Ich bitte um Erfahrungswerte: Wie komprimiert ihr fertig gemischte Musik, bevor alles auf das Master geht? z. B. für akustischen Jazz 2:1 - 4:1, für elektronische Pop-Musik eher 8:1? Mit welchen weiteren Parametern?
Hallo Uwe, die statische Kennlinie 2:1 oder 8:1 sagt doch bei "nicht-statischem Jazz" überhaupt nichts aus. Stark klangbeeinflussend gehören dazu die dynamischen Werte von Attack Time und Release Time und natürlich, wie hoch das "Knie" liegt - also die Threshold-Schwelle. Du bist da auf einem sehr schwierigen psycho-akustischem Gebiet, wobei es sehr auf das Hören ankommt und was man eignetlich haben will. Ich könnte mir auch vorstellen, nur einen Limiter (20:1) einzuschalten und die obersten 6 dB abzurasieren, wenn das nicht zu sehr auffällt. Die Idee, der Apparat, soll alles nur heiß und laut machen (mehr nicht), damit alle Konkurrenzaufnahmen an die Wand geblasen werden, ist abwegig. Das ist wie bei der gerade in einem anderen Thread gehörten "Pille. Mal ist sie gut und mal stören dicke Nebenwirkungen. Da heißt es aufpassen oder besser: Hinhören. Slavko Klaus
Mir fällt als Ergänzung zu Slavkos Hinweisen zur Compressoreinstellung noch etwas ein. Solche "automatischen" Festwerte, wie es sich Uwe vorstellt, kann es beim "Bügeln" des Summenpegels (!) nicht geben. Man hat auf die dynamische Frequenzzusammensetzung zu achten. Das ist der Rhythmus des Stückes, also auch das Tempo und bestimmte Frequenzkombinationen, die dem Gerät plötzlch zu schaffen machen. Das ist so wie bei der tollen Erfindung der "Fingernägel-Schneidemaschine". Ja geht denn das bei den unterschiedlichen menschlichen Händen? Na klar, hinterher sind alle Finger automatisch (!) kürzer. So "blutig" klingt es dann auch. Den Summenpegel stark zu bearbeiten hat leider die unangenehmsten Wirkungen. Da muss man vorher schon ein wenig tun. Didi
Hatte die Ehre, mal auf Grund ner Vorlesung mit jemand zu sprechen, der Bohlen Sachen gemastert hat. Hat dazu nur gemeint, dass da eigentlich nich mehr viel zu mastern ist - alles platt!!! schon vorher, und so klingts dann auch (vielleicht ja wirklich 8:1 komprimiert?! in jedem Frequenzbereich) PS: Keine Gewähr für die Aussagen des Dozenten.