into the English but not the American ear: the American band peaks at 1,500 Hz, not far removed from that of the French."
Ob das nun die Erklärung ist weiß ich nicht... aber eine interessante Sache auf jeden Fall.
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Antwort#3
Yoda meint, dass für den nordamerikanischen Pop- und Rock-Markt etwas anders gemischt wurde, als für den Rest der Welt - etwas höhenreicher nämlich.
Das hat es mal für einige Projekte gegeben, aber nicht generell und das ist nicht mehr so. Das Thema ist schon interessant, weil zwischen den Hörgewohnheiten bestimmter Völker sich Unterschiede herausgebildet haben oder schon immer vorhanden waren.
Es ist ein unlösbares Problem, dieses genau festzustellen, weil es nicht den Japaner, den Deutschen und den Hoch-Anden-Menschen gibt, schon gar nicht in der Psycho-Akustik. Wir können feststellen, dass ein japanischer Lautsprecher, der in Japan viele Punkte macht, hier in Europa glatt durchfällt. Und ein finnischer Lautsprecher in Japan nicht nach oben kommt. Hier geht es um das Thema: wie färbend muss ein Lautsprecher sein, um bei der Massenmusik dem Ohr einer Volksgruppe am besten zu schmeicheln. Auch wenn ich mit Rainer gehe: Ein Lautsprecher hat keinen eigenen Klang zu haben, er soll unverfälschte Daten liefern. Er sollte weder Jazz, noch Rave, noch Pavarotti besonders schön wiedergeben können - er sollte einfach "neutral" sein. Ich weiß, dass es das nicht gibt.
Gruß
Maya
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Antwort#4
Der französische Hals-, Nasen- und Ohren-Spezialist Alfred A. Tomatis, der 2001 verstorben ist, hat einige umstrittene Thesen zu unserem Hören aufgestellt.
Michael E. hat ja schon einiges zitiert. Der volle Artikel dazu ist im Link unten zu finden. http://www.industryinet.com/~ruby/sound.html
Der "Deutsche" soll ja gerne Marschmusik hören (der "Österreicher" auch) und kann darum nur auf den schwerem Taktschlägen 1 und 3 klatschen. Der "Amerikaner" swingt da mehr automatisch auf den leichten Taktschlägen 2 und 4. Der "Deutsche" kann das auch, aber nur unter großer Anstrengung und konzentriertem Takt mitzählen. Aber bei der Live-Hitparade klappt das nie. :-)
Gruß
Johnny


Mehr von Thomatis und den Frequenzbereichen der Völker
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Antwort#5
Wie hart verbissen die Meinungen zu Dr. Alfred A. Tomatis sind, zeigt die total ablehnende Meinung unter http://www.therapaed.de/entbehrlich.htm
die im Link unten "Kritik: Tomatis ist entbehrlich" zu finden ist:
Die auch unter den Namen "Tomatis-Hörtraining", "Listening Training Program" oder "Klangtherapie" (nach Bérnard / Nyffenegger) angebotene "Audio- Psycho-Phonologie" beruht auf den "Spekulationen" des französischen HNO-Arztes Alfred Tomatis. Grundlage seiner Therapieform sind falsche (!) physiologische Thesen zur vorgeburtlichen und frühkindlichen Entwicklung sowie der Bedeutung von Tönen. Die im Rahmen der Audio-Psycho-Phonologie eingesetzten Tests einer Hörstörung im Sinne der "Über- oder Unterfunktion" des Gehörs oder eines sogenannten "weißen Rauschens" sind keine Verfahren, mit welchen sich die Ursachen einer Hyperkinetischen Störung oder einer anderen körperlichen oder geistigen Erkrankung feststellen lassen. Den seitens der Audio-Psycho-Phonologen behaupteten Zusammenhang zwischen einem dergestalt gegebenen verringerten Hörvermögen und Lern-, Leistungs- oder Verhaltensstörungen gibt es nicht. Ein positiver Effekt des Hörtrainings auf die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen oder gar Erwachsenen konnte nicht gezeigt werden.
Trotzdem sollte man sich mal mit den Ansichten von Tomatis befassen.
Malte


Kritik: Tomatis ist entbehrlich
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Antwort#6
Hi,
ich hab mal gehört, das die unterschiedliche mischung daher kommt, da in
amerika musik hauptsächlich im auto konsumirt wird, und somit der mix etwas
für car-hifi optimiert ist. in europa wird dagegen mehr über stereoanlage oder radio gehört. ob das noch zutrifft bzw. aktuell ist weiss ich allerdings nicht.
grüsse, flo
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