@ Eberhard: Raummikrofone bei ebs-Klavieraufnahmen

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Startbeitrag#1
Hallo Eberhard!
Bei Deinen im Internet zugänglichen Aufnahmeprotokollen zu Klavieraufnahmen fällt auf, daß Du für den Raum immer wieder gerne Druckempfänger auf eine schallharte Fläche von 1 .. 2 m² setzt.
Gibt es einen Grund, warum Du nicht direkt Grenzflächenmikrofone einsetzt, die an geeigneter Stelle im Raum (Boden, Wand, ...) angebracht werden?
Auch wenn man damit eine (zugegeben: frequenzabhängige) Richtwirkung erreichen möchte: Dies ließe sich auch mit gerichteten Grenzflächenmikrofone erreichen (s.a. Wuttkes Mikrofonaufsätze).
So recht kann ich den Sinn Deines Konstrukts nicht nachvollziehen ...
Gruß
Juppy
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Antwort#2
Hallo Juppy,
Bei Deinen im Internet zugänglichen Aufnahmeprotokollen zu Klavieraufnahmen
http://www.sengpielaudio.com/Klavier1.pdf
fällt auf, daß Du für den Raum immer wieder gerne Druckempfänger auf eine
schallharte Fläche von 1 .. 2 m² setzt. Gibt es einen Grund, warum Du nicht
direkt (Boden, Wand, ...) angebracht werden?
Auch wenn man damit eine (zugegeben: frequenzabhängige) Richtwirkung
erreichen möchte: Dies ließe sich auch mit gerichteten Grenzflächenmikrofone
erreichen (s.a. Wuttkes Mikrofonaufsätze).
So recht kann ich den Sinn Deines Konstrukts nicht nachvollziehen ...
Wenn ich ein Klavier aufnehme, dann finde ich dort wo ich es gerne hätte, in etwa "7 m Entfernung" keine "Reflexionswand", dessen Reflexion (und keine Superräumlichkeit) ich gerne in der Aufnahme hätte. Da machen sich quasi Grenzflächenmikrofone in den senkrechten Plexiglaswänden wirklich ganz ideal. Nur Bohrung mit Mikrofondurchmesser - reinstecken und fertig. Es sind das die Wände, die man zur Reflexion hinter die Hörner stellt, um hinter die Hörner keine Mikrofone als Stütze aufstellen zu müssen. Stelle mal an die Bühnenkante ein Klavier und suche eine passende senkrechte Wand. Die gibt's nicht. Lege die Grenzflächenmikrofone auf den Boden. Schade, da kommt der Klavierklang sehr "ungünstig" drauf. Stelle mal normale Druckempfänger dorthin, dann wird die eingefangene Räumlichkeit zu viel. Warum teure Grenzflächenmikrofone in Dreiecks oder Diskusform kaufen und die dann an einer größeren Fläche umständlich ankleben oder sonstwie befestigen, wenn vorhandene übliche Kleinmikrofone mit Kugelcharakteristik sich praktisch und schön in ein Plexiglasloch der senkrechten Hornwand stecken lassen. Diese senkrechten Wände haben genau den Winkel den meine Mikrofone haben soll, um günstig in die Richtung des Klaviers zu zeigen.

Ich möchte keine gerichtete frequenzabhängige Richtwirkung erreichen. Gerichtete Grenzflächenmikrofone, wie Hypernieren, brauche ich nicht, denn ich mag sie nicht. Niemand muss den Sinn meines Konstrukt nachvollziehen.
Welches Delay etwa 7 m Entfernung bewirken, sollte bekannt sein.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik


http://www.sengpielaudio.com
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