Verhältnis Endstufe - Boxen

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo liebe Kollegen!
Folgendes Problem gibt es zu lösen:
1 Endstufe RMS 2x800W / 4 Ohm
Wenn man nun zwei Lautsprecher (Subs) mit je 8 Ohm Parallel anschließt (ergibt dann 4 Ohm an der Endstufe), müssen dann die LS je 400W oder auch 800W RMS betragen um einen optimalen Nutzungsgrad zu erzielen?
Vielen Dank für Eure Problemlösung



Meine Homepage
ZitierenPost melden
Antwort#2
""Wenn man nun zwei Lautsprecher (Subs) mit je 8 Ohm Parallel anschließt (ergibt dann 4 Ohm an der Endstufe), müssen dann die LS je 400W oder auch 800W RMS betragen um einen optimalen Nutzungsgrad zu erzielen?""
Diese Frage vermittelt einen etwas unaufgeklärten Wissensstand.
Als "MASTER OF SOUND" solltest Du doch wenigstens darüber aufgeklärt sein, daß Watt-Angaben auf LS überhaupt nichts über Wirkungsgrad oder Schalldruck Aussagen, sondern lediglich den Durchschnittswert an dem die Schwingspulen irgendwann thermisch überlastet den Geist aufgeben anzeigen. Oft ist das auch Marketing.
Wenn Du mit "Nutzungsgrad" meinst was "passend" wäre zur Leistung des Amps lautet die Anwort 400W. Aber das ist in der Praxis überhaupt nicht relevant - relevant ist welchen Schalldruck Du im Endeffekt brauchst - sonst nichts.
Es ist auch nicht so das eine Endstufe bei halber LS-Impedanz wirklich die doppelte Leistung abgibt. Vielleicht finden sich wenigstens zu diesem Thema ein paar gute Infos im "PA-Forum".
Grüße,
Christopher
ZitierenPost melden
Antwort#3
Hallo Christopher!
Danke für dein Info. Ich muss ehrlich gestehen dass die Schulzeit schon lange vorbei ist und ich mich deshalb mit diesem Problem schon lange nicht mehr abgegeben habe. Es war nur am WE so dass ich mit einem jungen Kollegen dieses Problem diskutiert habe und eben auch auf deine Antwort gekommen bin das jeder der beiden Ls 400 W haben müsste um den vollen NUTZUNGSGRAD erreichen zu können, er war anderer Meinung. Somit war ich schon etwas verunsichert und wollte es eben genau wissen. Mich interessiert eben auch nur der Schalldruck und sonst eigentlich nichts. Und ich verlass mich meist auf mein gefühl, dass hat mich noch nie betrogen.
Vielen Dank für deine Antwort
ZitierenPost melden
Antwort#4
Der Begriff Nutzungsgrad hat bei Lautsprechern absolut nichts verloren.
Zum Begriff Nutzungsgrad:
http://www.architec24.de/viessmann/live/glossar//detail/20.html
Der Nutzungsgrad ist geringer als der Wirkungsgrad:
http://www.architec24.de/viessmann/live/glossar//detail/20.html
Siehe Norm-Nutzungsgrad:
http://www.minitact.de/public/120.php
Norm-Nutzungsgrad:
http://www.junkers.com/de/de/ek/hilfe/begriffserklaerungen/nutzungsgrad.html
Nutzungsgrad:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nutzungsgrad
ZitierenPost melden
Antwort#5
Dem Gefühl sollte man nicht immer vertrauen. Und ich gebe Deinem jüngeren Kollegen recht.
So einfach ist die Frage nicht zu beantworten. Dafür muss man verstehen:
Peak Leistung
Crest Faktor
Continous Power
Xmax (Auslenkung)
Power Compression
Leitungslängen (resp. deren Widerstand)
und vieles mehr
Ein Lautsprecher "hält" nicht grundsätzlich einen gewissen Verbrauch aus, sondern er ist von vielen Faktoren abhängig.
Ein Lautsprecher mit Continuous Power von 400W kann ohne Probleme unter geeigneten Umständen 1600W kurzzeitig (Peak-Leistung) vertragen (vgl. z.B. d&b Q1).
Kein Lautsprecher verbraucht bei Sprache/Musik konstant die gleiche Leistung. Es ist ein Märchen, dass 400W verbraucht werden. Rechne Dir mal aus, wie laut Dein Lautsprecher wäre, wenn er wirklich 400 Watt umsetzen würde.
Und die Sache mit der Schule... U = R * I sollte man auch als Veranstaltungstechniker draufhaben (und noch vieles mehr!)
Hermann
ZitierenPost melden
Antwort#6
Hallo,
ich wollte gerade eine ausführliche Antwort geben, doch dann habe ich mir deine Website angeschaut. Du bist doch selbst im Veranstaltungsbereich aktiv.
Von daher verstehe ich den Sinn deiner Frage nicht so ganz, und das durcheinanderwürfeln von Begriffen. Der Begriff Nutzungsgrad kam für mich zumindest bei der Tontechnik noch nicht vor.
ZitierenPost melden
Antwort#7
Nutzungsgrad oder noch besser Ausnutzungsgrad ist ein Begriff unserer Freunde aus der Betriebswirtschaft
und kommt nicht aus der Tontechnik.
Wir Techniker kennen beim Lautsprecher den Kennschalldruckpegel, der häufig unrichtig Wirkungsgrad genannt wird.



Kennschalldruckpegel und Wirkungsgrad von Lautsprechern
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.