Kabel haben doch eine Richtung - Der Beweis

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Antwort#2
Hallo Ulf,

Soll ich jetzt mal lachen oder soll sagen: Olle Kamellen ?
Es ist längst bekannt, daß es hinsichtlich des Störabstandes nicht gleichgültig ist, ob der Schirm quellenseitig oder senkenseitig aufliegt. Bei Rundfunks die heute noch mit sog. "Sternerde" arbeiten gilt die Regel: "Die Quelle bringt den Schirm mit". Allerdings läßt sich dieses Prinzip nicht immer konsequent einhalten. Wer schon mal intensiv Studioprojektierung gemacht hat, wird dies sicher wissen. Aber heute ist man längst zur Maschenerdung/Flächenerdung übergegangen. Die meisten Rundfunkanstalten der ARD machen dies so. Denn hochfrequenzmäßig bringt die Flächenerdung bessere Ergebnisse als die konventionelle Sternerdung. Daß aber "hörbare" Klangunterschiede bestünden wenn der Schirm auf der Senkenseite anstatt auf der Quellenseite aufliegt ist wiedermal ein Ammenmärchen aus "Haivieh und 1 Nacht". Und es gibt auch solche Leute die dann glauben etwas zu hören. Aber zwischen "hören" und Einbildung liegen astronomische Entfernungen.
Ansonsten: Die Engländer haben immer wieder solche Räuberpistolen auf Lager...
(England ist ja auch das klassische Land des Spuks und paranormaler Phänomene).

Grüße
Rainer
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Antwort#3
Im Nachtrag auf mein Posting von soeben fällt mir noch was aus der Magnettechnik ein:
Bei Tonbändern gibt es den Effekt der unterschielichen Empfindlichkeit bei entgegengesetzter Laufrichtung tatsächlich. Er ist unter dem Begriff "Velourseffekt" bekannt und ist auch in den Pflichtenheften des IRT genannt. Soweit ich es auswendig weiß, soll dieser kleiner 1 dB betragen. Frage mich aber bitte nicht wie der entsteht. Habe zwar vor Jahren mit Magnetbandgerätetechnik zu tun gehabt, aber nicht mit der Herstellung von Magnetbändern.
Im Bereich magnetischer Materialien (Trafobleche, magnetische Abschirmungen etc.) ist es keineswegs gleichgültig in welcher Richtung der magnetische Fluß verläuft. Verläuft er in Richtung der Walzrichtung des Bleches, ist die Permeabilität weit größer als wenn er 90° zur Walzrichtung verläuft. Auch die Kaltbearbeitung von ferromagnetischem Material hat erheblichen Einfluß auf die Permeabilität. Deshalb muß z.B. Mu-Metall nach jeder mechanischen Bearbeitung (insbes. nach biegen) auf 1100° ausgeglüht werden, damit es seine ursprüngliche Permeabilität wieder hat. Die Reduktion der Permeabilität durch mechanische Verformung kann bis zum Faktor 10 (!!) ausmachen. Das hat mir mal ein Ingenieur der Firma Pikatron gesagt. Und diese Firma ist ja spezialisiert auf Herstellung von Übertragern und magnetischen Abschirmungen.
Also das ist nicht alles Quatsch was man da liest oder hört.
Daß alleridings Kabel einen Velourseffekt zeigen sollen, ist an den Haaren herbeigezogen (vor allem der Vergleich mit menschlichem Haar ist absoluter Blödsinn und typich für die "Szene"). Die von dem britischen Ingenieur gemessenen Unterschiede bewegen sich 1. in einem Bereich, wo nur mit Präzisionsmeßequipment herangangen werden kann, und 2. sind diese viel eher auf die unterschiedliche Schirmwirkung bei unterschiedlichen Schirmauflagen zurück zu führen.
Ansonsten ist der ganze Artikel nur Aufschneiderei die typisch ist für die Hifi-Szene und wiedermal das Geschäft mit der Dummheit der Verbraucher ankurbeln soll.

MfG
Rainer
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Antwort#4
Hallo Rainer,
ob der Schirm quellenseitig oder lastseitig aufliegt oder besser vermascht wird, ist doch hier nicht die Frage.
Es geht doch um die "korrekte" durch teuere Pfeile auf der Isolierung angegebenen Laufrichtung von tonsignalführenden Kabeln und der werkseitigen Zugrichtung der Kupferstruktur bei der Herstellung.
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Antwort#5
Hier im Attachment wird erklärt, was es mit der "Kabel-Vorzugsrichtung - Directionality" beim Elektronenfluss auf sich hat.
"Directionality" means: a cable used for audio signal transmission offering better sound quality (in various ways) when connected a particular way round.
"Vorzugsrichtung" bedeutet, dass ein Kabel, welches für die Tonsignalübertragung verwendet wird, eine bessere Tonqualität (vieler Art) liefert, wenn man es auf eine spezielle Art und Weise anschließt.


Kabelvorzugsrichtung - Directionality
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Antwort#6
Kann man die Messungen bitte nochmal machen, aber zuvor das Audiosignal in der Polarität umkehren?
Leute, Audio-Signalspannungen sind reine Wechselspannungen und Audio-Signalströme sind reine Wechselströme. Jede "Vorwärts"-Bewegung der freien Elektronen oder der Stromleitung wird durch eine "Rückwärts"-Bewegung kompensiert, so dass sich im Mittel diese Bewegungen aufheben.

Offenkundig haben die HiFi-Gurus das immer noch nicht kapiert und sie werden das wohl nie kapieren. Und das mit den Haaren ist ja sprichwörtlich an den Haaren herbeigezogen - weil Haare ganz anders aufgebaut sind ...
ach übrigens, ich hab da in der Kabelkiste so eine abisolierte Cu-Litze, die ist total ausgefranst, welches Shampoo nehme ich denn da am besten, um wieder ein schön verlötbares Ende zu bekommen :-)) Muss ich da mit warmem Wasser ran oder reicht auch kaltes? :-)) Kann ich das Trockenföhnen sparen, wenn ich danach eh mit nem Lötkolben drangehe? :-))
verwunderte Grüße
Michael
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Antwort#7
genau das wollte ich auch noch antworten!
Hifi-Gurus glauben ja immer noch, sie müßten das Rad neu erfinden.

MfG
Rainer
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Antwort#8
Also bitte ein wirklich guter Techniker hört sofort ob das Kabel richtig rum liegt oder nicht.
Ein guter Gärtner hört auch seine Blumen wachsen.
Und mein Waschbecken hab ich auch mit der Wünschelrute angebracht.....
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