Brüel+Kjaer-Mikrofone / akustische Equalizer

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
kann mir jemand was zu B+K-Mics, speziell 4003 sagen. Lohnt die 130V-Version.
Wie ist es mit den akustischen Equalizern (Kugel, Röhren..)?
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Antwort#2
Die DPA 4006 Mikrofone mit Kugelcharakteristik mit der üblichen
Phantomspeisung würde ich bevorzugen, auch wenn Dirk F hier schon
gesagt hat, dass aus Prestige-Gründen einige holländische
Klassikfirmen auf die 130 Volt Sonderversion schwören.
Das ist eher eine Masche. Es gibt keinen zwingenden Grund für die
höhere Phantomspeisung von 130V für angeblich mehr "Headroom".
Unpraktisch ist die Sonderkabelverbindung mit den 4 Pin-Steckern
vom Mikrofon zum extra Netzgerät, das 230 Volt Netzspannung braucht.
Gruß
Didi
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Antwort#3
Hallo Michael,
zu den Aufsteckkugeln gibt es keine einhellige Meinung. Es ist ein Leichtes, elektrisch mit den Mischpult-EQs eine fehlende Höhenanhebung einzustellen. Dazu braucht man keine akustisch wirkenden Druckstaukugeln für eine Höhenanhebung. Wenn unklar - nachfragen.
Was aber unschöner ist, wenn zwei nach außen gewinkelte (!) AB-Mikrofone mit Kugelrichtcharakteristik (mit oder ohne Zusatzaufsteckkugel)genommen werden. Dadurch werden Spektraldifferenzen von den Mikrofonen erzeugt, die am Schallort der Mikrofone nicht vorhanden sind. So etwas gehört nicht in die Lautsprechersignale, es sei denn als Sondereffekt. Zum Hauptmikrofon in Laufzeit-Stereofonie gehören parallel ausgerichtete Mikrofone.
Siehe:
"Gedankenlose Laufzeit-Mikrofonaufstellungen":
http://www.sengpielaudio.com/GedankenloseLaufzeitMikrofonaufstellungen.pdf
"Äquivalenz-Stereofonie mit Kugelmikrofonen. Was ist denn das?":
http://www.sengpielaudio.com/AequivalenzStereofonieMitKugeln.pdf
Und besonders dieses Blatt sollte man verstehen. Wenn nicht - nachfragen.
"Frequenzabhängige und frequenzunabhängige Pegeldifferenzen":
http://www.sengpielaudio.com/FrequenzabhUndUnabhPegel.pdf
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com



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Antwort#4
Hallo Didi,
da hast Du mich leider falsch zitiert. Ich habe immer darauf hingewiesen, dass die 4003 auch mit z.B. 60V zu betreiben sind, denn die 130V sind nicht unbedingt nötig.
Daneben fehlt im Impedanzwandler des 4003 der Transformator am Ausgang, welcher beim 4006 schon vorhanden ist (früher konnte man 2 Versionen des 4006 bestellen: mit und ohne Transf.).
Hörbare Unterschiede sind deutlich wahrnehmbar, und liegen sehr wahrscheinlich am unterschiedlichen Design des Vorverstärkers, da ja die Kapseln identisch sind.
Gr.
Dirk
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Antwort#5
Hallo,
So etwas gehört nicht in die Lautsprechersignale, es sei denn als Sondereffekt. Zum Hauptmikrofon in Laufzeit-Stereofonie gehören parallel ausgerichtete Mikrofone.
Das mag von der Definition der Laufzeitstereophonie her zwar stimmen, bloss erweist sich doch das Ausrichten von Druckmikrofonen in der Praxis als sehr hilfreich, ein bestimmtes Klangbild zu erreichen. Auch und gerade die APE's von B&K können da eine praktische Unterstützung sein.
Ich kann mich nicht erinnern, je eine Aufnahme gemacht zu haben mit einem AB-Hauptmikrofon, bei dem ich nicht mit leicht oder mehr nach aussen gerichteten Mikrof. gearbeitet habe.
Gruss,
Dirk
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Antwort#6
Hallo Dirk F,
wenn das Erzeugen von unnatürlichen nicht am Aufnahmeort vorhandenen größeren Pegeldifferenzen bei hohen Frequenzen und weniger Pegeldifferenzen bei tiefen Frequenzen (Spektraldifferenzen), deiner Vorstellung entspricht, dann ist das voll in Ordnung. Das führt immer auf der Stereo-Lautsprecherbasis zum Ansammeln der hohen Frequenzen ping-pong-artig aus der Richtung L und R der Lautsprecher und zum Zusammendrängen der tiefen Frequenzen im Center C zwischen beiden Lautsprechern.
Siehe:
"Frequenzabhängige Hörereignisrichtung bei Stereo-Lautsprecherlokalisation":
http://www.sengpielaudio.com/FrequenzabhHoerereignisrichtung.pdf
Und auch:
"Lokalisationsschärfe der Hörereignisse auf der Lautsprecherbasis bei verschiedenen Stereofonie-Aufnahmeverfahren":
http://www.sengpielaudio.com/Lokalisationsschaerfe.pdf
Wenn man Aufnahmen in AB-Laufzeitstereofonie (Mikrofonbasis unter 1 m) anstrebt, dann sollten die Mikrofone parallel ausgerichtet werden, um den unschönen Effekt der in die Lautsprecher drängenden Höhen und die im Center sammelnden Tiefen nicht noch unnötig zu verstärken.
Wenn man das nicht anstrebt oder wenn man das nicht hört, dann kann man doch einfach machen, was man möchte. So ist das doch in unserer Tonaufnahmetechnik. Man kann Defekte in der Aufnahmetechnik vermeiden, verringern oder gerade extra als Effekt herauskehren. Wichtig ist, sein Wissen darüber geplant und wirkungsvoll einzusetzen.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com


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Antwort#7
(früher konnte man 2 Versionen des 4006 bestellen: mit und ohne Transf.).
Kann man auch heute noch, resp. kann man ganz einfach und vglsweise preiswert die Verstärkerplatine des 4006 gegen die eines 4011 austauschen ( um die 240 Euro)...
Des weiteren gibt es eine Spezialversion, 4006AE, die eine spez. selektierte Kapsel und einen speziellen trafolosen Verstärker hat. Nachteil bei der 4006AE: Grid ist fix drauf und kann auch nicht z.b. gegen Nosecone ausgetauscht werden, dafür ist die Kapsel vergoldet...
Liebe Grüße
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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