@Zappa-Dappa-Doo von wegen "totkomprimiert"

Erstellt 2 Antworten3 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo.
Also auch ich bin ein grosser Rush-Fan und habe den Bericht von Herrn Rip Rowan mit ungläubigen Erstaunen gelesen. Aus dem Grund habe ich gerade nochmals in die Vapor Trails reingehört. Ich habe mir sogar die Mühe gemacht sie auch im Auto, im Studio, und in unserem Tourbuss anzuhören. Ich kann seine Ausfürungen leider nicht im geringten nachvollziehen. Auch wenn manche in diesem Forum völlig anderer Meinung sind, Vapor Trails ist eine der druckvollsten Produktionen die ich bisher gehört habe. Und um gleich irgendwelche Behauptungen wie "..du bist ja völlig taub.." vorweg zu nehmen, MEIN letzter Hörtest war bestens. Ich habe weder Tinnitus-Erscheinungen noch irgendwelche "ab 3KHz aufwärts Einbrüche" Kein Wunder wenn man auch immer schön einen Gehörschutz benutzt wenn man auf der Bühne steht. Meine Ohren sind mein Kapital!!!
Aber ich schweife vom Thema ab. Wie gesagt, Vapor Trails ist eine moderne Produktion die jeden Dollar die sie gekostet hat wert ist. Aber das ist letztendlich meine Meinung und Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden. Und irgendjemand hat mal sinnigerweise gesagt: Opinions are like assholes, everybody's got one!!!!
Franky
ZitierenPost melden
Antwort#2
Also, ich habe in meiner StudioZeit den Spruch der Kundschaft "die CD klingt suuuuper, sie müsste nur noch lauter" oft gehört und dementsprechend gehasst. Damals, in weitgehend analogen Zeiten, war es selbst mit dem Finalizer schwierig, "professionelle Lautstärke" aufs digitale Medium zu drücken, ohne den Sound zu ruinieren. Heute sind schon mit Sharewaretools (www.goldwave.com) einfach sehr gute (und LLAAAUUUTTTEEE) Ergebnisse für Pop-Produktionen machbar.
Das Studium von professionell produzierten CDs im Wave-Editor kann ich nur empfehlen. Dort habe ich bei sehr amtlich klingenden Scheiben folgendes gelernt:
Clipping ist erlaubt. Wen interessiert denn, ob eine ein bis zwei Samples breite Nadel um 3 bis 6dB gekappt ist? Kein Schwein (Versuch macht kluch)! Aber: wenn ich mir das erlaube, wird die ganze Scheibe um 3 bis 6 dB lauter und nähert sich dem restlichen Mainstream an. Das lohnt sich.
Das hängt natürlich auch vom Mix ab. Ein wumpfiges Angebot ist schwerer lautstärke-mäßig aufzublasen, ohne den Klangeindruck zu verändern.
Man muss die Mucker auch verstehen: Es ist einfach ungerecht, wenn selbst Phil Collins lauter aus den Boxen kommt, als man selbst.
Das ist schon ein Argument.
Trotzdem: wenn ich nur für mich nochmal Longplayer produzieren würde, dann wär die Scheibe richtig leise, hätte dafür aber volle Dynamik. Die Klassiker erlauben sich das ja auch.
Meine Anlage hat nämlich einen Lautstärkeregler, da kann ich die Scheiben in ganz unterschiedlichen Lautstärken abspielen. Sogar Änderungen innerhalb eines Titels sind möglich.
Toll, was es alles gibt!
Gruß
Opi
ZitierenPost melden
Antwort#3
"Die Klassiker erlauben sich das ja auch." ... wenn sie dürfen. Mir kam letztens eine angehende Operndiva an, die bemängelte, daß ihre hohen (und lauten Töne) nicht so druckvoll kämen, wie die bei Popproduktionen. (Vergleich der CDs bei gleichem Lautstärkeregler)
Gleichsam wundert sich die Dame, daß in dem komprimierten Stück, daß ich ihr ebenfalls angeboten habe) die lauten Töne nicht viel lauter sind als die Pianopassagen. Ich soll einfach die lauten, lauter machen und zwar lauter, als Madonna und Konsorten. (??????)
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.