Empfehlung Overheads für kleinen Raum

Erstellt 27 Antworten28 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
ich möchte mein Drumset in einem kleinen Raum abnehmen (ca. 3x3m), der
sehr stark gedämmt ist (Akustikmatten), also ein eher dumpfer Raum.
Mich würde interessieren, welche Mikros ihr für Overhead-/Becken selber verwendet bzw. was ihr für einen solchen Raum empfehlt. In Drumvideos sieht man oft Groß- und Kleinmembran. (Besteht da ein Zusammenhang zum Raum?)
Habe folgende Mikros in meiner Vorauswahl:
AKG C391
AKG C451
AudioTechnica 4041
Dazu die berühmten Fragen:
1.Hat jemand die AKG´s im Vergleich zu den AT testen können?
2.Lohnt sich bei den AKG´s die Mehrausgabe beim C451 zum C391?
3.Sind die klanglichen Unterschiede zwischen den genannten Mikros und
teureren Modellen (Neumann KM184, Sennheiser MKH40) so groß, daß sie die Mehrausgabe rechtfertigen, wohlgemerkt nur für die Abnahme eines Drumsets?
Konnte schon die Sennheiser testen. Gefielen sehr gut. Was mir aber fehlt, ist ein Vergleich zu den 3 genannten...
Für jeden Erfahrungsbericht wäre ich sehr dankbar.
MFG
Andy
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hallo Andy,
der hauptsächlich erkennbare Fehler ist, das schreckliche Tot- und Dumpfdämpfen des Raums.
Der helle silbrige offene Klang der Becken ist weder durch Filter, noch durch bessere Mikrofone wieder herzustellen.
Außerdem solltest du lieber dein Drumset aufnehmen. "Abnehmen" solltest du dagegen das Frontfell von der Bass-Drum.
Sonst wird hier nichts abgenommen :-)
ZitierenPost melden
Antwort#3
Nur mal so ganz nebenbei:
ich nehme meine Gitarrenverstärker immer noch ab. Teilweise mit zwei oder gar drei Mikro. Und auf meinen Bässen nehmen die MEC bzw. Saymour Duncan Ton_ab_nehmer auch die Saitenschwingungen _ab_. Sowohl ganz aktiv als auch passiv.
Und nachdem der Sound _ab_genommen wurde, krabbelt er durchs Kabel und wird dann erst _aufgenommen_.
(Spellflames sind ja in z.Z...)
ZitierenPost melden
Antwort#4
Tonabnehmer TA kratzen den Ton aus der Rille der schwarzen Scheibe und nehmen den Ton meinetwegen auch kratzend "ab". Das ist klar.
Es ist eine unschöne Wortwahl, wenn man ein Mikrofon irgend etwas abnehmen lässt oder es ist zumindest eine "sprachliche Nachlässigkeit".
Schall wird von den Mikrofonen, die der Tontechniker an die akustischen Instrumente oder bei elektrischen Instrumenten an die Verstärkerboxen mit den Lautsprechern stellt, allein "aufgenommen". Das ist keine Frage.
Ein Pick-up "pickt eben den Ton up" :-) Ein Mikrofon tut das jedoch niemals.
Alle Mikrofone rund um ein Schlagzeug nehmen den Ton auf und nicht ab! Klar?
Man muss sich sprachlich nur ein bisschen bemühen, dann geht das doch.
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#5
genau ein mikro tastet die luftdruckveränderung ab. gerichtete mickrofone nehmen den luftdruck in sich auf was zu einer nichtabtastung rückwärtigen schalls führt.
ergo nimmt man ab und nicht auf.
"ich nehme Dir das brötchen ab und bevor Du protestieren kannst in mich auf."

grüße
ZitierenPost melden
Antwort#6
du schriebst:
3.Sind die klanglichen Unterschiede zwischen den genannten Mikros und
teureren Modellen (Neumann KM184, Sennheiser MKH40) so groß, daß sie die Mehrausgabe rechtfertigen, wohlgemerkt NUR für die Abnahme eines Drumsets?
denke bitte nochmal über das NUR nach.... bitte.
ZitierenPost melden
Antwort#7
Häää? "Mickrofone nehmen den Luftdruck in sich auf?"
Das ist doch ein Witz.
Vermutlich machen das nur "Mickrofone". Die von der Micky-Maus.
Lustig.
Alois
ZitierenPost melden
Antwort#8
Kleiner Vorschlag zur Konfliktlösung weils diese Diskussion ja immer wieder zu geben scheint: Einigen wir uns darauf dass man mit einem Mikro sowohl ab- und aufnehmen kann und das ganze in Wirklichkeit de facto gleichbedeutend ist und dass wir auf dem Thema nie wieder herumreiten, genausowenig wie auf Tippfehlern?
Es ist doch wirklich Haarspalterei ob man nun auf- oder abnehmen sagt, und dem armen Fragensteller ist noch nicht geholfen. Nun dazu: imho zahlt sich ein teures Mikro wie das Neumann KM 184 auf jeden Fall aus, vor allem auch als Schlagzeugoverhead, weil es den Klang der Becken wunderbar fein auf/abnimmt, und auch Toms und Snare gut abbildet.
Hör dir vielleicht auch mal das AKG c480 an, gefällt mir persönlich sehr gut.
ZitierenPost melden
Antwort#9
Also Kindas,
absolut lächerlich, diese Kindergarten-Diskussion!!
Mein Förmchen - Dein Förmchen...
Ich nehme sowohl auf- als auch ab und manch mal auch zu (toller Witz, gähn)
Aber es weiß ja jeder besser.
Leider beantwortet hier überhaupt niemand die Frage :
"Mich würde interessieren, welche Mikros ihr für Overhead-/Becken selber verwendet bzw. was ihr für einen solchen Raum empfehlt. In Drumvideos sieht man oft Groß- und Kleinmembran. (Besteht da ein Zusammenhang zum Raum?)"
Meines Erachtens besteht da kein Zusammenhang. Interessant ist
in erster Linie die Art der Mikrofonierung bezüglich Stereophonie
und Richtcharakteristic.
Wenn Du einen wirklich guten Raum hast (also nix provisorisch abgedämpft, das killt die obersten Höhen und klingt daher mumpfig...) empfehlen sich Druckempfänger (Kleinmembran-Kugeln)in AB, weil sie da bestmögliche Basswiedergabe haben, d.h. man kann
mit nur zwei Mikros das ganze Set einfangen, das funktioniert so gut wie
das Set in natura klingt.
Meist wérden aber K(lein(M(embran)-Nieren in AB-Technik verwendet.
Also was Du selbst vorschlägst
"Habe folgende Mikros in meiner Vorauswahl:
AKG C391
AKG C451
AudioTechnica 4041
Dazu die berühmten Fragen:
1.Hat jemand die AKG´s im Vergleich zu den AT testen können?
2.Lohnt sich bei den AKG´s die Mehrausgabe beim C451 zum C391?
3.Sind die klanglichen Unterschiede zwischen den genannten Mikros und
teureren Modellen (Neumann KM184, Sennheiser MKH40) so groß, daß sie die Mehrausgabe rechtfertigen, wohlgemerkt nur für die Abnahme eines Drumsets?"
zu 1. Direkt vergleichen konnt ich sie nicht. Ich habe selbst AT3032
(Kugeln) die sind Preis/Leistung *excellent*, dann habe ich noch AKG C460 (Nieren+Kugeln),
die sind ne ganze Klasse besser, was mir aber nicht bei Oh-Anwendung aufgefallen wäre...
Die 4041 sind mir nur live untergekommen, ich war zufrieden.
zu 2./3. Lohnt es sich? Die 300er sind nicht schlecht, aber höchstens
dritte Wahl (absolut gesehen, schau mal nach weiteren Meinungen hier dazu), die 451 machen eine leichte Höhenbetonung,
was sie zum Spezial-Mikro für OH/HH macht - ansonsten auch 3. Wahl.
In die selbe Sparte schiessen die ATs, check aber mal die 3031!
Die Frage nach der Mehrausgabe speziell für Drums ist recht schwierig
zu beantworten:
Was für Musik nimmst du auf (bzw. was für Becken nimmst Du ab *g*)
wieviel OH-Anteil benutzt Du im Mix.
Und vor allem: Siehst Du die OH nur als Beckenmikros oder als
Hauptmikrofonie fürs Drumset??

ABER: So oder so - die REICHEN! Es sei denn Du kannst Dir MKH/KM-Serie oder gar Schoepse leisten - dann würd ich sie nehmen, falls Du selbst wirklich
Unterschiede hören kannst. Es geht nix über den Selbsttest!
Grüße,
Christopher



http://www.hafibeat.de
ZitierenPost melden
Antwort#10
hafi69 fragt:
Was für Musik nimmst du auf (bzw. was für Becken nimmst Du ab *g*)
Also wenn du das Becken "abnimmst", dann nimmst du es von der Halterung ab und legst das Becken beiseite. Dann kannst du den Klang eben nicht mehr mit dem Mikrofon aufnehmen.
Wer nimmt denn bloß immer "ab"? Das kann doch wohl nicht wahr sein.
Jo mai.
ZitierenPost melden
Antwort#11
Was macht es im Bereich der Live-Beschallung für einen Sinn, von einer "Aufnahme" zu reden? Ich rede lieber von einer "Abnahme". So spare ich mir die Erklärungen, warum die "Aufnahme" nirgends erhältlich ist oder nicht gesendet wird.
Bis jetzt hat sich (außer in diesem Forum) noch keiner über diesen Ausdruck beschwert.
ZitierenPost melden
Antwort#12
Leute was sollen denn diese Diskussionen über "Aufnahme" oder "Abnahme". Jeder wird doch wohl wissen was im jeweiligen Falle gemeint ist.
Wenn man sich darüber schon streiten muß, ist es kein Wunder wenn man keine Einigung findet über Normen von Mehrkanalübertragungen oder wer weiß sonst was.
Verschleudert doch nicht den wertvollen Webspace mit solchen Lapalien.
Grüße
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#13
Hi -
mal aus meinen Erfahrungen als auf (oder ab-)nehmender Amateurmusiker:
wir hatten letztens einen super aufgenommenen Drumsound, mit (wenn ich es
richtig bewerte) folgenden technischen Ursachen / Voraussetzungen dafür
(neben dem Drum-Spiel selbst natürlich):
- gutklingendes (Jazz-)Set
- Raum: kleiner Abstellschuppen, etwas mit Decken bedämpft, aber nicht "tot"
neben + hinter Drums Holzwandverkleidung
(hat schönen kurzen Raumklang ergeben, warm aber nicht dumpf; hab ich im
Mixdown so gelassen, kein nachträglicher Hall)
- OH's: 2 x Rode NT5, ORTF-Anordnung
- SN: SM57
- BD: SM57
Ich hab mal im Web bei nem Recordingmensch (Ami) gelesen, erstmal sollen
die OH's das ganze Set aufnehmen. Im Idealfall reichen die dann (Jazz) oder
halt noch BD und ggf. SN dazu.
Dazu gehen aber nicht alle OH's. Die NT5 z.B. haben auch schöne Bässe.
KM 184 wären wahrscheinlich der Traum. Die C451 (so hab ich das zumindest
aus der Live-Drum-Mikro-CD des PAforums rausgehört) sind wohl eher was für
live bzw. für die "nur Becken"-Overhead-Philosophie, da sehr hervorgehobene
(allerdings seidige) Höhen.
Letzlich heißt es doch wieder probieren. Man muß sich entscheiden, ob man
die Total-Nahmikrofonierung will (alles einzeln), oder die mehr akustische
Mikrofonierung (2, 3, ..4 Mics).
Bei letzterer dann GUTE OH's.
Sicher auch gern Großmembran, jedoch hat man damit mehr Streß (Spinnen,
Anordnung), und vielleicht ist die Stereopositionierung problematischer.
Deshalb vielleicht lieber Kleinmembraner (praktischerweise auf Stereoschiene).
** nur meine 2 Cent **
Michael Koeppen
ZitierenPost melden
Antwort#14
Hallo Rainer,

Dominik vertritt eine interessante Meinung: "Live-Beschallung sei Ton-"Abnahme" und alles andere sei dann Ton-"Aufnahme".
Reiners Meinung ist sicher etwas übertrieben: Verschleudert doch nicht den wertvollen Webspace mit solchen Lapalien.
Dieses ist ein Tontechniker-Forum für Aufnahmen und Tonbeschallung, wobei immer Mikrofone für die Aufnahme des Schalls verwendet werden.
Man kann das Mikrofon, mit dem einfallenden Schall und seine Aufnahme für beide Ziele nicht trennen, wie Dominic es möchte.
Ob eine Aufnahme über einen Sender gesendet wird, auf einen Speicher aufgenommen wird oder / und gleichzeitig über Lautsprecher bei Live-Beschallung verstärkt wird, ist doch kein Unterscheidungsgrund. Ich komme gerade von einer Live-PA-Beschallung nach Hause. Da habe ich acht Mikrofone verwendet im Sinne von Aufnahme, ohne dass ich das Ereignis aufnehmenswert fand. Aber die Empfindungen dazu scheinen bei den Beteiligenten etwas unterschiedlich zu liegen, ob der Schall auf- oder abzunehmen sei.
Es wird sich in diesem Forum doch nicht beschwert; das Thema wird wenigstens mal angesprochen. Hier darf man sich doch wundern. Die einen meinen so und die anderen meinen so. Mögen das einige auch als Kindergarten empfinden. Das sind wohl diejenigen, die bisher wenig nachgedacht haben. Aber das kann man immer noch nachholen und für sich selbst eine Entscheidung fällen. Nachdenken schad't doch nix.
Gruß
Urs
ZitierenPost melden
Antwort#15
Hallo zusammen,
Danke für die Antworten!
Ist schon amüsant, welche Diskussion (ab- oder aufnehmen)
meine Fragen losgetreten haben. :-)
@jeff
Natürlich möchte ich als Drummer einen Klassesound haben.
Bei Akustikjazz mit 2 oder 3 Mikros am Drumset oder ähnlich
transparenten Sachen, wo feinste Nuancen hörbar sind - keine Frage.
Aber z.B. bei einer Metalproduktion frage
ich mich, ob die Unterschiede zwischen den genannten Mikros noch
wahrnehmbar sind.
MFG
Andy
ZitierenPost melden
Antwort#16
Auch und gerade bei Metal!
Da hast du ja eh nur Sonne wenn du über den verzerrten Gitarren deine Becken ansiedelst. Daher ist das dort auch wichtig.
Natürlich nur wenn die Becken das hergeben. Wenn der Drummer plattgekolppte alte Wehrmachtshelme ala Paiste 303 und Konsorten maltretiert ist Hopfen und Malz verloren.
Ansonsten ein Schlagzeug ist ein Schlagzeug ist keine Wäschetruhe.... egal welche Musikrichtung.

grüße
ZitierenPost melden
Antwort#17
Hallo
erst die Aufnahme, dann die Abnahme vom Mix von der Aufnahme.
Tschuldigung den hab ich mir nicht verkneifen können.
Mfg
Johannes
ZitierenPost melden
Antwort#18
Hallo,
vielleicht interessiert das einige und anderere wieder nicht, so ist es doch immer bei uns Menschen.
Ich habe mal gegoogelt und dabei herausgefunden, dass die Firmen Schoeps und Georg Neumann wirklich ihre Mikrofone allein für Schall-"Auf"-Nahmen bereitstellen. Da gibt es nur die "Auf"-Nahme.
Anders ist das bei der österreichischen Firma AKG, da nimmt man schon die Musik überwiegend auf - aber häufig findet man dort auch die "Ab"-Nahme. Zum Beispiel wird dort ein Flügel mit AKG-Mikrofonen abgenommen. Das liegt natürlich an den unterschiedlichen Autoren, die etwas zu Tipps und Tricks schreiben. Nicht wahr, Georg? Das ist nicht die Firma AKG.
Vielleicht gibt es ein sprachliches Nord-Süd-Gefälle.
Könnte es sein, dass eher Amateure sich zutrauen den Ton "abzunehmen", weil das Feld für das richtige "Aufnehmen" des Tons eher den gelernten Tontechnikern überlassen wird? Geht das Abnehmen leichter als das Aufnehmen?
Nur mal so einige Gedanken.
Opus 1
Die "Abnahme" einer End-Tonmischung von den Künstlern und der Plattenfirma ist wieder eine andere Sache. Oft mit Hickhack und langwieriger Neumischung verbunden. Danke Johannes.
ZitierenPost melden
Antwort#19
spielt das echt eine rolle ob man aufnimmt oder abnimmt?
wichtig ist doch nur das jeder versteht was damit gemeint ist
sonst müsste es ja auch klangtechniker heissen und nicht tontechniker
ZitierenPost melden
Antwort#20
Hallo rosa,
du meinst: "... sonst müsste es ja auch Klangtechniker heißen und nicht Tontechniker."
Wieso das denn? Der gestandene Techniker nimmt Klänge, Töne, Sprache und Geräusche auf und nimmt sie doch nicht ab.
Das Wort "abnehmen" ist irgendwie in letzter Zeit ohne Grund hinzugekommen und scheint sich auf seltsame Art weiter durch die in das Geschäft kommenden Laien deutlich zu vermehren.
Leute von Fach betrachten die "Studioaufnahmetechnik" oder die "Tonaufnahmetechnik", wie das Wort schon sagt, von der theoretischen und praktischen Aufnahmeseite. Damit ist doch alles klar.
Es ist kein Witz, das Fach mit diesem Namen kann man sogar studieren - Tonabnahmetechnik dagegen nicht.
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.