Hallo Gergin B-Audio,
Jörg Wutte sagt bestimmt nicht, dass 600 Ohm die "Mindestabschlussimpedanz" für Mikrofone sei. 600 Ohm gehören nicht als Last an 200 Ohm-Mikrofone.
Im Posting
http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/28824.htm steht gut übersetzt der Text von Ted Fletcher. Zusammengefasst:
Der "CurrentSense" CS (Strom-Fühler) Mikrofonvorverstärker arbeitet nach einem völlig andersartigen Konzept. Er nimmt das eingehende Signal wahr und nutzt dieses um daraus das verstärkte Signal zu erzeugen. Man nutzt ein physikalisches Gesetz, bei dem die Summe der "Ströme" in einem Teil einer Schaltung der Summe der "Ströme" in jedem anderen Teil der Schaltung nach den Kirchhoffschen Regeln gleich ist. Daraus folgt, dass jede "Energie", die das Mikrofon erzeugt, ganz genau der "Energie" im Vorverstärker angepasst ist.
Wir verwenden einen Mikrofonvorverstärker mit "niedriger" (wie niedrig denn?)Eingangsimpedanz, um die wahrgenommene Spannung niedrig zu halten (weil dieses von unserem Vorverstärker nicht beachtet wird). Der durch das Mikrofon erzeugte "Strom" wird dem "Strom" gleichen, der vom Mikrofonvorverstärker wahrgenommen wird. Es ist ganz egal, welche Impedanz nun das Mikrofon hat, das du anschließt. Der Frequenzgang wird nicht beeinflusst, weil eben Mikrofonanpassung kein Thema mehr ist. Der Vorverstärker schaut auf den "Stromfluss", der nach der Definition genau mit dem innerhalb des Mikrofons übereinstimmt.
Erweiterter Frequenzgang, nach oben und nach unten. Ein ebenerer Frequenzgang kann von allen Mikrofonarten erwartet werden. Also jedes Mikrofon kann verwendet werden, ohne Impendanzkorrekturen vorzunehmen und jede Verkablung kann verwendet werden - der Kabelwiderstand und die Kabelqualität spielen keine Rolle mehr.
Hier irrt der berühmte Ted Fletcher.
Wenn er in den letzten Jahrzehnten diverse Mic-Verstärker entwickelt hat, die höhere Eingangswiderstände als 600 Ohm hatten, dann haben diese mit seiner Werbeaussage zu "CurrentSense" CS (Strom-Fühler) nichts zu tun.
Hier geht es um den Quatsch seiner "Energiefühlung".
Ein Mikrofon ist und bleibt ein Schallsensor, welcher den Schallwellen entsprechende Modulationsspannung liefert. Darum sollte der Mikrofonausgang auch nicht stärker als mit einer Eingangsimpedanz des Mikrofonverstärkers von 1000 Ohm belastet werden.