Bassgitarren-Spur "entbrummen"

Erstellt 15 Antworten16 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo -
vielleicht hat jemand hier einen Tip, wie ich elegant den Brumm (Netzbrumm) auf meiner aufgenommenen Bassgitarrenspur nachträglich wegkriege.
Ja, ich weiß, da haben wir (Rocktrio - Aufnahmen im Proberaum)uns-auber gearbeitet. Ja, wahrscheinlich muß der Basser die Spur einfach nochmal einspielen, aber vielleicht geht's ja auch anders?
Falls das mit einem PC-Programm geht, müte ich ja den Track als .wav von meinem Digitalrecorder (Yamaha AW16G) exportieren, am PC bearbeiten, und wieder zurückexportieren.
Dazu gleich noch o.T.: sind die Spuren dann wieder absolut synchron, oder gibt's dann auch trotz digital kleine Laufzeitschwankungen?
Danke für Tips.
Michael
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Antwort#2
hi
einfach mit einer x-belibigen audiosoftware, bei der dir ein eq zur verfügung steht, bei 50Hz absenken (möglichst schmalbandig - großer Q-wert). zb. in wavelab.
da ja alles immer digital bleibt, dürfte es keine synchronitätsprobleme geben.
m.
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Antwort#3
Danke -
EQ ja klar, hab ja auf der AW16G 4 parametrische pro Spur, 50 Hz hab ich noch nicht probiert (andere schon); hoffe, die eine Frequenz reicht.
Michael
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Antwort#4
Für breitbandige aber stabile Störspektren gibts spezielle Filter, die das Störgeräusch analysieren (in einem Moment wo nix gespielt wird).
shareware (goldwave v5.06) unter:
www.goldwave.com
schöne Grüße
Opi
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Antwort#5
Danke für die Tips.
Ja, dann muß ich also die wav-Datei (den Track)zwecks Filterung zum PC und wieder zurück spielen.
Krieg ich das dann wieder mit den anderen Tracks synchron (deckungsgleicher Anfang/Referenzpunkt natürlich vorausgesetzt) ?
Oder gibts auch bei digital Laufzeitschwankungen?
Michael
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Antwort#6
Anderer Tipp:
Wenn der Bassamp mit gleichem Brummen noch zur Verfügung steht: Brummen auf Extraspur aufzeichnen und Phasenverkehrt mit Originalspur mischen. Wichtig ist dabei, daß
1. die zeitl. Synchronisation perfekt ist,
2. die Lautstärke des Brummens identisch geregelt wird.
Das Ergebnis spricht für sich. Nachträgliches "Rumpfuschen" mit EQ o.ä. macht zuviel kaputt.
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Antwort#7
Servuis,
Michael schrieb:
50 Hz hab ich noch nicht probiert (andere schon);
hoffe, die eine Frequenz reicht.
Na, das wird nicht genügen - wenn's soo einfach wär, wär's einfach ...
Aber ebs hat dazu mal einen interessanten Thread angeleiert:
http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/14940.htm
Berichte doch bitte auch von Deinen Ergebnissen.
redi


Hier steht's
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Antwort#8
wenn sich Länge und Samplerate des Wav.files nicht ändert und das Aufnahme-Tool Im- und Export von Wav-files zulässt, gibt es keine Synchronprobleme.
Wirklich sauber wird die Spur kaum werden.
Du musst es ausprobieren.
Gruß
Opi
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Antwort#9
Hallo Andreas,
ich war bislang der Meinung, dass sich sowohl elektromagnetische als auch elektrostatische Einstreuungen ständig ändern. "Brummen" ist nach meinen Erfahrungen weder zeit-, frequenz noch phasenstabil. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass die erneute Aufnahme des "immer noch brummenden" Amps reicht, um das zunächst aufgenommene Brummen über eine Phasenumkehr "auszulöschen".
Deshalb meine Frage: Wie hast Du das gemacht und welcher Erfolg hat sich eingestellt?
Viele Grüße
Wolfgang
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Antwort#10
1. Ein nachträglich aufgenommenes Verstärkerbrummen wird niemals phasenstarr zum originalen Brummsignal in Gegenphase hörbar wirksam zum Auslöschen hinzugemischt werden können.
2. Der typische laienhafte Glaube, die hörbare Netzfrequenz sei ganz sicher bei 50 Hz, ist falsch. Du wirst mit steilflankigen Notchfiltern weder bei 50 Hz noch bei 100 Hz etwas von der Störung wegbekommen können. Üblicherweise liegen die Störfrequenzen bei 150 (!) Hz und höher.
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Antwort#11
Ich habe die zweite Spur in gleicher Einstellung aufgenommen. Das Set stand immer noch gleich und es hatte sich, weil nur wenige Stunden später, nichts verändert. Statisches Rauschen war nicht das Problem, wohl aber ein definiertes gleichmäßiges Brummen, das erst gegen Ende der Aufnahme plötzlich anfing.
Die Aufnahme erfolgte über Adat, dazugemischt mit Tripledat. Hier konnte ich samplegenau schneiden, bis die Sinuskurven genau übereinanderlagen.
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Antwort#12
Hallo Andreas,
Die Aufnahme erfolgte über Adat, dazugemischt mit Tripledat.
Hier konnte ich samplegenau schneiden, bis die Sinuskurven
genau übereinanderlagen.
Jetzt wird es doch spannend. Ließ sich denn der Brumm damit schön auslöschen?
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Antwort#13
Hallo Michael,
soll es gut werden hilft nur eins: Neu aufnehmen! Das gibt Übung und beim nächsten Aufnahmetermin passiert dieser Fehler nicht noch einmal.
Die Nachbearbeitung am PC dürfte erheblich aufwendiger sein als Neuaufnahme.
Selbst wenn du eine Software hast die einen "Noise-Print" als Referenz aufnehmen kann, dürften sich nicht alle Artefakte des Netzstörgeräusches wegfiltern lassen.
Gruß
M. Hein
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Antwort#14
Leider ließ sich der Brumm nicht völlig auslöschen, aber soweit reduzieren, daß er im Gesamtmix nicht mehr wahrnehmbar war.
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Antwort#15
Hallo,
kommt auf die Art des Brummens an. Hört es sich tieffrequent an? Ist es ein reiner Sinus? Oder ist es ein helleres Brummen, mit viel Phasenschmutz, z.B. von einem Dimmer?
Bei letzterem könnte ein Noisegate helfen ...
Zumindest in der Form, daß es im Gesamtmix nicht mehr hörbar ist.
Ansonsten mehrere Filter bei f0, f1, f2,
also bei 50, 100, 150 Hz.
Aber nicht zuviel wegnehmen, 12 dB reichen.
Hängt natürlich von der Stärke des Brummens ab.
Gegen "neu einspielen" verwehre ich mich.
Da geht viel vom Groove kaputt. Der Musiker wird viel zu verkrampft sein, und es hört sich steril an.
(Ausnahme: wenn es ein Profimusiker ist, gelten andere Maßstäbe)
Viele Grüße
Frank
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Antwort#16
Danke nochmal für die Tips -
ich hab das Problem jetzt gelöst, und zwar mittels
meines einfachen Restaurationsprogrammes MAGIX CLEANING LAB -
dort gibt's auch die Funktion des Audio-Fingerabdruck-Nehmens "Noiseprint"(vom reinen Brummen), und dann rausrechnen.
Hat recht gut funktioniert.
Das rauszu-EQ-en wär wohl nich so gut gegangen, hätte auch zuviel Klang weggenommen (da der Brumm ja in den bassgitarrenrelevanten Frequenzen war.)
Zum Glück klingt unser Bass auch eher "alt" (Oldtime-Rock), so fallen im Mix eigentlich keine Artefakte oder so auf.
So, das soll für den Bass jetzt gut sein, muß ja noch abmischen.
Ciao
Michael
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