u.A. Drummikros

Erstellt 28 Antworten29 Beiträge
Antwort#21
Genau damit wollte ich es ausprobieren :-)
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Antwort#22
Hallo Matthias,
das MD441 und MD421 sind sehr sehr gute Mikros für Tom-/Snare-/Kickaufnahme.
Wenn du mehrere davon hast, würde ich die anstelle des Thomann Sets verwenden und stattdessen eine paar Kleinkapsel-Kondenser für OH und HiHat kaufen. Z. B. Audio Technica Pro 37 (?), Beyer Dynamic Opus .... Ich kann mir die ganzen Namen nicht merken, sorry.
Es drängt sich leider der Eindruck auf, das du deine Mikroliste besser gleich zu Anfang hättest aufschreiben sollen.
Nachteil bei den Sennheiser Mikros: Groß und lassen sich nicht überall unterbringen. Haut der Drummer daneben, hast du mehrere hundert Euro geschreddert.
Gruß
M. Hein
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Antwort#23
Du hast recht, ich hätte mal ne Liste der bestehenden Mikros machen sollen... Aber da geht es mir mit den genauen Bezeichnungen ähnlich wie Dir....
Also ich habe von den Sennheisermikros 2x MD 441 und 3x 421, dann kommen zwei SM 58 und 2 SM 57 dazu, ferner habe ich noch zwei AKG Mikros, einmal D880?? und ein weiteres ??, dann ist da noch ein Großmembranmikro für Gesang, Neumann frag mich nicht wies genau heißt, zu guter letzt habe ich noch ein paar Mikros, die namenlos aber nicht wirklich schlecht sind. Ich kriege den Drumsound auch eingermaßen hin, nur leider fehlt mir gelegentlich der richtige Druck, den ich bei Rockmusik von Bass und Schlagzeug erwarte. Bass klappt meistens gut über DI inkl. Behringer Vamp (oder so ähnlich) nur wirklich "fette" Drums krieg ich nicht geregelt. Ich dachte mit einem speziell für Schlagzeug abgestimmtem Mikroset klappt es besser.
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Antwort#24
Hallo,
also bei deiner Ausrüstung brauchst du keine T-Bones um den "Druck" zu erhöhen. Sinnvolle Ergänzung zu deiner Sammlung wären eher zwei Kleinmembranmikros als Overhead (auch ideal für A-Gitarre), zb. Rode NT5, Oktava, MXL...
Wenn du sagst dir fehlt manchmal der Druck, wie meinst du das genau. Wie mikrofonierst du momentan, Kompressoreinsatz!?
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Antwort#25
momentan mikrofoniere ich, indem ich BD und Snaremikro gate, die Toms comprimiere ich, Overheads und Hihat lasse ich pur durchlaufen.
Mit Druck meine ich, dass ich es bei einigen Aufnahmen lieber hätte, wenn die Drums direkter und mitten/-basslastiger (also direkt in den Bauch ohne Umweg über die Ohren) wirken. Ich bin selber Fan von Extreme (kann man kennen muss man aber nicht und leider gibt es die Band auch nicht mehr...) aber die haben es geschafft mit einem relativ unspektakulären Schlagzeug zusammen mit Gitarre (1000mal gedoppelt und dann doch wieder neu eingespielt) und Bass einen sehr dynamischen, druckvollen, selektiven und sehr differenzierten Sound zu erzeugen. Da bin ich halt am ausprobieren.... Vielleicht versuche ich aber andererseits auch die Quadratur des Kreises....
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Antwort#26
Hallo Matthias,
wie ich der letzten Mail schon vermutet hatte:
Was du erst einmal nicht brauchst sind die T-Bone Mikros, alles was du jetzt noch kaufst ist schlechter als dein bestehendes Equipment.
Was fehlt sind Kleinkapsel OH und eventuell HiHat.
Dein Problem liegt mit Sicherheit an einer ganz anderen Stelle:
- Der von dir gewünschte Sound läßt sich nur bei massivem Einsatz von guten Noise-Gates plus Compressor erreichen.
- Bitte, auch wenn die Verlockung groß ist, benutze erst einmal nicht die Software-Dinger. Es einfach so, das du bei der Hardware-Lösung "alles blinken" siehst und viel schneller nachregulieren kannst. Erst wenn du genügend Übung mit der Hardwarelösung hast, wirst du die unübersichtlicheren Software-Filter bedienen können....
- Ich empfehle nach wie vor nur Gates zu benutzen die Hochpaß-Tiefpaßfilter haben. Wie gesagt, mit den Samsons Gates und Compressoren bist du gut bedient, Preis-Leistung ist O.K.
- Auch wenn es hier vielleicht noch nicht deutlich gesagt wurde, du mußt jede Trommel einzeln komprimieren.
- Standardausstattung sind 8 Gates und 8 Kompressoren für die Drums. Auf den ersten Blick erscheint das dem ein oder anderen aus diesem Forum wohl etwas zuviel, aber mit "Purismus" wirst du den von dir gewünschten Sound niemals erreichen.
- Wenn du matschigen Sound hast solltest du auch alle Mikros, Kabel und sonstigen Klimperkram auf Phasengleichheit/phasenrichtige Polung prüfen. Verwende nur und ausschließlich Kabel und Mikros die du geprüft hast, das erspart dir viel Ärger.
- P.S. Ein Neumann ist meistens sehr cool für Bassdrum, achte ein bisschen auf die Schalldrücke. Es gibt Stimmen, die behaupten du würdest dein Neumann-Mikro mit so etwas unedlem wie Trommeln verschleissen, aber anderseits entschädigt der Sound.
Gruß
M. Hein
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Antwort#27
- "Der von dir gewünschte Sound läßt sich nur bei massivem Einsatz von guten Noise-Gates plus Compressor erreichen."
Einverstanden! Noisegates aber nur dann, wenn das Set nicht adäquat gestimmt bzw. gedämpft ist.

"- Bitte, auch wenn die Verlockung groß ist, benutze erst einmal nicht die Software-Dinger. Es einfach so, das du bei der Hardware-Lösung "alles blinken" siehst und viel schneller nachregulieren kannst. Erst wenn du genügend Übung mit der Hardwarelösung hast, wirst du die unübersichtlicheren Software-Filter bedienen können...."
Naja, hier scheinst Du allerdings ein wenig zu übertreiben, nicht alle Plugins
sind unübersichtlich. Und Gaten würden ich schon mal nicht während der Aufnahme,
das versteht sich doch von selbst. Lernen kann man den Dynamics-Einsatz sehr wohl auch am Computer.
"- Ich empfehle nach wie vor nur Gates zu benutzen die Hochpaß-Tiefpaßfilter haben. Wie gesagt, mit den Samsons Gates und Compressoren bist du gut bedient, Preis-Leistung ist O.K."
Mal am Rande: Samson ist Behringer. Samson war vor einigen Jahren der US-Vertrieb von Behringer. Dann gab es Ärger und Samson kaufte einfach eine China-Fabrik von B. und vermarktet den "Mist" seitdem komplett selbst. Das sieht man schon am Produktspektrum.
Ein viel besserer Tip daher: Finger weg von Samson und dem Behringer-"PRO"-Zeugs, sondern gebraucht ALTE (pre '98) Behringer Geräte für um die 50 Euro kaufen: Den Composer (der MDX2000 hatte noch DBX-VCAs !!!) und eines der besten Gates überhaupt, das AUTOQUAD (selbstverständlich mit Key-Filter...).
"- Auch wenn es hier vielleicht noch nicht deutlich gesagt wurde, du mußt jede Trommel einzeln komprimieren."
Das ist Unsinn - sorry. Man "muß" schon mal überhaupt nix.
"- Standardausstattung sind 8 Gates und 8 Kompressoren für die Drums. Auf den ersten Blick erscheint das dem ein oder anderen aus diesem Forum wohl etwas zuviel, aber mit "Purismus" wirst du den von dir gewünschten Sound niemals erreichen."
Das ist auch Unsinn: Ein Standart-Set mit drei Toms benötigt MAX !! sechs Kanäle
Gates: Kick-SN Top-SN Bot-3xToms - Wer gatet denn Hihat & OHs???
Kompressoren machen immer Sinn auf den Trommeln, Toms lassen sich gut in einer (Stereo-) Gruppe bearbeiten. Wären also 4-5 Kanäle.
Eine sehr gute Lösung ist es gleichwohl, das ganze Set mit einem *guten* Stereokompressor (evt. ohne die OHs) zu belegen. Klingt deutlich kompakter
als eine fummelige und teure Einzelkomprimierung (die ich ohnehin im Rechner
vornehmen würde).
"- Wenn du matschigen Sound hast solltest du auch alle Mikros, Kabel und sonstigen Klimperkram auf Phasengleichheit/phasenrichtige Polung prüfen. Verwende nur und ausschließlich Kabel und Mikros die du geprüft hast, das erspart dir viel Ärger."
RICHTIG! Und nicht zu vergessen: Ein mieses Schlagzeug (Problemzonen: Snare & Becken!!) und ein schlechter Drummer vermiesen Dir den Drumsound nahezu UNKORRIGIERBAR!

"- P.S. Ein Neumann ist meistens sehr cool für Bassdrum, achte ein bisschen auf die Schalldrücke. Es gibt Stimmen, die behaupten du würdest dein Neumann-Mikro mit so etwas unedlem wie Trommeln verschleissen, aber anderseits entschädigt der Sound."
Naja, aber solche Stimmen sollte man mal getrost als unfundiert überhören dürfen. Aber wie soll er auf Schalldrücke achten? Mit dB/A-Meter in der Bassdrum? Ein recht praxisfremder Rat. Es gibt recht wenig Mikros, die einen solchen Schalldruck nicht verkraften. Übrigens tuts auch schon ein günstiges Kondensator/GM-Mikro für die Kickdrum (z.B. C3000),
war da meint ein >1000 EUR Mikro hinstellen zu müssen hört wahrscheinlich auch das Gras wachsen ;-)
Gruß,
Christopher

"This is my opinion,
please don't get mad if i say something wrong or any statement
that make you unhappy."




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Antwort#28
Zum Thema Noisegates:
Meiner Meinung nach klingt es ohne immer besser.
Je mehr gegated desto weniger kompakt klingt das Set.
Es gibt aber ein Problem vor allen bei den Toms auch wenn sie gut klingen. Und zwar werden die Becken zu laut. Meist muss man um harte Toms zu bekommen den Anschlag betonen. Dummerweise betont man damit auch die unteren Frequenzen der Becken. Also Gaten.
Das Problem verschärft sich wenn man komprimiert.
Dummerweise will man bei Rockmusik meist nicht den originalen Drumsound (Trommeln) sondern etwas das lauter, fetter, druckvoller rüberkommt. Eigl. schon unnatürlich.
Bedenke dass die meisten Bassdrumssoud auf CDs getriggert sind. Bzw. originale Sounds mit Samples unterlegt sind.
Eine andere Idee die recht gut klappt ist ein 50-70Hz Sinussignal zu erzeugen und das über ein Noisegate gesteuert von der Bassdrum (im side chain) hinzuzumischen.
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Antwort#29
Hey Matthias,
eigentlich sehe ich da keinen Widerspruch. Weniger ist tatsächlich meistens mehr. Deswegen sagte ich ja, minimal OH+BD mikrophonieren. Mit mehr kannst Du dann einfach besser ausgleichen. Toms mikrophoniere ich eigentlich recht selten. Mit ´ner guten Kompressoreinstellung auf den OH (gute Position der Mikros vorausgesetzt), bekommst Du das ganze Set eigentlich recht gut zusammen. Den "druckvollen" Rocksound bekommst Du damit aber nicht. Hier wird tatsächlich ALLES einzeln abgenommen komprimiert und gegated bis zum Umfallen. Die Toms werden teilweise auch im Kessel abgenommen, um das Übersprechen zu verringern.
Was in den anderen Postings hier anklang nur kurz. Bei einer Mehrspuraufnahme würde ich nicht schon vorher gaten und komprimieren, das macht man besser im Mix später, bzw. du solltest auf der Mehrspur die rohen Signale haben, für einen Probemix hinter der Mehrspur bei der Aufnahme kannst Du natürlich schon mal was machen, damit die Jungs (oder Mädels) bei der Session schon "mal einen guten Eindruck" bekommen.
Bei Plugins sehe ich eigentlich keine Probleme, die funktionieren gut. Externe Geräte sind natürlich intuitiver zu bedienen.
Zu Deiner Mikro-Auswahl nur folgendes. Die MD 441 sind gut als OH, wenn sie mehr oder weniger nur als "Becken-Mikros" dienen, da sie zu stark richten. Die MD 421 sind besser, wenn sie das ganze Set mitnehmen sollen, sie kommen aber nicht so "weit rauf" wie die 441. Trotzdem sind die 441 "oben rum" auch mit Vorsicht zu genießen, da sie dort ziemlich wellig im Frequenzgang sind, deswegen mein Vorschlag mit den AKG C1000. Snare mit MD 421, BD geht damit auch. Das SM58 mag ich einfach nicht, aber das hatten wir hier schon mal.
Im Prinzip alte Grundregel, mit jedem guten Mikro kann man so ziemlich alles machen.
Zu dem Kommentar, daß man die Neumänner mit so etwas "einfachen" wie Schlagzeug mürbe macht, kann ich nur sagen,das ist ein Märchen. Ich nehme gerne das TLM 170 vor der BD, ist einfach prima. Das kann den Schalldruck auch locker ab.
Nur bei manchen Schlagzeugern ist das mit Kanonen auf Spatzen schießen, für die reicht auch ein SM 58 über dem Set.....-))))))
Gruß
Markus
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