noch einmal AKG diesesmal mit Text

Erstellt 18 Antworten19 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich habe mir auf ebay ein C 4000 B gekauft. Wenn ich den -10db Schalter zur Vorabschwächung benutze, ändert sich das Signal nicht. Ist das so richtig? Sollte man da nicht sofort eine Änderung wahrnehmen? Ich habe vor einigen Jahren mit dem U 87 gearbeitet und da, glaube ich mich zu erinnern, hat man sofort eine Pegelreduktion gehört. Sonst funktioniert (und klingt) das Mikro gut, aber bei diesem Schalter bin ich mir da nicht so sicher.
Grüsse Jörg
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Antwort#2
Hallo Jörg,
Diagnose zu deinem AKG Acoustic C 4000 B Mikrofon: Der 10-dB-Dämpfungsschalter ist kaputt.
Uli
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Antwort#3
In der Tat sollte sich der Pegel verändern und 10dB Absenkung sind ja mehr als deutlich. Kann es sein, daß der Schalter defekt ist? Bei meinen 391 handelt es sich um eine Art Raste, die den darunterliegenden eigentlichen Schalter manchmal nicht richtig mitnimmt, da sie zuviel Spiel hat. So wird sogar manchmal unbeabsichtigt die Bassabsenkung einschaltet, wenn man nicht genau hinschaut, da dies ja mit einem Schalter realisiert ist. Beim 4000er ist das besser gelöst. Was sagt der Vorbesitzer?
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Antwort#4
So etwas habe ich mir schon gedacht. Nun werde ich mich wohl mit dem Verkäufer herumschlagen müssen. Hat jemand von Euch eine Ahnung wieviel die Reparatur kosten kann?
Jörg
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Antwort#5
Ich würde bei AKG nachfragen. Du musst aber beim Verkäufer Reklamieren. juristisch kannst Du das Ding zurückgeben, es sei denn, der V hätte den Defekt erwähnt. Ansonsten bleibt Dir nur die Selbstreparatur oder Einschicken an AKG. So ist das eben mit EBAY. Man braucht Glück! Ich habe kürzlich ein teures Mik erworben, da funktioniert die 10dB-Absenkung auch nicht. (Es ist aber auch keine vorgesehen gewesen). :-)
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Antwort#6
http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=2366422485&ed=1071941400
Tja, er hat behauptet "wie neu", jetzt muß ich mal sehen...Zumindest die auf ebay erstandene Mbox funktioniert einwandfrei.
Hat ansonsten noch jemand eineen Tip welches Mikro sich als reines "sprechermikrofon" gut eignet? Es geht in der Hauptsache darum den typischen "Werbesound oder auch Radiosound" zu erreichen. Der Preis kann sich so bis ? 1200 bewegen. Vielleicht habt Ihr ja ein paar Vorschläge.
Jörg
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Antwort#7
Naja, das wichtigste für "den Sprechersound" ist natürlich erst einmal ein Sprecher. Erkennt man übrigens daran, daß es auch ohne Schnickschnack gut klingt wenn er sich am Mikro fast egal welcher Marke betätigt ;-)
Ansonsten bist du mit 1200? Budget für Mikro bestens bestückt. Gern genommen wird da zum Beispiel das TLM-103 von Neumann. Aber das ist nur eine Variante. Auch mit dem 4000er dürftest du so falsch nicht liegen.
Dazu muß ich aber provokanterweise sagen, daß der "typische" Radio-Werbesound eine derartige Totkomprimierung/-Limitierung/-Optimierung (...) verlangt, daß es grad egal sein dürfte, was für ein Mikro du benutzt. Mach dir mal den Spaß und stell sagen wir ein TLM-170 und ein T-bone Großmembran für 300? nebeneinander und hör genau hin, ob dir nach der Bearbeitung mit den diversen multibandigen Lautermachern noch ein großartiger Unterschied auffällt...
Und was die Vordämpfung angeht: Wenn du "nur" Sprecher aufnehmen willst, frage dich mal ehrlich ob du die Vordämpfung wirklich brauchst - mit großer Wahrscheinlichkeit ist das nicht der Fall, du verschenkst damit nur Signal-to-Noise. Da gibts auch von Jörg Wuttke nen interessanten Artikel zu, zu beziehen über die Schoeps Homepage.
Janko
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Antwort#8
Hallo Janko,
du hast völlig Recht: Bei Sprachaufnahmen sollte die Mikrofondämpfung niemals eingeschaltet werden, die ein Schoeps-Mikrofon schon einmal gar nicht hat.
Stolz berichten Rock-Techniker, dass sie den Dämpfungsschalter am Mikrofon immer auf -10 dB stellen und dann Tesafilm darüberkleben, damit niemand den Schalter zurückstellen kann.
So einen Unsinn sollte man auch nicht stolz sagen. Das zeigt nämlich völlige Unkenntnis der Materie.
Zur Dämpfung von Schoepsmikrofonen siehe:
http://www.schoeps.de/D/dzc.html
und
http://www.schoeps.de/D/PDFs/Mikrofonbuch_Kap12.pdf
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Antwort#9
"Stolz berichten Rock-Techniker, dass sie den Dämpfungsschalter am Mikrofon immer auf -10 dB stellen und dann Tesafilm darüberkleben, damit niemand den Schalter zurückstellen kann."
Echt bizarr! Ich kann mir nur vorstellen, daß sie Mikros meinten, die direkt vor einem Amp stehen. Da macht das Abschwächen manchmal Sinn. Eine S/N-Betrachtung erübrigt sich da, weil aus dem AMP derart viel Müll kommt, daß selbst ein Billigmikro nicht mehr Rauschen hinzufügen könnte.
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Antwort#10
Seit wann hat 'n SM57, SM58, MD421, M88TG, Beta91, Beta98, Audix OM-5, ... ein Pad??? ;-)
Mehr Mikro-Typen hat man eh net.
Höchstens die Overheads haben so'n Pad.
Ja, Ok, seltenst findet man am Git-Amp einen Großmembraner mit Pad.
Tschööö,
Rocker
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Antwort#11
Hallo Rocker,
deine Aussage, dass die "pad-losen" Mikrofone SM57, SM58, MD421, M88TG, Beta91, Beta98, Audix OM-5 usw. für diese Musikart mehr als ausreichend ist, beleuchtet die Szene genau richtig.
Jedem sein Mikrofon, das er halt braucht. Das ist wie mit dem Wein. Man kann ja auch gesundes Wassser trinken.
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Antwort#12
deine Aussage, dass die "pad-losen" Mikrofone SM57, SM58, MD421, M88TG, Beta91, Beta98, Audix OM-5 usw. für diese Musikart mehr als ausreichend ist, beleuchtet die Szene genau richtig.
Jetzt mal nix in den falschen Hals kriegen!
Die Mikrofone sind deshalb ausreichend weil die Signale frequenztechnisch und auch Verzerrungstechnisch nicht so kritisch sind.
Als da wären, Toms, Snare, Gitarren.
Bass und Bassdrum sind auch nur von den Bassfrequenzen kritischer.
Nach oben hin sind die Spektren auch begrenzt.
Das gilt alles eher für live.
Studiomässig macht es schon viel aus, wenn gute Miks, Preamp und Wandler benutzt werden. Gerade wenn sehr viel übereinanderliegt und sich gegenseitig zumatschen würde.
Overheads und Highhat ist schon wieder ein ganz andere Geschichte.
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Antwort#13
"Das gilt alles eher für live. Studiomässig macht es schon viel aus"
Das wollte ich aber auch gesagt haben. Aber selbst bei Liveabnahmen taugen SM57 und Konsorten oft nicht. Übertrage doch mal einen guten E-Bass knackig hart und zugleich sauber. Das geht mit vielen der o.g. "Gesangsmikros" nicht vernünftig. Am Ende hast Du nämlich die durchschnittliche Mikroqualität in der P.A. hängen. Wir nehmen praktisch immer KM-Kondensatormiks zur Abnahme der Instrumentenverstärker. Es müssen ja keine KM84 sein. Die Oktavamikrofone aus dem anderen Topic z.B. sind billig und perfekt im Klang. Da kommt ein SM nicht hinterher.
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Antwort#14
Damit stellt sich nunmehr die Frage, wie man durch das "multibandige Komprimieren" wie es oben heisst, diesen Sprechersound erzeugt, oder sagen wir bearbeitet. Ich stehe nämlich demnächst gfs vor dem Problem, dies machen zo müssen (dürfen). An einem guten Mikro soll es dabei nicht scheitern: Ein AKG C414 ("Sprachversion") sowie ein Neumann 149 liegen vor.
Wie bekomme ich z.B. das tiefe, rauchige Element in die Stimme?
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Antwort#15
Wie gesagt, wenn der Sprecher unbearbeitet gewisse Charakteristika nicht hat wird man sie auch schwerlich "herbeibasteln" können.
Der erste Schritt wäre für mich, mit nem EQ dranzugehen, verbliebene Dröhnereien und Schärfen zu entfernen. Bei Bedarf noch ein Deesser drüber, und dann kann man Kompressor und Limiter drauf loslassen. Wobei ich die Feststellung gemacht habe, daß die beschriebene "Rauchigkeit" (wenn wir das gleiche meinen) durch leichtes Anzerren mittels Waves RCL oder L1 zu erreichen ist. Geht aber imho wirklich nur dann gut, wenn die Stimme die entsprechenden "Anlagen" hat.
...und selbstverständlich gibt es auch andere Herangehensweisen. Wenn du sowas noch nie gemacht hast, wirst du ohnehin viel Probieren müssen.
Janko
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Antwort#16
Hallo Janko,
du musst die Frage wohl völlig falsch verstanden haben. Es geht hier nicht um die Sprecher-Charakteristik, nicht um EQ, De-Esser und um Multiband-Kompressoren.
Es geht ganz einfach um die Frage:
Auf welche Werten müssen die Panorama-Regler der Karte im viruellen Mixer eingestellt sein, damit die grösstmögliche Präsenz am Lautsprecher entsteht.
Antwort: Das Panpot des Monosignals des einzelnen Sprechers gehört effektvoll nur in die Mitte (C = Center) zwischen den Lautsprechern.
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Antwort#17
"du musst die Frage wohl völlig falsch verstanden haben."
Jonny, Ich fürchte Du bist derjenige, der sich im Thread verguckt hat und an der falschen Stelle zu der Pan-Geschichte geantwortet hat :-)
Was das rauchige/kratzige in menschlichen Werbestimmen angeht: Das hat in der Tat sehr viel mit Anlagen zu tun. Zum einen mit denen, die der TT im Studio hat SPL lässt grüßen und mit denen, die der Sprecher in der Kehle hat. Lustigerweise sind es mitunter die negativen Anlagen oder erworbene Stimmschäden, die zu einem einzigartigen Klang führen. So schließen bei vielen Menschen infolge einer extremen Stimmüberlastung (Schreien), übermässigen Alkohols- und Zigarettenkonsums die Stimmbandlippen nicht mehr dicht ab. Bereits bei mittlerem Luftstrom, kommt es speziell bei den Vokalen zu keiner geordneten Schwinung derselben mehr, sondern der Luftstrom und die Stimmlippen flattern. Damit erfolgt die Tonerzeugung gewissermassen teilweise stossweise, fast ein wenig wie chopping. Manche Leute haben nun Glück und es hört sich gut an: Rod Steward, Doro Pesch und allen voran der inzwischen verstorbene Arnold Marquis der "König der Synchronsprecher".
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Antwort#18
Hallo Janko oder Juergen,
entschuldigung, ich bin wirklich versehentlich vom Thread "Sprechersound" auf den Thread "Tipp zu Panoramareglern an der Recording Karte" umgestiegen.
Ich möchte meinen Satz: "Du musst die Frage wohl völlig falsch verstanden haben" hiermit zurücknehmen. Mea culpa.
Beste Grüße
Johnny
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Antwort#19
Du hast natürlich vollkommen Recht, wenn Du die Stimme des jeweiligen Sprechers als wichtigstes Kriterium ansiehst. Aber welche sinnvoll! eingesetzten Möglichkeiten der Klangbearbeitung versprechen die besten Ergebnisse(vorausgesetzt der Sprecher hat eine akzeptable Stimme verbunden mit der richtigen Ansprechhaltung usw)im Endergebnis? L1, C1, vorher SPL oder EnVoice? Die Stimme soll am Ende präsent, druckvoll und eben mit dem gewissen etwas rüberkommen.
Jörg
P.S. der Vorabschwächungsschalter bleibt nat. in Nullstellung :-)
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