Multicore-Mikrofonkabel

Erstellt 8 Antworten9 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo alle,
gibt es Gründe, die bei einen Orchester-Konzertmitschnitt gegen den Einsatz eines Multicore kabel sprechen, anstelle von 12 oder 16 einzelnen Mikrofonkabel? Weiss jemand, ob das Übersprechen oder andere Probleme gibt (HF?).
Vielen Dank und Grüsse
Piet
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Antwort#2
Hallo Piet,
Bei einem ordentlichen symmetrischen Multicore gibt es keinerlei Probleme.
Da jede Innen-Ader einzeln geschirmt ist (sein sollte)gibt es kein Übersprechen, da alle Adern zusammengefasst noch einmal geschirmt sind (sein sollten), sollte es theoretisch sogar einstreuungssicherer sein als normale Mic-Kabel.
Dass es problemlos funktioniert, beweisen tagtäglich Kilometer von Multicores im Rundfunkbereich.
Allerdings sollte man beim Multicore noch mehr auf Qualität achten als beim einfachen Mic-Kabel, denn was nützt das schönste Kabel, wenn nach dem 2. Knick eine Ader gebrochen ist.... (wobei pfleglicher Umgang auch bei Qualitätskabeln notwendig ist wenn man lange Freude daran haben will).
Liebe Grüße
Georg



Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#3
Hi,
Dass es problemlos funktioniert, beweisen tagtäglich Kilometer von Multicores im Rundfunkbereich
Ich glaube, das ist genau der Bereich beim Rundfunk, wo bewiesen wird, das alles - auch gute Multicores - seine Grenzen hat.
Nicht zuletzt die festinstallierten Bekabelungen des RF bei grossen Konzertsaelen traegt oft zu einer nicht ganz "sauber" klingenden Aufnahme bei. Es ist nicht unueblich, dass dort bis zu 300 m Kabel zwischen Mikro und dem draussen angedockten Ü-Wagen liegen.
Gruesse
Dirk
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Antwort#4
O.K. danke für die Antwort. Aber mir reichen eigentlich 30-40m zwischen die Bühne und Mischpult, da sollte es also problemlos gehen, oder?
Danke nochmal
Grüsse
Piet
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Antwort#6
Danke das ist sehr interessant. Ich kann wählen zwischen ein Multicore 16/4 30m und einfache Kabel, ist alles geliehen. Wollte nur fragen wegen der Qualität. Wo ist der Unterschied zwischen ein Klotz-Multicore für 600? und ein RAD für 269??
Grüsse
Piet
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Antwort#7
Hallo,
ich verstehe nicht ganz, was Du meinst. Der Rundfunk hat für alles technische Vorgaben, und für Sammelkabel soll er keine haben, besonders für das Schirmungsmaß bzw. Übersprechdämpfung nicht?
Mir fällt kein Grund ein, der gegen die Verwendung von Sammelkabeln sprechen soll.
MfG
DB
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Antwort#8
Hallo Dirk,
Du schreibst:
""Nicht zuletzt die festinstallierten Bekabelungen des RF bei grossen Konzertsaelen traegt oft zu einer nicht ganz "sauber" klingenden Aufnahme bei.""
Also - nimm es mir nicht übel, aber ich habe das Gefühl, daß Du da arg von der audiophilen Sekte und Hifi-Religion angehaucht bist. Was bitteschön klingt denn bei den Aufnahmen nicht ganz "sauber"? Da ich selbst einige Rundfunkstudios projektiert habe und auch bei den Abnahmemessungen zugegen war, kann ich Dir versichern, daß Deine Argumente völlig unbegründet sind. Du kannst Dir ja mal ausrechnen, wo bei gegebenen Quellwiderständen der Mikrofone und den daran hängenden Leitungskapazitäten die Grenzfrequenzen liegen. Ich kann Dir versichern, daß sie außerhalb des Hörbereiches liegen und damit keinen hörbaren Einfluß haben. Ebenso liegen bei den Symmetrieanforderungen des Rundfunks auch die Übersprechdämpfungen im Bereich von größer 100 dB. Wozu machen wir denn beim Rundfunk - und überhaupt in der Studiotechnik die nach den Vorgaben des IRT-Pflichtenheftes 3/5 und 3/1-8/2 aufgebaut sind - niederohmige Schaltkreise?
Wenn man ingenieurmäßig arbeitet und die Gesetze der Physik nicht gerade mit Füßen tritt wie es die Hifi-Szene macht, dann kann man auch mit Kilometerlangen Leitungen eine Qualtiät erreichen die immer noch besser ist als unser aller Ohren und dann gibt es auch keine "klingenden" Verstärker und sonstigen Humbug.
Und HF-Einstreuungen lassen sich bei sauber ausgeführter Verkabelung und durchdachten Schaltungsdesigns in jedem Falle vermeiden.

MfG
Rainer
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Antwort#9
hm, die wichtigsten QUalitätstunterschiede:
- verwendetes Liezen-Material
- verwendetes Mantel-Material
- Dichte der Abschirmung
- Flexibilität
--> ergibt mechanische BEanspruchbarkeit.
WEnn Du ein Kabel einmal verlegst und nie wieder bewegst, kann es ruhig dick und starr sein, da es ja nicht mechanisch beansprucht wird. Diese Kabel sind bei gleicher Abschirmungsdichte zumeist preiswerter.
Wenn Du allerdings im Livebetrieb von Konzertsaal zu Konzertsaal ziehst, dann solltest du auf die mechanische Beanspruchbarkeit großen Wert legen.
Liebe Grüße
Georg


Tonzauber - einfach klassisch
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