Frequenzgang Yamaha NS10 ?

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
ich möchte jetzt nicht wieder eine pro/contra-Diskussion anfangen.
Mich würde einfach mal interessieren, wie der Frequenzgang von den Dingern aussieht.
Könnte jemand von Euch freundlicherweise einen Link posten, wo dieser angegeben ist?
Danke im Voraus
Andy
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Antwort#2
Hallo AndyW,
Mich würde interessieren, wie der Frequenzgang von den Yamaha NS10 Dingern aussieht.
Sieh doch mal in Google unter 'loudspeaker frequency response' oder 'speaker response' nach. Du wirst absolut nichts finden, geschweige denn, wenn du noch NS10 dazuschreibst.
Wenn es zufällig mal eine Kurve geben sollte, dann ist diese kräftig geradegebügelt. Sollte einmal eine ehrliche Kurve aus dem schalltoten Raum veröffentlicht werden, dann wird kein Erblicker dieser Kurven so blöd sein und jemals diese schlecht aussehenden Lautsprecher kaufen.
Das wissen die Hersteller und das wissen die werbenden Tester der Audio-Zeitschriften.
Niemand hört im schalltoten Raum ab und in deinem Wohnzimmer würde eine Messung nicht den Frequenzgang der Lautsprecher zeigen, sondern mehr den Frequenzgang deines Wohnzimmers an einem bestimmten Messort.
Mikrofone werden auf halbe dB im Frequenzgang angegeben und bei Lautsprechern herrscht das Schweigen.
Die Marketingleute haben leicht verärgert aber überzeugt den Spruch dazu drauf:
Man muss sich nicht unsere Kurven ansehen. Man muss unsere Lautsprecher gehört haben. Punkt.
Jupp
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Antwort#3
Hallo -
welcher Hersteller verheimlicht Frequenzgänge?
Bei meinen Homerecording-Studiomonitoren Event TR5 waren welche dabei (nicht idealisiert, sondern zickzack meßschriebmäßig), bei meinen Aktiv-PA-Boxen FBT A8R ebenso.
M. Koeppen
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Antwort#4
In einer älteren Ausgabe der Production Partner war der Freifeldfrequenzgang dargestellt, dazu die Richtcharakteristik im vorderen Halbraum.
Der Freifeld-Frequenzgang fällt unterhalb ca. 100Hz mit 12dB/8ve und wies eine Überhöhung um einige dB zwischen 1...2kHz auf, soweit ich mich erinnere. Hier wurden Artefakte durch den Einbau der LS in die Schallwand offenbar nicht entzerrt.
Die Paargleichheit war allerdings so schlecht, daß man sich nicht sicher war, ob das nun der typische Frequenzgang der NS10 wäre.
Durch relativ tiefe Trennung um 1,8kHz ist die Richtcharakteristik für ein Zweiwegesystem akzeptabel, wenngleich eine Sprungstelle im Übernahmebereich existiert.
Gruß
Andreas
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Antwort#5
Über solche wilden zickzack-gemessenen beigefügten Event TR5 und Aktiv-PA-Boxen FBT hörst du jetzt stolz und guten Gewissens ab?
Wenn überhaupt ein Messzettel dabei ist, dann doch ein geschönter, so wie der Hersteller es gerne hätte.
Da liegt dann allen Lautsprechern der gleiche Zettel dabei, mit einer +/- 10 dB Toleranzangabe.
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Antwort#6
Um Mißverständnissen vorzubeugen: Das Hochpaßverhalten 2. Ordnung mit einer Eckfrequenz von ca. 100Hz ist selbstverständlich typisch für den NS10 und ergibt sich durch den Einbau des Tiefton-Lautsprechers in ein geschlossenes Gehäuse.
Auch die oktavbreite Überhöhung um 1...2kHz scheint typisch, fällt jedoch aufgrund der schlechten Serienkonstanz der Tieftöner unterschiedlich stark aus.
Die Paargleichheit ist ein sehr relevantes Kriterium für die Brauchbarkeit eines Lautsprechers!
Die bei Lautsprechern oft zu beobachtende "Feinstruktur" des Amplitudenfrequenzganges läßt sich beseitigen, indem man:
(1) alle beteiligten Strahler klein gegen die abgestrahlte Wellenlänge hält
(2) die Schallwand "unendlich groß" ausführt (d.h. in der Praxis wandbündige Montage)
Grundsätzlich ist dank der heutzutage zur Verfügung stehenden Technologie (leistungsfähige Equalizer) ein perfekter Freifeldfrequenzgang kein Problem mehr.
Bei zweifelhaften Produkten empfiehlt es sich, selbst nachzumessen. Dank Fensterung lassen sich auch ohne reflektionsarmen Raum Freifeldmessungen oberhalb ca. 300Hz durchführen.
Das Problem ist eher, den Lautsprecher so zu gestalten, daß der Frequenzgang unter verschiedenen Winkeln im Abhörbereich halbwegs konstant bleibt, sowie das Erreichen eines frequenzneutralen Diffusfeld-Frequenzganges wenigstens zwischen 250Hz und 10kHz.
Gruß
Andreas
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Antwort#7
Ich habe mir die "kleinen" Behringer 2030A Truth Monitore gekauft
und bin sehr beeindruckt.
Jeder Box liegt ein individueller Frequenzgangsschrieb mit Seriennummer
etc. bei. Der (Freifeld-)Frequenzgang ist sehr ordentlich, der Paarabgleich
bewegt sich im absolut akzeptablen Rahmen. Im Vergleich zum "großen" 2031-Truth Monitor, die sehr HiFi-mäßig klingen und über die eine Beurteilung schwerfällt sind die kleinen sehr neutral und besonders im kritischen Mittenbereich kann man sehr gut mit den Böxchen arbeiten.
Normalerweise darf man im Studio ja nichts von Behringer benutzen (wg. der Technikerpolizei ), aber diese Teile stelle ich tatsächlich auf.
Vielleicht mache ich ja die Behringer-Aufkleber weg.....
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Antwort#8
Production Partner 6/96.
Amplitudenfrequenzgang wie beschrieben, maximale Paarabweichung 6,8dB, nicht etwa aufgrund Verpolung eines Strahlers sondern aufgrund schlechter Serienkonstanz. Also so gut wie unbrauchbar. Phantomschallquellen wird man damit nicht positionieren können.....
Taschentuch vor dem Hochtöner (s.u.) ist nicht geeignet, weil die breitbandige Überhöhung des Amplitudenfrequenzganges am oberen Ende des Übertragungsbereichs des Tiefmitteltöners liegt - der Hochtöner ist okay, fällt eher zu hohen Frequenzen etwas ab. Wenn schon "mechanischer Filter vor der Box", dann vielleicht ca. 5....10cm Schaumstoff vor den Tieftöner...... heutzutage entzerrt man jedoch eigentlich elektrisch ;-)
Richtcharakteristik und nichtlineare Verzerrungen sehen gar nicht sooo schlimm aus, nach penibler Entzerrung samt Paarabgleich könnte der NS10 durchaus brauchbar sein.
Gruß
Andreas
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Antwort#9
Hallo -
nun "stolz" höre ich nicht ab, "guten Gewissens" schon.
Guten Gewissens, daß diese Böxchen ausreichend detailgetreu für meine Ansprüche sind und ich darauf ordentliche DemoCDs mischen kann.
Wenn man mal ein Resümee vieler Posts zum Thema Monitore zieht, so habe ich keinen Anlaß, mir tausende EUR teure Boxen zu holen - der eine favorisiert NS10, der andere braucht 500 Watt starke JBL mit 15Zoll Subwoofer.
Es zählt, was hinten raus kommt (wie Altkanzler Kohl sagte).
M. Koeppen
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Antwort#10
Danke für die Antworten, speziell an Andreas !
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Antwort#12
Da sind auch nette Bilders von wegen Frequenzgang und so.
Hoffentlich "frische" Bilder.
Wie lange sieht der Frequenzgang wohl aus, wenn damit heiße Mischungen kräftig abgehört werden.
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Antwort#13
Was soll diese Aussage?
Erklaerung, bitte...
Gruss
Micha
---
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Antwort#14
Hallo,
es wird wohl darauf angespielt, daß sich der Amplitudenfrequenzgang als Funktion der Wiedergabelautstärke ändern kann.
Bei hohen elektrischen Leistungsaufnahmen wird die Schwingspule heiß, ihr Widerstand steigt und damit sinkt die Kennempfindlichkeit. Dies erfolgt je nach Amplitudenstatistik des Programm-Materials und konstruktiven Eigenschaften der Strahler in jedem Weg unterschiedlich, so daß z.B. ein Tiefmitteltöner bei hohen Pegeln und typischem Programm stärker komprimiert, als der Hochtöner.
Dann ist da plötzlich eine "Stufe" im Amplitudenfrequenzgang, die kalt nicht vorhanden ist.
Zum Test Box einfach mal eine halbe Stunde mit Rosarauschen (mit gewünschtem Pegel) laufen lassen und direkt anschließend den Amplitudenfrequenzgang messen und mit "kaltem" Zustand vergleichen. Oder auch direkt nach dem Abhören von Musik.
Gruß
Andreas
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Antwort#15
... aus England, in denen auch das Verhalten durch thermische Kompression behandelt wird, findet eine solche Veraenderung des Frequenzganges bei den genannten Behringer-Lautsprechern nicht statt.
Die Teile sehen von den Messergebnissen her - auch bezueglich Standfestigkeit - recht gut aus. "Behringer-bashing", wie es so gerne gemacht wird, ist also in diesem Falle nicht angemessen.
Trotzdem mag ich sie als Monitore nicht - meine K&Hs sind mir lieber (zugebenermassen waren sie auch etwas teurer)...
Ob letzter allerdings neutraler sind, sei dahingestellt - ich habe mich eben darauf eingehoert.
Gruss
Micha
---
PS: Ich habe keinerlei kommerzielle Interessen an Behringer...
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