Jetzt bin ich seit gestern stolzer Besitzer eines TLM 103 und heute Nachmittag erlebte ich bereits die erste Enttaeuschung. Beim testen viel mir ein Brummgraeusch auf, welches mich an 50 Hz erinnerte ich aber bei mir an meinem "Micro"Studio vorher so noch nie wahrgenommen hatte. Nach einigem ausprobieren, konnte ich als Grund des Brummens den Flachbildschirm an meinem iMac lokalisieren. Abhaengig vom Abstand des Mikros zum Schirm, aber auch vom Winkel des Mikrokabels in der Naehe des Schirms (wirkt wohl wie eine Antenne), wurde das Brummen lauter oder leiser. Im Gegenversuch mit einem AKG C 4000 B und einem AKG C 3000 B war das Brummen nicht feststellbar. Zur Technik, ich benutze einen iMac 17''; ProTools LE 6.1.2; Digidesign Mbox; Mikrokabel BLUE "Kiwi Series": AKG C 4000 B: Neumann TLM 103 Ich mache hauptsaechlich Sprachaufmahmen fuer den Rundfunkbereich. Liegt der Fehler beim Mikofon, oder verhalten sich unterschiedliche Mikrofone tatsaechlich so verschieden gegenueber Stoerfeldern? Gruesse Joerg (der Deprimierte)
... im schlimmsten Fall mal bei Neumann in Berlin anrufen und fragen woran das liegt. Die sind normalerwiese sehr hilfsbereit, wenn man zu erkennen gibt, dass es nicht um bloßes Meckern geht. Tonmaus
Hallo, in Berlin anrufen würde ich auch vorschlagen, am besten bei Martin Schneider: 030/417724-26. Vorher würde ich aber ein anderes Kabel ausprobieren. Die Neumänner (und ich inzwischen auch) verwenden grundsätzlich ein dreiadriges Kabel mit doppelter Reusenschirmung. Hierbei wird der Massepin 1 mit einer extra Ader durchverbunden und am Schirm hängt nur das Gehäuse. Ausserdem empfiehlt es sich, bei Mikrofonkabeln mikrofonseitig in der XLR Kupplung eine Brücke zwischen das Kupplungsgehäuse und den Pin 1 zu legen. Über diese Problematik kannst Du auf der Neumann Homepage jede Menge Beiträge der Herren Peus, Schneider und Boré finden und downloaden. Gruß Martin PS: Der tools 4 music Mikrofonvergleichstest ging mit der aktuellen Ausgabe in die dritte Runde, dort ist unter 13 anderen auch das TLM 103 dabei. Unter "Mehrwert" gibt es in Bälde die Messprotokolle der aktuellen Testkandidaten (werden momentan aktualisiert).
Bitte nicht grundsätzlich Gehäuseerdung im XLR-Stecker empfehlen! Für die Bühnenpraxis ist das Unsinn und kann ganz massiv zu (Brumm-)Problemen führen. Gängige Praxis fürs XLR-Kabel ist: das Steckergehäuse wird nirgendwo angeschlossen, egal ob Männlein oder Weiblein. Mag sein, dass dieses Verfahren genau dieses Mikrofon beruhigt. Allerdings muss sich Fa. Neumann die Frage gefallen lassen, Warum diese unorthodoxe Verschaltung nicht im Mikrofon bereits realisiert wird. schöne Grüße Opi
Hallo, Wenn das Steckergehäuse elektrisch "in der Luft hängt" kommt es oftmal erst recht zu Brumm und zwar dann, wenn man das Steckergehäuse anfaßt. Auch ist es falsch, den Schirm ausschließlich auf die Stecker/kupplungsgehäuse zu legen, weil die Kontaktgabe meist nicht gut ist. Die Firma Neumann macht bei ihren Mikrofonen der Serie KM8* zwischen dem Pin 1 und Mikrofongehäuse einen 10-Ohm-Widerstand. Dadurch werden Störungen über den Schirm abgeleitet und nicht über die 0-Volt-Leitung. Wenn es bei Bühneneisätzen brummt, liegt dies oftmal an einem mangelhaftem Erdungssystem bzw. an der unsymmetrischen Signalführung. Die Mikrofone der Firma Neumann sind aber ausschließlich symmetrisch ausgeführt. Jede Abweichung von dieser Anschlußtechnik bringt die Gefahr mit sich, daß sich Störungen einstellen. Ich beschalte meine Mikrofonkabel grundsätzlich so, daß ich den Schirm sowohl auf Stecker als auch auf Kupplung lege und beidseitig mit dem 1-er Pin verbinde, da ich mit vollständiger Maschenerde arbeite. MfG Rainer
Hallo, diese Problematik wurde bereits des öfteren diskutiert. Aus diesem Grund schrieb ich definitiv "Mikrofonkabel" und nicht XLR-Kabel. Ich gehe davon aus, dass wir uns mit o.g. Problem im Studio befinden und nicht auf der Bühne. Dort kann man nämlich mit dieser Vorgehensweise schwer auf die Nase fallen, wenn man versucht z.B. bei einer DI-Box den Gruond-Lift Schalter zu betätigen. Also: Mein Tipp gilt ausschließlich für MIKROFONKABEL! Übrigens wird, wie Rainer bereits erwähnte, diese Verbindung durchaus auch innerhalb der Mikrofone gemacht, warum das in manchen Fällen nicht ausreicht, kann man ebenfalls in einem der vielen Beiträge auf der Neumann-Seite erfahren. Gruß Martin
Es wird in den meisten Geräten wie auch bei Rainer (via 10 Ohm) zwischen Gehäuse-Schirm und Audio-Erde unterschieden. Das ist mit Absicht so gemacht, um Störströme in eine bevorzugte Richtung zu treiben, statt zu versuchen, per (unperfekten) Kurzschluss Störspannungen in die Kniee zu zwingen. Verschieden belegte XLR-Kabel bergen eine hohe Verwechslungsgefahr und ermöglichen neue dubiose Brummstörungen. Deswegen habe ich mir den Hinweis erlaubt, dass ein Kabel mit durchkontaktiertem Gehäuse auf Bühnen ein (entsprechend markiertes) Ausnahmekabel bleiben soll. Auf den durch Elektrosmog relativ verseuchten Bühnen ist die Gefahr ungleich höher sich per Gehäusekontakt neue (schwer zu ortende) Potentialunterschiede und damit Brummstörungen einzufangen. Allzuleicht kommt so ein XLRGehäuse an einen Bütec-Alurahmen, der als Antenne fungiert, gegen ein Metallgehäuse auf Bühnenpotential oder ähnliches. Gegen so entstehende Knister- und Brummstörungen ist der doch relativ hochohmige Mensch eher harmlos. Ich habe das "geerdete" XLR-Gehäuse leider sehr viel häufiger als Fehlerquelle kennengelernt, denn als Segen. seid geerdet und gegrüßt! Opi