Rund um Mikrofone

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Richtung und Wahrheit - nicht Dichtung und Wahrheit
Auf der folgenden Internetseite werden besonders für "Newbies", wie jetzt die "Neulinge" heißen, grundsätzliche Tatsachen "Rund um Mikrofone" locker erklärt. Man sollte sich auch mal die Unterseiten "unsymmetrisch", "Kugelcharakteristik" und "Richtwirkung" ansehen.
Micha


Rund um Mikrofone
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Antwort#2
Wie immer: viel richtiges, einiges ebenso Halbwahres wie das was man anprangert.
Noch immer hat der digitale Ton beim DAT nicht die akustische Dichte, Wärme und Tiefe des analogen Tons erreicht.
Und auch wenn man rein theoretisch dies eigentlich nicht erkennen dürfte, es macht eben doch einen Unterschied aus, ob das Tonsignal in 48.000 winzige Stückchen in der Sekunde zerhackt (48 kHz) wird oder gleichmäßig, eben analog, wiedergegeben wird.
Die analoge Aufzeichnung hat bestimmte Effekte auf das Tonsignal, die unserem Hörempfinden nahe kommen. Sie komprimiert das Signal ein wenig und glättet allzu spitze, scharfe Höhen. Besonders für einen starken Lautheitseindruck, etwa wenn jemand brüllt, Türen zuschlagen oder sonstigen Lärm sind die Bandsättigungseffekte und ein leichtes Verzerren bei analoger Aufzeichnung (Nagra/Stellavox) durchaus wichtig.
Ok, DAT-Recorder mit ihren 0815-Wandlern.
Ansonsten falsch.
...

Das nun wieder ist interessant. Und erklärt auch obige Meinung über DAT.
Auch hier will man also Klanggestaltung und keine 100%ige Reproduktion.
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Antwort#3
Danke Thomas T für die guten kritischen Anmerkungen.
Der damaligen Tonbandtechnik entsprechend hat man in der analogen Technik gewusst, dass auf dem Band kurze übersteuerte Signale unter 7 ms Länge nicht als Verzerrung zu hören sind. Daher hat auch unser ARD-Tonaussteuerungsmesser als Quasi-Spitzenwertanzeiger eine Integrationszeit von 10 ms. Mit diesem Aussteuerungsgerät würden wir Probleme bei der digitalen Aussteuerung bekommen. Praktische Tests beim Vergleich der Pegelanzeige von Aussteuerungsmessern mit 10 ms Einschwingzeit und solchen für digital mit 1 ms Einschwingzeit ergaben Anzeigeunterschiede bis zu 8 dB mehr bei letzterem.
Das analoge Tonband ist also eine Art Begrenzer (Bandbegrenzer), das überwiegend bei der Aufnahme von Schlagzeug klanggestaltend eingesetzt wurde und noch wird. Diesem Clipp-Effekt trauert man nun nach, wenn man DAT-Aufnahmen machen möchte.
Micha
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Antwort#4
Nun ja, es ist halt ein Film-College. Schön finde ich die Anweisungen, den Ton "durch den booman richtig zu angeln" und zu erfahren daß es "wichtig ist, genau auf den Mund des Schauspielers zu zielen, sonst kann es zu Frequenzverzerrungen führen."
Dann zielt man schön. :-)
Cool finde ich immer die Videomänner, die Konzerte filmen, die ich mitschneide. Ein festes Richtmikro, teilweise ein MS auf der Kamera montiert, zielt immer fein säuberlich exakt auf das, was die Kamera aufnimmt. Schon wird das bei raschen Schwenks.
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