Hallo zusammen Weshalb sind denn TDM Plugins viel teurer als andere Schnittstellen? Ich bin der Meinung dass TDM-Plugins auf die DSP-Farmen von z.B. Protools zugreifen und dirX/VST auf den Hostprozessor. Ist hier auch der Preisunterschied zu suchen oder sind Plugins unter TDM qualitativ besser? Liebe Grüsse ThomasB
Weshalb sind denn TDM Plugins viel teurer als andere Schnittstellen?
Ich bin der Meinung dass TDM-Plugins auf die DSP-Farmen von z.B. Protools zugreifen und dirX/VST auf den Hostprozessor. Ist hier auch der Preisunterschied zu suchen oder sind Plugins unter TDM qualitativ besser? Zwei Gründe: 1.) Wer die Kohl hat sich Protools zu kaufen, kann auch mehr für die Plug-Ins bezahlen... 2.) Die Entwicklungsumgebung um Protools-Plug-Ins zu entwickeln wird Geld kosten. Creamware wollte ca. 60.000DM dafür. (was meines erachtens absoluter Blödsinn war und ist) Entwicklungsumgebungen für VST (hier braucht man ja nichtmal die Hardware und spezielle DSP-Kenntnisse) kann man sich kostenlos bei Steinberg runterladen.
Lieber Thomas B Es tut mir leid, dass ich auch ein Thomas B bin, aber eben der graue Thomas B. Wenn dich das sehr nervt, solltest du mit dem Forumsleiter kontakt aufnehmen, damit dein oder mein Name gewechselt wird. Es steckt keine böse Absicht dahinter. Gruss "Thomas B der Graue"
Lieber ThomasT Es Thomast ganz schön hier im Forum. Warum waren unsere Eltern nicht etwas phantasievoller? denkst du es gibt einen Qualitätsunterschied wenn ich ein Plugin über verschiedene Schnittstellen einbinde? Oder ist der Preisunterschied nur für die Entwicklung massgebend? Kann ich meinem Kunden sagen, das Resultat ist das Selbe - nur bei mir günstiger zu haben, da ich nicht auf den Protools-Zug aufgesprungen bin? Grüsse Thomas B "der Graue"
Naja, manche Dinge sind in einem TDM Plugin offenbar gar nicht möglich. Z.B. 32 bit Float: Der TDM Bus ist immer Fixkomma, also wird immer ein vergelichsweise großer Quantisierungsfehler hinzugefügt. Auch sind Speicherintensive Operationen auf DSPs ein Problem. Andere PIs klingen aber in TDM Variante bessere, als native. Jedoch immer gilt: DSP Systeme haben prinzipiell größere Probleme native Effekte zu nutzen, als native, weil ja das Signal rein und raus muss. Latenz gibt es auch in DSP Systemen, aber kaum eins, dass die Latenz automatisch korrigiert, und niedriger wird sie auch nicht, wenn ich rein und raus muss, um einen Effekt einzuschleifen. Tonmaus
manche Dinge sind in einem TDM Plugin offenbar gar nicht möglich. Z.B. 32 bit Float: Der TDM Bus ist immer Fixkomma, also wird immer ein vergelichsweise großer Quantisierungsfehler hinzugefügt. Jedoch immer gilt: DSP Systeme haben prinzipiell größere Probleme native Effekte zu nutzen, als native, weil ja das Signal rein und raus muss. Latenz gibt es auch in DSP Systemen, aber kaum eins, dass die Latenz automatisch korrigiert, und niedriger wird sie auch nicht, wenn ich rein und raus muss, um einen Effekt einzuschleifen.
Das ist zwar richtig. Aber gross ist der Quantisierungsfehler nicht. Eher akademischer Natur. Die Shark-DSPs auf den Creamware-Karten sind auch 32bit fix point. Aber man kann ja die Algorithmen so gestalten, dass mit 64bit gerechnet wird! Und das wird bei guten Plugins auch gemacht. (hint: auch mit 8bit Rechnern konnte man 32bit Integer berechnen...) Es ist eine Frage der jeweiligen Implementierung. VST ist TDM klanglich nicht unterlegen. Theoretisch überlegen, aber nur theoretisch. Aber DSP Systeme haben (hatten?) den Vorteil, dass externen Effekte ohne hörbare Latenz eingeschliffen werden können.
Pass auf, der andere will dich dann als ThomasB - the white übertrumpfen und wundert sich warum seine Schrift nicht lesbar ist... Aber im Zweifel sind die nicht-schwarzen die echten. ThomasT - der Rote
Thomas T der rote schreibt : "Aber DSP Systeme haben (hatten?) den Vorteil, dass externen Effekte ohne hörbare Latenz eingeschliffen werden können" Jein, ich kann mich an Messungen erinnern, in denen von mehr als 10 DSP - Systemen nur 2 in der Lage waren, unter 6mS zu bleiben. Creamware war eins davon. Der Schwarz/weisse :-)
Latenz: mein Sequoia kann auf 64 Spuren mit 1,5ms arbeiten. ("Meiner ist kürzer") (HT-P4, RME Madi-Karte) Quantisierungsfehler: Es gibt DSPs die 40bit float können. Alles was über den TDM Bus muss, und das ist jedes Signal mindestens 2 mal pro Bearbeitung, bekommt am Übergang Fix/Float einen zusätzlichen Quantisierungsfehler, weil der TDM Bus Fixkomma ist. ("Meiner ist leiser") ;-) Deshalb klingt der Mischer in ProTools auch so bescheiden. Wenn er sich auch sooo schön bedienen lässt, denn eine ProControl hat noch keiner nacherfunden. Die Plugins in PT beeindrucken aber eher durch die schiere Masse und den Preis als durch Qualität. Tonmaus Tonmaus
Hallo Tonmaus, es freut mich zu hören, daß auch andere Benutzer sehr gute Erfahrungen mit den Fließkommaoperationen aus dem Hause "SEKD" gemacht haben. Ich habe erst vor wenigen Tagen, wahrscheinlich erfolglos versucht, die Vorzüge dieser Technik darzulegen. Bei mir hat es allerdings nur für Samplitude (mittlerweile von der knallbunten Firma "Magix) gereicht. Gruß M. Hein
Liebe Thomasen, lieber M.Hein Erst mal recht herzlichen Dank für die Ausführungen. Beruhigend zu wissen, dass man mit gutem Gewissen....... Aber was sagen denn die PT's-user dazu? Gibt es die in diesem Forum? Sind sie anderer Meinung? Gruss ThomasB "der Graue"