Hallo, ich bin auf der Suche nach einem geschlossenen Kopfhörer mit möglichst starker Umgebungsschalldämmung. Ich möchte damit bei Livemitschnitten die Aufnahmen abmischen, ohne, dass mir selbst die Ohren wegfliegen oder ich nur den Raumklang höre. Hat da jemand irgendwelche Erfahrungen mit??? Welches Modell, Firma, Baureihe.... Vielen Dank 6 viele Grüße, - Rudgar
Mit schallgedämpften Kopfhörern (sound proof headphones) wird es recht schwierig. So richtig gibt es da keine. Sieh' mal den Bericht dazu im Link unten. Eine Rockband ist eben zu laut, als dass man dort mit Kopfhörern ungestört eine saubere Mischung machen könnte. Jonas
Hallo Rudgar, leider erzählst du nicht welche Art von Livemitschnitt gemeint ist. Nicht nur die Ohren nehmen Schall auf, es gibt auch Knochenleitung. Aus diesem Grund fällt es unter anderem schwer, laute Rockkonzerte mit Kopfhörer abzumischen, weil die Beurteilung des Tiefmittenbereiches kaum noch möglich ist. Geht es um Livemitschnitte im Klassikbereich, sieht es weit besser aus. Hier gibt es z. B. von Sennheiser und Beyer "relativ" geschlossene Systeme. Ich habe bisher vom Klang her eher Beyer Dynamic bevorzugt, aber das ist Geschmackssache. Z.B. DT990 (Pro), DT 770. Gruß M. Hein
am besten dafür halt ich die sennheiser hd-25, dämpfen gut ab und haben auch die nötigen reserven. aber wirklich mischen im saal bei einer live-pa, da muss ich mich den vorpostern anschließen.. das ist eigentlich unmöglich
Rudgar, ich vermute mal, Dass Du für den Livemitschnitt ein eigenes Mischpult benutzt (und nicht irgendwelche Aux-Ausgänge eines PA-Pultes o.ä.). Was wäre denn mit der Anschaffung eines Multicorekabels (gibts inzwischen recht preisgünstig), dann kannst Du Dich in einen ruhigen Seitenraum zurückziehen. Ich habe noch keinen geschlossenen Kopfhörer erlebt, der mich sowohl vom Tragekomfort (man hat ihn ja stundenlang auf) als auch von der Wiedergabequalität her überzeugt hätte. Der Beyerdynamic DT 100 war nahe dran, doch war's in ihm heiß und der Schweiß hat regelmäßig die Ohrpolster kaputtgemacht. Für meine Aufnahmen habe ich 40 Meter Klotz-Multicore und nehme jetzt einen AKG 240 DF. Viele Grüße Michael
Hallo Michael H, nach dem Kopfhörer Beyerdynamic DT 100 nimmst du jetzt den AKG 240 DF. Was hat dich bewogen, diese diffusfeld-entzerrte Type DF zu wählen? Es gibt doch auch den normalen Kopfhörertyp AKG 240 Studio, ohne die IRT-Hausentzerrung für Kunstkopf. Gruß Didi
Hi - habe den Sennheiser HD280. Definitiv seeehr schallgedämmt. Finde auch, er klingt gut. Hab ihn schon mit gutem Erfolg zum Mithören bei Livemitschnitten (Bigband, Soulband) genommen. Finde, bis auf die Bässe, gute Klangbeurteilung auch bei hoher Außenlautstärke möglich. Hab auch AKG 240 (Studio). Würd den aber für Live nicht nehmen, da ja halboffen und zu schalldurchlässig. Michael Koeppen
Lass dir am besten ein hochwertiges In-Ear anfertigen... So nen 2 wege Geschichte. Die Dämpfen um die 35 dB und klingen einigermaßen OK. Ich selber hab ne 2 wege Komponente von Hearsafe anfertigen lassen, und muss sagen ich bin sehr zufrieden. Allerdings mische ich damit nicht. Vielleicht lässt du dich mal von denen Beraten. MFG
VIIIIELEN DANK ersteinmal für die zahlreichen Antworten, da es sich um "leisere" Bands aus dem Jazz-Bereich handelt, werde ich mich mal nach ein paar DT100 umschauen... Aber das mit dem Multicore habe ich sowieso schon seit längeren in Planung... ist einfach schöner. Viele Grüße, - Rudgar
Es gibt noch eine billige und brutale Methode: Klangneutrale Ohrstöpsel, wie sie im Klassikbereich üblich sind mit entsprechender Dämpfung und dann die Kopfhörer richtig laut aufgedreht. So hab ich es als DJ gemacht :-)
Hallo, den Beyerdynamik DT 770 Pro finde ich ziemlich basslastig. Das mag im Klassikbereich unkritisch sein, bei üblicher POP-/Unterhaltungsmusik entsteht schnell hoher Druck auf den Ohren. Wolfgang
"den Beyerdynamik DT 770 Pro finde ich ziemlich basslastig. Das mag im Klassikbereich unkritisch sein, bei üblicher POP-/Unterhaltungsmusik entsteht schnell hoher Druck auf den Ohren" Da kann ich mich voll anschließen! Der normale DT770 (ich habe beide) klingt da viel besser. Ansonsten sehr gut: DT 250. Den HD 25 möchte ich übrigens gar nicht empfehlen! Gruß, Christopher
Den HD 25 möchte ich übrigens gar nicht empfehlen!
[...] Warum ?? Ich habe beide Ausführungen (HD 25 zu 177? und HD 25 SP zu 88?, Thomann Preise). Vom Klang her (Klassikanwendungen) finde ich den billigeren HD 25 SP _wesentlich_ besser. MfG -kln
"Für meine Aufnahmen habe ich 40 Meter Klotz-Multicore" Sorgen die nicht für mehr Dämpfung und Rauschen? Mir hat mal einer erklärt, daß er sich eine mobile Abschirmkabine gebaut hat. Die ist transportabel und hat sogar eine Scheibe. So kann er den Dirigenten sehen. Benutzt hier jemand sowas?
Wenn's ein ordentliches Multicore ist und Mikrofonausgang und Verstärkereingang dem Richtlinien entsprechen, sollten 200 m Mikrofonkabel/Multicore zwischen den beiden keinerlei Probleme darstellen... Liebe Grüße Georg
Hallo Oli P, normale symmetrische Schaltungen in Studionorm mit 50 Ohm Quellwiderstand (Ausgangswiderstand) und 10 Kilo-Ohm Last (Eingangswiderstand) sind ideal, um problemlos durch ein Mulicore mehrere hundert Meter entfernt seine analogen Daten zu schicken. Dabei gibt es kein extra Rauschen und keine bemerkbare Dämpfung. Eine andere Sache: Wenn jemand eine Schallkabine hat, um mit dem Kopfhörer darin sitzend den "Dirigenten" durch eine Scheibe zu sehen, dann könnte man annehmen, das sei eine Klassikaufnahme. Ich kenne niemanden, der es wagen würde, eine Klassikaufnahme ohne anständige Stereo-Lautsprecher abzumischen. Mindestens der Dirigent kommt mit dem Konzertmeister mal zum Abhören. Da kann man ihm bestimmt keinen Kopfhörer anbieten. Auch ihm zu sagen, es gibt keine fertige Mischung (weil Mehrspur), ist undenkbar. Hier im Forum ist schon oft vor Mischungen mit Kopfhörern gewarnt worden. Das wird nichts. Seltene Ausnahmen: Eine Cembaloaufnahme oder eine Orgelaufnahme. Aber was ist da zu mischen Micha
Ich denke, es waren Liveaufnahmen gemeint und da kommt der Diri nur selten vorbei :-) Ich würde trotzdem versuchen mit vom Orchester zu entfernen so es geht. Um auf dem Laufenden zu sein, kann man ja eine Kamera stellen.
Auch für Liveaufnahmen gilt das gleiche, wie für Produktionen. Eine gute Klangmischung ist nur über eine Lautsprecherabhöre zu erreichen. Auch nach einer Liveaufnahme ist ein Dirigent mit seinem Konzertmeister im Schlepptau immer an einem Reinhören selbst in der Pause interessiert, jedenfalls ist das bei kommerziellen Aufnahmen immer so. Nur wenn es ein Bootlag ist, wird der unwissende Dirgent nicht kommen :-) Eine Kamera zu haben ist immer gut, damit man den Start der Aufnahme spätenstens beim Armeheben des Dirigenten nicht verpasst. Natürlich wird meistens noch Beifall aufgenommen, denn man kann nie wissen. Trotzdem versuche ich immer den Künstlern auszureden, den Beifall mit auf die Scheibe zu nehmen.