technisch linear

Erstellt 2 Antworten3 Beiträge
Startbeitrag#1
Meine Frage wäre,
da ein Mikrofon ja aus einer Spule und einem
Widerstand besteht und so einen Tiefpass bildet,
wie man bei der Produktion von Mikrofonen die
Linearität hin bekommt.
MfG
Tom
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Antwort#2
"da ein Mikrofon ja aus einer Spule und einem Widerstand besteht"
Ich dachte immer, daß Wichtigste am Mikro sei eine Membran, aber diese bauen die Hersteller sicher nur deshalb ein, damit der schallempfindliche Widerstand innen nicht verschmutzt. Mal ehrlich lieber "tom", das Internet ist vollgestopft mit Seiten über Mikrofonbau. Dort liest man alles über Tauchspulenmikros, deren Ausgangsimpedanz sowie Frequenzgang und vor allem auch etwas über die vollkommen "spulenfreie" -> Kondensatormikros
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Antwort#3
Linear? ist es ja auch nicht! Der Frequenzgang eines Tauchspulenmikrofons ist zunächst ein Omega-Gang, d.h. die Spannung steigt nach hohen Frequenzen hin an!
Daß aber trotzdem ein linearer Frequenzgang herauskommt, ist dem Know-How der Mikrofonentwickler zu verdanken, denn es ja nicht nur die Spule die den F-Gang erzeugt, sondern das Feder-Masse-Dämpfungssystem des ganzen Gebildes aus Membrane, Luftkammern, Reibungshämmungen, el. Induktivität, etc. ist für den Frequenzgang verantwortlich. Diese Einzelelemente richtig aufeinander abzustimmen, ist die Ingenieurskunst der Mikrofonentwickler.
Im Übrigen macht es keinen Sinn, nur immer 2 Parameter zu sehen um dann irgendwelche Schlußfolgerungen zu ziehen. Dies ist nämlich der verhängnisvolle Fehler aller Hifi-Freaks!. Eine Spule und ein Widerstand sind nicht zwangsläufig ein Tiefpaß, sondern sind je nach Schaltungstopologie auch mal ein Hochpaß und es kommt immernoch die Größenordnung der Induktivität und des Widerstandes hinzu die dann die Grenzfrequenz bestimmen.
Deine Fragestellung erinnert an das Verhalten wie es bei den Hifi-Freaks immer üblich ist: Da ist die Rede von einem Widerstand und einer Induktivität und schon werden da falsche Schlußfolgerungen hinsichtlich "Klangverfälschungen" gezogen, weil man ja irgendwann mal gehört hat, daß eine Induktiviät einen frequenzabhängigen Widerstand hat, aber ohne die Zusammenhänge in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Die Folge ist dann zwangsläufig, daß sich die Leute zu viele Gedanken über "ungelegte Eier" machen und im Handumdrehen ist eine Flut von Halbwissen und Halbwahrheiten verbreitet.
Daher: Immer die Gesamtheit aller Parameter sehen und nicht aus Einzelheiten auf ein Gesamtergebnis schließen.

MfG
Rainer
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