Hallo ! Ein Bekannter von mir hat folgendes Problem mit Ampex/Quantegy: "Vielleicht fällt Euch was dazu ein: Ich verwende eine Revox vorwiegend mit Studiotellern und AEG Kernen. Das Gerät wurde frisch gewartet, es ist also davon auszugehen, daß der Bandlauf korrekt eingestellt wurde. Immer wenn ich Quantegy Bänder benutze, ganz gleich welche Type, springt beim schnellen Vor- bzw. Rücklauf eine einzelne Wicklung ein paar Millimeter nach oben, die nächste Wicklung paßt dann wieder. Das kommt pro Band ca. zwei bis drei Mal vor und kann Bandsalat der übelsten Sorte, den wo ich den Klebebandspender zücken muß, zur Folge haben. Bei der reinen Wiedergabe erhält man aber einen höchst sauberen Wickel. Mit Agfa und Basf Bändern habe ich dieses Problem nicht. Ich habe das Thema einmal mit "Veteran Edi" durchdiskutiert, er meine, daß Quantegy Bänder oft nicht exakt auf 1/4" geschnitten wären, das Problem dadurch zustande kommen könnte. Hat jemand von Euch die gleichen Erfahrungen gemacht, oder einen Tip? Sind Quantegy Bänder für "open-reel" grundsätzlich nicht zu empfehlen?" Werner (Übrigens auch meine Erfahrungen mit drei Maschinen.)
Hallo Werner, früher war der Rundfunk der größte Abnehmer von Tonbändern und das IRT hatte Vorschriften, band-magnetisch-elektrischer Art und mechanischer Art - besonders die Wickel-Eigenschaften und Umspul-Eigenschaften des Tonbands. Bei uns ist einzig der offene freie Wickel vorgeschrieben (open reel). Daher musste das Band extra rückseiten-mattiert werden, damit beim schnellen Wickel die Luft Zeit hatte, zwischen den Windungen herauszukommen. Bekannte Marken für diese hohen Qualitätsansprüche waren Agfa und BASF. Die amerikanischen Bandsorten Ampex und Scotch dagegen waren allein für die Wicklung auf diesen Aluminium-Spulen gedacht. Das ist eben amerikanische Norm, deren Bandsorten niemals beim ARD-Rundfunk und Fernsehen verwendet werden konnten. Beim schnellen Umspulen, hat man sofort Bandsalat, weil die Luft bei der glatten Bandrückseite der amerikanischen Bänder ein Luftpolster bildet, die nicht so schnell ausweichen kann. Ob Quantegy nach dem Braunbuch des IRT-München die guten mechanischen Wickeleigenschaften hat, die es nach den Empfehlungen haben sollte, ist zu bezweifeln. Gruß Dieter
Ein Bekannter von mir hat folgendes Problem mit Ampex/Quantegy: "Vielleicht fällt Euch was dazu ein: Ich verwende eine Revox vorwiegend mit Studiotellern und AEG Kernen. Das Gerät wurde frisch gewartet, es ist also davon auszugehen, daß der Bandlauf korrekt eingestellt wurde. Immer wenn ich Quantegy Bänder benutze, ganz gleich welche Type, springt beim schnellen Vor- bzw. Rücklauf eine einzelne Wicklung ein paar Millimeter nach oben, die nächste Wicklung paßt dann wieder. Das kommt pro Band ca. zwei bis drei Mal vor und kann Bandsalat der übelsten Sorte, den wo ich den Klebebandspender zücken muß, zur Folge haben. Bei der reinen Wiedergabe erhält man aber einen höchst sauberen Wickel. Mit Agfa und Basf Bändern habe ich dieses Problem nicht. Ich habe das Thema einmal mit "Veteran Edi" durchdiskutiert, er meine, daß Quantegy Bänder oft nicht exakt auf 1/4" geschnitten wären, das Problem dadurch zustande kommen könnte. Hat jemand von Euch die gleichen Erfahrungen gemacht, oder einen Tip? Sind Quantegy Bänder für "open-reel" grundsätzlich nicht zu empfehlen?" Werner (Übrigens auch meine Erfahrungen mit drei Maschinen.)
altbekanntes Problem, auch bei A80, A807, A812 erlebt..... ich denke es liegt u.a. am Trägermaterial, dass eine geringere Zugfestigkeit als die Agfa/BASF Bänder aufweist.... Quantegy wickelt übrigens auch auf Spulen schlecht, nur fällts da weniger auf... Beste Grüße Georg
Hallo, sicher gibt es hier mehrere Ursachen, ich sehe es folgendermaßen: 1. die Qualität der Bänder Magnetband wird aus breiten Bahnen geschnitten. Es ist schon entscheidend, ob man Band aus der Mitte oder welliges Zeug vom Rand bekommt. 2. die Ausführung der Bänder Antistatisch rückbeschichtetes Band hat solche Probleme nicht. 3. die Ausführung der Bandmaschine Hier sehe ich den Bandzug (sowohl beim Anfahren als auch bei Wiedergabe oder Umspulen) als kritisch an. Maschinen für größere Wickel haben meist auch mehr Anzugsmoment, für Studiomaschinen ist 50µm starkes Band eigentlich anzuraten. Einmotorige Exemplare kommen mit dünnem Band i.d.R. besser zurecht, weil die Trägheiten der Wickelmechanik kleiner sind (das erscheint mir einer der Hauptgründe, warum es Bandlagen rausschiebt, denn ich hab es auf zwei verschiedenen Geräten probiert und das Heimbandgerät bekam ganz gute Wickel hin). Ich persönlich hatte die meisten Probleme mit Langspielband (35µm), 50µm nur teilweise, rückseitig antistatikbeschichtetes Material (kann auch noch irgendwas dabeisein, daß die Wickel nicht rutschen) machte sowohl auf der A77 als auch auf der Tascam 32 keine Probleme. Auf T2221 und MTL38 konnte ich nicht volle Geschwindigkeit umspulen, wenn es kein gutes Band war (die MTL38 schaffte 1000m in etwa 45s umzuspulen). MfG DB
... Dein Posting hatte ich nicht gesehen (da hab ich meins noch eingeklappert). Bekommt man das rückseitig aufgerauhte Band noch wo zu brauchbaren Preisen? MfG DB
hoffentlich bald wieder von BASF selbst, Gerüchten aus den deutschen Rundfunk-Insiderkreisen zu folge sollen sie bereits wieder kurz vor Produktionsbeginn stehen...
Ich hatte mal eine Maschine, die hat den offenen Wickel Ampex/Quantegy sauber hinbekommen: Philips N4520/4522. Dieses Gerät hat eine einstellbare Umspulgeschwindigkeit zwischen 1 m/s und ca. 15 m/s Bei 1 m/s (Minimum-Stellung) hat es dann geklappt - immerhin knapp 3x so schnell wie im Wiedergabebetrieb ... nur muss man viiieeell Zeit mitbringen. Viele Grüße Michael H.