Abnahme von Akkordeon / Geige / Didgeridoo / Flügel

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo
Ich möchte gerne die vier Instrumente aufnehmen, und im Cubase bearbeiten.
Die Aufnahme werde ich leider nur in einem grossen Saal, mit einer Eigenhallzeit von ca. 3.5 Sek., machen können! So meine Fragen.....
Mit was für Mic's soll ich das ganze wagen? Wie soll ich diese positionieren? Wie muss ich vorgehen damit ich nicht allzuviel Raumakkustik mit drauf habe?
Besten Dank für die Antworten......! :-)
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Antwort#2
Hallo Mike,
sollen die vier Instrumente wie vereinzelte synthetische Instumente klingen, dann kannst du sie nacheinander mit nur einem Mikrofon aufnehmen. Du bist hinterher ganz frei und kannst ganz wild mischen. Vielleicht das Didgeroo ganz nach vorne, dann die Geige und das Akkordeon und ganz in den Hintergrund das Klavier. Jetzt fragst du sicher noch nach dem Mikrofontyp. Na klar, nimm ein SM 57 von Shure.
Wenn die Instrumente ein akustisches Ensemble darstellen sollen, dann nimm eine Art ORTF-Mikrofonanordnung und positioniere die zusammen spielenden Musiker im Raum, so wie es dir gefällt und variiere die unterschiedliche Lautstärke durch den Abstand der Musikinstrumente zum Stereomikrofon. Als Mikrofonempfehlung denke ich an zweimal Neumann KM 184.
Deine Besetzung klingt mir eher nicht nach ausgeglichenem "Streichquartett", sondern eher nach einer exotischen Besetzung, wie Tuba, Mundharmonika, Conga und Nasenföte oder Maultrommel. So etwas gibt von vornherein niemals einen gebundenen schönen Ensembleklang.
Na denn mal viel Spass bei deinem Klangabenteuer.
Micha
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Antwort#3
Moin Micha
Danke für deine Antwort.
Ich denke dass ich mich nicht allzu klar ausgedrückt habe.... was ich will, nein was die Band will, wir verstehen uns... sie wollen alle zusammen spielen. Ich werde sie aber auf verschidene Spuren aufnehmen. Als Monitor werde ich ein In-Ear´ing machen so das weitere Störquellen verhindert werden.
Das schliesst in diesem Falle eine Stereomikrophonie aus. Weisst, ich habe dazu auch noch sin E-Drum, Akkustische Gittarre und 3 Stimmen.
Was mich am brennensten interessiert ist wie kann ich ein Akkordeon und die Geige sauber in den Kasten krigen?
danke MIKE
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Antwort#4
Hallo Mike,
die Diskantseite eines Akkordeons abzunehmen ist kein Problem. Du nimmst ein Kondensatormikrofon mit der Charakteristik Niere und stellst es ca. 30 cm vor die Diskantseite, so dass die Einsprechöffnung auf die Registerknöpfe zeigt.
Dabei steht das Mikro nicht mittig, sondern im oberen Drittel der Tastatur, denn die hohen Töne sind in der Regel etwas lauter. Wenn der Akkordeonist singt, solltest Du eine Superniere nehmen und schräg von oben auf die Registerknöpfe zeigen lassen, um den Gesang möglichst auszublenden. Heirbei kommst Du ums Experimentieren nicht herum.
Die Wahl des Mikros ist unkritisch und eher Geschmaksache. Ich verwende neuerdings vorwiegend das Røde NT-1a, habe an dieser Stelle aber auch schon mit U87, KM 86, TB94, U47, M147, C414, C3000, MC740 und einigen anderen gearbeitet.
Anspruchsvoller ist die Bass-Seite, denn diese bewegt sich. Die besten Ergebnisse habe ich mit einem Uralt-Ansteckmikro der Fa. Microtech Gefell, dem AM 740 gemacht, welches ich ganz unten am Riemen befestige und vom Akkordeon weg! zeigen lasse. Da es eine Kugelcharakteristik hat, klingt es trotzdem recht gut, aber Du hast keine Blasgeräusche drauf.
Bei Saiteninstrumenten musst Du immer mit der Positiionierung experimentieren, da wirklich jedes Instrument sich anders verhält.
Gruß
Martin
PS: Auf meiner Homepage gibt´s auch Fotos von Akkordeon-Aufnahmen


Was ich in meiner Freizeit so treibe
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Antwort#5
Hallo,
ich habe mal ein Akkordeon mit 2 AKG Kondensern abgenommen, die ich mit Gaffa vorne auf auf die Seite der Bässe und vom Diskant geklebt hatte. Die Kabel gingen über die Schulter vom "Spieler".
Ergebniss war ein sehr direkter Sound.
Gruß
Albert
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Antwort#6
Die Geige strahlt nach vorne oben am homogensten ab. Ich würde ein Mikro etwa 50-70cm über der Geige von schräg vorn auf das Instrument herabrichten. Den Flügel kannst Du ruhig in Stereo nehmen, z.B. zwei Mikros in die Löcher zum Resonanzboden hin oder klassisch AB vor das Instrument.
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