DrumRecording

Erstellt 9 Antworten10 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
Die ProgRockband meines Bekannten möchte ein Demo aufnehmen.
Ich habe die ganze Vorbereitung schon hinter mir (Spurenbelegung,
Mikrophonauswahl, etc)nur beim SChlagzeug bin ich mir noch nicht so sicher.
Der Drummer kommt mit zwei BDs. Ist es sinnvoller
beide BDs mit den gleichen Mikros aufzunehmen, oder macht es mehr Sinn
verschidene Mikros zu benutzten. (zwei D112/ D12 D112/ U47 D12)
Ich denke, ein unterschiedlicher Sound der beiden Basedrums kann sehr
von Vorteil sein. Bei schnellen Teilen ist es meiner Meinung jedoch hinderlich.
Ein weitere Überlegung ist ein zweites Overheadpärchen in einigem Abstand und ca auf 3-4 Meter Höhe. Welche Stereomikrophonie ist dabei am besten geeignet?
AB oder MS?
Ich hoffe daß ihr mir helfen könnt.
Danke schon mal im Vorraus
Johannes
ZitierenPost melden
Antwort#2
Nimm unbedingt identische Mikros für die BD.
Und seh zu dass sie auch von vornherein gleich klingen.
Gleiche Felle haben, gleiche Fussmaschinen.
Die BDs werden immer noch unterschiedlich genug klingen.
Aber wenn er schnell 16tel spielt und die dann ungleich klingen hört es sich einfach nur besch... an.
Das zweite Paar Overheads kann als Raummikro was bringen aber sehe lieber zu dass die ersten OH das Drumset ordentlich einfangen. Stell lieber noch eins ans Ridebecken. Braucht man zwar in 90% der Fälle nicht, aber in 10% der Fälle ärgert man sich beim Mix wenn es zu leise ist weil das Floortom gegatet ist und auch gegatet werden musste.
ZitierenPost melden
Antwort#3
Hallo
Danke für die schnelle Antwort.
Hört sich ja gut an, was du da empfiehlst. ich denke ich werde das
so machen.
Zwei kurze Fragen habe ich jetzt noch.
Wie notwendig ist es Snares von unten mitaufzunehmen?
Ist doch eigentlich nur ein Special, also nicht zwingend.

Und
Dynamics bei der Aufnahme ja / nein?
ich habe die letzten Schlagzeugaufnahmen jetzt ohne grossartiges
komprimieren und die sind gut geworden.
Bei dieser Band bin ich jedoch am überlegen ob ich nicht
schon von vorneherein Dynamics verwende.
Gates auf die Toms, ebenso wie auf BD und SN.
BD und Sn dann gleich noch gut komprimieren, und dann aufs
Band damit.
Wie macht ihr das?
wahrscheinlich ähnlich aber Fragen kostet ja nix
schüss
Johannes
ZitierenPost melden
Antwort#4
Hallo,
das SN-Bottom ist absolut essentiell!!
Du bekommst gerade bei einer tiefern Snare sonst
nicht genug Teppich drauf und es macht nur "Oouumpf".
Höhenanhebung betonen dann nur die Hihat (und die ist eh meist schon zu laut...)
Zu Dynamics:
Es macht durchaus Sinn, beim Recorden Compis zu verwenden - für den
Fall, daß Du ungefähr weißt worauf es da ankommt.
Gruß,
Christopher
ZitierenPost melden
Antwort#5
Ola
Ok ich geb dir recht Compressoren gegen Übersteuerungen
sind sinnvoll. Veränderungen der Hüllkurven sollte man
aber dann erst beim Mixdown machen?
Johannes
ZitierenPost melden
Antwort#6
Snare von unten:
Das ergibt eine sehr helle, oft raschelige Komponente. Ich mag das, wenn die Snare recht dunkel klingt, aber nicht klingen soll (und das nicht schon vor/bei der Aufnahme aufgefallen ist). Dann macht sich so ein bisschen Teppich-Rascheln ganz gut. Vorsicht vor Phasenauslöschungen, du betreibst zwei Mikros für ein ein Geräusch. Wenn es genug Spuren, Mikros etc. gibt würde ich es mit aufnehmen, weglassen kannst du es im Mix noch immer.
Dynamics bei der Aufnahme:
Würde ich vermeiden, sofern du hinterher die Möglichkeit hast, sie ggf. einzusetzen. Von Standard-Bearbeitungen halte ich nichts, das Ohr sollte entscheiden. Nicht nur bei Drums kommt es m.E. darauf an, wie's hinterher klingen soll. Oftmals gate ich nix oder nur sehr wenig (im Mix), dann klingt das Drumset natürlicher. Oder fast alles wird gegatet, dann bekommt man's halt ziemlich nah ans Ohr, weil der ursprüngliche Raum fehlt. Oft klingen einzelne Instrumente fetter, wenn aus der anderen Spur noch was hinzukommt, das dort vielleicht nicht hingehört.
Ausnahme evtl. ist Limiting vor dem digitalen Aufnahmemedium, wenn man denn aus irgendeinem Grund sehr "heiß" aufnehmen muss. Aber das ist ja eher ein technischer Grund, kein ästhethischer.
Cheers
Yoda
ZitierenPost melden
Antwort#7
Hört sich ja gut an, was du da empfiehlst.
Wie notwendig ist es Snares von unten mitaufzunehmen?
Dynamics bei der Aufnahme ja / nein?
In der Theorie hört sich alles gut an...
Ich habs noch nie gebraucht.
Wie immer hängt davon ab. Schaden kann es nicht.
Aber dann getrennt aufnehmen nicht zusammenmischen.

Nein.
Wozu?
Wenns nicht ohne klingt dann stimmt irgendwas am Set nicht.
Und viel wichtiger: das kann man später in Ruhe machen.
Was machst du wenn du Gatest und der Drummer dann aus irgendeinen Grund die Trommel mal leiser spielt: weg ist sie.
ZitierenPost melden
Antwort#8
Hallo,
das SN-Bottom ist absolut essentiell!
Du bekommst gerade bei einer tiefern Snare sonst
Es macht durchaus Sinn, beim Recorden Compis zu verwenden - für den
Sehe ich nicht so.

Das ist ein Sonderfall und den bemerkt man schon beim Soundcheck.
Dann kann man immer eins hinzugeben.
Fall, daß Du ungefähr weißt worauf es da ankommt.
Man kann natürlich alles machen. Klar kann man einen Teil der Klanggestaltung schon beim Aufnehmen machen.
Sinn hat es früher mal gemacht im Vorcumputerzeitalter wo man nicht 20 Compressoren und Gates hatte. Heute mit 24bit nicht mehr.
ZitierenPost melden
Antwort#9
Meine Herangehensweise ist:
Alles so gut wie irgend möglich aufnehmen.
Die alte Musikerverarsche: "Das machen wir dann beim Mixen".
Ergebniss: Der Sound bei der Aufnahme wird vernachlässigt, weil man ja
noch beim Mix irgendwas schrauben kann. Allerdings bringt kein EQ der
Welt eine Scheiß-Snare oder Hihat oder was weiß ich nachträglich zum
klingen.
Wenn ich aber bei der Aufnahme direkt den richtigen Sound habe, kann ich im
besten Fall beim Mix alles so lassen (@Thomas: Gerade im Zeitalter der
Plugins & deren CPU-Belastung kein unwesendlicher Faktor...)
Und da ich gerade Compressoren als wesendlichen Soundfaktor beim Rock-Schlagwerk
sehe, ist es nur logisch, von vornherein zu checken, was das für den Sound
bringen kann. Probleme beim Drumsound sind meist obligatorisch.
Von Gates beim Recorden kann ich auch nur abraten. Und EQ's nur dann, wenn
mit Tuning und Miking nix mehr auszureizen ist. Allerdings kann eine
Vor-EQte Kickdrum (Höhenanhebung) auch schon mal Sinn machen (Rauschverhalten...).
Zum Thema Snare: In der Tat gibt es eine Fraktion, die SN von unten sogar ablehnt. Höre ich mir allerdings mal so den Standart-Snare-Sound der letzten
30 Jahre an höre ich sehr viel Teppich - das ist das Characteristische dieser Trommel - also bau ich da ein Mikro hin.
Von wegen Phase: Dazu gibt es den Reverse-Schalter. Auch gerne genommen für Kick.
Und nicht vergessen: Sämtliche Trommeln werden von sämtlichen Mikros erfasst.
Da kommt es auf ein Mikro mehr dann auch nicht an.
Am besten: Selbst ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln!
Entscheidend nach wie vor: Wie klingt der Drummer selbst??
Ein guter Drummer mit einem guten Set klingt so:
OH auf, Bassdrum dazugemischt - fertig.
Wenn es so noch überhaupt nicht klingt, wirds am Ende höchstens
mittelmäßig sein!

Gruß,
Christopher


http://www.hafibeat.de
ZitierenPost melden
Antwort#10
Herzlich Willkommen bei einem der am einfachsten aufzunehmenden Instrumente :-)))
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß der in den Mikros empfangene Klang beim Schlagzeug mehr vom Raum abhängt, als irgend ein(e) andere(s) Instrument(engruppe)- will sagen: Ausprobieren ist hier der einzige Weg. 2 Mikros (etwa ORTF) over head ist schon ein guter Ansatz, MS sehe ich hier nicht.
Anbei ein Artikel von AKG


drum recording
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.