Problem mit AKG C 5600 an der Snare

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Diese Woche wollte ich einmal ausprobieren, wie ein AKG C 5600 an der Snare klingt. (Es handelt sich um ein Großmembran-Kondensatormikrofon, dass auch für den Live-Einsatz, insbesondere auch für Drums vorgesehen ist).
Die Low-Cut-Möglichkeiten am Mikrofon waren ausgeschaltet. Die Snare wurde sehr hart gespielt.
Beim Abhören der Aufnhame der Snare-Spur stellte ich fest, dass einige "Snare-Schläge abgeschnitten sind. Es macht quasi Tschakk ... Tschakk ... Ts ... Tschakk. Dies trat insbesondere an Stellen auf, an denen die Snare "schneller gespielt" wurde.
Es scheint sich um kein Drop-Out-Problem des HD-Systems zu handeln. Betroffen ist nur die Snarespur. Die Drop-outs treten nur bei Snareschlägen auf. Beim Betrachten der Aufnahme im Editor sieht man, dass der Snare-Schlag abbricht, die Kurve kehrt zur 0-Linie zurück und verharrt dort, bis sie mit dem nächsten Snareschlag wieder "freigeklopft" wird.
Nach dem was ich so gelesen habe, frage ich mich, ob folgendes die Ursache ist:
Das Signal ist zu laut für das Mikro. Da es sich um ein Kondensator-Mikrofon handelt, schlägt die Membran so weit aus, dass sie mit den "stromführenden Teilen" in Kontakt kommt. In diesem Moment kann kein Signal mehr weitergegeben werden. Die Membran bleibt kleben, bis sie mit dem nächsten Snareschlag wieder freigerüttelt wird. Könnte dies die Ursache sein? Dann dürfte auch bei Einsatz des Low-Cut-Schalters keine Abhilfe zu erwarten sein, oder?
Für Hinweise wäre ich dankbar. Das Mikrofon hat bislang immer (Bei E-Gitarre und Overhead) einwandfrei funktioniert. Auch mit dem Schalldruck einer hart gespielten Bass-Drum (bitte keine Diskussion über die Schreibweise) kam es immer klar.
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Antwort#2
Hi...
ich würde sagen das ist ganz einfach zu laut für dieses mikro!
Aber das mit dem kleben bleiben hab ich auch schon mal erlebt(ob das jetzt wirklich klebt ist eine andere frage...) allerdings bei einem aufnahmeraum der einfach zu luftdicht war...jedesmal wenn man die tür zu zog kam für einen moment kein signal mehr...dass war allerdings auch bei einem test einer dieser ach so tollen asia miks...(beim TLM ist das nicht passiert!)
..wieso hängst du an die snare überhaupt ein kondenser? Jazz oder? ansonsten fährt man meiner meinung nach mit nem MD441 immer a besten(häng mal ans ganze drumset kondenser...das klingt zum kotzen!)...ist aber auch nur meine meinung dazu...
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Antwort#3
Beim Abhören der Aufnahme der Snare-Spur stellte ich fest, dass
einige Snare-Schläge abgeschnitten sind. Es macht quasi Tschakk ... Tschakk ...
Hat schon einmal jemand an genau die Stelle des Mikrofons an der Snare ein Ohr gehalten?
In diesem Schall-Chaos macht das Gehör bestimmt auch Tschakk ... Tschakk ...
Warum sollte da das arme Mikrofon denn besser sein?
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Antwort#4
Die "Tschakks" sind in Ordnung ... das sich einzelne (gekappte) Schläge nach "Ts" anhören ist nicht in Ordnung.
Normalerweise nehme ich an de Snare ein AKG D-3500. Damit hört es sich (wie wahrscheinlich mit jedem Mikro an dieser Stelle) auch nach "Tschakk" an.
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Antwort#5
Lieber Martin,
der Grenzschalldruck (1% Klirrfaktor) deines Mikrofones (Empfindlichkeit 0,6 mV/µbar) liegt mit 140 dB SPL sehr hoch. Die bei Grenzschalldruck abgegebene Spannung beträgt nach AKG-Datenblatt berechnet fast 950 mV. Solltest du in diesen Bereich kommen, muss naturgegeben auch der Mischpulteingang hinsichtlich seiner Reserven (bei deinen Betriebseinstellungen) abgefragt werden. Bevor die Membran auf der Festelektrode aufsitzt, ist bei Kondensatormikros zunächst auch einmal der Impedanzwandler übersteuert, woran ich in deinem Falle allerdings nicht recht glaube, weil 3% Klirrfaktor -wieder gemäß AKG- auch erst bei 149 dB, entsprechend 2,6 Volt erreicht werden. Der Impedanzwandler hat also Luft nach oben hin.
Hans-Joachim
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Antwort#6
Eine Sache geht mir noch durch den Kopf: Ich kenne das Mikro nicht, weiß also auch nicht, ob das C5600 einen eigenbauten Spannungswandler für Kapselvorspannung und Impedanzwandler besitzt. AKG hält sich zur Sache der notwendigen Phantomspeisespannung in seinen etwas dürren Beschreibungen (Internet) 'mal wieder vornehm bedeckt.
Solltest du mit 12 oder 24 Volt speisen -sowas gibt es ja-, könnte darin der Grund liegen.
Hans-Joachim
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