Hallo liebe Kollegen Demnächst kommt eine Rockabilly Band in mein Studio für eine komplette CD Produktion. Der Bassist spielt da logischerweise einen Kontrabass. Was nehme ich da am besten für Mikrofone und in welcher Position platziere ich sie. Möglicherweise muss ich sie am Bass befestigen da der Bassist sich ziemlich bewegt, das kann ich im schlecht verbieten. Was bieten sich mir für Alternativen?
Meine Erfahrung mit Rockabilly (bis jetzt zwei Platten gemacht) waren am besten mit: 1. Gutes Grossmembran Kondenser (hab ein U87 verwendet) guten halben Meter abstand direkt mitten auf den Korpus. 2. Pick Up Signal. Kenne keinen Rockabilly Bassisten, der nicht auch nen Pick Up montiert hatt, und der manche (modernere) Sound unerlässlich ist. Klingt nicht umbedingt natürlich, aber manchmal wirklich wichtig. und dann einfach je nach Song und Sound beide Signale mischen.
Neien! Hab' schon mit im gesprochen. Er meinte nur, das ihn der Groove manchmal packt und dann kann er nicht stillhalten. Kann er nix gegen machen, sagt er. *ggg*
Habe zwar kein U78 kann aber jederzeit eins nebenan leihen. Habe aber ein AKG Solidtube im Studio und werde erst mal das austesen. Pickup hat er, glaube ich, sogar montiert. Naja, lassen wir uns mal überraschen. Danke für den Tip. Franky
Hallo Franky! Ich habe gute Erfahrungen mit einem U87 (Kugel) direkt im Steg gemacht. (Notfalls für besseren Halt den Steg etwas mit Schaumstoff auskleiden) Zusätzlich sind wir über den Pickup in einen Amp mit 15er Box gegangen, die auch mikrofoniert wurde. Gerade bei Rockabilly macht es Sinn, noch ein weiteres Mikro für die Slaps in der Nähe des Halses zu positionieren. So kann man diese noch hinzumischen, falls nötig. Ein (ungetesteter) Tip eines Kollegen: Zwei Mikros in etwas Abstand auf die F-Löcher ausrichten ... wird bei Deinem bewegungsliebenden Basser allerdings nicht viel Sinn machen ... Viel Erfolg! Michael PS: Noch ein Tip aus leidiger Erfahrung: Gezupften Kontrabass zu schneiden ist kein Spass, da in der Wellenformdarstellung (zumindest in Pro Tools) kaum zu erkennen ist, wo genau ein Ton aufhört und der nächste anfängt. Ich sage das nur, weil ich diese unangenehme Erfahrung selbst machen musste. Ich persönlich würde mich nicht mehr auf so etwas einlassen. Die Slaps widerum sind (wie man sich sicherlich denken kann) in diesem Zusammenhang sehr kooperativ. :)
Ich habe sehr gute Erfahrung gemacht mit folgender Kombination: AKG C2000 mittels Schaumstoff im Steg eingespannt, Einsprechrichtung zum Korpus, am Preamp bei 40 Hz abgeschnitten. Das AKG C2000 ist sehr schlank und läßt sich hervorragend einbauen, es klingt tadellos. Ich habe auch AKG C4000, Shure KSM44 und KSM27 probiert - das AKG C2000 ist wirklich ok, praktisch ohne weitere Filterung. Zusätzlich habe ich den Tonabnehmer, extrem stark komprimiert, dazugemischt. Das Mikro oder die Summe läßt sich nicht wirklich vernünftig komprimieren, das pumpt zu sehr, da meist doch einiges an Übersprechung von anderen Quellen dazukommt (vorausgesetzt, es sitzt nicht jeder vollkommen gekapselt in einer Kabine). ... aber wie immer: Viele Wege führen zum Ziel. Gruß Uwe