WordClock - Spezifikationen der Hersteller

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Moin,
ich denke zur Zeit recht heftig über eine Umstellung analog -> digital nach. Mein Mackie fängt nach 6 Jahren das Spinnen (Aussetzer) an. Ich habe mich (fast) für ein Tascam DM-24 entschieden. In diesem Kontext habe ich mich auch mal mit der Synchronisation/Timing/Wordclock befasst, da ich doch schon eine ganze Menge digitale Geräte habe, die dann auch zusammenspielen sollten. Es scheint sehr viel Sinn zu machen, eine stabile "Houseclock" einzusetzen.
Soweit ich feststellen konnte, werben viele Hersteller mit der Wordclock fähigkeit ihrer Geräte, insbesondere mit der Möglichkeit, diese als Master einzusetzen. Schaut man sich jedoch die Spezifikationen genauer an, gibt es wenig Weizen, aber viel Spreu. Die meisten Hersteller wagen es anscheinend nicht, ihre Wordclock Ausgänge zu spezifizieren oder verstecken ihre Angaben so gut es eben geht.
Meine Resultate:
Rosendahl: +/- 5ppm Abweichung, Jitter < 10 Picosekunden
Mutec: +/- 1ppm Abweichung, Jitter < 100 Picosekunden
RME Wordclock Modul: Jitter < 2.5 Nanosekunden
Apogee Big Ben: keine Angaben gefunden
Swissonic: Abweichung 1-2 ppm, Jitter Keine Angaben gefunden
Studer D19: Abweichung 1 ppm, Jitter keine Angaben gefunden
Drawmer: Abweichung 1 ppm, Jitter: Phase noise -130 dBc/Hz @ 1kHz
Lucid: keine Angaben gefunden
Aardvark: Keine Angaben gefunden
Motu Timepiece : Keine Angaben gefunden.
Allerdings gibt es sogar Hersteller, wie z.B. Rosendahl, die sogar Angaben über die Alterung d.h. Abweichung/Jahr machen.
Ich möchte hier keine Aussage über die Qualität der einzelnen Geräte machen sondern vielleicht den Kolleg(inn)en, die ähnliche Überlegungen anstellen ein wenig Arbeit ersparen.
viele Grüsse
GerhardS
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Antwort#2
Hallo Gerhard!
Ich hab grade deinen Thread gelesen und da ich in Zukunft wahrscheinlich mit einem DM 24 in Verbindung mit einer RME HDSP 9652 arbeiten will hab ich mich nun gefragt in wie weit die Synchronisation zwischen den beiden stimmmt.
Auf der Tascam Seite habe ich folgende Angaben gefunden...
Sowohl der In als auch der Through/Out sind BNC.
Die RME Seite stellt keine Information über die Art der Clock zur Verfügung...
Lediglich das sie als Slave so wie als Master fungieren kann und durch abtasten aller digitalen Eingänge ständig autonom die Synchronisation sicher stellt.
Da ich nicht wirklich Ahnung habe was das heißt wollte ich mal fragen ob du vielleicht weißt in wie weit die beiden kompatibel sind. Danke und Gruß aus Köln,
Dirk
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Antwort#3
Ups, auf der RME Seite steht das der WordClock In Out auf dem mitgelieferten Expansion Board ebenfalls BNC ist. Damit sollte die Synchronisation beider Geräte doch gewährleistet sein oder? Noch ein Gruß aus Köln.
Dirk
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Antwort#4
Hallo Dirk,
dass die Geräte miteinander können, steht wohl ausser Zweifel, da sowohl AES als auch SPDIF die Clock quasi im Signal mitführen. Du gewinnst jedoch deutlich (und auch deutlich hörbar) an Qualität, wenn du im digitalen Studio eine stabile "Houseclock" hast. Im einfachsten Fall kann das DM-24 dies übernehmen - es wird also "Master"
Dies ist alles kein Problem wenn es nur eine Quelle und eine Senke gibt, wenn also nur zwei Geräte miteinander kommunizieren. Sobald aber mehrere Geräte miteinander reden müssen und jeder seinen eigenen Takt vorgibt, kannst du mit Sicherheit Probleme erwarten.
Einer der wichtigsten Parameter hierbei ist der Jitter Wert. Du kannst Jitter als eine Art Gleichlaufschwankung betrachten, der sich beim Durchlaufen des Signal durch mehrere Geräte deutlich hörbar bemerkbar macht, da jedes Gerät wieder Jitter hinzufügt und dadurch das Endresultat entsprechend aussieht.
Kritisch wird das Ganze, wenn auch noch Zuspieler aus der Consumer Liga mit ins Rennen kommen (z.B DAT, CD Player o.Ä) da hier die ausgegebene Clock (im Signal) weder lang- noch kurzzeitstabil ist.
Ich habe mich daher dazu entschlossen, meine "Consumer" Zuspieler über ein "Smart Merge" von Mutec einzubinden. Smart Merge hat allerdings keinen eigenen Clock Generator und wird daher (wie auch das Pult und alle Wordclockfähigen Geräte) von einem Rosendahl Nanoclocks gespeist. Das Rosendahl Gerät hat einen ausgezeichneten Jitte Wert (
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Antwort#5
Hallo Dirk,
BNC ist nicht gleich BNC !! Die meisten BNC Kabel, die du irgendwo kaufen kannst kommen aus der Messtechnik und basieren auf RG58U Kabel = 50 Ohm !!!
Achte darauf dass du RG59U Kabel mit 75 Ohm Wellenwiderstand einsetzt. In jedem Fall muss die Wordclock sa:-)uber (musste ich so schreiben, da dass Forum die drei Buchstabe s a u hintereinander nicht mag !) terminiert werden. Falsche Kabel und/oder falsche Terminierung können Reflektionen verursachen und es kann dir passieren, dass ein Gerät plötzlich auf die Reflektion triggert und nicht mehr auf deine Wordclock.
mfg
GerhardS
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Antwort#6
Hallo Gerhard!
Danke für den Tip mit dem Kabel. Ich hab hier auch schon so einige Sachen anders ausdrücken müssen als ich wollte...;-) Eine Frage hätte ich allerdings da noch zur Terminierung, ist das eine automatische Abstimmung der beiden oder muss man die Terminierung manuell am Master oder sogar an beiden Geräten vornehmen? Danke und Gruß aus Köln.
Dirk
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Antwort#7
Hallo Dirk,
Sorry, dass ich nicht früher antworte. Ich habe heute mein DM-24 in Betrieb genommen. Nun zu deiner Frage:
Die Terminierung wird immer am LETZTEN Gerät in der Kette vorgenommen.
Wenn du also vom "Master" über "A" nach "B" gehst, dann darf NUR "B" terminieren.
mfg
GerhardS
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