Hallo Leute. Mit meiner Band (wir spielen Heavy Metal) sind wir dran gegangen unser drittes Album aufzunehmen. Aus den Erfahrungen die wir bei den ersten beiden Versuchen gesammelt hatten und der mittlerweile vorhandenen technischen Mitteln haben wir fast jedes "Problem" in den Griff bekommen ausser dasjenige mit den Gitarren. Diese klingen jeweils schrecklich krächzend oder sägend, aber nie richtig fett. Selbst wenn man 4 Spuren damit füllt ist das Ergebnis enttäuschend. Meine hauptsächliche Hardware ist: Digitech VGS-2120, Peavey XXX und dazugehörige Box mit Jensen Speaker. Abgenommen wird die Box durch SM-57, von da gehts ins Studio Mischpult durch den Kanal EQ, wird dann durch einen Ultra Q und einen Compressor gejagt und dann durch ein Roland vs-2400CD aufgezeichnet. Da wir nicht über einen gedämpften Raum verfügen haben wir uns grosse halbgeschlossene Holzkisten gebaut. Da stellen wir die Miks (2 auf einmal = 2 Spuren)und die 4x12" hinein. Kann mir jemand weiterhelfen? Gibt es etwas das wir da komplett verkehrt machen? Ich bin für jeden Hinweis dankbar..
Diese klingen jeweils schrecklich krächzend oder sägend, aber nie richtig fett. Selbst wenn man 4 Spuren damit füllt ist das Ergebnis enttäuschend. Abgenommen wird die Box durch SM-57, von da gehts ins Studio Mischpult durch den Kanal EQ, wird dann durch einen Ultra Q einen Compressor gejagt Da wir nicht über einen gedämpften Raum verfügen haben wir uns grosse halbgeschlossene Holzkisten gebaut. Da stellen wir die Miks (2 auf einmal = 2 Spuren)und die 4x12" hinein. Gibt es etwas das wir da komplett verkehrt machen?
Wenn das was aus den Boxen nicht 100%ig stimmt, hast du verloren. Dort ansetzen. Lass das nicht die "Profies" lesen...SCNR Brauchts du EQ? Warum? Klingt es schlecht? Ich nehme Gitarren selten mit EQ auf. Eventuell nur Korrekturen im Bassbereich. Drehe keine Höhen oder Mitten rein. Denn dann klingt die Gitarren u.U. dünn. Mach das später beim Mix wenn nötig. Lieber Mulm wegnehmen als Hohe Mitten rein. EQ möglichst breitbandig. Bei 4 Gitarren gibts aber noch andere Möglichkeiten. Warum noch einen EQ? Was willst du komprimieren? 0.2dB Dynamik auf 0.1dB drücken? Kompressor macht bei verzerrten Gitarren nur vor dem Verzerrer/Amp Sinn.
Reflexionen können geil klingen ("röhrig") müssen es aber nicht. Stelle die Box frei im Raum auf und mach sie nicht zu laut. Zuviel Geräte im Signalpfad zu haben, zuwenig an der Sounderzeugung selbst (das fängt beim Plektrum an!) zu arbeiten.
Hallo Chris, wie entsteht "fetter" Sound? - Boxen frei strahlen lassen, damit keine Refelexionen und Kammfiltereffekte stören - Mikroabstand eventuell vergrößern - Wenn mehrere Mikros verwendet werden die Phasenlage beachten - Anstelle des Nierenmikros SM57 mal ein echtes "Kugel"/Druckmikrofon verwenden - Eventuell einmal das Mikro auf den Boden legen (Groundplane/Grenzfläche) - Erst einmal alle weiter Peripherie weglassen, bis ihr über die Abhöre mindestens einen genauso "fetten" Sound habt, wie im Original Viel Spaß beim Klangtunig Gruß M. Hein
Hallo Kollege, meiner Meinung nach liegt das Hauptproblem in der Box mit den Jensen-Speakers, die sind zwar sehr billig, klingen aber eben auch dementsprechend, nämlich genauso wie du das ganze beschrieben hast...Zum Proben sind die Dinger OK, aber nicht für Aufnahmen (hab selbst eine ;-)) Versuchts mal mit einer richtig guten Box (vielleicht irgendwo leihen). Wenn das nicht drin ist, versuchts doch mal mit dem POD von Line6. Ich schwör auf die Dinger (zumindest was semiprofessionelle Aufnahmen angeht, davon geh´ ich hier mal aus, richtig?). Aus eigener Erfahrung weiß ich das der POD auch für professionelle Aufnahmen geeignet ist, wir selbst haben das auch schon gemacht und zwar im Studio das verantwortlich für Gitarrensounds u.a. von Dornenreich, The Vision Bleak, Mysterium ist wenn du die kennst. Probierts doch mal aus...
Was ist denn an einem SM-57 so unprofessionell (außer der Preis)? Es gibt doch gerade bei Metal-Produktionen tausende "Profis", die auf das Shure schwören. Welche Mikros bevorzugst Du denn?
Hallo, Da du sagst das eure Aufnahmen sägen und krächzen vermute ich mal das eure Mikrofon Position nicht optimal ist. Nur als Anhaltspunkte in der mitte der Lautsprechermembrane ergibt sich ein sehr höhenreiches Klangbild und am Rand der Lautsprechermembrane ergibt sich ein sehr dumpfes Klangbild. Meistens ergibt sich ein gutes Klangbild wenn man das Mikrofon ungefähr zwischen Membran-Mitte und Membran-Rand aufstellt. Der Winkel des Mikrofons zur Membran hat auch einen Einfluss auf den Klang. Ach ja das SM57 kann man ruhig auf Tuchfühlung gehen lassen mit dem Frontbespannstoff der Lautsprecherbox. Am besten lässt man sich bei der Suche nach der Mikrofonposition von jemanden Helfen, indem einer die Gitarre spielt und das Mikrofonsignal Abhört und ein anderer die Mikrofonposition ganz langsam ändert bis es passt, und nicht vergessen dem "Mikrofonpositionsänderer" bescheid zu geben wenn der Sound passt. Wenn man nicht über getrennte Aufnahme- und Regieräume verfühgt könnte man es auch mit einem geschlossenen Kopfhörer zum Abhören versuchen, falls dabei das Übersprechen zu groß ist müsste man halt immer erst Aufnehmen und erst dann Abhören bis einen das Ergebniss gefällt. Ein LowCut kann nicht schaden wegen dem Nahbesprechungseffekt, und die Gitarren sollen dem Bass im Mix ja keine Konkurenz machen. Gerade wenn man die Gitarren doppelt kann weniger Verzerrung mehr sein. Mfg Michael
klingt denn die Gitarre "natura" ordentlich? Wenn nicht, hilft das beste Mikrofon mit der besten Position und dem besten Vorverstärker bzw. Effektgerät nicht. Wenn ja, dann stellt doch ein neutrales Mikro (Kleinmembran-Druckempfänger) an die Stelle, wo das Ohr den Gitarrenklang als gut empfindet. Wenn´s dann immer noch nicht gut ist, prüft mal Eure Abhöranlage. Viel Erfolg Martin
Ein Problem liegt in der 4 x 12" Bestückung. Nimm lieber eine Box mit nur einem Speaker(Kammfiltereffekte), auch mal nen kleinen aber guten Combo probieren, nicht zu laut machen, 1/3 bis 1/2, mehr ist zuviel. Die Holzkisten können weg. (auch Kammfiltereffekte). Darüber hinaus könntest Du mittels einer DI Box das Signal vor dem Amp splitten und nur das unverzerrte Signal aufnehmen. Danach jagst Du dieses durch einen virtuellen Amp (Plugin, POD etc.). Am Anfang tun immer alle Gitarristen so, als sei man jetzt völlig durchgedreht und ein Verräter an der guten alten Handmade Music, wenn sie den Mix hören, machen sie sich dann aber meistens ein vor Glück. Ruhig die Gitarre auch mal mit nem Synthisound "doppeln" etc (ja, auch, gerade bei Metal Sachen, und nicht nur bei sog. "NuMetal". Black Metal Drums sind z.B. sehr oft getriggert oder programmiert.) Studioarbeit hat nun mal viel mit "tricksen" zu tun, schliesslich seid ihr keine Jazzer oder Klassiker. Wer darauf keine Lust hat, sollte eben einfach einen guten Livemitschnitt machen lassen. Sowieso mein Lieblingsvorschlag bei Demoanfragen. Gig in nem Jugendheim klarmachen, den Raum zwei oder drei Tage akustisch vorbereiten, ne gute AB Mikrofonie einrichten, Vierspurmitschnitt machen (AB plus Summe), mixen, mastern, bestes Demo ever! Wenn nur zehn Leute kommen, egal. War immer noch billiger als ne Woche Studiostress :)
Danach jagst Du dieses durch einen virtuellen Amp (Plugin, POD etc.). Am Anfang tun immer alle Gitarristen so, als sei man jetzt völlig durchgedreht War immer noch billiger als ne Woche Studiostress :)
Ich weiss nicht die Boxensimulation kann mich nicht begeistern. Klingt immer noch steril. Aber als Preamp recht gut. Allerdings ist die Simulation weitaus besser als schlechte Boxen und Räume. Metalgitarristen sind erstaunlich aufgeschlossen. Nur die alten Blueser wollen Vintage und Vollröhre... Des einen Kosten ist des anderen ihr Verdienst. (wenn du verstehst was ich meine...)