Moinsen, mich würde mal interessieren was Ihr für außergewöhnliche (!) Techniken angewandt habt um im Studio ´fette´ Gitarren aufzunehmen. Ist ein alter Hut, mir gehts nur um eine "nicht standard" Mikrofonierung. Also z.B. Grenzfläche unter die Box etc.. Wer hat gute Erfahrungen mit außergewöhnlichen Mitteln gemacht ? Gruß´, caze
Hallo caze, du suchst eine Aufnahmeart für E-Gitarre. Stelle den Gitarrenverstärker ins Klo oder ins Treppenhaus, also dort wo es schön losgeht. Dann stellst du ein Mikrofon (kann ein dynamisches sein) 10 cm vor den Lautsprecher des Verstärkers und eins um 2 bis 3 Meter weit weg. Mikrofone mit Kugelrichtcharakteristik machen sich besonders gut. Für das Raummikrofon würde ich auch ein Condenser nehmen. Drehe den Volume des Verstärkers auf bis die Scheiben klirren. Jetzt kannst du beide Signale, eins links eins und eins rechts in Stereo aufnehmen oder auch zu Mono zusammenmischen. Ein Direktsignal mit DI-Box solltest du vergessen. Dich wird der satte Klang dieser Aufnahmeeinstellung begeistern. Jojo
ich habe mal gehört das man von einem Line-Signal(Di)den Bassanteil zu dem Overdrive dazu mischt. Soll "Fetter" und "Sauberer" klingen. Habe es noch nicht getestet. Hat von euch einer sowas schon mal getestet??? Ben
Gitarren brauchen das nicht. Dafür gibts den Bass und dort macht es Sinn wenn man ihn verzerren (oder anzerren - kommt oft gut!) will. Bei Gitarre (übrigens das Aufnahmemässig unkomplzierteste Instrument) kommt es auf guten Klang aus der Box an. Der übrigens nicht total laut sein muss, sondern im Gegenteil so leise wie ohne Soundverlust möglich sein kann. Bei grossen Lautstärken dröhnen nämlich alle bekannten Boxen! Muss man den Amp aufreissen, dass er klingt, muss man halt einen Kompromiss suchen. Übrigens ist die Einbildung nur ein lauter Amp klinge gut auch so ein psychologischer Effekt...! Wichtig ist was raus kommt. Und wie es gespielt wird. Für ultra fetten Sound doppeln, verdreifachen, vervierfachen etc. Je mehr Gitarrenspuren desto Vorsichtiger mit Gain und Verzerrung. Auch eine angecrunchte Gitarre kann bei einer Death Metalband noch für fetten Sound und Klarheit sorgen. (Natürlich über fetten verzerrten Gitarren) Es ist eine Illusion mit _einer_ Gitarre eine Rammstein-Wand hinzubekommen. Wo die Mikros steheh ist egal. Die Mikroposition ist nur eine Art natürlicher EQ.
Hallo, nimm die Gitarre mit einem U67 in ca. 30cm Abstand zur Box ab. Das Ganze dann später nochmal als zweite Spur durch einen Oktaver laufen lassen und diese Spur etwas vorgezogen ( ca. 30ms) dazumischen. Kommt richtig gut! Andreas
Hallo ThomasT, hab ich da vielleicht was falsch verstanden: unser Bass ist zu 70% ordentlich verzerrt und ich nehme ihn grundsätzlich nie über DI auf, weil das einfach nicht gut kling. Sprich: kratzig und dünn. Hab auch noch nie gute Erfahrungen mit verzerrter Gitarre über DI gemacht. Bin ich da auf dem falschen Dampfer? Dafür ist unser Bass gebi-ampt und die entsprechenden Boxen für Tiefen und Höhen machen einen schönen Sound. Gruß Claus
Irgendwie schon (falsch verstanden). Ein wirkliches cleans Gitarrensignal unter einer verzeurrten Klampfe gemischt brint nicht. Im Gegensatz zu einem verzerrtem Bass. Der übrigens mit DI oder Inst.-Eingang am Preamp durchaus verzerrt geil klingen kann. Nix dünn. Verzerrte Gitarren klingen dagegen über DI nicht gut.