Zu den Drum-mikro´s nochmal, aber für alle!

Erstellt 17 Antworten18 Beiträge
Startbeitrag#1
Jetzt mal ganz ehrlich ;O):
Wer von euch benutzt meistens die Basedrum, die er aufgenommen hat??
Also ich mach es selbst nicht, und in den Studios wo ich umhergekommen bin, hat es irgendwie niemand gemacht. die haben dann immer ihre Haus-Base im Sampler und nehmen die anstatt Den Track. Es spart Zeit und hat mehr Druck, man braucht kein Equipment und kann sie noch dynamisch nachbearbeiten ohne dass man einen Kompressor drüberschieben muss....

eure Kommentare ???

als dann an alle Töpfermeister

dB
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Antwort#2
Wenn ich bei einem Schlagzeug ein Instrument live und im Studio immer hinkriege, dann ist es die Bassdrum...
Vorallen live ist es easy. Nur: man muss sich auch mal zum Schlagzeug hinbewegen und darf nicht am Pult stehenbleiben und hoffen dass sich allein durch EQ-schrauberei alles hinbiegen lässt.
Mit einer getriggerten Bassdrums klänge es zwar "professioneller", vorallem wenn der Drummer nicht gleichmässig spielt, aber irgendwie entscheide ich mich immer für die original im direkten AB-Vergleich. Vielleicht auch weil ich den Triggerdrum-Sansamp-POD-Sound auf den Legacy[*]-CDs nicht mehr hören kann.
Das problematische Intrument für mich bei einem Schlagzeug ist die Snare.
Und live der obere Mittenbereich mit Gesang und Melodieintrumenten (Lead gitarre, Keyboards etc.). Bin halt doch als Basser vorbelastet. Unten rum klappts fast immer wenn es die PA und Location hergibt.
[*] oder eine andere Zeitung des härteren Genres mit CD drin
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Antwort#3
Was ist den eine Haus-Base?
Der Duden kennt folgende Basen:
1. Base das; -, -s [engl. base, eigentlich Grundlage, Basis]: Im Baseball.
2. Base, die; -, -n [rückgeb. aus dem Pl. Basen von →Basis] (Chemie): In Verbindung mit Säuren.
3. Base, die; -, -n [mhd. base = Vatersschwester, ahd. basa, wohl Lallw.]: veraltet, süddeutsch für Cousine.
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Antwort#4
Von wegen Bassdrum austauschen: Ist in vielen Studios üblich und manchmal absolut notwendig wenn man manchmal das Equipment von manchem Schlagzeuger betrachtet. Ohne ein Werturteil abgeben zu wollen, aber Schlagzeuger gehen nach meiner Erfahrung am schlampigsten mit ihrem Instrumentarium um und demensprechend klingt das Equipment dann auch. Uralte Felle, falsch gestimmte(wenn überhaupt)Toms, Das Wort Resonanzfell sagt ihnen überhaupt nichts usw usw.....ich wette da können mir einige meiner Kollegen beipflichten. In der Regel gehe ich so vor:
Auf der analogen Ebene:
Ich probiere erst mal zu hören wie die "Bassdrum"(richtige Schreibweise) oder Kickdrum (wie die englischsprachigen Musiker sagen) unmikrofoniert klingt. Klingt sie Scheisse, weil z.B. das Fell alt ist, der Drummer schon 500 Schlagpads in die Mitte des Fells geklebt hat oder sogar Dämpfringe innen und aussen drauf hat sage ich erst einmal gnadenlos: Neues Fell kaufen gehen und wiederkommen!!! Kein Scheiss. Dann werden erst einmal neue saubere Schlagpads auf die Schlagpunkte der Schlegel geklebt (gibt's im Fachhandel). Zu den Schlegeln: Ist es eine Metal- oder Rockband die aufnemen will, wollen die in der Regel eine sehr klickige Bassdrum. Meisstens hat der Drummer aber Filzschlegel an seiner Fussmaschine und damit bekommt man keinen gescheiten Kicksound hin. Also, logische Konsequenz die Schlegel gegen welche mit Kunststoffköpfen austauschen, und schon haben wir die halbe Miete was den Kicksound betrifft. Felle natürlich noch gut einstellen und zwar Schlagfell lockere bis mittlere Spannung (nicht labberig) Frontfell (hoffentlich mit Loch) sehr straff spannen. In die Kick vorher noch eine ca. 4qm grosse, nicht zu dicke Baumwolldecke gut zusammengefaltet legen und zwar so, das Front- und Schlagfell gut berührt werden. Nun zur Wahl der Mikrofone: Da habe ich drei Stück und zwar das Riesenteil von Electro voice RE20, AKG D112 und das Shure Beta 91. Will man es extrem klickig haben nehme man das Beta 91, etwas moderater das RE 20 und für normale Zwecke das D112. Dann Sound via frequenzselektivem Gate (Drawmer DS201), 3-Band Comp (TC-Tripple C)und 4-Band Vollparametric-EQ (TC-2240) auf den Master und auf's Band, Fertig. Der Rest ist reine Einstellungssache.
Auf der Digitalen Ebene:
Nehme ich gleich in Cubase SX auf und klingt die Kick trotz aller internen Einstellmmöglichkeiten nicht nach meinem Gusto, tausche ich sie über ein sehr gutes Plugin namens Drumagog gegen eine mir genehme aus. Geht sehr einfach und klingt trotzdem natürlich.
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Antwort#5
Dann Sound via frequenzselektivem Gate (Drawmer DS201), 3-Band Comp (TC-Tripple C)und 4-Band Vollparametric-EQ (TC-2240) auf den Master und auf's Band, Fertig. Der Rest ist reine Einstellungssache.
Genauso, allerdings mit anderen Geräten bzw. plug-ins, bearbeite ich die Bassdrum. Allerdings nach der relativ trockenen Aufnahme (nur ein bisschen EQ).
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Antwort#6
Hallo,
wir sind uns wohl alle in einem einig:
Ein guter Bassdrumsound benötigt eine wirklich gute Bassdrum!
Einige Drummer haben mit Sound wirklich nicht viel am Hut,
daher steht in meinem Studio ein Kit das klingt (allerdings hängt der
Sound immer noch sehr vom Drummer selbst ab, wenn auch weniger beim "Kick")
Man kann aber mit einer Bassdrum sicher nicht alle Soundvorstellungen bedienen.
Zumindest drei Richtungen sind denkbar: Jazz, Mainstream & Metallgedöns.
Beim Metall ist es wohl gängig, generell Sounds zu triggern.
Oft genug klingt das steril und unpersönlich. Ich meine, wer eine gute Bassdrum
nicht zum klingen kriegt sollte erstmal seine Hausaufgaben als Tontechniker
machen. Ganz früher hatte ich ein Alesis D4 Drummodul, das mußter öfter herhalten. Ich kann es heute noch raushören, es ist nicht "the real thing".
Ein Triple C o.ä. ist sicher ein sehr gutes Tool zur Soundbearbeitung, habe ich auch benutzt. In letzter Zeit brauch ich ihn kaum noch:
Das Resonzfell meiner 20"x16" 9000er Recording-Bassdrum ist ersetzt durch ein
geschlossenes ! Ambassador. Drinnen liegt auf einem Federkissen ein Beta91, das übrigens sehr flexibel
ist (von wegen: nur Höhen...) Vorm Fell steht momentan ein Röhren-GM-Mikro (zu irgendwas müssen die Dinger ja taugen ;-) Ist aber egal was da steht...).
Allein durch das Mischen der zwei Mikros bekomme ich ohne EQ oder Kompi einen
sehr runden Sound - später kann ich noch nach Bedarf rumschrauben, mehr Kick oder mehr Bauch betonen.
Triggersounds benutze ich ab+an beim Remix "historischer-" oder Live-Aufnahmen.
Sie haben schon ihre Berechtigung als Hilfsmittel. Ein ernstzunehmendes Studio sollte so was nicht nötig haben.
Gruß,
Christopher


http://www.hafibeat.de
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Antwort#7
Was soll denn das? Sag' lieber was eine Heim-Base ist.
Wer bist *du* denn?
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Antwort#8
Stimmt, natürlich hast völlig recht. Natürlich die ganze Bearbeitung NACH der Aufnahme. Davor nur leichtes EQing. Man sollte seinen Sermon nochmals durchlesen bevor man ihn postet. *gg*
Franky
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Antwort#9
Ein ernstzunehmendes Studio sollte so was nicht nötig haben.
Toller Satz, aber den hättest Du dir sparen können!!! just think about it!!!
Es ist jedem freigestellt wie er zum Ziel kommt. Schön das Du ein gutes Drumset im Studio stehen hast. Aber ich habe keine Lust mich auf erschöpfende Diskusionen mit meinen Auftraggebern einzulassen ob er nun sein Drumset nimmt oder meines. Zu neuen Fellen kann man manche Drummer noch überreden wenn man vernünftig mit ihnen redet, aber das eigene Set nicht spielen können an das sie gewohnt sind, da wird's echt problematisch.
Der Trick ist, auf gut deutsch gesagt, auch aus Scheisse Gold machen zu können.
Mit gutem Material ist's einfach, aber was machst Du wenn du mal nicht so gutes Material hast? Die Kundschaft nach Hause schicken? Dann müsste mann VIEL Geld haben wenn man sich das leisten kann. Und ausserdem: Der Kunde ist König und bezahlt meine Brötchen!!!!
Ps.: Mit meinem Setup kann ich jede gewünschte Bassdrumm einstellen und zwar mit einem Mikro, ohne künstlich zu klingen.
Und nun ein Satz von mir: Ein ernst zu nehmendes Studio kann es sich nicht leisten den Kunden vor den Kopf zu stossen!
Franky
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Antwort#10
Wenn Du die ganzen Posts liest, vor allem den Leitpost, dann weisst Du was ich meine. Gemeint war eine gesamplete Bassdrum.
Das Thema Wortkorrektur und daraus entstehende Off topics hatten wir aber schon mal.
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Antwort#11
... und ich dachte schon, eine Heim-Blase ist so eine schreckliche Block-Tröte.
Moin, Moin
Derval
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Antwort#12
Sagt mal - wann wird denn endlich diese ewige Diskussion über die Rechtschreibung hier aufhören??? Es ist langsam wie im Kindergarten wenn sich Erwachsene Leute streiten ob etwas "Aufnahme" oder "Abnahme" heißt, oder Bass-Drum oder Basedrum. Es gibt welche die lernen es eben nie. Trotzdem weiß jeder was der Betreffende meint. Laßt doch endlich diese Diskussionen. Hinterher wundert Ihr Euch wenn solche Threads gelöscht werden - mehr nämlich sind sie auch nicht wert - und verhaltet Euch wie kleine Kinder denen man das Spielzeug weggenommen hat.
MfG
Rainer
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Antwort#13
Hallo Frank!
Ein "ernstzunehmendes Studio" sollte es nicht nötig haben, auf
Drumsoundreplacement zurückgreifen zu müssen. Nichts anderes habe ich
ausdrücken wollen und das geht nach aufmerksamer Lektüre aus meinem Beitrag hervor. Ich habe ja selbst auch mit solchen Tools gearbeitet.
Aber zu Deinem Beispiel:
Ein Drummer, der unbedingt sein Set spielen will, obwohl z.B. die Bassdrum
nicht klingt - worst case und kommt fast nie vor!! - bekommt von mir unmittelbar eine Lektion:
Ich erkläre ihm, das es im Studio um Sound geht und nicht um seine diffusen
Pseudoargumente. Will er dann immer noch nicht habe ich immer noch die Möglichkeit, seinen Müllhaufen zum klingen zu bringen. Neue Felle auf der Bassdrum sind da selten nötig. Aber Stimmung und vor allem Dämpfung.
Solange ich den Sound des Instrumentes in den Griff kriege (und das tu ich als
Drummer) benötige ich keine Samples. Ich brauche auch nicht zwingend zwei Mikros.
"Ein ernst zu nehmendes Studio kann es sich nicht leisten den Kunden vor den Kopf zu stossen!"
Ach Frank - was für ein weiser Ausspruch! Man sollte sich so vieles nicht leisten, manchmal muß es aber sein. Der Drummer ist übrigens auch nur
der Rhytmusknecht meiner Auftraggeber (der Band, des Produzentes), und
diese interessiert ein Ego-Trip des selbigen einen Scheiss!
Bei Schülerband-Demo-Produktionen mag das anders sein, aber die finden
hoffentlich in keinem professionellen Studio statt.
Take this:
"Ein ernst zu nehmendes Studio kann es sich nicht leisten, Müll abzuliefern."
Hinterher fragt keiner, warum es nicht klingt.
Wie man es macht ist eigendlich egal - aber Samples sind nun mal nur Samples.
Es gibt wenig Spielarten, wo sie einen kompromißlosen Ersatz leisten.
Ich will keine Kompromisse, wenn ich sie vermeiden kann.
Aber wems gefällt...
Gruß,
Christopher



http://www.hafibeat.de
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Antwort#14
Ich sag' jetzt nichts mehr zu dem Thema, sonst wird's endlos. Ich komm auf meine Art zum Ziel und Du auf deine, O.K.?
Franky
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Antwort#16
ja allen dank für die ausführliche diskusion. tja ich lese aus den antworten, dass sich viele von euch künstlerisch in den prozess des gesamt-sound-herstellens einbringen. bei uns geht sowas nur noch bei amateurbands, die gar keine ahnung haben und mich einfach mal machen lassen. da aber die meisten musiker heute eh ein home-studio besitzen, und auch noch zusätzlich, ob gut oder schlecht sei mal dahingestellt, von der modernen musik (sprich plastikgitarre autotune und triggerdrum) sehr beeinflusst sind, wollen die dann immer im mix z.B. "mit Effekten kann man das schon machen..." oder "Die Basedrum muss klingen wie auf Album XY" oder so was.
ich muss sagen, als Tontechniker stört mich das auch gar nicht. Wie schon gesagt halte ich auch nixx davon den Musikern ihre Idee in Frage zu stellen, dann werden gerade Amateure extrem unsicher. Die geben mir ja immerhin Gelt dafür.
Da ich auch Musiker bin, würden meine Soundvorstellungen eher so aussehen, wie hier beschrieben (fern von Triggersounds und Plastik sowie Dynamikverlust), aber ich würde mich auch nie selbst aufnehmen wollen. Vieleicht zum Ideenfesthalten....
Das Triggersounds nix für anspruchsvolle Studios, oder welche die was auf sich halten sind, sehe ich auch nicht so. Bei Midi iss ja auch nicht so, und bei allen modernen Plug ins ebenfalls nicht. Ein Studio sollte möglichst ALLES machen können was irgend möglich ist, und übung macht den Meister.
deswegen geh ich jetzt nochma Üben ;O)
Gruuhs

dB
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Antwort#17
"Ein Studio sollte möglichst ALLES machen können was irgend möglich ist"
...und dazu gehört ein Bassdrumsound, der "ungetriggert" schon richtig gut klingt. Um nichts anderes ging es mir - eben nicht um die Beschneidung
der kreativen Möglichkeiten (die ich auch nicht missen will!).
Aber in einer Kultur der Platik-Sounds, wo alles gleich klingen muß um "erfolgreich" zu sein ("DER" Bassdrum-Sound? Absurd!!)
und das strohdumme Nachwuchsbands auch noch glauben muß einfach mal ein Gegenimpuls kommen.
Wer dies antiquiert nennen möchte soll dies tun. Öl ins Feuer der Wegwerf-Musikkultur und ihrer Protagonisten, der korrupten Musikindustrie.
OK, ich hab jetzt weit ausgeholt ;-)
Gruß,
Christopher
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Antwort#18
Meine Klientel sind die Amateurbands...
Und zum Thema Triggersounds ist bis jetzt noch gar nicht die sehr wichtige Anwendung genannt worden: das Mischen von originaler Bassdrum mit Triggersounds.
Ich habe auch nichts gegen getriggerte Bassdrums. Aber es gibt solche und solche.
Da ich selber mit Drumcomputer arbeite habe ich diesbezüglich schon viel experimentiert.
Irgendwie ist es auch ein bisschen Sport, aus einer Natur-Bassdrum noch was rauszuholen. Und gerade getriggerte Sound müssen exakt gespielt werden. Leichtes holpern bei "matschigen" Orginalsound klingt noch ein authentisch. Holpern bei immer gleich lauten Triggersound ist peinlich. Bleibt also nur komplett zu quantisieren. Und da gibt es das Problem, dass meine Klientel oft nicht nach Klick spielen kann was die Programmierung etwas umständlicher macht. (mind. nach jeden Takt das Tempo angleichen). Fazit: Triggern bringt bei Amatuerbands für Demo-CDs oft keinen wirklichen Vorteil solange die orginale Bassdrum brauchbar ist.
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