Zugangsvorraussetzungen für Tonausbildung

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Ein gestriger Kundenkontakt förderte eine für mich interessante Tatsache zutage: Der Sohn hat an der SAE Tontechnik studiert, nachdem er in Berlin abgelehnt worden sein soll. Grund: Zugang erfordert die Beherrschung eines Instrumentes. Der anerkannt gute Musiker spielte aber den Prüfern nicht gut genug und wurde nicht angenommen. Wie hoch liegen da die Massstäbe?
Es wurde im Kreise der Beteiligten (allesamt vollberuflich mit Musik befasst) durchdiskutiert und endlich festgestellt, daß derart gute Abspielqualitäten in der Tontechnikpraxis unnötig und die Forderung danach als Zugangskriterium zu einem Tontechnistudiuum komplett unnötig sei. Weiter käm es darauf an, den individuellen Geschmack der Prüfer zu treffen, was teilweise Glücksspiel sei.
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Antwort#2
Beim durchschnittlich ca. 80 Aufnahme-Ersuchen zum Studium pro Semester und der End-Auswahl von höchstens drei (!) Kandidaten, ist es wirklich keine Schande, wenn die Prüfung nicht bestanden wird. Die Kriterien sind recht hoch.
Für mich ist verwunderlich, wie beim Intervallhören (Erkennen einer Quinte) und bei der Frage: welcher Akkordton liegt im Bass (Quartsextakkord in Moll), so große Schwierigkeiten auftreten. Natürlich kommt der beachtliche Prüfungs-Stress noch hinzu.
Gruß
ebs
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Antwort#3
Nur drei Kandidaten? D.h. es werden auch nur drei pro Jahr fertig, bei 30 aktiven Berufsjahren gibt es auch Dauer in Deutschland permanent nichteinmal 100 Berliner TI in Deutschland? Oder habe ich das nun zu später Stunde nicht kapiert ?
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Antwort#4
Mein Vater war einer der ersten Tontechniker in Deutschland
überhaupt und hat den Beruf inhaltlich mitgeschaffen.
Er ist 1965 leider jung verstorben! Wenn der Beruf nunmehr
leider ausstirbt, schließt sich für mich nur ein Kreis...sorry!
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Antwort#5
...nicht sehr schön für Euch, zugegeben,...aber...nun ja!
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Antwort#6
Drei "Aufnahmen" pro Semester, das sind wenn ich richtig rechne: sechs im Jahr. Es gibt zur Zeit weniger als 50 Studenten mit dieser seltenen ausgefallenen Studienrichtung.
Gruß
ebs
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Antwort#7
Oh-ha, erwischt: "drei" mal "zwei" war ja "sechs", stimmt, ich bin eben schon etwas länger aus der Grundschule raus, muss man wissen :D Nun, wenn natürlich nur so wenige Plätze zu besetzen sind, muss man zwangsläufig etwas acht... aähhh "sieben", wollte ich sagen.
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Antwort#8
Hallo ich wohne in luxemburg und möchte tontechniker werden jedoch weiss ich gar nicht wie ich mich da anlegen soll !Ich möchte in deutschland studieren möchte wissen welchen abschluss ich brauche und welche schulen es gibt Danke Tschüss
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Antwort#9
Hallo Nutella-Khan,
du möchtest Tontechniker in Deutschland studieren und fragst nach Abschluss, Wissen und Lehranstalten.
"Tontechniker" kann man nicht studieren. Tontechniker gab es einmal, meistens als Anlernberuf. Jeder Diplom-Tonmeister wird einfach "Tontechniker" genannt, als Sammelbegriff für alle, die mal einen Regler schieben. Jeder Toningenieur ist ein "Tontechniker", so wie jeder Zahnarzt ein Zahn-Klempner ist.
Gruß
Malte
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Antwort#10
An der Fachhochschule Düsseldorf (in Verbindung mit der Robert-Schumann-Hochschule) gibt es einen Studiengang zum Toningenieur. (www.fh-duesseldorf.de)
Mein Wissen darüber ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber ich glaube, die Kernaussagen stimmen noch:
Die Eignungsprüfung für den Studiengang sieht folgendes vor:
1.) Spiel eines "klassischen" Musikinstrumentes, drei Stücke aus verschiedenen Stilepochen müssen vorgespielt werden.
2.) Schriftliche Prüfung der Harmonielehre-Kenntnisse, 4stimmiger Satz
3.) Prüfung Gehörbildung (der Prüfer spielt auf dem Klavier vor der Kandidatengruppe Gehörbildungsaufgaben, die Kandidaten tragen die Lösungen auf vorbereitete Blätter ein)
4.) Einreichen einer selbst erstellten Musikproduktion
5.) Audiogramm ("Frequenzgang"-Messung des eigenen Gehörs)
6.) Altersbegrenzung (ich glaub' 27 Jahre oder so ...)
Das Studium enthält Unterricht in dem gewählten Instrument. Falls dieses Instrument weder Orgel noch Klavier ist, fällt zusätzlich Klavierunterricht an.
Weiter sind die wesentlichen Gebiete der elektrischen Nachrichtentechnik zu studieren, dazu künstlerische Fächer wie Partiturkunde, Dramaturgie, etc etc.
Ich selbst habe diesen Studiengang nicht gemacht (Eignungsprüfung nicht bestanden), sondern habe Nachrichtentechnik "pur" studiert. Hinterher ist es mir gelungen, die Diplomarbeit am Lehrstuhl für Tonstudiotechnik machen zu können, wo ich "nebenher" noch vieles gelernt habe.
Viele Grüße
Michael H.
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Antwort#11
SAE Köln oder Sft Wuppertal und Regensburg und Hauptschule reicht
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Antwort#12
Hallo Nutella aus Luxemburg,
man kann ohne schulische Voraussetzung tontechnische Lehrgänge (Kurse) besuchen, auch an der Volkshochschule.
Das ist aber niemals ein Studium im herkömmlichen Sinne. Darum gibt es auch keine richtige Berufsausbildung zum "Tontechniker".
Tontechniker bist du auch schon jetzt, wenn du dich so bezeichnen möchtest.
Ein Zeugnis, das manchmal von Aussbildungsstätten hochtrabend mit Diplom bezeichnet wird, ist nichts als das Papier wert.
Es soll nicht behauptet werden, dass das was man dort lernt für einen selbst nichts wert ist.
Man hat schon etwas davon, nur interessiert das den Arbeitgeber kaum.
Staatlich anerkannt sind der Diplom-Ingenieur und der Diplom-Tonmeister.
So darfst du dich nur bezeichnen, wenn du dieses erfolgreich studiert hast.
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Antwort#13
Hi Folks!
Kommt auch darauf an, was Du hinterher machen willst. Wenn Du bei Radio/TV unterkommen willst, erkundige Dich doch mal über die Ausbildungsgänge Mediengestalter Bild/Ton id er Veranstaltungsfachkraft.
Beste Grüße
Hardy
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