Instrumente (insbesondere Drums) leiser machen...

Erstellt 17 Antworten18 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Forum,
welche Möglichkeiten gibt es, gerade bei den Drums und den Becken, das ganze etwas von der Lautstärke zu dämpfen? Es geht um eine Reihe von Konzerten, bei denen die Musik eher leise sein soll. Und da meiner Erfahrung nach das Schlagzeug meißt sehr laut ist, möchte ich es von der Grundlautstärke etwas dämpfen.
Grüße
Daniel
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Antwort#2
Dünnere Knüddel nehmen.
Oder - wie heissen die ? - so Stöcke die aus mehreren kleinen Stöcken zusammengesetzt sind. Oder gar Besen...
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Antwort#3
Man muss auf den Drummer einwirken, dass zum jeweiligen Song in der Lautstärke angepasst gespielt wird. Bei Studioaufnahmen hat man oft den Udo Lindenberg-Effekt. Da haucht er recht leise und heiser: "Männer umschwirr'n mich, wie Motten das Licht." Die Rockband gibt dazu unbegründet volles Rohr, weil sie ja das Playback in voller Lautstärke alleine voll durchzog.
Beim Abmischen muss wegen der Textverständlichkeit die aggressive dröhnende Band weggeregelt werden. Die Endmischung klingt dann lächerlich und man fragt sich, warum denn die Band "da hinten" so laut in einer "Grube" oder hinter dicken Vorhängen voll zuschlägt.
Wenn sie angepasst gepielt hätte, wäre es gut möglich gewesen, sie viel mehr "nach vorne" zu mischen.
Darum sollte der Tontechniker frühzeitig darauf einwirken, die Unterschiede zwischen Gesangsdynamik und Banddynamik nicht allzu groß werden zu lassen.
Hinterher ist nichts mehr zu machen.
Leiser geregelt klingt nie wie leiser gespielt.
Urs
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Antwort#4
Leiser geregelt klingt nie wie leiser gespielt.
Stimmt. Obwohl sich meist das ungekehrte Problem stellt:
leise gespieltes Schalgzeug soll laut und fett kommen.
"Kannst ja dann noch lauter machen und am EQ drehen..."
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Antwort#5
Die Becken leiser zu kriegen wenn der Drummer voll draufhaut ist wohl nicht ganz leicht zu machen.. Für Snares gibt es so viel ich weiss Dämpfungsringe die man aufs Schlagfell legt, bei Toms klebt man irgendwelche Watte oder so'n Zeug mit irgendwelchem Spezialtape (Name ist mir entfallen) aufs Schlagfell drauf. Bassdrums kann man besänftigen indem man durchs Loch im Resonanzfell ne alte Wolldecke reinpappt. Ferner kann man dem Drummer die Verwendung einer Doppelbass-fussmaschine untersagen (man kann es zumindest versuchen..) et cetera... Am besten einen erfahrenen Drummer fragen. Die weitaus grösste Lautstärkereduktion erreicht man auf jeden Fall mit der Verwendung von Besen anstelle von Sticks. Naja... wie man das einem Schlagzeuger aus einer Rock-Combo beibringen will (falls der überhaupt Besen hat) muss man selber rausfinden... ;-) Spielt sich letztlich auch gänzlich anders... Am Ende ist es vielleich doch einfacher, ans Publikum Gehörschutzpfropfen zu verteilen.
MarkB
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Antwort#6
Ich vermute du meinst Rods (pro mark, gibts in verschiedenen Ausführungen: hot, lightning, cool und thunder) bzw. rute brushes (vic firth). Es gibt viele Namen für das Ding.
lg armin
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Antwort#7
Sorry, aber ich glaube, daß wohl kein Drummer auf solche Tipps eingehen wird. Außerdem wäre der Sound ja ein komplett anderer wenn er statt mit Sticks mit Besen oder HotRods spielt. Und ein Rockdrummer will natürlich seinen Rockdrumsound und keinen Jazz-Besen-Set Sound - zurecht.
Am besten man setzt beim Instrument an: Es gibt zum Beispiel spezielle Studio HiHats.(siehe:http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-129238.html).
Die verwende ich sehr gerne, weil Sie vorzüglich klingen, aber eben nur halb so laut wie normale "Rock HiHats" . Auch sollte man das Set evtl.modifizieren,
so daß es leiser -aber natürlich noch gut- klingt. Ein guter DrumDoctor ( wie z.B.:http://www.tommyresch.de/ ) kann Dir da sicher gute Tipps geben.
Ein weiteres einfaches und sehr bewährtes Mittel sind auch die Clearsonic Plexiglasswände ( http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-154052.html ).
Einfach vor das DrumSet stellen und alles ist wesentlich leiser nach vorne raus. Alles andere ist Humbug und hilft höchstens den Drummer zu verärgern.


PowerStation
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Antwort#8
Aber dem Drummer wird man doch sagen können: "Du bist nicht allein". Du bist ein "Mitspieler". Es soll doch ein anhörbares "Gemeinschaftswerk" herauskommen.
In der Klassik ist so etwas selbstverständlich. Da wird bei einem Stück für Sänger und Klavier der Klavierspieler nie sagen "Hauptsache ich".
Der Egoismus bei Drummern tut dem "Werk" selten gut.
Micha
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Antwort#9
"Wie - mehr Dynamik? Ich kann nicht lauter!"
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Antwort#10
Das ist ja das Problem. Selbst bei dem Schlaflied: La Le Lu, nur der Mann im Mond schaut zu, gibt der Drummer volle Kante.
Er denkt nicht daran, dass das Kind doch einschlafen soll.
Also ihr Drummer, angepasst spielen.
Nicht nur immer laut ist gut!
MoinMoin
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Antwort#11
Hi Lothar,
bisher alles gute Tipps. Doch es geht hier um eine Veranstaltungsreihe, bei der die Musik eher 'leise' sein soll. Ingesamt zehn Bands an zehn Abenden. Ich dachte eher an eine Art Schaumstoff, mit dem ich die Becken dämpfen könnte.
Bei den übrigen Trommeln würd ich mit "Tape und Tempo" arbeiten.
Grüße
Daniel
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Antwort#12
Hi Micha,
ich hab soben schon erklärt. Es geht nicht um den Egoismus, sonder darum, daß es generell leise sein soll. Und die Drums sind nunmal laut.
Grüße
Daniel
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Antwort#13
Hi,
Becken abkleben? Brrrrrrrrrr. Ich glaube nicht, dass ein Drummer bereit ist, sich seine Klamotten derart totdämpfen zu lassen. Das geht vielleicht für Vollplayback, wo der Sound egal ist, Hauptsache er ist nicht zu hören. Wenn man von dem Instrument aber noch etwas hören soll ist dies IMHO nicht der richtige Weg.
Eine Möglichkeit wäre die Verwendung eines E-Drums. Mittlerweile klingen die Dinger ja ganz brauchbar, jedenfalls besser als totgeklebte Instrumente.
Vielleicht ist es ja möglich für die Dauer der Veranstaltungsreihe ein E-Set für die Bands zur Verfügung zu stellen.
gruss
joachim
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Antwort#14
Hi Joachim,
ich hab nix davon erwähnt, die Becken abkleben zu wollen. Das würd sich ja wirklich Sch... anhören (habs ja schließlich schon probiert...)
Gruß
Daniel
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Antwort#15
Hallo,
dieses Forum ist ungeeignet um das Problem zu lösen.
Geeignet dazu ist der > Gastspielvertrag.
Dort bucht man entweder Künstler, die Fähig sind leise Musik zu spielen - also
schon mal keine Rockmusik.
Oder man knebelt sie mit der Ergänzunng, leise spielen zu müssen.
Habe ich aber noch nie erlebt. Schon eher das der Veranstalter zu mir (dem Mischer) kommt und es leiser haben will (manchmal wollen sie es auch lauter haben weil laut = mehr Bierumsatz).
Ich lasse mir aber doch nicht vorschreiben wie ich zu spielen habe.
Diese ganze Diskussion über die lauten, unmusikalischen Drummer ist doch total
überflüssig. Ich bin selber ein sehr leiser Drummer. Aber ich spiele auch selten
Rockmusik. Und dann erlebe ich folgendes: Der Gitarrist / Bassist fragt mich, ob ich nicht lauter spielen könne... Ansonsten müsse er ja den Amp leiser stellen = ein Unding. Musik funktioniert da anscheinend nur durch erhöhten Schallpegel.
Abkleben, Dämpfen ist alles nonsens. Das macht man bei ungestimmten Trommeln oder um einen speziellen Sound zu erreichen. Leiser spielen ist die Devise.
Wer das nicht kann oder will, ist für eine solche Veranstaltung fehlgebucht.
Geh doch mal ins Veranstalterforum und lass Dir mal Tipps von "Professionellen"
geben...
Und: Es ist keinesfalls die Sache des V-Technikers, in den Sound einer fremden
Band reinzufuschen nur um die irrealen Vorstellungen eines (Hobby-) Veranstalters umzusetzen. Das gibt nur ganz viel Ärger. Erspar Dir das bloß!
Gruß,
Christopher


http://www.hafibeat.de
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Antwort#16
dünnere sticks klingen nur anders, aber nicht unbedingt leiser,.. ebenso hot rods, da ist zwar der anschlag nicht so hart, der gesamtsound bleibt aber laut, höchstens besen könnten hier abhilfe schaffen.
die idee mit der plexiglaswand ist gut und eigentlich üblich, wenn die drums vorne raus leise werden sollen, aber relativ teuer. ich hab übrigens nen schlagzeuger bei ner "advanced-schüler-musical" geschichte mal hinter den typischen mit teppich bespannten aufstellwänden versteckt, hat auch geholfen, obwohl ich vorher 2 std. grundsatzdiskussion führen musste, das es ums musical geht und kein drum-solo konzert ist,...
ne möglichkeit wäre auch , einfach getriggerte drums mit triggerheads ( nylonfelle) zu nehmen, da hört man nur ein minimales plöpp plöpp, sonst nix, vermutlich wirst du aber diverse schlagzeuger mit verschiedenen sets haben, wo sicher der ein oder andere gerne echten sound hat,...
ein versuch wären auch schallschluckende wände oder vorhänge um die bühne oder die drums, das könnte schon viel helfen,..
ansonsten kann ich mich nur diversen vorrednern anschliessen, gute drummer können auch leise spielen ;-)

mfg, flo


http://www.bummfilm.de
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Antwort#17
Hallo,
dazu ein lustiges Erlebnis.
Bei einer Veranstaltung wurde vom Organisator als Unterhaltungsmusik für einen
Seniorenabend eine Bigband eingeladen ca 80 Mann mit Blasinstrumenten....
Meine PA hatte ich abgeschaltet, da bei einem solchen Klangkörper keine
Lausprechen nötig sind.
Nach bereits wenigen Minuten kamen die Leute zu mir und forderten mich auf die Musik leiserzudrehen! Der Protest wurde von Minute zu Minute heftiger.
Ich sagte den Leuten, die einzige Möglichkeit wäre wohl den Musikern einem nach dem anderen "den Hals umzudrehen" dann würde es wohl klappen :-)
Es ist schlichtweg unmöglich, daß 80 Trompeten und Posaunen so leise spielen,
daß die Märsche in pianissimo verklingen.
Der Ärger war groß und die Musiker anschließend mit reichlich Bier versorgt,
leiser wurden die dadurch nicht unbedingt.
Grüße
Adi
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Antwort#18
Bei Seniorenveranstaltungen, beim Tanztee, bei Tanzstundenbällen ist eine Band immer gut beraten, extra leise anzufangen und dann bei den nächsten Serien ganz allmählich lauter zu werden. Gewöhnungseffekt. Auch Alkohol dämpft erst im Laufe der Veranstaltung das Gehör der Zuhörer. Das kann etwas kompensiert werden.
MoinMoin
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