Guten Tag. Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich habe bei meiner Soundkarte eine Option statt S/PDIF (coaxial) das Format AES/EBU einzustellen. Einige meiner Geräte haben auch einen solchen Ausgang, aber nur in XLR! Welches Kabel brauche ich nun dafür? Meines Erachtens ist duch das AES/EBU Signal ein anderes- zumindest vom Pegel, oder liege ich da falsch? Ausserdem meine ich, daß es digital symmetrisch ist und aller drei Leutungen benutzt, während ja coax nur einkanalig (also über 2 physikalische Leutungen) arbeitet. Weleche Längensteigerung kann ich bei AES/EBU erwarten? Bislang benutze ich max 3m coax zwischen Aufnahmegerät und Rechner.
Es gibt dafür einfache Bastellösungen bis hin zur korrekten Lösung mit Übertrager, Spannungsteiler bzw. Verstärker. AES/EBU arbeitet mit 5V-TTL-Pegel und 110Ohm Wellenwiderstand der Kabel. SPDIF mit 1V und 75Ohm Wellenwiderstand. Die digitalen Daten selber unterscheiden sich nicht wesentlich. Professionelle Geräte, die eh kaum die Subdaten auswerten können beides. Bei kurzen Verbindungen optisch Wandlern). Umgekehrt muss man auch nicht immer von 5V auf 1V herabsetzen im umgekehrten Fall. Da wäre ich aber vorsichtiger. Aber hier reicht ein Spannungsteiler. Also im einfachsten Fall ein Adapterkabel XLR->Cinch basteln. 2 auf Cinch-Stift, 3 auf Cinch-Masse. Wie rum ist eigl. auch egal, digital Audio ist nicht Polaritätsempfindlich, da nur auch Polaritätswechsel geachtet wird.
Jetzt habe ich nicht ganz verstanden, ob du von AES/EBU(out) nach S/PDIF(in) oder umgekehrt konvertieren willst? Wenn es nur darum geht, die unterschiedlichen Pegel anzupassen, ist die Sache im ersten Fall relativ einfach zu realisieren (s. Bild), im umgekehrten Fall geht dann es nicht ohne eine aktive Anpassung. Normale Widerstände mit Standardwerten von 100,15 und 56 Ohm sollten da funktionieren. Mit einer Converterbox (s. link) ist man aber für alle auftretenden Fälle besser bedient:
Wenn man von AES-3 (früher AES/EBU) kommt und auf S/PDIF geht, dann braucht man keinen Spannungsteiler. Die digitalen 5 Volt machen dem S/DIF-Eingang nichts. Das ist problemlos. Einfach einen Cinch-Stecker anlöten. Darum die lustige Bastel-Zeichnung hier oben einfach vergessen. Umgekehrt sind die schlappen 1 Volt vom S/P-DIF für die AES-3 Schnittstelle nicht ausreichend und das Digital-Signal wird meistens nicht erkannt. In der obigen Zeichnung ist eine Drahthbrücke bei dem XLR-Stecker von 3 nach 1 gelegt. Das ist nicht immer gut, weil der symmetrische AES-Ausgang damit halbseitig kurzgeschlossen werden kann. Besser ist es den Cinch-Stecker an Pin 2 (hot) zu löten, die Masse an 1 (ground) zu legen und Pin 3 freizulassen. Das ist dann unsymmetrisch.
Den Behringer hatte ich auch, hab' ihn dann schnell wieder zurückgeschickt, da ich ihn nicht knackfrei betreiben konnte.... ...aber falls Du es selber ausprobieren willst, das große T gibt ja 30 Tage Geld-zurück Garantie Grüße