Hallo juergen,
erstaunlicherweise nehmen Kugelmikrofone kaum Körperschall auf. Das ist auch bei den Typen GFM 132 und BLM 03 so. Dabei schadet nichts dem Frequenzgang. Es gibt keine Körperschallprobleme. Das ist bei Druckgradienten-Empfängern sicher nicht so.
Wenn du die "Membran" fluchten lässt, dann gibt es zur Grenzfläche eine Stufe. Daher würde ich bei einem Kleinmikrofon lieber die Kapselvorderfläche fluchten lassen. Bei den KM 83 geht das wunderbar. Bei den kommerziellen PZMs ist die Membran auch nicht genau in der Ebene der Grenzfläche.
Ein versehendliches Nierenmikrofon in der Grenzfläche ist schlimmer, als die Hände des Sänger, die die Rückeinlässe zuhalten, denn da wird nichts zugehalten, sondern er wirkt der lange Umweg um die Grenzfläche.
Ob 50 cm Kreisscheiben als Grenzflächen ausreichen hängt von der unteren Grenzfrequenz ab, die man noch liniear übertragen möchte. Unterhalb dieser Frequenz erscheint dann ein Treppenabsatz mit 6 dB geringerem Pegel im Frequenzgang.
Es müssen keine Kreisflächen als Grenzflächen sein und gerade im Zentrum sollte man das Mikrofon sicher nicht anbringen.
Der Direktschall wird gegenüber dem normalen Kugelmikrofon an der Grenzfläche 6 dB lauter übertragen und der Diffusschall wird 3 db geringer übertragen.
Sicher ist dir mein Blatt "Grenzflächenmikrofone verschiedener Bauart" bekannt:
http://www.sengpielaudio.com/ZweiVerschiedeneGrenzflaechenmikrofone.pdfViele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.comGrenzflächenmikrofone verschiedener Bauart