Brumm bei Mackie-Pult & MCE530

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Wenn ich meine Beyerdynamic MCE530 ans Mackie 1202VLZ anschließe, gibts einen relativ starken Brumm. An anderen Vorverstärkern (z.B. Beyerdynamic MV100 oder einem Selbstbau) ist bei gleichem Pegel nichts derartiges zu hören. Andere Mikrofone (z.B. Neumann KM 83/84 oder Oktava MK 012 bzw. MK 319) verhalten sich am Mackie tadellos. Da die Mikros ein Kunststoffgehäuse haben, habe ich auch schon versucht, mit Alufolie abzuschirmen, was nichts gebracht hat. Für eine Erklärung für diese Erscheinung wäre ich sehr dankbar.
Hermann
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Antwort#2
Ich habe das selbe Problem bei der Kombination Beyer 530 - Mackie CR 1604VLZ
beobachtet.Da es sich dabei um einen Livemitschnitt handelte und ich noch ein Multicore verlegt hatte vermutete ich irgendwelche Netzeinstreuungen aufs Kabel
( auch aufgrund des Niedrigen Ausgangspegels der Mikrofone.)
An einem anderen Mischer habe ich das Mikrofon leider noch nicht ausprobiert,werd ich aber demnächst mal machen wenn das Brummen scheinbar doch
vom Material-sprich Micro oder Mischer kommt.
Vielleicht hat aber schon Jemand das Rätsel gelöst
mfG Isiola
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Antwort#3
Liebe Vorposter,
ein Blick auf die 'spezialsymmetrische' Innenschaltung des Mikrofones lässt uns nicht mehr so ratlos zurück. Dass da an einem halbwegs symmetrischen Eingang etwas brummt, vewundert mich nicht.
Der Link unten führt euch hin.
Hans-Joachim


Beyer: MCE 530; auf S. 11 vorscrollen
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Antwort#4
Vielen Dank für den Link! Da ich von meiner Ausbildung her Musiker und technisch nur ein Laie bin, ist es für mich leider nicht so offensichtlich >Dass da an einem halbwegs symmetrischen Eingang etwas brummt< (zumal die beiden anderen MVorverstärker, an denen es keinen Brumm gibt, auch symmetrische Eingänge haben). Ich habe aber gerade probiert, eine externe Phantomspeisung (mit Batteriestrom 5x9V) mit den MCE530 zu verwenden. Ist die Phantomspeisung des Mackie abgeschaltet, ist kein Brummen da, ist sie eingeschaltet, hört man den Brumm wieder. Kann es sein, daß die Restwelligkeit der 48 Volt bei den Beyerdynamic-Mics durchschlägt, bei den Neumann und Oktava jedoch nicht? Wenn ja, ist es möglich, die pultinternen 48V so weit zu glätten, daß das Phänomen nicht mehr auftritt?
Danke
Hermann
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Antwort#5
Lieber Hermann,
diese Ausgangsschaltung ist alles, nur nicht erdsymmetrisch (sofern diese Schaltung tatsächlich so aufgebaut ist). Bei genauem Zusehen erkennt man, dass es sich schlicht um eine mikrofonseitige und auf den NF-Zweig beschränkte Desymmetrierung des Mischpulteinganges über das Kabel handelt. Die Ansprüche an die Sauberkeit des Speisegleichstromes werden dann natürlich hoch; außerdem ist deine Annahme richtig, denn die bei Phantomspeisung ansonsten im Rahmen der Gleichtaktunterdrückung recht unkritische Restwelligkeit des Speisegleichstromes, geht hier zu Teilen in das Signal ein.
Durch Verbesserung der Siebung der 48V kommt man zwar etwas weiter, von einem Hersteller mit derartiger Tradition erwarte ich aber eigentlich, dass er auf solche 'Experimente' (ich vermeide das Wort 'Krücken': als Behelf ja, aber regulär?) in einer Produktbeschreibung hinweist.
Hans-Joachim
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Antwort#6
Lieber Hans-Joachim,
vielen Dank für die gute Erklärung. Ich finde auch, daß man eigentlich auf diesen "Mißstand" hinweisen sollte, da das Mikrophon bei bestimmten MVorverstärkern und Anwendungen unbrauchbar ist.
Viele Grüße
Hermann
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Antwort#7
Ich habe soeben von Beyerdynamic erfahren, daß dort das Problem bekannt ist und durch Platinentausch behoben werden kann. Sehr erfreulich.
Hermann
Anfragen an:
beyerdynamic GmbH & Co
Werner Hautzinger / Service
Theresienstr.8
D- 74072 Heilbronn
Telefon +49/ (0)7131 / 617-176
Telefax +49/ (0)7131 / 617-252
e-mail [E-Mail-Adresse entfernt]
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Antwort#8
Lieber Hermann,
du schriebst:
"Ich habe soeben von Beyerdynamic erfahren, daß dort das Problem bekannt ist und durch Platinentausch behoben werden kann..."
So kann eine Firma das auch beschreiben. Ich hingegen nenne das Euphemismus, denn die Praxistauglichkeit einer solchen Schaltung ist jedem in der Sache kundigen Ingenieur von vornherein (!) klar. Man muss heute aber offenbar überall gewärtig sein, bewusst als bezahlender Beta-Tester herangezogen zu werden.
In diesem Falle ist jedoch vorteilhaft zu vermerken, dass die Firma selbst eingesehen hat, einen etwas eigenartigen Weg durch einen solide(re)n zu ersetzen.
Hans-Joachim
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