Harddisk-Recording MOTU od. RME Hammerfall / einige Fragen

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Leute
Habe da einige Fragen zum Mehrkanal Harddisk Recording. Für unsere Band suche ich ein neu anzuschaffendes PC-basiertes Recording-System mit 10 Kanälen (wovon zwei digital) und wäre froh um Anregungen jedwelcher Art.
Zurzeit verfügen wir über ein 16/4 Mischpult und einige Outboard-Teile (Effekte, Kompressor) sowie einen hochwertigen Channelstrip für Aufnahme von akustischen Instrumenten (mit Digitalausgang) und ein paar Mics. Bis jetzt haben wir jeweils die Stereosumme ab Mischpult durch den Kompressor geschleust und dann auf ein DAT aufgenommen und möchten aber in Zukunft mehr Flexibilität bei der Nachbearbeitung, drum die Idee die einzelnen Spuren getrennt aufzunehmen. Der Kostenrahmen für das Komplettsystem ist so um 3500 Euronen rum.
Zwischenzeitlich hat sich die Auswahl mehr oder weniger auf zwei Hersteller fixiert: MOTU (Mark of the Unicorn) und RME (Hammerfall DSP). Diese Marken sind wohl recht weit verbreitet und auch ein Blick ins Forums-Archiv zeigt, dass diese Teile oft genutzt werden. Beide ins Auge gefassten Systeme (Motu 2408mk3 und RME Hammerfall HDSP Multiface) bestehten aus einer PCI-Karte und einer oder mehrerer anschliessbarer I/O-Boxen.
Der Händler im Geschäft hat mir gesagt, Motu könne bei PCs Probleme machen und sei eher für die Mac-Welt konstruiert, während Hammerfall DSP optimal für PCs ausgelegt sei und vor allem über sehr gute Treiber verfüge. Kann mir das jemand bestätigen? Bzw. kenn jemand spezifische Vor/Nachteile der beiden Systeme?
Hat jemand gute Erfahrungen mit alternativem (billigerem) Equipment gemacht (Edirol, E-mu, M-Audio?.)? Vom Delta 1010 wurde mir abgeraten, obwohl es doch so schlecht nicht sein kann?
Falls jemand Motu/RME einsetzt: Kann ich den digitalen Eingang (SPDIF) gleichzeitig mit den 8 analogen benutzen, also 8+2 = 10 Kanäle gleichzeitig aufnehmen? Das geht nämlich aus den Beschreibungen nicht so ganz deutlich
hervor.
So wie ich das sehe, sind beim RME alle möglichen Routingversionen mit dem Software Mixer realisierbar, bin mir aber nicht ganz sicher. Kann ich z.B. die Stereosumme des Mixes (z.B. fürs Monitoring) auf eine beliebige Kombination von Output-Kanälen routen?
Geplant ist die 10 Kanäle werden simultan mit 24 bit @ 44.1Khz aufgenommen. Dabei soll der Schlagzeug-Submix vom Pult durch den Kompressor und dann gleich digital ins Interface geführt werden, der Rest analog.
Die weitere Bearbeitung erfolgt nicht am Aufnahmerechner (der steht im muffigen Übungskeller), sondern auf einem anderen Rechner. Die Daten müssen also bei der Aufnahme direkt auf ein portables Medium geschrieben werden, wobei folgende Möglichkeiten ins Auge gefasst wurden:
- Externe USB 2 Harddisk
- Externe Firewire Harddisk
- Normale ATA Harddisk mit Wechselrahmen
In dem Zusammenhang tät mich interessieren, welche Rechenerperformance in etwa nötig ist um 10 Kanäle simultan aufzunehmen. Falls PIII/1Gzh da ausreichen würde, bräuchten wir gar keinen neuen Rechner zu kaufen sondern würden einen alten mit dem Audio Interface aufrüsten.
Was sind Eure Meinungen dazu? Was ist sinnvoll, zuverlässig?

Besten Dank mal erst und Gruss
Mark
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Antwort#2
Für den Preis bekommst Du doch schon ein Tascam DM 24 mit Firewire-Karte. Damit sparst Du Dir die Audiokarte, das Pult wird direkt über die Schnittstelle mit dem PC verbunden. Die Vorteile liegen auf der Hand. Zusätzlich bietet das Pult 3 Tdif-Schnittstellen (Live Recording ohne PC -> 3 DA-88 o.ä. anschliessbar) usw.
DAS GROSSE ABER:
Die Firewire-Karte soll seit Februar auf dem Markt sein. Ist sie aber nicht. Nachfragen bei Tascam hatten nur die Auskunft zur Folge, man warte selbst auf Lieferung aus Japan. Somit gibt´s noch keine Erfahrungswerte (funktioniert alles, mit welcher Software etc. )
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Antwort#3
Moin,
die Firewire Karte muss nicht sein.(zum Thema Verfügbarkeit ein E-Mail von Tascam Deutschland: Sehr geehrter Hr.xxx,
durch den Wechsel eines Zulieferers für die Produktion dieser Karte kam es
zu nicht geplanten Verzögerungen, die wir selbst bedauern. Der uns,
seitens unserer Zentrale in Tokio, mitgeteilte Termin einer Lieferung für
Mitte Juli ist nun für die Erstauslieferung vorgesehen.
Mit freundlichen Grüßen
Lutz Sommer
Tascam Sales
Das DM-24 hat neben den 3 TDIF's auch eine ADAT Schnittstelle. Eine Aufrüstung um eine weitere ADAT Schnittstelle kostet bei Ton-Aldi ca. 165?. Das Pult wird für 2195? angeboten. Bleiben also im Budget noch 1140?. Lege nochmal 300? für ein Alesis HD24 drauf (wird bundeseinheitlich für 1444? angeboten) , dann hast du sicherlich eine saubere Recording Lösung mit 16 Kanälen bei 24/48.
Viel Grüsse
GerhardS
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Antwort#4
Hallo allerseits
Besten Dank für die Infos. Ich möchte allerdings nicht ein Digitalpult kaufen sondern alles im Computer machen und vor allem einfach die aufgenommenen Tracks auf einem portablen Medium (externe Festplatte) abspeichern so dass der Remix irgendwo stattfinden kann. Gemixt wird dann ausschliesslich auf dem Rechner. Das ist die Idee. Suche hierzu praktische Erfahrungsinfos von wegen Rechnerspeed der nötig ist etc.
Bin weiterhin dankbar für Tipps.
Mark
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Antwort#5
möchte auch mal kurz meinen senf angeben!
naja, die vorteile, alles im rechner zu mischen sind schon recht fett!
allerdigs sollte man die performance des rechners nicht überbewerten, von der qualität mancher plugins mal ganz abgesehen (steinberg!! ja schlagt mich).
leider schreibst du hier nicht, mit welchem sequencer du arbeiten möchtest. für den logic fall kommt nur ein mac in frage. ansonsten auf der pc basis, nuendo, sx, sonar, smplitude. wobei ich die ehrlich gesagt zu nuendo raten würde.
ich glaube nicht, das sich bei der heutigen rechner situation noch arge unterschiede zwischen motu und rme bemerkbar machen.
ich selber habe hier eine 24i von motu auf einem asus p4c800 deluxe laufen. das board hat einen 2,8 ghz p4 und 2 gb ram. als festeplatten betreibe ich lediglich ide platten. 24 spuren gleichzeitige aufnahme sind absolut kein problem. als pult betreibe ich ein 32 er mackie 8bus,an software läuft nuendo 2.
für die mixe habe ich noch zusätzlich eine uad-1 und eine powercore in betrieb, wobei ich von der powercore doch etwas entäuscht bin. das genze geschah eigentlich mehr aus qualitätsgründen heraus. die nuendo plugins sind nicht sooo das gelbe vom ei. logic läuft hier zwar auch noch (5.5.1, bietet aber keinen vollen latenzausgleich. bei den uad oder powercore geschichten uaf den gruppen kann das extrem nerven. mit den delay compensations plugs ist mir das zu fummelig, egal.
das pult benötige ich lediglich noch um die signale vorzuverstärken, bzw. monitormixe zu fahren. der mix geschieht ebenfalls im rechner.
ich würde an deiner stelle tatsächlich folgendes empfehlen:
ich würde zu einem digitalpult greifen, denn hierbei übernimmt das pult die komplette ad/da Wandlung, was bedeutet, das du lediglich die daten via adat oder firewire hin und herschaufelst. die festplatten performance spielt eigenltich eine eher untergeordnete rolle, sofern die du nicht gerade in in superfetter auflösung fährst. ca 40-50 spuren sind locker drin, eher mehr.
desweiteren bietet die ein digitalpult routing-möglichkeiten von denen der führer geträumt hat (was für ein ausdruck!). ne, mal im ernst, flexibilität pur bedeutet das.
für den fall, das dir während der mixe mal die rechnerpower ausgeht, mixt du auf dem pult weiter.
desweiteren kannst du z.b. das tascam pult als mackie control einsetzen. unterschätz das nicht, mit der maus mischen ist echt bescheiden wenn du das erst mal anders erlebt hast.
hoffe ich konnte etwas mehr verwirren
Frank
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Antwort#6
Hi Frank!
Besten Dank für Deine Ausführungen. Nein - ich bin eigentlich nicht mehr verwirrt als vorher ;-) das ganze ist durchaus informativ für mich.
Sequencer tönt nicht nach Brotaufstrich - soviel ist klar. Aber es stimmt, dass hierüber noch nix defintives angedacht wurde. Ich habe mir die Demo-Version vom Adobe Audition runtergeladen (als alter Cool-Edit User) und habe damit die ersten "Multitrack"-Erfahrungen zuhause am PC gemacht und komme eigentlich ganz gut damit zurecht. Offenbar aber ist das in der Recording-Gemeinde gar kein Thema. Uad-1 und Powercore sind DSP Karten wenn ich das richtig sehe um die CPU zu entlasten. Sowas steht im Moment noch nicht zur Diskussion. Fest steht dass wir sicher einen PC und nicht einen Mac benutzen möchten. Ich bin mir im Moment nicht sicher was das Pult beim Endmix bringen soll und ob sich die Ausgabe dafür wirklich lohnt. Um mal schnell einen Mix per Fader zu erzeugen sehe ich die Vorteile gegenüber dem Mischen mit der Maus. Aber wie soll man bei einem Pult denn etwa eine komplexe Hüllkurve eines Effektes über einen Track legen? Das muss ich dann ja sowieso wieder auf dem Rechner machen oder? Nunja der Vorteil wäre, dass wir dann auch gleichzeitig unser altes Analog-Pult loswären.
So wie ich das sehe, verteile ich also beim Digitalpult die Kanäle auf die einzelnen Busse und lege fest, welche Busse auf welche Tracks z.B. bei einer Adat-Lightpipe (oder Firewire) ausgegeben werden. Mit einer entsprechenden Karte im Rechner lese ich diese Tracks direkt vom Pult ein und der Rechner schreibt diese Tracks dann in je ein WAV-File. Korrigier mich bitte falls dem nicht so wäre. Diese Files wiederum lade ich dann in einen Sequencer um den Endmix am Rechner zu machen? Falls High-End-Effekte auf einem Track gewünscht sind, so lasse ich diese auf einer DSP-Karte rechnen.
Gruss derweil
Mark
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Antwort#7
Hallo,
evtl hilft Dir meine Erfahrung mit PC-Recording weiter. Ich nutze zur Zeit noch einen Recordingrechner P1 200Mhz, 64MB Speicher, 10G Systemplatte und 20G SCSI Datenplatte. Als Adatkarten sind 2 Prodif Plus von SEKD eingebaut, Betriebssystem ist WIN98SE und Recordingsoftware ist Samplitude Studio 4.5 (sehr alt), die 16 Spuren aufnehmen kann.
Um 10 Spuren wie in Deinem Fall aufzunehmen würde eine Prodifkarte und ein ADAT-Wandler reichen (Prodif kann 10 Kanäle, ADAT und 2 analog).
12 Kanäle gehen sicher (getestet und benutzt) mehr sind sicher möglich.
Die aufgenommenen Spuren lade ich nach getaner Aufnahme via Netzwerk aus dem Keller (Parkplatz für Recording-PC) ins "Studio".
Viele Grüße
Torsten
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