Preamp Digital out AES/EBU (XLR) Delta DIO 2496 Digital S/PDIF IN (Chinch)

Erstellt 9 Antworten10 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Leute,
habe mal eine Frage zur Pinbelegung für folgende Verbindung: Das Signal, das am Preamp Digital out AES/EBU (XLR) anliegt, soll in meine Delta DIO 2496 S/PDIF IN (Chinch):
Ich habe hier ein Digitalkabel mit folgender Belegung:
XLR Pin 2 > Spitze Cinch Stecker
XLR Pin 3 > Schaft Cinch Stecker
XLR Pin 1 > Schafft Chinch Stecker (?!)
Habe aber gelesen, die Belegung sollte folgendermassen aussehen:
XLR Pin 2 > Spitze Cinch Stecker
XLR Pin 3 > Schaft Cinch Stecker
XLR Pin 1 > nicht verwendet
Weiss einer Rat, bevor ich löte?
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Antwort#2
Der Rat: Bloss nicht tun!
AES EBU und und SPDIF führen zwar ein beinah identisches Signal (nur im subcode differenz), der große Unterschied ist allerdings, dass SPDIF 0,25 V Trägerspannung, AES EBU hingegen 3V Trägerspannung hat...
Daraus ergibt sich: SPDIF out auf AES In - kein Problem
AES out auf SPDIF in - brennt dir mit Wahrscheinlichkeit die Eingangsstufe durch!
Liebe Grüße
Georg


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Antwort#3
Hallo Georg,
deine Meinung ist sicher interessant. Ich habe noch nie erlebt, dass von einer AES/EBU-Quelle ein SPDIF-Eingang durchgebrannt wäre. Das will aber nichts heißen.
Da eine 0,5 Volt SPDIF-Quelle den AES/EBU-Eingang, der 5 Volt braucht, nicht betreiben kann, empfehle ich den Studenten den Versuch anderesherum zu machen, also eine 5 Volt AES-Quelle zu nehmen und damit auf den SPDIF-Eingang zu gehen, der nur 0,5 Volt braucht. Natürlich ist das ein Notbehelf!
Deine Meinung: "SPDIF out auf AES In - kein Problem", spielt überwiegend leider nicht, weil der AES-Eingang nicht genügend Spannung bekommt - nur 0,5 Volt anstatt 5 Volt.
Auch können an einen symmetrischen Studio-AES-Ausgang sogar zwei SPDIF-DAT-Recorder angeschlossen werden, wenn der Ausgangsübertrager Mittenmasse hat. Einmal Pin 2 des XLR-Ausgangs für den heißen Pin des Cinch-Steckers des einen Eingangs und einmal Pin 3 des XLR-Ausgangs für den anderen heißen Pin des Cinch-Steckers des anderen Eingangs. XLR-Pin 1 geht an beide Schirme der Cinch-Stecker. Damit ist nur jeweils die halbe Spannung, also 2,5 Volt, an den SPDIF-Eingängen.
Wer meldet hier eine SPDIF-Eingangsbeschädigung durch die zu hohe Spannung der AES/EBU-Quelle.
Viele Grüße
Ebs
Forum für Mikfofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com


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Antwort#4
Hallo zusammen!
Wie sieht denn so ein SPDIF oder AES/EBU-Eingang überhaupt aus?
Wieso sollte er wegebrutzelz werden von 5V TTL Pegel?
Normalerweise werden Standart digital Reciever benutzt (die beides nebst dem EIAJ Format können). Also die Crystal-ICs CS8414, CS8413, CS8415 und den älteren Typ CS8412. Andere SPDIF Reciever habe ich noch nicht vorgefunden.
Ausser dem 12er liegen mir alle Datenblätter vor, die ich gerade eben zur Sicherheit konsulitiert habe. Die empfohlenen Inputschaltungen unterscheiden sich für AES/EBU und SPDIF nur in drei Punkten.
- Input-ÜT für AES/EBU 1:1 Übersetzung
- negatives Signal bei SPDIF auf Masse
- Abschlusswiderstand 110Ohm bzw. 75Ohm.
Also kein Problem beides problemlos dranzuhängen.
Die entsprechenden Ausgangsschaltungen für den CS8405 z.B. enthält bei SPDIF einen Spannungsteiler um die 5V TTL Pegel auf 0.5V runterzubrechen. Und natürlich 75Ohm am Ausgang "sehen zu lassen". Die Ausgangs-ÜT (diesmal auch bei SPDIF) sind bei AES/EBU auch 1:1 bei SPDIF könne sie auch n:1 sein, wobei der Sapnnungsteiler anders dimensioniert wird.
Dann also fröhliches Verbinden.
Ich garantiere aber nicht, dass nicht doch mal ein anderer Typ benutzt wird.
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Antwort#5
Also mir hat ein AES Signal mit gemessenen 4,5 V Trägerspannung den Eingang eines Sony MD-Recorders zerstört...
Deswegen auch meine Warnung.
Umgekehnrt hatte ich bisher nie Probleme, ein standard SPDIF signal an diverse AES eingänge anzulegen...
Liebe Grüße
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#6
XLR Pin 2 > Spitze Cinch Stecker
XLR Pin 3 > Schaft Cinch Stecker
XLR Pin 1 > Schaft Cinch Stecker
oder
XLR Pin 2 > Spitze Cinch Stecker
XLR Pin 3 > Schaft Cinch Stecker
XLR Pin 1 > nicht verwendet
Die Antwort ist: es ist egal. Geht beides.
Aber Variante 2 erspart dir Möglicherweise eine Brummschleife.
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Antwort#7
PS. du kannst sogar Schaft und Spitze des Cinch-Steckers vertauschen.
Das Signal ist nicht Polaritätsabhängig. Es zählt namlich nicht der Pegel des Signals, sondern dessen Änderung.
Nur, wenn du XLR pin 1 nicht anschliesst, denn dann könnte es einen (harmlosen) Kurzschluss geben, weil Signal dann u.U. auf Masse geschaltet wird.
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Antwort#8
Ich denke, es hängt von der Beschaffenheit des S/PDIF-Eingangs/Ausgangs ab. Meist steckt da ein Übertrager und der geht stromtechnisch irgendwann in Sättigung, ich sehe nicht das da etwas Druchbrennen kann, da keine Leistung vorliegt. Die Spannung als solche sollte auch kein Problem sein, da auch auf einer 1-Volt-Leitung Spitzen einkalkuliert werden müssen und die Eingänge das vertragen sollten. Ob die Funktion aber gewährleistet ist, ist eine andere Sachen.
Behringer empfiehlt übrigens für den AES/EBU-zusatz seiner 8024/9024-Geräte eine Schaltung/Steckerbelegung zum Ankopplen an S/PDIF. Die Behringeranleitungen gibt es als PDF zum donwöload, wer mag.
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Antwort#9
Hallo!
Freut mich, dass hier nun eine kleine Diskussion entbrannt ist ;-)
Aber was mach ich nun genau? Kann ich es so anschliessen, bzw so angeschlossen lassen? Oder ist dieses kabel hier für mich das Richtige? >>> http://www.funk-tonstudiotechnik.de/AES-SPDIF-Kabel.PDF
Besteht ein Unterschied zu dem Kabel was ich hier habe?
Fragt, Thimsen
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