Hallo,
nun habe ich die Hörbeispiele fertig, nutzt den Link unten.
Eine Beschreibung des Experimentes findet Ihr dort auch.
Bitte, all Ihr Aufnahme- und Mikrofonierungsexperten, steinigt mich nicht für diese zusammen geschusterten Verfahren! Mir ging es, wie bereits dargestellt, um eine gaaaanz einfache, mit seeehr einfachem Equipment zu realisierende Möglichkeit, ordentlich klingende Live-Aufnahmen von einer klassisch besetzten Band zu machen. Mir ist klar, dass ich mit sowas keinen Preis gewinne.
So, nun aber zu meinen persönlichen Eindrücken zu den 4 Verfahren.
Die reine Pultmischung ist mir zu trocken, da kann ich doch gleich eine Studio-Aufnahme machen. Verbesserungsidee: Zwei Mikros von der Bühne aus ins Publikum richten und auf frenetischen Beifall hoffen.. :-)
Die Kombination aus Pultmischung und X-Y-Mikrofonierung krankt meines Erachtens am zu geringen Direkt-Anteil (das habe ich bei der Aufnahme versaut, ich hatte es ja in der Hand), vor allem aber daran, dass das trockene und das nasse Signal eine deutliche Laufzeitdifferenz aufweisen.
Der reinen X-Y-Mischung fehlt es wie vermutet an Druck, allerdings gibt sie den subjektiven Raumeindruck, den ich als Anwesender hatte, am besten wieder. Ich habe keine Ahnung, wie ich das verbessern könnte.
Meine M-S-Modifikation schließlich gefällt mir am besten (wer hätte das geahnt ;-). Sie ist druckvoller und doch ist klar, dass es sich um eine Live-Aufnahme handelt. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Dekodierung mich einiges an Nerven und Zeit gekostet hat: Es galt, die Zeitdifferenz zwischen M- und S-Anteil nach Gehör auszugleichen. Und dann hatte ich noch so ein seltsames Timing-Problem mit meinem Audio-Programm, nachdem ich die S-Spur dupliziert hatte. Auch finde ich es schwierig, die Balance zwischen den Instrumenten wieder herzustellen, wenn diese im M-Anteil "falsch" ist. Hier an der E-Gitarre zu hören, die im Vergleich zur Lead-Stimme sehr laut im M-Anteil vertreten ist.
Fazit: "Kommt darauf an..."
Die von Euch teilweise prophezeiten Artefakte mögen vorhanden sein, allein ich kann sie nicht absolut bewerten. Zwar klingen das Yoda-M-S- und z.B. das X-Y-Verfahren durchaus unterschiedlich, ich könnte aber nicht sagen, welches näher am Original ist. Das liegt IMHO aber am Programmmaterial und natürlich dem Raum bzw. der FOH-Mischung.
Oder fehlt es mir hier an Erfahrung und Ihr gebt einem anderen angewendeten Verfahren den Vorzug? Mit welchen weiteren, hier nicht angewendten Verfahren nehmt Ihr Live-Konzerte auf und wie erreicht Ihr einen druckvollen Sound inkl. Live-Feeling?
Na, nun bin ich aber mal gespannt....
Cheers
Yoda
Hörbeispiele zum Experiment
nun habe ich die Hörbeispiele fertig, nutzt den Link unten.
Eine Beschreibung des Experimentes findet Ihr dort auch.
Bitte, all Ihr Aufnahme- und Mikrofonierungsexperten, steinigt mich nicht für diese zusammen geschusterten Verfahren! Mir ging es, wie bereits dargestellt, um eine gaaaanz einfache, mit seeehr einfachem Equipment zu realisierende Möglichkeit, ordentlich klingende Live-Aufnahmen von einer klassisch besetzten Band zu machen. Mir ist klar, dass ich mit sowas keinen Preis gewinne.
So, nun aber zu meinen persönlichen Eindrücken zu den 4 Verfahren.
Die reine Pultmischung ist mir zu trocken, da kann ich doch gleich eine Studio-Aufnahme machen. Verbesserungsidee: Zwei Mikros von der Bühne aus ins Publikum richten und auf frenetischen Beifall hoffen.. :-)
Die Kombination aus Pultmischung und X-Y-Mikrofonierung krankt meines Erachtens am zu geringen Direkt-Anteil (das habe ich bei der Aufnahme versaut, ich hatte es ja in der Hand), vor allem aber daran, dass das trockene und das nasse Signal eine deutliche Laufzeitdifferenz aufweisen.
Der reinen X-Y-Mischung fehlt es wie vermutet an Druck, allerdings gibt sie den subjektiven Raumeindruck, den ich als Anwesender hatte, am besten wieder. Ich habe keine Ahnung, wie ich das verbessern könnte.
Meine M-S-Modifikation schließlich gefällt mir am besten (wer hätte das geahnt ;-). Sie ist druckvoller und doch ist klar, dass es sich um eine Live-Aufnahme handelt. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Dekodierung mich einiges an Nerven und Zeit gekostet hat: Es galt, die Zeitdifferenz zwischen M- und S-Anteil nach Gehör auszugleichen. Und dann hatte ich noch so ein seltsames Timing-Problem mit meinem Audio-Programm, nachdem ich die S-Spur dupliziert hatte. Auch finde ich es schwierig, die Balance zwischen den Instrumenten wieder herzustellen, wenn diese im M-Anteil "falsch" ist. Hier an der E-Gitarre zu hören, die im Vergleich zur Lead-Stimme sehr laut im M-Anteil vertreten ist.
Fazit: "Kommt darauf an..."
Die von Euch teilweise prophezeiten Artefakte mögen vorhanden sein, allein ich kann sie nicht absolut bewerten. Zwar klingen das Yoda-M-S- und z.B. das X-Y-Verfahren durchaus unterschiedlich, ich könnte aber nicht sagen, welches näher am Original ist. Das liegt IMHO aber am Programmmaterial und natürlich dem Raum bzw. der FOH-Mischung.
Oder fehlt es mir hier an Erfahrung und Ihr gebt einem anderen angewendeten Verfahren den Vorzug? Mit welchen weiteren, hier nicht angewendten Verfahren nehmt Ihr Live-Konzerte auf und wie erreicht Ihr einen druckvollen Sound inkl. Live-Feeling?
Na, nun bin ich aber mal gespannt....
Cheers
Yoda
Hörbeispiele zum Experiment
