Hallo alle zusammen, ich möchte mich erstmal recht herzlich für dieses Forum und die vielen nützlichen Tipps und Ratschläge die hier gegeben werden bedanken! Als "Nichtprofi" und trotzdem Betreiber eines kleinen Tonstudios in einer Jugendeinrichtung konnte ich in diesem Forum schon sehr viele gute Anregungen und Antworten auf viele Fragen finden. Dafür nochmals danke an alle, die hier mit Rat und Tat zur Seite stehen!!! Jetzt kommt aber dennoch eine Frage.... Das Budget in dem "Tonstudio" in dem ich arbeite ist sehr begrenzt, dennoch finden sich hier und da mal ein paar Euro für Neuanschaffungen... Ich möchte gern ein Mikroset für Drumaufnahmen anschaffen und habe bei Thomann.de ein Set für 100 Euro on "the t.bone" gesehen. Kennt jemand dieses zufällig und ist es brauchbar?? Eine weitere Frage kommt immer wieder auf mich zu, da viele Bands gern in dem Studio aufnehmen wollen... Wieviel Geld kann man für eine semiprofessionelle Aufnahme einer Band (gute Demoqualität)nehmen?? Ich dachte an 200 Euro, freitags Aufbau, Samstag und Sonntag jew. 09:00 Uhr bis open end, Mastererstellung dann in der folgenden Woche. Das Musiker-Equipment (Schlagzeug Pearl, Keyboard Korg 01/w und Yamaha SY 22, Gitarren Fender / Washburn Marshall-4x12er Boxen, Verstärker und Rocktron Multieffekt, Bass Ibnez) können mitbenutzt werden. Zur Studioausstattung: Behringer (schlagt bitte nicht gleich alle auf mich ein...siehe Budget) Eurodesk 8000 Mischpult, Fostex 16 Spur Harddiskrekorder, Intelligate, 2xComposer Supressor, Yamaha Multieffekt, Yamaha Digitaldelay, Computer PII mit Logic Software....
moin! also ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass ein drum-mic-set für 100 euro was taugt!! dafür bekommt man ja nicht mal ´n d112 oder so was!! 100 euro ist der preis für ein sm 57/ oder 58! ne, finger weg!! du solltest mal bei akg suchen, die haben meines wissens nach komplette koffer für die drumabnahme, sennheiser glaube ich auch! die preise liegen dann aber so ca bei 750 oder mehr euro! das ist aber auch minimum, meiner meinung nach!! geldtechnisch ist das so ´ne sache, aber ich denke du solltest keine pauschale nehmen! wie sieht dein technisches wissen aus?? wie fix bist du in deiner arbeit?? wie sind die aufnahmebedingungen? ich denke so um die 15 euro die stunde sind absolut gerechtfertigt! wenn den jungs das schon zu teuer ist, lass deine finger davon! der stress lohnt dann nicht! ist jedenfalls meine meinung! in diesem sinne Inti
Hallo! Also 700? muss man nicht unbedingt für ein Drummic Set ausgeben. Ich habe das Profiset von Stitch hat um die 350? gekostet. Damit bekommt man schon nen hammermässigen Sound hin. Habe das Bassdrummikro aus dem Koffer mit meinem AKG D112 verglichen. Das Stitchmikro ist um längen besser gewesen hab das AKG anschließend verkauft. Das ganze know how der Stich-mics kommt von Audix. Die Teile sind nur so günstig weil Sie irgendwo in fern Ost gebaut werden. Einziges Problem hierbei ist jetzt das es sie Firma Stich nicht mehr gibt. Aber irgendjemand aus dem Forum hatte vor kurzem einen Link für einen Mikro Onlineshop gepostet. In diesem Shop gab es Drummics die identisch wie die Stich´s aussahen. Ob der Inhalt auch gleich ist weiß ich nicht. hoffe geholfen zu haben. MFG Sebastian
Hallo Matthias, 100 Euro für einen Satz Mikros ist äußerst günstig, du wirst keine Wunder erwarten dürfen. Es wird sich um einfache Nieren/Supernieren handeln, Übertragungsbereich unten und oben begrenzt. Mit EQing ist das einigermaßen hinzubekommen. Ich würde dir dazu raten dir den Mikrosatz zu kaufen und bei Gelegenheit durch ein Paar echte Kondensator (Nieren-) Kleinkapseln für Overhead aufzuwerten. Z. B. Beyer, AGK, Rode. In deiner Auflistung fehlen mir Noise-Gates und Kompressoren. Mit einer guten Einstellung kriegst du selbst mit deinem 100Euro Mikroset einen "fetten" Drumsound hin. Ich würde dir nur Noise-Gates mit Hoch-Tiefpaßfilter empfehlen. Es muß kein Drawner sein, recht gut ist ein 4-fach Gate von Samson, die Bezeichnung weiß ich leider nicht mehr. Der Kurs von 200.- Euro für eine Demo ist sehr musikerfreundlich. Wenn du das schon öfter gemacht hast, weißt du ja worauf du dich einläßt. Aus meiner bisherigen Erfahrung würde ich OPEN-END ablehnen. Lieber feste Zeiten vereinbaren, damit die Jungs/Mädels sich gut organisieren. Ich versuche immer den Ohren zuliebe den Sonntag freizuhalten. Aufbau Donnerstag abend, Freitag 1. Session Drums/Bass/Keyboard plus Basic Tracks; Samstag Fortsetzung von Freitag, danach Gitarren, Percussion, Gebläse, zum Schluß Vocals. Die meisten Band schaffe drei Songs. Richtig gute Amateurbands maximal 6 Songs, dann bist du als Techniker aber auch fix und fertig. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Demos. (Hol´ die Jugendlichen von der Straße!) Gruß M. Hein
Gute Gates sind zwar wichtig. Aber im Zeitalter der Rechnermischerei im Studio nicht mehr notwendig. Das geht Softwaremässig einfacher und besser. Ich nutze z.B. die Gates von Cubase. Die sind ebenfalls frequenzselektiv und vergfügen fast über alle optionen. Das fast bezieht sich auf den "Floor" man kann diese Gates nicht nur z.B. um 20dB leiser machen antatt -144dB. Und diese Gates kosten nix extra. Über Kompressoren könnte man noch phylosophieren aber auch da reichen anfangs die von Cubase aus. Später dann vielleicht die Wave-Plugins. Erst dann würde ich über Hardware nachdenken.
da hast du recht! kommt natürlich extrem darauf an, worauf er wert legt. ich bennutze z.b. da d112 so gut wie gar nicht, greife eher zum e602 oder re20. aber wie oben schon erwähnt, ich würde von dem preis keine wunder erwarten, geschweige denn, den kauf in erwägung ziehen. buy cheap, buy twice, oder wie war das??
Hi Thomas, wenn ich die Ursprungsmail richtig verstanden habe, ist nur ein PII-Rechner und Logic-Audio vorhanden. Deswegen die Empfehlung des Outdoor-Equipments. Gruß M. Hein
"Hol die Jugendlichen von der Strasse" ist eine tugendhafte Idee, doch DIEJENIGEN, die man von dort wegholen müsste machen keine Musik, und lassen sich auch nicht wegholen, fürchte ich. Ich fürchte auch, daß es mit kommerziellen Bandaufnahmen nicht so easy wird. Gerade Schlagzeugaufnahme erfodern viel KnowHow. Ich würde auch mit aller Vorsicht fragen wollem, wo der Sinn darin liegt, daß eine Band zu einem Hobbytechniker zur Aufnahme gehen soll, wenn dort nur Mikros einer Qualität vorliegen, die die Bands oft selber haben. "100 Euro für einen Satz Mikros ist äußerst günstig" Das reicht bestenfalls für das Behringerpult einer Nachwuchsband beim Livekonzert im Bierzelt und der Betriebsfeier.
Hätte Da noch eine andere Idee. Du schreibst, dass das Drum Set fester Bestandteil des Studios ist. Das ist gut, da du einige Mikrofonpositionen ausprobieren kannst, um dadurch Mikros zu sparen. Leider schreibst Du nicht, ob und wenn ja welche Mics Du bereits besitzt. Von einem Mic Set für 100 Euro solltest Du die Finger lassen. Wer sagt, dass Du jede Trommel einzeln mikrofonieren musst ? Wenn man Zeit hat, kann man mit zwei Kondensatormikros allein schon sehr viel erreichen. Es kommt ja nicht nur auf die Mikros an. Ein paar Matratzen hier, ein paar Zentimeter nach links da, ein bisschen anders stimmen dort. Soll doch ein Nachwuchstrommler mal nen Nachmittag vorbei kommen und trommeln, während Du ein paar Sachen ausprobierst. Dazu ein dynamisches Mic an die Snare - fertig. Die Kick ? Die baust Du mit einem Software Sampler oder Drum Plug In nachträglich ein. Die Kickdrum ist doch das Instrument, das am wenigsten Variationen erzeugt, da sie mit der immer gleichen Schlegelstellung auf immer denselben Schlagfellpunkt gespielt wird. Lediglich die Anschlagstärke unterscheidet sich. Hier dürfte also die "Trickserei" am wenigsten auffallen. Dauert zwar ein bisschen, kann aber der Drummer mit nem Kopfhörer auf machen, während Du schon den Bassisten pegelst etc. Wenn man bedenkt, was eine gute Bassdrum kostet, wieviel Übung es erfordert, sie anständig zu stimmen und zu präparieren und womit dann auch noch ein "amtliches" Mikro zu Buche schlägt, das zu allem Übel auch noch kaum für etwas anderes zu benutzen ist, verstehe ich nicht, warum wir Tonis es den Drummern dieser Welt nicht endgyltig und ein fyr alle mal ausgetrieben haben, "echte" BDs zu benutzen (zumal die Dinger schwer sind und man einen Bus braucht). Man kann zur Not ja auch noch triggern (z.B. auch live !). Manche (alte=billige) Drumcomputer, Sampler etc. bieten Triggereingänge. Von da aus über Midi ins Logic und fertig. Sehr vorteilhaft ist auch, dass man den in jugendlichem Eifer etwas zu gut gemeinten "Groove", den viele Drummer ja besitzen, etwas zuryck nehmen kann. Zum Triggern reicht auch schon mal ein Kopfhörer in der BD. Ausserdem kann man sich u.U. einen Kompressor sparen. Sollten dennoch mehr Mics nötig sein, weil der Tom-Sound doch noch direkter kommen soll :-/ sollen die Jungs halt noch ihre Gesangsmikros aus dem Proberaum mitbringen. Du solltest Dir meiner Meinung nach ein Pärchen gute Kleinkapsel-Kondensatormics zulegen. Die sind zwar teuer, aber wenn Du gebrauchte kaufst, verlieren sie bei guter Behandlung nur wenig an Wert, und Du kannst alles damit machen ( nur nicht an oder in Trommeln oder direkt vor Verstärkern verwenden! Auch nicht mit der 10-dB-Absenkung ! ) Wenn Du´s für 200 Euro machst, hast Du mindestens Grund genug, die Band wie erwähnt einzubinden. Und vergiss Open End !!! Fang lieber später an, nur Profis können um 9.00 morgens schon "rocken". Gesang sowieso erst nachmittags! Hoffe, Impulse gegeben zu haben,
Hallo Ich muss hier mal einen Lanzenbruch für das Behringer MX-8000 loswerden. Warum hacken in diesem Forum eigentlich so viele auf dem Pult rum???? Bevor ich mein grosses DDA bekam hatte ich zwei davon, eines als Input-Desk zur 24-Track MCI JH24/24 und eines als Mixdown-Desk. Das MX-8000 ist ein ausgezeichnetes Pult, wenn man es richtig einsetzt. Zugegeben, die EQ's sind keine Weltklasse und ich würde es wegen den Rauschabständen auch nicht im Klassik-Bereich einsetzen, aber für Rock bis Metal-Produktionen ist es einfach klasse. Wer damit nicht klar kommt kann entweder nix oder hat zumindest noch nie mit dem Pult richtig gearbeitet. Oder sie haben von sogenannten Kollegen gehört das es "überhaupt nix taugt" und plappern deren Meinung einfach nach. Manche Leute sind aber vieleicht einfach nur eifersüchtig auf die Leute die das damals gekauft haben als es auf den Markt kam und fast nix gekostet hat(lächerliche 5000 Bananenmark), sie selbst aber eine sündhaft teuere Konsole kauften die bedeutend weniger Features hatte. Also was macht man da? Schlechtreden, runtermachen, diskreditieren! Aber das ist meine Meinung, und wie heist es so schön: Opinions are like assholes, everybody's got one! Franky
endgyltig und ein fyr alle mal ausgetrieben haben, "echte" BDs zu benutzen a) weil eine echte Bassdrum gut gespielt und gestimmt immer noch besser klingt b) weil man live immer die miesen Tontechniker an der miesen Bassdrum erkennt... Ein D112 etc. leiste auch bei Bass gute Dienste. Auch Gesang habe ich schon damit aufgenommen. Ein D112 oder Sm52 ist keine Fehlinvestiton, ebenso wie man einen Schwung SM57 immer brauchen kann am Schlagzeug, an der Gitarre, am Bass und auch am Gesang.
Ein D112 ist ähnlich wie ein SM57. Es sind Mikros mir ausgeprägtem Charakter, der oft gut bis sehr gut passt. Manchmal aber auch nicht. (und dann kommen Kommentare wie D112 und SM57 seinen schlecht...u.a. auch weil sie jeder hat und man sich ja abheben will...) Gerade über das SM57 habe ich schon sehr oft diskutiert. Bei dem kommt hinzi, dass es einen realtiv grossen Widerstand von 500Ohm hat. Also sehr pingelig mit dem Preamp ist. Ein guter hochohmiger Preamp kann da Wunder bewirken. Wobei wir beim anderen Thema sind: Ein gescheites Frontend für wenige aber qualitativ hochwertige Kanäle ist auch nicht verkehrt. Zumal es die Channelstrip schon mit eingebauten Wandlern gibt. Den besagten Schwung SM57 kann man sich an jeder Ecke borgen einen Preamp oft nicht.
Hallo! Wenn es das Budget momentan nicht anders zulässt würde ich die T-Bones einfach mal ausprobieren, bei Thomann hat man ja auf die Hot Deals 30 Tage Rückgaberecht. Nimm dir Zeit und probiere ob du den Sound hinbekommst den du willst. Als Übergangslösung wird das für Demoaufnahmen schon funktionieren. Du bekommst zwar um ca. 350,- eine brauchbare Grundausstattung mit zwei Overheads und Basedrummikro, zb. MXL603 od. Oktava 012 und ein Bd-Mikro aus der Billig-Serie von Shure, Audiotechnica, AKG, Sennheiser etc. aber mit extra Hall auf der Snare und die Toms weit im Panorama verteilt wird dann nichts (falls du das willst). Ich betreibe übrigens auch ein kleines Tonstudio in ähnlicher Form wie du, auch in einer Art Jugendeinrichtung. Meine Kunden sind momentan hauptsächlich Nachwuchsbands ,verrückte Dublet-Produktionen für Rastas und 16 Spur Live-Mitschnitte. Ich mach das seit ca. 8 Monaten und hab mich dummerweise auch auf Pauschalpreise eingelassen und die auch auf 5000Stk. Flyer gedruckt und in Umkreis gebracht. Die Pauschalpreise kommen zwar bei den Bands oft gut an doch ich bin damit schon manchmal in die Scheisse getreten (5,-/Stunde wegen Mehraufwand). Ich verlange zB. für die Aufnahme, Bearbeitung, Mixdown und "Mastern" eines Songs 129,- Euro, wobei ich dann meistens zuhause abmische. Ansonsten 18,-/Stunde. Aber sogar das ist manchen Musikern zuviel und Mahnungen hab ich auch schreiben müssen weil sich einer vor der Zahlung von 65,- drückte. Gott sei Dank bin nebenbei noch im Angestelltenverhältnis finanziell abgesichert... Einen Tip kann ich dir noch geben: Du musst den Kunden nicht nur ein gutes Produkt verkaufen mit "so der Mix ist fertig" sondern auch suggerieren dass sie ein gutes Produkt bei dir gekauft haben mit "der Mix ist toll geworden" und die Musiker auch loben dass sie das gut hingekriegt haben und sie werden die Master-CD stolz in ihren Händen halten und auch gerne dafür bezahlen! Das soll jetzt natürlich nicht heissen dass man schlechtes für gut verkauft, sondern gutes für gut! Ich meckerte beim gemeinsamen Abmischen mit einer Band wegen dem Gitarren-Sound einer Aufnahme herum und obwohl denen das eh nicht aufgefallen wäre und der fertige Mix auch gut war ist mir eine gewisse Unzufriedenheit von Seiten der Band aufgefallen. Es ist dann ungut über den Preis zu reden (irgendwie ja auch relativ...) Alles Gute, Michi
Hi Michi, vielen Dank für die guten Tipps! Ich denke auch, dass ich die Mikros einfach mal ausprobieren werde. Vielleicht sind sie ja trotz des geringen Preises brauchbar. Von meiner Idee mit den Festpreisen nehme ich nach den Postings lieber mal etwas Abstand und überlege mir das ganze noch einmal. Vielleicht ist ein Stundensatz besser zu berechnen, da sich dann auch die Musiker etwas mehr ins Zeug legen müssen / werden (Zeit ist Geld...). Für das Master wollte ich 50 Euro berechnen. Ich will gerade bei jungen Bands nicht den großen Preishammer rausholen, mir ist es ebenso wichtig tallentierten Bands eine Aufnahmemöglichkeit zu bieten, nur ganz umsonst soll es halt auch nicht sein. Und bei nicht so tallentierten Bands halte ich ein geringes Schmerzensgeld für die Ohren auch für angebracht :-) Matthias
Hi, danke für die Tipps! Ein gutes Noisegate steht auch ganz weit oben auf meinem Wunschzettel. Da mir die Zeit aber nicht sooo im Nacken sitzt und ich das Studio suzessive aufbauen und zusammenkaufen will (ist erstens Hobby und zweitens Geldbeutelfreundlicher) kommen die Gates erst noch. ich glaube ich probiere die Mikros einfach einmal aus, wenn sie gar nichts taugen, kann ich sie ja an Thomann zurückschicken... Beste Grüße Matthias
also... zum einen habe ich mit dem Behringer-Pult bisher sehr ordentliche Ergebnisse erzielen können, auch wenn man zugegebener Maßen bei den Preamps und den EQ's Abstriche machen muss. Aber das Preis-Leistungsverhältnis ist bei dem Pult klasse und ich kann natürlich jeden "Nörgeler" verstehen, der richtig Geld in ein Pult investiert hat und jetzt feststellt, dass viele Behringer benutzen und gar nicht soooo unzufrieden sind, wie man es bei den Low-Budget-Preisen von Behringer erwartet. Der Grund warum Bands zu einem "Hobbytontechniker" gehen liegt, jedenfalls hier in Hamburg, auf der Hand. Hier zahlt man round about 50 Euro/Std. in einem Studio, plus Master. Also als ich in meiner ersten Band gespielt habe, hätte ich die Kohle nicht mal eben gehabt. Und nur weil es jemand als Hobby und zum Spaß betreibt, schließt das glaube ich nicht automatisch aus, dass das Ergebnis schlecht wird. Ich habe übrigens auch in verschiedenen Clubs und Bierzelten einen richtig amtlichen Sound erleben dürfen und es liegt meistens ebenso sehr an dem Mann/Frau hinterm Mischer, als nur am Pult! Und last but not least, es fehlt vielen Jugendlichen an Möglichkeiten mal eben so was aufzunehmen, denn ich glaube nicht, dass es sich viele trauen, mit ihren ersten Stücken gleich in ein professionelles Studio zu rennen, einfach aus der Angst heraus, sich da blamieren zu können. Und ganz zum Schluss: Ich mache mit dem Studio keinen professionellen Studios Konkurrenz erstens siehe Equipment und zweitens ist das so als ob man einen Lada mit nem Mercedes vergleicht... Aber es gibt halt auch Ladafahrer. Beste Grüße Matthias
Hallo Matthias, also von einem Mikro-Set für 100.- n.We. sollte man keine Wunder erwarten. Es stellt sich die Frage, wie weit Du einzeln mikrophonieren willst/mußt. Die einfachste Variante sind zwei gute Mikros als Overhead (sozusagen ein Hauptsystem) und ein Mikro für die Baß-Drum. Für Jazz-Aufnahmen ist dies z.B. doch recht angesagt, da es recht "offen" klingt. Wenn die OH gut aufgestellt sind, bekommt man auch die Toms gut mit. Ein wenig geschickt eingestellte Kompression bringt das ganze dann auch gut zusammen. Bei Rock/Pop braucht es dann doch evtl. Stützen für die Snare evtl. die HH. An Mikros würde ich als preiswerteste Variante für die OH die AKG C1000 nehmen, die sollten passen. Für die Baß-Drum kannst Du dich mal bei der Evolution Serie von Sennheiser umschauen. Wenn die Baß-Drum nicht unbedingt bis in die Magengrube gehen soll, müßten die reichen, alles andere wird teuer (TLM 170 oder RE 20). Die Snare kann man mit jedem guten Gesangs-Mikro mitnehmen. Für die HH bevorzuge ich eigentlich Kondensatormikros (KM84), hier müßten es aber auch dynamische gut tun, die weit genug "nach oben" kommen, da für die eine saubere HH alles oberhalb von 7kHz interessant ist. Kleiner Tip: beim Mix für die HH alles unterhalb von ca 7/8 kHz wegschneiden, dann hat man das schöne "Zisch" für die HH. Kleine Frage an die "Gemeinde" hier. Die Audio-Technica Mikros sind ja auch recht preiswert, hat da jemand Erfahrungen??? Gruß Markus P.
Was den Schwung SM 57 betrifft: meine volle Zustimmung, allerdings empfinde ich die Mikrofonierung von Bassdrums damit als eher unbefriedigend. Ein D112 für Gesang werde ich mal probieren. Wenn es live eben "live" sein soll, nehme ich am liebsten ein Beta 91, kein langwieriges Ausrichten, kein Stativ, vor das ein Sänger treten kann, ein Klang, aus dem man (fast) alles schrauben kann und mein BD gate geht nicht so schnell Bass(-git)bedingt auf. Zur Not wird eben doch dazugetriggert ;-) BD´s klingen oft schon selber schlecht, da schlechtes Material, schlecht gestimmt, Uraltfelle. M.E. liegt es da am Toni, zu reagieren und - zur Not eben auch durch triggern - dafür zu sorgen, dass es gut klingt. Ist ja auch manchmal eine Zeitfrage. Ausserdem habe ich auf kleinen Bühnen lieber so wenig Mikros wie möglich offen. Meine Empfehlung, lieber in universal verwendbare KKKmics, als in ein Spezialistenmic zu investieren, war nicht allgemein, sondern auf die beschriebene Budget-Studio-Situation ausgerichtet zu verstehen. Live mit viel Zeit und Geld greift man ja auch schon mal selber zum Stimmschlüssel...
Hi Markus, eigentlich stehe ich bei Schlagzeugaufnahmen auch auf dem Standpunkt weniger ist oftmals mehr und wenn ein "ambitionierter" Rock-Drummer über alle Toms rattert, kann man das mit weniger Mikros oft beser hin kriegen, da die Tommikros eh übersprechen. HiHat, Snare, BD, und Overheads halte ich aber dennoch für wichtig. Bisher nutze ich hierfür SM 58, bei der Bassdrum ein AKG (leider kein D112) und für die Hihat und Overheads Sennheiser MD 441 und MD 421. Gruß Matthias
Ich hatte neulich eine Grenzfläche in der BD liegen. Klang nicht, zumindest nicht für meine Vorstellung und die des Drummers. Man muss zuviel verleiern, was bei dem Pult mit nur einmal param. Mitten nicht möglich war. Da musste good old D112 wieder herhalten und siehe da es klang. Bei dem D112 für den Gesang war es allerdings Death Metal Gegrunze...aber probieren kannst du es ja trotzdem mal.