Monitore Tipps (Live gemischt)

Erstellt 17 Antworten18 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Forum,
kann mir mal jemand erklären, wie es sein kann, daß es Menschen gibt, die sich das Billigste vom Billigsten holen, und dann auch noch das meckern anfangen, wenn's nicht hinhaut?
Aber zum Thema: Ich hatte eben gestern unheimliche Probleme mit dem Monitormix. Und ich hätte gerne Eure Hilfe. Ich suche gute Monitore, am liebsten Aktiv, für kleinere Auftritte (20 - 2000 Personen). Ich hatte die Dynacord AM 12, und war eigendlich zufrieden mit den Teilen. Hat jemand noch Tipps, die ich mal ausprobieren sollte?
Grüße
Daniel
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hallo Daniel,
"Wie kann es sein, dass es Menschen gibt, die sich das Billigste vom
Billigsten holen, und dann auch noch das Meckern anfangen, wenn's nicht
hinhaut."
Schön ist deine Feststellung, denn das ist doch so die Regel in unserem Leben.
Darum sollte man vorsichtig sein, wenn die "Abstriche" zu groß gemacht werden.
*Unter* einem gewissen technischem Einsatz wird eine Sache eben nicht wirklich gelingen und man ist dann immer der Dumme.
Fazit: Man muss auch "nein" sagen können!
Gruß
Vilko
ZitierenPost melden
Antwort#3
Tja, so isses.
Ich hatte mich mal überredenlassen lassen (aus Kostengründen), ein Hörspiel nicht in dem Studio aufzunehmen, in dem ich angestellt bin, sondern im Wohnzimmer des Kunden.
Da muss man dann eben durch. Der Klang ist schön topfiges Wohnzimmer, trotz Bettlakenspannen. Aber ärgerlich ist der Raumklang bei den "Außenszenen" ganz besonders.
Das war mir für immer eine Lehre und ich habe mich darauf hin nie wieder auf so ein Billig-Billig-Abenteuer eingelassen.
Natürlich kam dann auch die Reaktion des Kunden nach besserem Klang, der ja *so* nicht hinnehmbar sei.
Darum Freunde, Vorsicht!
Wehret den Anfängen.
ZitierenPost melden
Antwort#4
Hallo Daniel,
deiner Beschreibung nach handelt es sich um die Abteilung Live-Beschallung, großer oder kleiner Rock`n Roll? Hauptproblematik war wohl Rückkopplung?
Leider sind deine Angaben etwas spärlich, ich werde es trotzdem versuchen:
1. Vor den guten Monitorboxen steht die Auswahl geeigneter Mikrofone um die Rückkopplungsempfindlichkeit auf ein Minimumm zu beschränken.
2. Üblicherweise sollte ein EQ im Monitorweg benutzt werden, damit kannst du meist 2 bis 4 der ekelhaftesten Kopplungen abmindern. "Feedbackdestroyer" kannst du meistens vergessen, kauf dir davon lieber ein gutes Mikro.
3. Jetzt kommen die guten Monitore ins Spiel. Aktiv muß nicht gleichgesetzt werden mit "besser". Hier ist vor allem Rückkopplungssicherheit gefragt. Zusätzlich soll der Monitor dafür sorgen dass sich Sänger und andere Musiker deutlich hören. HiFi-Sound muß nicht unbedingt sein. Manchmal bist du mit einer "Mittenqäke" besser bedient als mit der schönsten Aktivbox. Kleiner Tip: Nierenmikro= 1 Monitor direkt hinter dem Mikro
Supernieren-Mikro = 2 Monitore ca. 60° Ausrichtung "neben" dem Mikro (siehe Richtdiagramme deiner Mikro`s)
4. Du wirst noch einige solcher Veranstaltungen erleben (müssen). Wir alle haben "klein" angefangen. Viele von uns sind auch "klein" geblieben, haben aber umfangreiche Erfahrung.
Viel Spaß bei den "Feedback-Party`s"!!
M. Hein
ZitierenPost melden
Antwort#5
Hi,
ich hab auch gesagt, wenn der gute Mann sich weiterhin so geizig zeigt, dann mach ich das auch nicht mehr. Es war was kleines. Erwartet hat er ca. 300 Gäste (etwa 80 waren dann da). Licht-Traversen mit insgesamt 20 kW Leistung, und dann eine kleine Entertainer Anlage vorne raus (was ja theoretisch auch reicht).
Nur leider waren die Monitore ohne EQ ansteuerbar.
Grüße
Daniel
ZitierenPost melden
Antwort#6
Hi,
deiner Beschreibung nach handelt es sich um die Abteilung Live-Beschallung,
großer oder kleiner Rock`n Roll? Hauptproblematik war wohl Rückkopplung?
1. Vor den guten Monitorboxen steht die Auswahl geeigneter Mikrofone um die >Rückkopplungsempfindlichkeit auf ein Minimumm zu beschränken.
2. Üblicherweise sollte ein EQ im Monitorweg benutzt werden, damit kannst du >meist 2 bis 4 der ekelhaftesten Kopplungen abmindern. "Feedbackdestroyer" kannst >du meistens vergessen, kauf dir davon lieber ein gutes Mikro.
3. Jetzt kommen die guten Monitore ins Spiel. Aktiv muß nicht gleichgesetzt >werden mit "besser". Hier ist vor allem Rückkopplungssicherheit gefragt. >Zusätzlich soll der Monitor dafür sorgen dass sich Sänger und andere Musiker >deutlich hören. HiFi-Sound muß nicht unbedingt sein. Manchmal bist du mit einer >"Mittenqäke" besser bedient als mit der schönsten Aktivbox. Kleiner Tip: >Nierenmikro= 1 Monitor direkt hinter dem Mikro
Supernieren-Mikro = 2 Monitore ca. 60° Ausrichtung "neben" dem Mikro (siehe >Richtdiagramme deiner Mikro`s)
4. Du wirst noch einige solcher Veranstaltungen erleben (müssen). Wir alle haben >"klein" angefangen. Viele von uns sind auch "klein" geblieben, haben aber >umfangreiche Erfahrung.
Jawohl.

Es waren ein Shure SM58 (wireless) und eines mit Kabel. Wie gesagt, mit den Dynacords hatte ich da keine Probleme

absolut, oder einen besseren Monitor

Ich nehme Aktive, weil es weniger Arbeit macht. Und bei den etwas besseren ist ja wenigstens eine Dreibandregelung drin. Nur gestern hatte ich eben garkeine.

Ich hoffe doch, daß ich diese Erfahrung auch bekomme ;-)

Grüße
Daniel
ZitierenPost melden
Antwort#7
Servus,
M. Hein schrieb:
Nierenmikro= 1 Monitor direkt hinter dem Mikro
Supernieren-Mikro = 2 Monitore ca. 60° Ausrichtung
"neben" dem Mikro (siehe Richtdiagramme deiner
Mikro`s)
Mikro`s
und sagt da was Wichtiges. Gerade im Anfängerbereich, wenn man halt eine Band gründet ... wird darauf oft gar nicht geachtet. Glücklicherweise ist gerade da das SM58 weit verbreitet und vielleicht auch deshalb so beliebt:
Weil man ja denkt, genau "hinter" dem Mikro sei es am unempfindlichsten, stehen die Monitore*) genau da. Außerdem sind die Bühnen zu Beginn einer Bandkarriere normalerweise nicht gerade groß, so daß auch das Platzangebot diese Aufstellung vorschreibt. Peinlich allerdings, wenn man ein besonders gutes Mikro kaufen will, und denkt, Hyperniere sei "besser" als eben bloß "nur" Niere ...
Und noch was kann ich mir (zu so später/früher Tageszeit) nicht verkneifen:
Nicht nur, daß Apostroph-s bei der Mehrzahl (der im Deutschen eingesetzten Fälle) _völlig_ verkehrt ist, >`< das ist auch gar kein Apostroph!
redi,
der die URL der Apostroph-Hass-Seite kennt. ;-)
*) Da wäre es doch mal zu überlegen, Hypernieren zu nehmen, und die Monitore _zwischen_ die Mikros zu stellen: ein Monitor für 2 Performer (wie man heute dazu sagt). Die Abstrahlrichtung der Lautsprecher ist dann zwar nicht ideal, man braucht aber nur halb soviel. Wie's dann allerdings mit der Bühnenlautstärke ausschaut?
ZitierenPost melden
Antwort#8
Hi,
es war eine kleine Bühne, und die Monitore standen nicht genau hinder den Mikros. Es waren drei wege Monitore. Ich wollte den Hoch- und Mitteltöner mit irgendetwas abdecken, aber dann kam die Meldung: "Ich hör ja nix mehr..."
Grüße
Daniel
ZitierenPost melden
Antwort#9
Wie man mit dem Trend "immer billiger" am besten umgeht, kann ich dir auch nicht sagen.
Helfen kann ich dir aber wohl bei der Suche nach geeigneten Aktiv-Monitoren. Versuch einmal, dir die KME-Modelle FM 1152 oder auch den kleinen Bruder FM 1122 anzuschauen. Meine Empfehlung.
Du hast die Klangregelung angesprochen, die einige Aktiv-Monitore bieten. Lass diese immer auf linear stehen, da mit diesen EQs aufgrund ihrer Breitbandigkeit keine Steigerung der Feedbacksicherheit erzielt werden kann, ohne den Sound grundsätzlich (oftmals negativ) zu beeinflussen. Für den Alleinunterhalter sicher okay, für Stage-Monitoring: Finger weg.
Herr der Lage wirst du garantiert mit einem Vollparamterik-EQ deiner Wahl.
Selbstredend sind Richtcharakteristiken der verwendeten Mikrofone zu beachten.
Da jemand die Thematik Feedback-Destroyer ansprach: DBX hat ein neues System namens "AFS" (Advanced Feedback Suppression) in der Driverack-Familie, im iEQ sowie der neuen Zone-Pro-Reihe eingeführt. Eine Standalone-Version ist auch erhältlich.
Zumindest bei der Produktvorstellung hinterließ das System einen überzeugenden Eindruck und gerade der EQ ist für dich evtl. einen Blick wert.
Grüße, Christian
ZitierenPost melden
Antwort#10
Hallo Redi,
du hast mich voll erwischt. Das mit Apostroph ist mir noch nie aufgefallen!!!
Ich werde versuchen, mich zu bessern.
Gruß
M. Hein
ZitierenPost melden
Antwort#11
Bitte was hat die größe des publikums mit dem monitor zu tun ?
mfg
sascha
ZitierenPost melden
Antwort#12
Bitte was hat die Größe des Publikums mit dem Monitor zu tun?
Eine ganze Menge!
Kleines Publikum (Hochzeitsveranstaltung) = Kleine Einspiel- und Beschallungs-Monitore.
Großes Publikum (Aktionärsversammlung) = Große, viele und leistungsstarke Einspiel- und Beschallungs-Monitore.
Monitore sind nicht nur dazu da, dem Sänger auf der Bühne seine eigene Stimme wirksam hörbar zu machen oder die Mikrofonmischung der Tonaufnahme im Regieraum über Monitore klangrichtig abzumischen.
Jedi
ZitierenPost melden
Antwort#13
Parametrischer EQ im Monitor mag ja für Festinstallationen noch angehen, aber ansonsten würd ich da ungern auf einen grafischen Terzband-EQ verzichten. Selbst mit Analyzer dauert die "Aux aufdrehen - fiiep - 4k runter, Aux lauter - fiiep - 8k runter, Aux lauter - fffiep - 400 Hz runter, Aux fast auf Anschlag - "sag mal was - whoa ist das laut" -Nummer bei einem parametrischen EQ einfach zu lange. Bei einer T.C. EQ Station mit der dazugehörigen Fernbedienung (lechz) sieht das vielleicht anders aus, aber ansonsten seh ich am Monitorplatz selbst einen Alesis MEQ 230 lieber als etwa nen Manley Massive Passive (überspitzt gesagt...)
ZitierenPost melden
Antwort#15
Hi,
okay, ich hätte vielleicht doch die Bühnenmaße angeben sollen...
Mein Fehler
Grüße
Daniel
ZitierenPost melden
Antwort#16
ups, wo bin ich hier bloß gelandet ?
scheint ja doch eher ein hobby-forum zu sein.
sorry.
ZitierenPost melden
Antwort#17
Nu mal langsam...abgesehen daß natürlich niemand unfehlbar ist und auch hier gelegentlich Unsinn gepostet wird wirst in kaum einem anderen relativ kleinen Forum wie diesem eine solche Dichte an anerkannten Fachleuten in der Liga von Eberhard Sengpiel oder Rainer Gutberlet antreffen. Die legen aber auch Wert darauf wirklich kompetent antworten zu können und brauchen dazu eine entsprechend konkrete und ausführlich beschriebene Problemstellung.
Ansonsten gibts noch www.paforum.de, wo die "schweren Jungs" aus der hell&laut-Fraktion zuhause sind. Die wissen auch wovon sie reden, es herrscht allerdings auch mal ein etwas rauherer Ton, und bedingt durch die Größe des Forums gibts relativ viele 15-jährige Hobby-DJ's die mangels Grundlagen immer wieder die gleichen Fragen stellen. Schreib einfach was du wissen willst, und es wird sich die Antwort finden. Bestimmt.
Stefan (der in beiden Foren sehr viel gelernt hat)
ZitierenPost melden
Antwort#18
jaja, ist ja schon gut.
ich bin ja froh, daß es solche foren gibt.
ich war halt überrascht, was hier für fragen gestellt werden(was ja absolut in ordnung ist)
aber wie diese fragen beantwortet werden..... respekt
ich bin durch ein bischen rumsurfen auf dieses forum gestossen, und habe mich mal umgeschaut.
aber wie du sagt, du selbst hättest viel gelernt.... sorry, vieleicht habe bei den falschen diskussionen reingeschnuppert.
nur, wenn ich so einen quatsch meinen schülern erzähle, lachen die mich aus.
also noch mal:
nichts für ungut.
kannst mich ja bei einer anderen frage mal direkt anschreiben.
ich beantworte auch online fragen( viele meiner schüler schreiben fast täglich)
mfg
Sascha
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.