Hallo,
nachdem ich jetzt schon so viele Beiträge zum Thema man könnte doch hier oder da mit jenem oder solchem Equipment "supergeile Aufnahmen machen" gelesen habe, möchte ich euch einmal zeigen auf welch hohem Niveau ihr euch heute bewegt.
Abgebildet ist Alteisen aus dem Jahre 1957. Es handelt sich um ein mobiles, ca. 110kg schweres Analogmischpult mit 8 Eingängen und 3 Ausgängen. Mit so einem Teil wurde damals Filmton gemacht, bzw. die Nachrüstung auf "Stereo" deutet schon in Richtung "Liverecording in Stereotechnik". Als Verstärker wurden V71-Kassetten von Malottki benutzt, das ist der Vorläufer der V72-Verstärker.
Dieser schwarze Kasten oben in der Mitte ist ein "Lichtzeiger"-Aussteuerungsmesser, da tanzt ein kleiner Spiegel im Takt der Musik und reflektiert das Licht auf eine Glasskala, heute reichen 10 LEDs oder ein 3-Zeiler an Software für eine Pegelanzeige.
Die Fader sind nicht motorisiert, man muß sich jede Einstellung aufschreiben, auch der Regelweg von 130mm gibt auf Dauer Krämpfe im Handgelenk.
Es gibt noch ein "Siderack" mit einigen Filterkassetten und dem Netzteil zur Spannungsversorgung.
Wenn man sich diesen Trümmerhaufen ansieht und weiß, das dieses Zeug damals Standard für viele auch aus heutiger Sicht noch herausragende Aufnahmen war, müssen wir doch gelegentlich einmal reflektierend die Frage stellen, ob wir das moderne Digitalequipment, mit dem man alles machen kann wovon die Techniker der damaligen Zeit geträumt haben, überhaupt noch im Sinne der musikalischen Dokumentation benutzen, oder?
Gruß
M. Hein
P.S.: Dank an Eberhard Sengpiel, der mir behillich war das Bild in dieses Forum zu transportieren (ich bin dazu einfach nicht in der Lage, sorry).
nachdem ich jetzt schon so viele Beiträge zum Thema man könnte doch hier oder da mit jenem oder solchem Equipment "supergeile Aufnahmen machen" gelesen habe, möchte ich euch einmal zeigen auf welch hohem Niveau ihr euch heute bewegt.
Abgebildet ist Alteisen aus dem Jahre 1957. Es handelt sich um ein mobiles, ca. 110kg schweres Analogmischpult mit 8 Eingängen und 3 Ausgängen. Mit so einem Teil wurde damals Filmton gemacht, bzw. die Nachrüstung auf "Stereo" deutet schon in Richtung "Liverecording in Stereotechnik". Als Verstärker wurden V71-Kassetten von Malottki benutzt, das ist der Vorläufer der V72-Verstärker.
Dieser schwarze Kasten oben in der Mitte ist ein "Lichtzeiger"-Aussteuerungsmesser, da tanzt ein kleiner Spiegel im Takt der Musik und reflektiert das Licht auf eine Glasskala, heute reichen 10 LEDs oder ein 3-Zeiler an Software für eine Pegelanzeige.
Die Fader sind nicht motorisiert, man muß sich jede Einstellung aufschreiben, auch der Regelweg von 130mm gibt auf Dauer Krämpfe im Handgelenk.
Es gibt noch ein "Siderack" mit einigen Filterkassetten und dem Netzteil zur Spannungsversorgung.
Wenn man sich diesen Trümmerhaufen ansieht und weiß, das dieses Zeug damals Standard für viele auch aus heutiger Sicht noch herausragende Aufnahmen war, müssen wir doch gelegentlich einmal reflektierend die Frage stellen, ob wir das moderne Digitalequipment, mit dem man alles machen kann wovon die Techniker der damaligen Zeit geträumt haben, überhaupt noch im Sinne der musikalischen Dokumentation benutzen, oder?
Gruß
M. Hein
P.S.: Dank an Eberhard Sengpiel, der mir behillich war das Bild in dieses Forum zu transportieren (ich bin dazu einfach nicht in der Lage, sorry).
