Kirchenorgel mit Röhrenmikros aufnehmen ???

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Hatte eine Aufnahme in einer Kirche. Beim abendlchen Abbauen kommt ein weiterer Tonmann rein und baut für den nächsten Tag auf. Er will die Orgel als Solo aufnehmen und dazu auch Blechbläser (Posaune gfs). Dazu stellt er ein AB mit zwei baugleichen Röhrenmikros vom Typ AKG Solidtube in die Raummitte und den etwas seitlich postierten Bläsern jeweils nahe Einzelmikros. Er ist selbst Kirchenmusiker und Organist und produziert seine CDs selber. Ich wollte nun keine großen Diskussionen anzetteln, hört mir aber seine letzte CD an. Klingt ein bischen arg spitz für eine Orgel. Er meint, der Klang ist so perfekt.
Wer benutzt sonst noch Röhrenmkros fü solche Aufnahmen?
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Antwort#2
Zu diesem Mikrofon wirbt AKG mit: AKG Solidtube, Röhren Großmembranmikrofon - Das Vokalmikrofon schlechthin. Viel Erfahrung für Sound-Design steht hinter diesem Röhrenmikrofon. Preis um 770 Euro.
Das große Mikrofon hat einer ECC-83 Trioden-Röhre und feste Nierencharakteristik.
Aber das Mikrofon hat einen Groundlift-Schalter, also eine schaltbare -20dB Vordämpfung und einen zuschaltbaren Trittschallfilter. Nicht nur das so schön rot schimmernde AKG-Logo macht dieses Mikrofon so interessant, vor allem klanglich kann es voll überzeugen, das sagt die Werbung.
Eine Diskussion würde ich bei diesem überzeugten Musiker auch nicht anzetteln. Das wäre, wie einem Power Mac User nur seine Kiste etwas anzuzweifeln.
Als Hauptmikrofonsystem würde ich diese warme Show-Type bei Orgel sicher nicht nehmen.
Moin-Moin
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Antwort#3
Hallo Hafi 96,
ich benutze ausschließlich meine beiden Mikrotech-Gefell/Neumann GDR Kleinkapsel-Röhrenmikrofone mit Kugelcharakteristik für solche Aufnahmen. Meist in Decca-Tree ähnlicher Aufstellung, wobei ich als Mittenmikro oft eine Großkapsel in Kugel oder Acht verwende.
Mikro abstände liegen hierbei zwischen (Schenkellänge) 1 ... 4 m, je nach Größe des Klangkörpers und des Aufnahmeraumes.
Mir persönlich gefällt die Eigenart der Röhrenmikrofone immer "weich" zu zeichnen, auch bei großen Lautstärken.
Gruß
M. Hein
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Antwort#4
Mir persönlich gefällt die Eigenart der Röhrenmikrofone
immer "weich" zu zeichnen, auch bei großen Lautstärken.
Diese Aussage trifft sicher nicht allgemein für Röhrenmikrofone zu.
Das bekannteste und beliebtetste Röhrenmikrofonon ist das Original-Neumann U 47 in Schaltumng Niere.
Besonders Jazzer finden den Blechbläserklang schön präsent und alles andere als "weich" zeichnend.
Juri
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Antwort#5
Das war auch mein Gedanke. Besagte Solidtube ist auch nicht gerade ein Weichzeichner - eher ein "Scharfmacher"
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Antwort#6
... ich verstehe das gesamte Setup nicht:
1. Wieso die Hauptmikrofonanordnung in die Raummitte?
Die Mikrofone stehen weit außerhalb des Hallradius.
2. Wieso eine Großmembran-Niere?
Kirchenorgel ist eines der wenigen Instrumente, das überhaupt
einen tiefen Baß bis runter zu 20 Hz produziert.
Nur ein (echter!) Druckempfänger (Kugel) nimmt wirklich und linear
ab 20 - 30 Hz auf.
Großmembranen nehmen den tiefen Frequenzbereich leider nicht besser auf.
Der Umkehrschluß von Baßlautsprechern auf Mikrofone gilt nicht.
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