BEHRINGER DDX3216

Erstellt 56 Antworten57 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo alle zusammen!!
Ich bin 17 Jahre alt und beschäftige mich schon mehrere Jahre mit Tontechnik (Praktikum im Tonstudio/ Technik im Theater/ Schulband/ Homerecording etc.)
Was ich wissen möchte ist, ob sich der Kauf eines Behringer DDX3216 Digitalmischpult lohnen würde...
Ich möchte damit digitale Aufnahmen mit proffesioneller Software (Logic/Cubase etc) durchführen - brauche also für Livemittschnitte mehrere Kanäle - Ich finde dass sich da die 16 ADAT I/O's gut anbieten. Ist das scheinbar "billigste Digitale 32Spur Mischpult" wie Behringer es auf seiner Homepage darstellt in Funktionen und Qualität so umwerfend, dass sich die teure Investition lohnt?
Kann ich mit Recordingkarten, die ADAT I/O's besitzen, 16Kanäle im Full-Duplex Modus verwenden und alle 16 Kanäle gleichzeitig nutzen?
Bisher habe ich einen Peavey RSM 4062 mit dem ich sehr zufrieden bin und eine analoge 8I/O Recordingkarte. Lohnt sich die erweiterung für mich?
Der Mixer soll auch bei größeren Liveauftritten (Musical, Konzerte etc.) als PA benuzt werden.


http://www.Holger.Stadtlaender.de
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Antwort#2
Wenn du nur Recording machen willst und Cubase etc. benutzt brauchst du eigl. keinen Mixer und auch keine Effekte. Eine Batterie Preamps nebst Wandler können hier besser Dienste leisten (d.h. mehr Qualität zum selben Preis). Und du bist flexibler. Zum Beispiel könnstest du ein paar hochwertige Preamps benutzen (später) und für die Masse billigere. Z.B. den ADA-8000 von Beringer.
Da du aber ein livepult suchst könnte ein Beringer Pult erstmal nützlicher sein. Liess mal die Threads zum Beringer Pult durch, vorallem in Hinsicht Lüfter.
Ein analoges A&H Wizzard Pult würde ich dir Vorschlagen und dazu gute Wandler. Du schreibst ja, du hast schon welche.
Das Beringer hat aber einen Vorteil: total Recall.
Warum kein 01v oder 03d von Yamaha?
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Antwort#3
Hi,
Warum kein 01v oder 03d von Yamaha?
Klanglich sind die analogen Eingangssektionen des Behringer denen der älteren digitalen Yamaha's deutlich überlegen.
Gruss,
Dirk
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Antwort#4
Hallo Dirk,
wie "deutlich" sind denn diese Klangunterschiede wirklich?
Hast Du einen 1:1 Vergleich machen können?
Oder eher die Datenblätter studiert?
Ich habe doch etwas Kummer damit, daß die Yamaha-Digital-Pulte,
die seit vielen Jahren bei tausenden von Anwendern bestes funktionieren,
gegen ein Billigst-Pult von B. schon merklich Federn lassen müssen - ist natürlich mein Problem ;-)
Ich halte aber die Anregung von ThomasT für durchaus gerechtfertigt,
denn selbst wenn die Preamps beim sagen wir mal 03D *marginal* mehr Rauschen als
beim DDX bleibt doch das Yamaha die seriösere Entscheidung - selbst wenn man mal
das latente Lüfterproblem des Behringer ignoriert.
Schlußendlich könnte allerdings das DDX für Holger die bessere Wahl sein solange er 2 ADAT-Schnittstellen für 16 Kanäle benötigt.
Für Liveanwendungen allerdings scheint ein Pult wie das A&H Wizzard/2200
mit Direct-Outs allerdings sinnvoller. Der Zugriff auf ein Analogpult ist wahrscheinlich intuitiver - gerade für Einsteiger.
Aber das ist eine Geld- und Geschmacksfrage und muß jeder für sich entscheiden...
Auf weitere Meinungen bin ich sehr gespannt...

Grüße,
Christopher Hafer
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Antwort#5
Hi Christopher,
ich kann mich nur berufen auf reale Aufnahmesituationen, in denen ich das jeweilige Pult gebraucht habe.
Viel habe ich aufgenommen mit dem 02/R, aber auch ein paar Aufnahmen mit dem DDX3216 gemacht (worunter eine mit einer modifizierten Eingangssektion). Dabei handelte es sich fast immer um akustische Aufnahmen "klassischer" Musik, also z.B. Kammermusikensembles und Orchester.
Fantastisch finde ich keines der Pulte, jedoch klang das DDX nach dem Austausch der Kondensatoren im Signalweg durch Blackgate-typen wesentlich neutraler und weniger verzerrt als die Ausgangsversion.
Im Vergleich mit meinen Erfahrungen zum 02/R sprach mich der Klang des Behringers von Anfang an mehr an, es kommt mir vor, als bliebe die Obertonstruktur besser imstande.
Was die Eingangssektion betrifft weiss ich, dass das DDX auf eine andere Art und Weise Gebrauch vom A/D-converter bzw. dem davorliegenden Op-Amp macht, sprich: es wird eine andere Spannung als Referenz verwendet, wodurch der Arbeitsbereich dieser Komponenten günstiger wird.
Was Handling betrifft hat jedes Pult seine Macken, ermesse es aber vor allem als eine Sache der Gewöhnung.
Gruss,
Dirk
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Antwort#6
Kannst Du mir den Trick mit den Kondensatoren verraten? Ansonsten sage ich einfach mal: Das DDX hat durchaus analog feeling. Für Live-Anwendungen ist es perfekt geeignet (nicht zuletzt wg. total Recall). Und so richtig _greifbare_ Gegenargumente fallen mir nicht ein.
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Antwort#7
"Austausch der Kondensatoren im Signalweg durch Blackgate-typen "
Somit wären wir beim Digipultmodding angekommen, von PCs und Autos her kennt man das "tunen" ja schon. Weitere Vorschläge?
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Antwort#8
Hi,
ich stehe genau vor der Entscheidung mir jetzt ein Recordingsetup für zuzulegen welches ausbaufähig und nicht mehr ganz Low-Budget ist. Da stellt sich auch die Frage, ob Mischpult oder "nur" Wandler und Preamps für den gleichen Preis eines Pultes.
Bisher habe ich mit dem Yamaha 01v96 geliebäugelt, den ich dann per MotU2408 mit einem G5 verbinden und dann mit Logic oder Digital Performer erstmal nativ und später mit einer Powercore mischen wollte.
Für das Pult sprechen bisher die (angeblich) sehr guten Effekte (hat jemand Erfahrung damit? vor allem der Hall im Vergleich zum Waves TrueVerb oder TC MegaReverb), die Einbindung von externen Effektgeräten, wenn man sein Equipment vergrößert, der schon eingebaute ADAT I/O und halt Sachen wie Rückwege für den Musiker im Aufnahmeraum, Talkback, etc.
Hat jemand Alternativvorschläge? Und wenn ich auf ein Pult verzichte, welche Preamps/Wandler für ca. 16 I/Os (mehr brauche ich nicht) für ca. 2000? sind empfehlenswert.
Währe das MotU eine gute Wahl oder doch RME oder was anderes?
Ach so, ich sollte vielleicht noch erwähnen was ich damit überhaupt machen will :). Größtenteils sollens Rock/Metalbands sein und daher sind auch 16 Spuren vorerst auf jeden Fall genung.
So, hofe das war nicht allzu konfus.
Vielen Dank schon mal für eure Antworten
Bis denn
horn


http://www.tormentor.de
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Antwort#9
Die Funktionalität die du dir vom 01v erhoffst habe ich virtuell mit der creamware pulsar karte.
Preamps und Wandler für 16Kanäle bist du eigl mit dem 01v recht preisgünstig.
Alternativen wären:
16 fach ADDA: creamware A16ultra
8 fach ADDA: Fostex VC8, RME ADI-8, gibt noch mehr
8 fach Preamp: Tascam MA-8, 2xRME Quadpre, SM Pro Audio SM PR 8,
8 fach Preamp mit digital I/O: RME Octapre, Focusrite octopre, Presonus digimax (lt), Beringer ADA8000,
gibt noch mehr aber das fällt mir spontan ein.
Ich hab 8 gute und 8 nicht so gute Kanäle (je preamp+wandler)
plus zwei analoge ins der Soundkarte.
Mit dem pult hat man gleich 16 Kanäle mit premap.
Ansonsten ist man flexibler und kann halt dazukaufen.
Erfahrungsgemäss kann ich sagen, dass ich zu 95% mit den 8guten auskomme.
Es lohnt sich für mich nicht nochmal in 8 gute Preamps und Wandler zu investieren. Wären dann eh nur Toms und Dummyspuren.
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Antwort#10
Lieber Dirk,
Deine Aussage ""Fantastisch finde ich keines der Pulte, jedoch klang das DDX nach dem Austausch der Kondensatoren im Signalweg durch Blackgate-typen wesentlich neutraler und weniger verzerrt als die Ausgangsversion."" riecht mir fatal nach audiophiler Religion á la Hifi-Szene. Hast Du denn wirklich im Umschaltvergleich zwischen "vorher" und "nachher" gehört?? Das darf bezweifelt werden. Die Kondensatorenphilosophie ist ein in der Hifi-Szene nicht auszumerzender Aberglaube. Bist Du Dir denn sicher, daß die IST-Werte der ausgetauschten C's die selben sind wie vorher?
Und: jeglicher Test einer solchen Modifikation nach Gehör - ohne Messung - lehne ich strikt ab, weil es schlichtweg Unfug ist. Unsere Ohren sind keine Meßinstrumente die geeignet sind zwischen physikalisch besser und schlechter zu entscheiden.

MfG
Rainer
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Antwort#11
Sicherlich eine Alternative ist der Tascam DM24 - 20 Onboard-Wandler (16 Mic-Preamps mit XLR, 4 symm.Kli. Line-Eingänge) und schon dabei: 3TDIF-Ausgänge - für ein MOTU 2408 der richtige Partner ;-)
Sehr definierte, detailtreue, unverfälschte Preamps.
Würd ich auf alle Fälle in die Entscheidung miteinbinden - ist gerade mal im Preis deutlich gefallen. Mit Meterbridge ein sehr gutes Arbeiten. Gute Kompressoren und EQs, großzügiges Display (gerade im Vergleich zum 01V96).
Ich hab meinen gerade mit einer zusätzlichen 8I/O symm.XLR Karte erweitert, habe somit 16Mic und noch 12Line Symm. Eingänge, und 12 Symm. Ausgänge (für aux, group, direct out) und noch die 3TDIF-Anschlüsse für Multitracking zum MOTU 2408.
Grüße,
Hermann
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Antwort#12
Hallo @ all!
Vielen Dank für eure Kommentare, Anregungen und Erklärungen ... das hat mich schon ein ganzes Stück weiter gebracht! Ich glaube, dass das Thema "hört sich besser an als..." fast ausschließlich auf dem persönlichen Geschmack beruht.
Ein Yamaha 01V habe ich auch schon bei zwei Livebeschallungen bedient und ich muss ehrlich zugeben, dass mir dieses Pult sehr gefallen hat, als erstes Digipult, das ich bei liveauftritten bedient habe! Ich persönlich habe jedoch keinen 1:1 Vergleich zu anderen Mischpulten und kann daher auch nicht sagen welches nach meinem Geschmack "besser" klingt.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das mit dem Behringer DDX3216 testen würde, zur Not kann ich den auch wieder zurückschicken (Money Back...)
Prinzipiell fiel mir das DDX3216 als "günstiges" Digitalpult mit der Möglichkeit von 16ADAT oder TDIF I/O's ins Auge. Da ich für Livebeschallungen ein ähnliches Digipult wie das Yamaha 01V oder das DDX3216 gebrauchen könnte und das Pult, dass ich mir vielleicht letztendlich anschaffen werde, somit flexibel in Bereichen wie Homerecording, Livebeschallungen und Studioaufnahmen etc. ist tendiere ich zu der Lösung mit dem DDX3216 und einer ADAT PCI Karte.
Ich werde mich jedoch auf jeden Fall noch weiter informieren.
Vielen Dank für eure Meinungen ... ich bin gespannt ob noch mehr zu diesem Thema geposted wird.
Viele Grüße, Holger


http://www.holger.stadtlaender.de
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Antwort#13
Hallo Rainer,
um mal eines klar zu stellen:
- Ich gehöre keinem Club oder Religion an, nicht den Audiophilen, Puristen, Pseudotonmeistern oder wem auch immer. Mein Interesse gilt dem, was besseres Audio hervorbringt und mir dabei ermöglicht, die aufzunehmende Musik besser zu übertragen.
Besser ist dabei ein subjektiver Begriff, den jeder für sich selbst weiter definieren darf.
Natürlich habe ich kein "vorher nachher" Test ausgeführt, dass hatte ich aber ja auch von Anfang an dargestellt.
Trotzalledem habe ich dasselbe Orchester im selben Konzertsaal mit den selben Mikrofonen etc. aufgenommen und erlaube mir dann durchaus einen Vergleich zwischen zweier Aufnahmen mithilfe eines unmodifizerten und modifizerten DDX3216.
Worauf basiert dieses "sich trauen"? Auf jahrelanger Erfahrung und der Fähigkeit, gut hinzuhören in einer kontrollierten Abhörsituation. Und auf Bestätigung durch geschätzte Kollegen und der Musiker, mit denen man arbeitet.
Bist Du nicht davon überzeugt? Kein Problem, habe auch nicht vor, dieses zu erreichen! Musst Du selber wissen, wie jeder andere auch.
Und: jeglicher Test einer solchen Modifikation nach Gehör - ohne Messung - lehne ich strikt ab, weil es schlichtweg Unfug ist.
Richtig, eine Messung sollte die hörbare Fesstellung unterstützen. Leider hat dieses Forum nicht die Möglichkeit, tiefer auf die Materie einzugehen, aber unser Gehör ist ein ziemlich erstaunlicher Sinn, das mit Messungen alleine nicht zu beschreiben ist. Wenn man also sorgfältig hört und darauf achtet, keine esoterischen Fehler zu machen, und trotzdem etwas hört, was nicht messbar ist - ja, dann haben wir ein Problem...
Keiner besitzt der Weisheit letzten Sinn, also auch nicht jemand, der sich nur mit physikalisch beschreibbaren Parametern befasst.
Gruss,
Dirk
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Antwort#14
Hallo Dirk,
Du schreibst: ""Wenn man also sorgfältig hört und darauf achtet, keine esoterischen Fehler zu machen, und trotzdem etwas hört, was nicht messbar ist - ja, dann haben wir ein Problem...""
Ja genau, dann haben wir ein Problem!! Und dieses Problem heißt ganz einfach "Einbildung" oder auch "Erwartungshaltung". Es gibt doch keine Akausalitäten. Was man hört kann man auch messen und was nicht meßbar ist, ist auch nicht hörbar. Gerade dieser Sachverhalt will vielen - und leider auch gestandenen Musikern - nicht einleuchten.
Weiter: ""Trotzalledem habe ich dasselbe Orchester im selben Konzertsaal mit den selben Mikrofonen etc. aufgenommen und erlaube mir dann durchaus einen Vergleich zwischen zweier Aufnahmen mithilfe eines unmodifizerten und modifizerten DDX3216.""
Auch dies überzeugt mich nicht, weil es nicht möglich ist, eine Situation exat 1:1 zu reproduzieren. Und nochwas: Gerade Musiker sind für mich da kein Maßstab, wenn es um Beurteilung technischer Änderungen/Verbesserungen geht, weil diese sich zu sehr von emotionalen Faktoren leiten lassen als von physikalischen Tatsachen. Beweise dafür gibt es genug. Ich habe es selbst schon bei Produktionen erlebt und dies mit Musikern die ich wirlich sehr von ihrer musikalischen Kompetenz schätze.
Du kannst doch nicht garantieren, daß Deine Modifikation nicht auch gravierende physikalische Veränderungen der Übertragungsparameter hervorgerufen hat, allein durch die Toleranzen der C's. Oder hast Du sie vorher ausgemessen? Ob Behringer die Bauteile nach Sollwert ausmißt und selektiert oder von der Serie nimmt weiß ich nicht (ich kann es mir bei den Preisen wie sie Behringer hat kaum vorstellen), ich weiß aber, daß eine Selektion der Bauteile auf den vom Schaltungsentwickler berechneten Sollwert eine meß- und hörbare Veränderung hervorrufen kann gegenüber den Zufallswerten (die noch innerhalb der Bauteiletoleranzen liegen) der Bauteile. Wenn Du also behauptest, daß nach der Änderung das Gerät anders geklungen hat, dann braucht dies keineswegs an vermeintlich besseren C's zu liegen, sondern alleine schon an den toleranzbedingten anderen Ist-Werten. Ich würde mich jedenfalls niemals auf solche abenteuerlichen Modifikationen einlassen. Es verrät nämlich nur unfachmännische Kenntnisse.
Wenn ICH an einem Gerät eine Veränderung der Schaltung vornehme, dann weiß ich vorher genau, was ich tue und was ich erreichen will, aber ich tausche nicht blindlings irgendwelche Bauteile aus, bloß weil diese mir - aus welchem Grund auch immer - unsympathisch sind.
MfG
Rainer
P.S.: Hast Du Interesse an dem Kommandogerät?, wenn ja, schicke ich Dir die Schaltpläne.
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Antwort#15
Hi Rainer,
Auch dies überzeugt mich nicht
Was man hört kann man auch messen und was nicht meßbar ist, ist auch nicht hörbar
ich tausche nicht blindlings irgendwelche Bauteile aus, bloß weil diese mir - aus welchem Grund auch immer - unsympathisch sind
Muss ja auch nicht. Ich bin zufrieden mit der Art, wie ich arbeite.
Dagegen habe ich ja nichts. Bloss muss man dann auch richtig und das richtige messen - das leuchtet leider vielen auch nicht ein.
Ich auch nicht, denn ich weiss was ich tue.
Gr.
Dirk
P.S. Wenn Du mir die Schaltplaene schicken koenntest, wuerde ich mich sehr freuen. Email muesste oben stehen.
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Antwort#16
"unmodifizerten und modifizerten DDX3216."
War damit ein Vergleich von modifizierten und naturbelassenen Kanälen gemeint, oder der Vergleich zweier Aufnahmen zu verschiedenen Zeiten?
Im zweiten Fall würde ich eher Rainer zustimmen, denn technische Unterschiede lassen sich ernsthaft nur bei exakt identischem Material sinnvoll messen, sonst ist es wieder subjektiv. Auch die Argumentation der Bauteiletoleranzen ist mehr als plausibel.
Hast Du noch unmodifizierte Kanaäle?
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Antwort#17
Sorry Rainer,
ich weiß wirklich nicht, was Deine Tirade hier soll.
Dirk hat Kondensatoren ausgetauscht und berichtet von einer
(wenn auch subjektiven) Klangverbesserung. Ein alltäglicher Vorgang.
Wahrscheinlich hat er sich als Profi auch vorher genau über technische Daten
und Vorraussetzungen informiert und diese Teile selektiv beschafft.
Sie lagen also nicht in der Schublage und mußten verbaut werden.
Du aber bestreitest nun ohne jegliche Kenntniss der neuen Klangsituation jede
Verbesserung, weil sie meßtechnisch nicht darzulegen sei (wobei Dir ja keine Messungen vorliegen).
Ist das eigentlich eine typisch deutsche Beamtenmentalität?
"Was nicht darf, das kann auch nicht"
Triffst Du Deine Geräteauswahl grundsätzlich nur anhand von Datenblättern
und Meßschrieben? Hat denn Audio und die damit verbundene Musik gar nichts
mit auch nur subjektiven Klangcharaktern und Emotionen zu tun?
Dirk hat doch ganz recht: Das menschliche Gehör ist durch kein
Messgerät zu ersetzen!
Da wir aber für eben dieses Organ produzieren muß es auch der absolute
Maßstab sein. Oder wie kommt es, daß einige Kollegen mit besonders guten Ohren
(OK, und mit Glück & Vitamin B vielleicht auch) eben die "ganz großen" der Branche sind
(speziell auch international)und z.B. andere in ihren
öffentlich-rechtlichen Sesseln sitzen und Dienst nach Vorschrift machen??
Messen und rechnen ist keine Kunst, aber hören?
Dein Satz "was nicht meßbar ist ist auch nicht hörbar" entbehrt da übrigens
jeglicher Praxiserfahrung. Vielleicht ist das nur eine Frage der Einstellung.
Wenn ich was prinzipiell nicht hören will, dann kann ich es auch nicht...
Ich hoffe ich trete hier keine Lawine los- aber warum eigentlich auch nicht?
MfG,
Christopher Hafer
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Antwort#18
Hi,
was man vielleicht auch noch mal bemerken sollte, ist die Tatsache, dass Modifikationen an bestehenden Geräten keine Seltenheit sind und die meisten klassischen Produktionsfirmen dieses schon seit Jahrzenten tun.
Philips Classics hatte ihren Schoepsmikrofonen die Grids abgesägt, dCS Converter verändert und zusammengeschaltet, um höhere Amplitudenauflösung zu bekommen etc.
Deutsche Grammophon modifizerte (in Zusammenarbeit mit dem Hersteller!!!) Yamaha's Digitalpult DMC1000 und Sony's DASH Maschine etc. etc. etc.
Ich glaube kaum, dass beim Beispiel dieser beiden Firmen jemand daran zweifelt, man hätte nicht kontrolliert und sinnvol abgehört, darüber diskutiert und nachgedacht: die finanziellen Beträge hätten das nicht rechtfertigen können.
Es geht doch niemandem um eine Anklage der Entwerfer der ursprünglichen Schaltungen! Fakt ist, dass kommerziell erwerbbare Schaltungen meist nicht optimal sind, aus welchem Grund auch immer.
Im Grunde sollte es auch wurscht sein, ob man z.B. genau den selben Typ Condensator einsetzt, denn wen kümmert dies, wenn es besser klingt?
Unsere Wissenschaft hat das Problem, immer voraus denken zu müssen, während sie in den wichtigsten Fällen ihrer Entwicklung erst im Nachhinein Bestätigungen für Beobachtungen geliefert hat.
Gruss,
Dirk
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Antwort#19
ich weiß wirklich nicht, was Deine Tirade hier soll.
Unterhaltung.
Hier stossen wiedermal zwei Hlatungen aufeinander die beide falsch sind.
Die eine was man hören kann man messen ist genauso falsch wie die dass man Dinge hören kann die nicht zu messen sind.
Die Frage ist immer was man misst und wie man misst. Und was man messen kann.
Rainer hat aber in zwei Punkten recht auf die ihr komischerweise überhaupt nicht eingeht.
1. Das Gehör ist nicht objektiv und wird durch Einbuldung und Erwartungshaltung getäuscht. Beispiele dafür fallen mir zuhauf ein. Ein Vergleich der nicht direkt im A-B-Vergleich gemacht wird hat einfach keine Aussagekraft. Ich bin selber und habe mich selber viel zu oft hereinlegen lassen in der Praxis. Bis man sich mal Ziet für einen A-B-Vergleich genommen hat und dann überrascht war wie weig Unterscheide oder dass ganz andere Unterschiede wahrnehmbar sind.
Z.B. klingt mein Studio (d.h. die digitale Technik) bei 48kHz subtil besser. Auch dies ist technisch erstmal nicht nur durch 44.1 vs. 48kHz erklärbar.
(tippe auf Jitter)
2. Rainer machte drauf aufmerksam dass der C-Tausch nicht eventuell bessere Kondensatortypen sondern bessere C-Werte gebracht haben könnte. Er streitet ja nicht ab, dass es eine Verbesserung gegeben haben kann.
Aber wenn dem so ist, dann wusste der Austauscher nicht um diesen Fakt und tat es blind. Er wollte ja nur die Typen wechseln.
Etwas mehr sachlichkeit bitte und nicht in Postings etwas reininterpretieren was dort nicht geschrieben steht.
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Antwort#20
Dem Grundtenor: "Design fürs Ohr" gebe ich im Prinzip vollkommen Recht, Dein Satz "Da wir aber für eben dieses Organ produzieren muß es auch der absolute
Maßstab sein." haut aber schon deshalb nicht hin, weil jedes Ohr anders ist und daher nichts Absolutes existiert! Was man tun kann, ist die "Vereinigungsmenge der Extreme" zu bestimmen, sei es in der Lokalisationsschärfe, der hörbaren Frequenzen oder was auch immer. Genau dies wird aber ja getan, und daraus resultieren dann deterministische, technische Aussagen- im günstigsten Falle nach Allgemeingültigkeit und Individualität differenziert (s.u.).
Deiner anderen Aussage, daß die vorherige Bemerkung "was nicht meßbar ist, ist auch nicht hörbar", jeder Praxiserfahrung entbehre, stimme ich bedingt zu, allerdings verhält es sich schon vielfach so, daß einem von gewissen Praktikern schlichtweg esotherisch anmutende Klangaspekte untergejubelt werden, die faktisch nicht haltbar sind, wie die zahllosen Klanverbesserungsmassnahmen für Monitore und Kabel, die hier schon angesprochen wurden. Oder es wird einfach mit einer falschen technischen Interpretation an ein Problem herangetreten und dann mit praktischen Eefahrungen gekontert. Bestes Beispiel ist die Hörbarkeit (oder besser die Unhörbarkeit) von Tonfrequenzen oberhalb der bekannten Grenzfrequenzen digitaler Systeme. Die Frage ist bekannlich nicht OB, sondern WANN man sie hört.
Meist verhält es sich aber ganz einfach so, daß der Praktiker in Ermangelung technischen Wissens und problembeschreibender Begriffe, einen Sound einfach als "besser", "transparenter" oder "durchsetzungfähiger" einstuft, obwohl er technisch objektiv schlechter ist -> siehe Verzerrungen (Röhre, Exciter etc..) bzw. in einem ganz bestimmten Aspekt variiert, der von einem anderen Audioguru als nachteilig bewertet wird. Durch solche Begriffe versumpfen alle Bewertungen im Diffusen und sind nicht mehr greifbar, wie die "Boxen mit dem transparenten Klang", "warm klingende PreAmps" und "die unhörbare Kompression".
Mir sind da technische Definitionen mit greifbaren und reproduzierbare Resultaten allemal lieber- besonders, weil sie detailliert aufzeigen, was an ohrspezifischem Hörempfinden individuell- also subjektiv, und was davon allgemeingültig ist und daher als Massstab herhalten kann, oder als Sollziel für Abmischungen meinetwegen. Beispiel: Die kürzlich angesprochene Stereolokalisation in Abhängigkeit der Frequenz und des Materials. Egal was man da mischt, irgendwo gibt es einen Guru, der mit einem Stereoverbreiter noch mehr rausgholt haben könnte.
Zwar soll dies keine Antwort auf den Behringer-MOD sein- um ber mal wieder konkret zum Thema zu kommen:
In welchem Punkt klang der modifizierte Behringer "besser"?
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