ich habe mir in der letzten Zeit häufiger Gedanken darüber gemacht, welche >Mittel mir eigentlich zur Verfügung stehen, bestimmte Wahrnehmungen zu >erwirken.
Konkret: Was könnte ich alles tun, um folgende Dinge zu erreichen:
etwas nach vorne ziehen (z.B. 1 Sänger, 1 Instrument akustisch vor dem Rest >abbilden)
etwas nach hinten drücken (z.B. 1 Sänger, 1 Instrument hinter dem Rest abbilden)
etwas präsenter machen
etwas fetter machen
etwas druckvoller machen
etwas leichter, luftiger machen
etwas brillanter machen
etwas natürlicher machen (auch wenn´s schwierig ist zu definieren, was natürlich ist)
etwas wärmer machen
etwas kälter machen
etwas schriller, schärfer machen
Und, auf welche Möglichkeiten bist DU gestoßen? Dazu gibt es auch schon vierl Literatur anderer Hörer und Schreiber.
(prinipiell: überleg Dir, oder lies nach, was normalerweise passiert wenn sich irgendein Schall auf den Weg zu Deinen Ohren macht. Von dem Moment an, da unsere Ohren funktionieren, lernen wir aus den Druckschwankungen Informationen heraus zu hören. Da gibts recht lustige Experimente: Augen zu und in einen Raum gehen den man nicht kennt (also besser führen lassen :) )und überlegen was das für ein Raum ist...dann nachschauen..und stimmts?).
ich schreib mal was mir normalerweise in den Kopf schießt, wenn ich mir sowas denke...
lass einen Freund reden entferne Dich von ihm - was ändert sich?
nimm Dich selbst auf, mal nah dann weiter weg und schreib Dir alles auf was sich unterscheidet, Frequenzgang, Dynamik, Raum,
ich würde eine hohe Dynamik lassen?!, die höchsten Frequenzen lassen bzw. anheben (bei den sss-Lauten stören meist nur einzelne schmalbandige Frequenzbereiche) ?!, kein bzw. wenig Raum?!, späte Erstreflexionen,....dann müsste sich das schon hervorheben, vor allem wenn Du beim Rest leicht das gegenteiliges anwendest.
umgekehrt: Raum?!, kleinere Dynamik?!, weniger hervortretende Frequenzbereiche?!, im Verhältnis zum Nachhall frühere E.R.(erste Reflexionen)?!, höchste Frequenzen weg?!
was ist präsent? eigentlich nah...siehe Pkt eins, heutzutage meinen die Leute lediglich "laut" also keine Dynamikspitzen und dafür aufdrehen was geht.
viel Fett, viel Kohlenhydrate, viel Kortison...ist aber ungesund, also aufpassen!!
über dises Wort ist in "Audio-Kreisen" schon viel geredet worden. Ich hab glaube ich nicht ganz durchgeblickt. "Fetter Beat"...ich glaub das heißt lediglich, dass er gut ist, denn ich hab schon so manchen fetten beat ohne druckvolle Bassdrum gehört. "fette Gitarrenwand" ...gedoppelt, oder gelich x-fach eingespielt, verschiedene Panstellungen, leichte Tonhöhenunterschiede (Centbereich), Chorus und ähnliche Effekte...
knackigen subwoofer kaufen, stehende Wellen im Raum besiegen und lautere Musik hören
Druck kommt, so finde ich zumindest, großteils von der "QuellBand" oder aber nicht. Natürlich kann man zB bei der Bassdrum Freuquenzen anheben die tief genug sind um spürbar zu sein und doch hoch genug sind um von der durchschnitts Bassbox noch wiedergegeben werden zu können, jedoch finde ich so Späße wie "exakt" gleichzeitig erklingender Bass und Bassdrum wichtiger. Häufiger Fehler: "he...mehr Bass".."ok"..."cool nur jetzt hör ich die Bassdrum nimma"..."wart mal mach ich lauter"..."neee, das drückt nicht"..usw. -> darauf achten, dass möglichst unterschiedliche Frequenzbereiche getroffen werden!
uhh...jetzt wirds gefährlich im Forum. Mit solchen Wörtern muss man aufpassen, bei Leuten die Hifi-Magazine jederzeit einem Witzebuch vorziehen würden um Belustigung zu erreichen.
Du hast die Möglichkeit zwischen zu entscheiden auf wessen Seite Du Dich stellst. Wählst Du die Hifi-Gilde dann leg ein Taschentuch auf den Hochtöner, glaubst Du den, hoffentlich wissenschaftlicher denkenden, Technikern, verwende das Taschentuch um die die Tränen aus den Augen zu wischen, wenn Du über die Hifi-Magazine lachst.
Immer wenn es um Klangfarben geht wird es schwer - weil subjektiv. Sowas denk ich mir beim Mischen nicht, somit hab ich da keine Erfahrung.
alles oben einfach weglassen
Man nehme einen Oszillator und gebe eine 22kHz Welle wieder. Immer lauter werden, bis man sie hört. Entweder die Sicherung(en) oder der/die Hochtöner wird dann um einiges wärmer, aufpassen dass das Taschentuch nicht mitverbrennt sonst hat der lauthals lachende Tontechniker nichts um sich die Tränen aus den Augen zu wischen. (*)
?
?Wärme? wird gerne mit dem klassischen Röhrensound verbunden. Je nach Pegel den man einer Röhre zumutet, entsteht ein höherer Klirrfaktor. Teiltöne sind überhaupt stark ?schuld? an Klangfarbenphänomenen wie ?schärfe?, ?wärme?, etc. Allerdings sollte man hier vielleicht irgendwo skeptisch sein. Die Wissenschaft beschäftigt sich sehr wohl mit diesen Klangeigenschaften, sie existieren und haben durchaus erklärbare und ernstzunehmende Benennungen Mit einem gewissen Hintergrundwissen wirkt aber die übertriebene Anwendung dieser Wörter in ?pseudowissenschaftlichen? und ?-technischen? Beschreibungen innerhalb der Hifi-Szene bald sehr belustigend. Deshalb meine ?Ermahnung? mit solchen Wörtern hier vorsichtig umzugehen.
Lies mal nach unter ?Helmholtz? (der nur Teiltöne als Grund für Klangfarben angab), oder ?Carl Stumpf? (der auch schon Ein-, Ausschwingvorgänge und auch Nebengeräusche mit einbezog).
[Quasi: Klangfarbe = Klang ? Tonhöhe ? Lautheit]
Skeptisch sollte man, wie immer, aber auch bei namhaften Wissenschaftlern bleiben. Ich weiß nicht mehr wer es war, aber es gab auch schon so krasse Vergleiche (klangfarbentechnisch) wie zwischen Querflöte und Contrabass (dabei spielen natürlich beide Instrumente nicht in Ihrem Stammfrequenzbereich). Also einfach mal nachlesen.
also davon hab ich auch im nördlichsten Hifimagazin noch nichts gelesen.
Je höher die Energiemaxima der Obertöne liegen, desto schärfer wird der Klang wohl werden, also hohe ?aua-Frequenzen? anheben, zum Thema Scharf gibt es sicher viel zu lesen. Selbst Orgelregister tragen diese Bezeichnung.
Ojojojoje?das ist lang geworden. Na ja, wen?s interessiert
Grüße Andi
(*) Ich übernehme keine Haftung für etwaige entstehende Schäden. Jeder der meine Tipps befolgt trägt selbst die Konsequenzen. Eltern haften für Ihre Kinder.