Welche Empfehlung gibt es für die Liveabnahme eines Flügels/Kleinflügels/Pianoforte bei einer Jazzband? Wir stehen immer wieder vor dem Problem, daß in Clubs ein Instrument (mal Flügel, mal Kleinklavier) vorhanden ist, es aber lautstärkemäßig nicht richtig mithalten kann. Es geht nicht um GROSSE Lautstärken, sondern einfach darum, daß der Pianist mit einem Kontrabassisten, einem Schlagwerker und einem Gitarristen nebendran mit einem Kleinklavier einfach Mühe hat, noch einigermassen entspannt mitzutun. Bei unseren Studioproduktionen bei Bauer wurden immer 2 (vermutlich Neumann) Kondensator-Kleinmembrane verwendet. Für Live-Anwendung sind mir die schlicht viel zu teuer. Gibt es Alternativen, die für beide Varianten (Flügel UND Klavier) akzeptabel wären? Anmerkung: Wir benutzen für dr-Overhead 2x Beyer 201 (ist ok!), hat jemand Erfahrung damit für Piano-Abnahme? Uwe
hi. allgemein kann man sagen kleinmembranige kondensermics. am wenigsten aufwändig ist eine AB-anordung. mit dem abstand zum flügel musst du experimentieren, aber live nicht zuviel (1m); wenn du die mics auf die hämmer richtest hast du mehr obertöne im klangbild, bei den saiten entsprechend weniger (dafür hört man aber auch länger was)... die "wahrheit" wird zwischen den beiden extremen liegen. ich nehme mal an, dass rainer noch was zu dem thema sagen wird :) cu, jonny
Welche Empfehlung gibt es für die Liveabnahme eines Flügels/Kleinflügels/Pianoforte bei einer Jazzband? Wir stehen immer wieder vor dem Problem, daß in Clubs ein Instrument (mal Flügel, mal Kleinklavier) vorhanden ist, es aber lautstärkemäßig nicht richtig mithalten kann. Es geht nicht um GROSSE Lautstärken, sondern einfach darum, daß der Pianist mit einem Kontrabassisten, einem Schlagwerker und einem Gitarristen nebendran mit einem Kleinklavier einfach Mühe hat, noch einigermassen entspannt mitzutun. Bei unseren Studioproduktionen bei Bauer wurden immer 2 (vermutlich Neumann) Kondensator-Kleinmembrane verwendet. Für Live-Anwendung sind mir die schlicht viel zu teuer. Gibt es Alternativen, die für beide Varianten (Flügel UND Klavier) akzeptabel wären? Anmerkung: Wir benutzen für dr-Overhead 2x Beyer 201 (ist ok!), hat jemand Erfahrung damit für Piano-Abnahme? Uwe
Hallo Ihr beiden, Zu dem Thema "Klavierabnahme/-aufnahme" gibt es immer wieder sehr unterschiedliche Auffassungen. Es war auch vor längerer Zeit mal ein ausführlicher Artikel in den "Tomeisterinformationen" des VDT abgedruckt mit Skizzen dabei. Einigen hier habe ich den Artikel auch gefaxt. Ob groß- oder kleinmembranige Mikrofone verwendet werden ist m.E. gar nicht mal so die gravierende Frage, sondern vielmehr wie und wo man sie aufstellt. Und eine weitere wichtige Frage ist, welche Rolle spielt das Klavier bei dem betreffenden Musikwerk: Bei einem Klavier was nur als Begleitinstrument verwendet wird, würde ich die Mikrofone mehr auf die Saiten richten, während bei einem Klavier was als Soloinstrument auftritt man mehr einen brillianteren Klang wünscht und dort die Mikrofone mehr auf die Hämmer richten wird. Aber auch das Musikwerk selbst spielt eine Rolle. Hier sollte man sich mit dem Interpreten zusammensetzen und besprechen welche Vorstellungen er bezüglich der Interpretation hat. MfG Rainer G.
Hi, ich bin sehr zufrieden mit den Resultaten, die ich mit zwei Grenzflächenmikrofonen am Deckel (flügel) bzw an der Rückseite des Instumentes festklebe (wenn der Verantwortliche gerade nicht herschaut). Da muss man immer etwas experimentieren, um die richtige Position zu finden. Ansonsten hab ich es früher so gemacht: - Eine Kondensatorkugel im rechten Drittel ca. 30 cm über den Hämmern, und ein dynamische Mikro im linken Drittel in der gleichen Höhe. Dann das ganze mit dem Pan breitgemacht. Damit hatte ich aber mehr Arbeit am EQ (das ganze neigt zum dröhnen). Auch hier gilt, mit den Positionen spielen. Viel Erfolg Tomy
Welche Empfehlung gibt es für die Liveabnahme eines Flügels/Kleinflügels/Pianoforte bei einer Jazzband? Bei unseren Studioproduktionen bei Bauer wurden immer 2 (vermutlich Neumann) Kondensator-Kleinmembrane verwendet. Für Live-Anwendung sind mir die schlicht viel zu teuer. Gibt es Alternativen, die für beide Varianten (Flügel UND Klavier) akzeptabel wären? Anmerkung: Wir benutzen für dr-Overhead 2x Beyer 201 (ist ok!), hat jemand Erfahrung damit für Piano-Abnahme?
Hallo Uwe, ich benutze entweder zwei Kleinmembran-Kondenser oder zwei Grenzflächen, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass Du mit den Kleinmembran-Mics bei einem Klavier weniger Streß hast (für das richtige Positionieren der Grenzflächen am Klavier brauch ich zumindest mehr Zeit als am Flügel). Zur Positionierung kann ich nur sagen: Experimentieren. Ich hab auch schon einen geschlossenen Flügel (weil sich die Chanteuse unbedingt drauflegen wollte...:-) von unten abgenommen, und es klang gar nicht schlecht... Gruesse, Thomas
Hallo Jonny, Als Nachtrag zu meinem Posting von heute vormittag möchte ich noch anfügen wie ich vor ein paar Tagen eine Aufnahme gemacht habe mit 1 Klavier, 1 Cello und eine Sopranistin: Klavier 1 x KM 84 hinter das Klavier, etwas auf die Mitte des Kl. ausgerichtet, Cello: 1 x U 89 auf Superniere, auf die "F"-Löche des Cellos gerichtet, Solistin: 1 x U 89 (Niere) , ca 1 m vor der Sängerin. Da das ganze im Rahmen eines Chorprojektes statt fand, standen vor der Bühne (für den Chor) 4 x KM 84 die ich bei der Klavier/Cello/Gesangsolo-Aufnahme auf gelassen habe um den Raumeindruck zu erhalten. Panoramisierung: Kl. halblinks, Cello halbrechts, Gesangsolo Mitte.