Beispiel: deine 200 W Endstufe bringt diese Leistung an 4 Ohm, und du hast einen 8 Ohm Lautsprecher dran, dann liefert deine Endstufe nur noch 100 W !!! (rein rechnerisch, in der Praxis ist meist etwas mehr-je nach Netzteil der Endtufe).
Nicht mal theoretisch, denn die Box ist kein Ohmscher Widerstand (sondern auch Kapazität und Induktivität)! Lautsprecher stellen eher sowas wie ein etwas komplexerer Schwingkreis da.
Die Frage ist weiterhin welche Box man gefahrlos an eine Entstufe anschließen kann (Vollaussteuerung) (für Wertefetischisten: Box 50W RMS, 4Ohm, Entstufe 4Ohm, aber wieviel Power?) ?
Das ganze möglichst als mathematische Formel. Rechnen kann ich dann noch selber...;-) ...und Werte einsetzen....
Thomas
Richtig!
Und die Nennimpedanz von z.B. 8 Ohm erreichen sie nur im Resonanzfall!
Nein. Es handelt sich da um eine Art Mittelwert, aber im Resonanzfall geht die Impedanz wesentlich in die Höhe, und gerade spezielle Gehäusekonstruktionen brechen schon mal deutlich ein, an manchen Frequenzen.
Als mathematische Formel ist das sehr schwer. Man kann sagen:
- Im Bassbereich meist Tod durch überschreitung von xmax (=Zulässiger Membbranenhub), wieviel die Membrane 'hubt' hängt vom Gehäuse, dem Speaker und der Frequenz ab, ist ein Fall für die Simulation.
- Im Hochtonbereich meist Überschreitung der thermischen Belastbarkeit, z.B. duch zusätzlich Clippingprodukte o.ä. Kann man wahrscheinlich über ein Integral kriegen, braucht man aber auch sehr genaue LS daten
- Zusätzlich noch (gerade bei billigen Boxen) kann es vorkommen, daß ein Bauteil der Frequenzweiche 'die Grätsche macht'
Ergo: Man kann es nicht sagen, sogar nicht als Formel angeben.
Als Beispiel betreibe ich meine selbergebauten Monitore seit über drei Jahren problemlos an einer 600 Watt/4 Ohm RMS Endstufe. Der Woofer ist von Monacor mit 100W RMS (8 Ohm) Angabe, und alle leben noch.
Tomy