HiHat:: AKG C1000 oder Rode NT3 kaufen?

Erstellt 18 Antworten19 Beiträge
Startbeitrag#1
... ich möchte meinen Mikrophonsatz um ein weiteres Kleinmembran Kondensator erweitern, das ich vornehmlich an der HiHat einsetzen will - Hyperniere dürfte am geeignetsten sein. Für ein KM185 reichts leider nicht, deshalb stolpert man natürlich über C1000 und NT3. Bevor ich beide bestelle und mich dann doch nicht entscheiden kann - wer hat die Dinger im Einsatz (vielleicht sogar beide) und kann ein Statement abgeben?



http://www.ladwig-jazz-entertainment.de
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Antwort#2
Nach der Hyperniere KM 185 von Neummann käme als Mikrofon für deine Hi-Hat auch die Mikrofonkapsel MK41 von Schoeps in Frage. RØDE NT3 ist auch noch zu gebrauchen, wenn es nicht so sehr darauf ankommt. Das AKG C1000 würde ich nicht nehmen. Im Klangvergleich zum RØDE fällt das AKG C1000 doch nach meiner subjektiven Meinung ein wenig ab.
In wie weit ist deine Hi-Hat so oberwichtig? Oft brauche ich gar kein Hi-Hat-Mikrofon, weil ich es so einrichten kann, dass das Snare Mikrofon die Hi-Hat schon genügend stark mitnimmt.
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Antwort#3
Und andere versuchen in der Sanremikrofonierung das HiHat möglichst wenig übersprechen zu lassen...
HiHat ist schon nicht unwichtig. Allerdings und kommt es oft durch die Overheads genügend mit drüber, so dass das Hihat-Mikro eher ein Stützmikro ist.
C1000 muss aber nicht sein...
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Antwort#4
entweder vintagemäßig 201 oder Highend SM81.
Deine beiden Kandidaten benutze ich eher, wenn ich saubere Tiefen haben will.
Solche erwarte ich beim HH nicht.
na, jeder wie er will, wenns richtig jazzig wird, gibts bei mir auch nur noch Kick,Snare, Over. Das Over kann in dem Falle auch ein C1ooo sein.
Wahr wohl auch keine Hilfe? :-)
Gruß
Opi
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Antwort#5
Hallo Opi,
ich teile die Meinung nicht, dass ein Jazz-Drumset zwangsläufig so spartanisch aufgenommen werden muss. Ich bin Jazzer (Saxophonist) und ich habe gerade eine neue Platte aufgenommen, das Drumset habe ich voll mikrophoniert und es klingt sehr gut, nur die HiHat ist mir nicht differenziert genug - natürlich Geschmacksache, keine Frage - deshalb jetzt die Frage nach einem HiHat-Stützmikro.
Ich kenne aus meinem Umfeld sehr wohl auch die Meinung, dass gerade im Jazz so wenig Mikrophone wie möglich verwendet werden sollten. Wenn Du aber mal Aufnahmen des Concorde-Labels anhörst, z. B. mit Saxophonisten wie Scott Hamilton (Swing, Mainstream), hörst Du, dass die Produktion fast popmäßig aufgenommen und gemischt ist - und es groovt und swingt und klingt wundervoll. Aber der Klang ist selbstverständlich eine Geschmacksfrage, die Freiheit sollte sich auch niemnand nehmen lassen.
Liebe Grüße
Uwe
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Antwort#6
naklar, naklar
Ich habe da oft mit älteren Herren zu tun, wo ich sogar schwierigkeiten habe, ein BassDrum-Mik durchzusetzen.
Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass die sparsame Variante durchaus auch ihren Reiz hat, und dann andere Ansprüche an das OHMic gestellt werden.
natürlich kann darf und soll man auch im Jazz Toms abnehmen, aber mal unter uns:
Es ist schlicht auch weniger Arbeit, und der Tomsound im Over ist nach meiner Erfahrung zunächst immer "echter" als der nah mikrofonierte.
Gruß
Opi
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Antwort#7
Dann doch gleich meine Frage: Wie positionierst Du die OHs in diesem Fall (ohne Tom-Stützen) sodas die Toms stereobildmässig gut zeichnen ohne zuviel Blech zu enthalten?
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Antwort#8
mir gefällt das nt3 besser

gruuhs
dB
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Antwort#9
ganz einfach:nix Stereo!
ein Over und Tschüß!
Wenn die Becken zu laut werden, dann geht das eben nicht. Vielleicht mal vorsichtig filtern. Man kann ein bißchen mit der Richtwirkung arbeiten. Aber wenn die Becken in einem 2,5 hohen Over zu laut sind, dann sind sie es im wirklichen Leben auch. Es geht ja gerade darum, möglichst einfach und genau den natürlichen Klangeindruck zu reproduzieren.
Zu laute Becken tauchen doch eher bei Rockern auf, die sowieso erwarten, dass ihr Schlagzeug elektronisch aufgepustet wird. Da brauchts natürlich Tommikros.
Gruß
Opi
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Antwort#10
Zu laute Becken tauchen doch eher bei Rockern auf, die sowieso erwarten, dass ihr Schlagzeug elektronisch aufgepustet wird.
Wieso habe ich immer den Verdacht, dass solche Aussagen abfällig gemeint sind?
Ein ordenliches Schlagzeug braucht nur 2 Mikros...
ein ordentlicher Musiker muss es nicht laut machen...
ein ordentlicher Gitarrist muss nicht so stark verzerren...
*gähn*
Auch ein ordentlicher Rennfahrer braucht genügend PS unterm Arsch!

Wenn es früher diese elektronischen Mittel gegeben hätte, hätte es auch keine Orchester gegeben. Denn diese Massenansammlung von Musikern sind nichts anderes als bloß eine manuelle, im Gegensatz zur heutigen technischen Schwa...pardon...Klangverl...äh...Klangverstärkung des Komponisten/Aufführenden.
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Antwort#11
"Wieso habe ich immer den Verdacht, dass solche Aussagen abfällig gemeint sind?"
Das ist doch nur fein beobachtet das ein Jazzdrummer seinen Sound im Griff hat,
d.h. auf Close-Miking nicht angewiesen ist während ein Rockdrummer meistens wie
Scheisse klingt: Hihat zu laut, nur Becken, Toms kaum zu hören. Da nützt es wenig sich mit "Klangvostellungen hervorgerufen durch Mehrfachmikrofonierung"
herauszustammeln, denn in einem (Probe-)Raum klingt es dann einfach furchtbar.
Ein wirklich guter Drummer klingt auch wirklich gut hinter seinem Instrument - ohne Mikros!
Schlechte Drummer tun das nicht und sollten um jeden Aufnahmeraum einen großen Bogen machen. Jede Session mit solchen Experten ist enorm Zeitaufwending und nervig.
Zm Thema Mikro: NT3! Oder gebrauchtes C451-CK1 - DAS Hihatmikro.
Gruß,
Christopher
(Rock UND Jazzdrummer)
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Antwort#12
Da sind wir uns doch alle einig.
Nur: auch ein Rock- und vorallem Metaldrummer wollen gar keinen natürlichen Sound.
Sondern eben einen künstlichen. Deswegen auch die Verbiegungen an den EQs.
Btw. ich natürlich meistens auch. Ein natürlich klingendes Schlagzeug klingt bei Metal nunmal im günstigsten Fall altbacken, im schlechtesten muffig. Also die Toms und Bassdrum. Wenn man sie überhaupt hört...
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Antwort#13
Zum Thema Metaldrumming/Sounds: Warum soll ein Schlagzeug da nicht so klingen
wie es nun mal klingt? Warum werden alle Sounds bis ins unnatürliche Gebogen?
Brauch diese Musik solche Prätenziösität? Ich meine : Nein!
Warum sonst nicht gleich alles mit E-Drum oder Sequenzer einspielen?
Ein wirklich guter Metal-Drummer (s.o.) wird wohl darauf beharren können,
daß seine guten Sounds und sein Spiel auch so auf CD zu hören sind.
Und Live (das Thema hatten wir gerade) muß dann ja auch weitestgehend auf
das "Aufpumpen" (Danke, Ton Opa) verzichtet werden. Und wenn nicht kommen
dann Massenweise Sequenzer zum Einsatz so das ich mich noch Frage was der
Drummer da außer Show machen noch zu tun hat. Früher (in den Achtzigern, als ich
mir sowas noch freiwillig angehört hab :-/ ) war das noch anders, da war Metal
laut & dreckisch, da wurde auf gefällge, massenkompatible Dosen-Sounds nicht nur verzichtet, sie waren vollkommen indiskutabel!
Aber in Zeiten, wo Metal, Punkrock und Pop weitestgehend gleich zu klingen
haben (z.B. Evanescence, Within Temptation usw.) und alles durch die Mühlen des Kommerzes geht haben sich wohl selbst
die Soundvorstellungen mancher Musiker gewandelt: Es ist unhip, anders zu klingen als andere Bands... Was für ein unglaublicher, hirnrissiger Schwachsinn!
Ich hoffe da ist wieder niemand mit mir uneinig.
Ach ja: Ein SM57 tut auch als Hihat-Mikro - und gar nicht schlecht.
Gruß,
Christopher
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Antwort#14
@Thomas T.
Wieso habe ich immer den Verdacht, dass solche Aussagen abfällig gemeint sind?
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Antwort#15
Hallo Uwe,
im Vergleich zum C 1000 hat das NT 3 einen stärkeren Eigenklang im unteren Höhenbereich, der aber der HiHat durchaus entgegenkommt. Da das Ganze Geschmackssache ist, würde ich beide im AB-Vergleich ausprobieren.
Gruß
Martin
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Antwort#16
*gähn*
Warum müssen eigentlich hier immer vor allem diejenigen ihren Senf dazu geben, die bei der betreffenden Musikrichtung ohnehin nur abfällige Bemerkungen machen? Wer Jazz und Klassik liebt und Rock, Pop oder Metal nicht so mag (bzw. die Soundvorstellungen der betreffenden Musiker), der kann doch einfach mal die Klappe halten, wenn es um die Umsetzung genau dieser Richtungen geht. Die Techniken unterscheiden sich sehr grundlegend.
Und ich wage mal zu behaupten: Selbst ein Amateur mit etwas Erfahrung und den nötigen Grundkenntnissen bringt eine Rockproduktion zu einem besseren Sound als ein hochdekorierter Jazz-Produzent oder Klassik-Aufnehmer mit einer ablehnenden bis verachtenden Haltung. Nur um das klarzustellen: den mit Abstand besten Sound wird schon noch derjenige (Profi) machen, der sowohl über das Know-How, als auch über die passenden Gerätschaften UND einen gewissen Enthusiasmus für den jeweiligen Stil mitbringt.
Also: Schuster, bleib bei deinen Leisten!
"Zum Thema Metaldrumming/Sounds: Warum soll ein Schlagzeug da nicht so klingen
wie es nun mal klingt? Warum werden alle Sounds bis ins unnatürliche Gebogen?"
Weil der Musiker es so will. Punkt.
"Ein wirklich guter Metal-Drummer (s.o.) wird wohl darauf beharren können,
daß seine guten Sounds und sein Spiel auch so auf CD zu hören sind."
Können schon. Er wird nicht wollen. Weil er die Mikrofone und (live) PA genauso als sein Instrument sieht wie seine Sticks und sein Set. So, wie der E-Gitarrist seinen Amp UND Gitarre als EIN Instrument begreift.
Und nochwas: Wie selbstverliebt (damit meine ich jetzt niemanden bestimmten) muss man sein, um als Tontechniker zu glauben, man wüsste besser als der betreffende Musiker, welche künstlerische Intention letzterer hat? Aber nein, es muss ja in jeder Stilrichtung alles 100% natürlich sein. Leute, dann lasst mal schön die E-Gitarre im Schrank und drückt dem Metalgitarristen eine mundgelutschte Klassikgitarre in die Hand. Der wird euch (zu Recht!) mal ganz kräftig auslachen. An einer E-Gitarre ist nämlich genauso wie am "verbogenen" Schlagzeug nun gar nichts natürlich. Da zerrt es, dass die Fetzen fliegen ("huch, so unnatürlich nichtlinear... Bäh!"), die Klampfe allein klingt nach gar nichts und der Frequenzgang ist widerlich - aber es klingt geil.
Genauso Schlagzeug. Ich rede nicht von schlecht gestimmten Sets, ahnungslosen Drummern oder getriggerten Sample-Drums. Aber bei manchen Stilen tut es eben ein OH alleine wirklich nicht. Da gehört dann eben "Wumms" und "Kick" bei der Bassdrum dazu - und dazu wird mit dem Mikro in die Trommel gekrochen und kräftig am EQ geschraubt. Und das übrigens auch schon ganz massiv in den 80ern (zumindest auf der Erde - auf welchem Planet hast du zu der Zeit Musik gehört?).
Im übrigen geht das live genauso, und selbst auf Samples muss man da nicht verzichten, wenn man sie unbedingt haben möchte - also nix mit Verzicht.
In einem Punkt gebe ich dir recht: Die Gleichmacherei widert mich auch an. NUR noch die Bob Clearmountain-Samples rauf und runter - das kann es auch nicht sein. Aber Individualität mit "Natürlichkeit" gleichzusetzen ist - mit Verlaub - Schwachsinn. Ein gewisser Herr Collins hat (mit wenig Elektronik) schon vor 20 Jahren sehr individuelle Drumsounds produziert, die alles andere als natürlich klingen. Man stelle einfach mal ein Drumset an die aberwitzigsten Orte (z.B. der Legende nach einen Aufzugschacht), kümmere sich mal einen Moment lang nicht um Lehrbücher und Patentrezepte und voila, fertig ist der individuelle Sound - fast unnachahmlich. Nicht natürlich, sondern vollgepackt mit Kammfiltereien, Flatterechos und all dem Zeug, was man normalerweise dämonisch verteufelt (in den meisten Fällen ja auch zu Recht).
Aber das geht in einigen Köpfen hier nicht, das verstösst gegen jahrelang gepredigte Religionen, wo kommen wir den da hin?
Jens,
der beide "Seiten" kennt.
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Antwort#17
Moin.
Um nochmal auf "Rock UND Jazzdrummer" einzugehen: Wenn DU (in deiner Eigenschaft als Musiker) auch bei Rock so klingen willst wie im Proberaum bzw. mit "nacktem" Schlagzeug, ist das dein absolutes Recht. Aber genauso, wie du ggf. einem fremden Toningenieur seine nahen Mikrofone vermutlich um die Ohren hauen würdest, weil sie "deinen" Sound nicht reprodzuzieren, akzeptiere und respektiere doch bitte (als Tontechniker) auch die Soundvorstellungen anderer Musiker, die genau diesen "Nah-Sound" haben wollen.
Ich weiß selbst, dass Toningenieure nicht nur ausführende Techniker sind, sondern auch kreativ ins Aufnahmegeschehen eingreifen (sollen! sehr erwünscht...). Aber das Ganze soll bitte beratenden Charakter haben - sprich: alternative Vorschläge unterbreiten (z.B. "Hör dir doch mal an, wie das nur mit OHs klingt!"). Das letzte Wort hat der, der bezahlt. Das kann der Musiker sein, oder der Produzent (dessen Soundvorstellungen sich hoffentlich mit denen des Musikers decken).
Und ich hoffe doch mal stark, dass nicht wirklich ernsthaft die Meinung vertrittst, jeder Drummer, der gerne sein Set nah abnimmt (sic! keine Wortdiskussion bitte!), wäre automatisch ein schlechter. Das wäre eine Anmaßung sonder gleichen, denn wenn man mal diverse "Making-Of"s liest/hört/schaut, ist es live wie im Studio durchaus bei anerkannten Größen der Branche gang und gäbe.
Im übrigen sind die "durch Mehrfachmikrofonierung hervorgerufenen Klangvorstellungen" in den meisten Fällen keine Ausrede - die sind nämlich real in den Köpfen von Musikern, Konsumenten und Produzenten vorhanden, daran wirst du nichts ändern.
Und als praktizierender Musiker solltest du auch wissen, wo diese Vorstellungen herkommen: vor allem aus dem Live-Bereich - da ist nämlich Nahmikrofonierung trotz aller Richtcharakteristik ein Muss auf lauten Bühnen. Auch die teuersten Neumänner (als alleinige Overheads) nehmen nämlich in 2m Höhe oder mehr über dem Set alles mit, was da noch so plärrt. Den "Drums only"-Schalter hat noch keiner erfunden.
Jens
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Antwort#18
Hallo Jens,
ich habe nirgendwo behauptet ein Drumset müsse mit 2 OHs oder sonstwie
Puristisch aufgenommen werden!
"Aber Individualität mit "Natürlichkeit" gleichzusetzen ist - mit Verlaub - Schwachsinn."
Das habe ich auch nirgendwo getan!
Ich bin ferner eher der Meinung, individuelle Lösungen sind interessant
(s. Phil Collins) und nicht die DIN-Lehr-Klassikexperten-Meinung, die da
immer nur von "Neutralität" etc. redet (Beispiel: "Großmembrankondenser eignen sich nicht als OHs..."), vorbei an den Belangen der sog. U-Musik.
Insofer hast Du mich grundlegend falsch verstanden, meinen Beitrag nicht wirklich gelesen oder hast andere angreifen wollen.
Das ich keine Ahnung von der Materie hätte, lässt sich wohl dank meiner vorhergenden Beiträge und meiner Vita (mit der ich jetzt nicht groß "auf die Kacke hauen möchte...) auschließen, daher maße ich mir auch an meine Klappe aufzureissen. Ich kenne sehr wohl die gängigen Praktiken Live, im Studio,
im Proberaum und im verdammten Musikbusinnes - und das Stilübergreifend.
"Das letzte Wort hat der, der bezahlt. Das kann der Musiker sein, oder der Produzent (dessen Soundvorstellungen sich hoffentlich mit denen des Musikers decken)."
Den Grundsatz kritiklos immer das zu tun, was der Künstler will ist mir etwas zu einfach,
dies darf nicht die Herangehensweise eines erfahrenen Live- oder Studiotechnikers sein. Das ein Klassik-Produzent (sprich: Tonmeister) keine Metal-Bands produziert ist doch überhaupt kein Thema - also was soll Dein
überflüssiges Statement?
Der, der bezahlt, bezahlt übrigens auch total zugematschte CD-Master
um beim "Loudness-Race" mithalten zu können. Es bezahlen Leute aus dem Business,
die von Tomtechnik nicht die geringste Ahnnung haben - aber es muß laut sein.
"Und ich hoffe doch mal stark, dass nicht wirklich ernsthaft die Meinung vertrittst, jeder Drummer, der gerne sein Set nah abnimmt (sic! keine Wortdiskussion bitte!), wäre automatisch ein schlechter."
Wo soll ich das auch geschrieben haben? Hoffen ist gut, lesen ist besser!
"Im übrigen sind die "durch Mehrfachmikrofonierung hervorgerufenen Klangvorstellungen" in den meisten Fällen keine Ausrede - die sind nämlich real in den Köpfen von Musikern, Konsumenten und Produzenten vorhanden, daran wirst du nichts ändern."
Es ging, um Dir das noch mal zu erläutern, darum, daß viele Rockdrummer einfach
nicht gut klingen! Und wenn Du etwas Erfahrung hättest (sorry, oder ein besseres Gedächniss?), wüßtest Du, daß ein
GUT klingender Drummer in jedem Fall im Studio oder Live klar im Vorteil ist,
AUCH bei ganz normaler Multi-Mikrofonierung die ich NIEMALS in Frage gestellt
habe. Andersherum gibt es Drummer in jeder Stilrichtung, die Klingen schon
auf dem Raummikro gut und ausbalanciert. Gibt es da noch was zu diskutieren?
Deinen Angriff auf die "jahrelang gepredigte Religionen" kann ich zwar noch verstehen, aber ich finde das alles vollkommen überflüssig. Hätten wir "Rockproduzenten" einiges von dem Know-How der "Studierten" (ich meine natürlich nicht die SAE-Fraktion), dann würden wir wahrscheinlich nur davon
profitieren können, umgekehrt evt. dito.
Aus diesem Grund partizipiere ich auch an diesem merkwürdigen Forum (und ich ärgere mich auch über manche haltlose Vorurteile, s. "Exiter"-Thread...), nicht jedoch um
mir von Dir und anderen erklären zu lassen wie R&R funktioniert und wie nicht.
Danke aber für Deinen Beistand zum Thema "Einheitssounds" ;-)
Gruß,
Christopher
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Antwort#19
Hallo Christopher
"Insofer hast Du mich grundlegend falsch verstanden, meinen Beitrag nicht wirklich gelesen oder hast andere angreifen wollen."
Ersteres anscheinend, zweiteres ganz bestimmt nicht, und zu letzterem: Zumindest warst nicht du allein gemeint. Wenn ich dich missverstanden habe, noch nicht mal das ;)
"Das ich keine Ahnung von der Materie hätte, lässt sich wohl dank meiner vorhergenden Beiträge und meiner Vita (mit der ich jetzt nicht groß "auf die Kacke hauen möchte...) auschließen, daher maße ich mir auch an meine Klappe aufzureissen."
Ich lese hier einfach zu oft Beiträge von Leuten, die andererleuts Arbeitsweise kritisieren, selbst aber die betreffenden Stile nicht mögen. Wenn dann (wie vor einigen Monaten) schon der Einsatz von Röhren in Gitarrenverstärkern verteufelt wird, weil das mit Klangqualität nichts zu tun habe (sinngemäß), dann kommt mir die Galle hoch. Wer keine elektrischen Gitarren mag, soll sie auch nicht aufnehmen, sonst kommt nichts vernünftiges dabei raus. Und derjenige soll dann auch zu spezifischen Aufnahmetechniken schweigen - so ungefähr war das gemeint. Ich habe in deinen Beiträgen zu sehr die Abneigung gegen "Rockdrummer" (in anderem Zusammenhang, wie ich jetzt weiss) im Kopf gehabt, als ich das schrieb.
""Das letzte Wort hat der, der bezahlt. Das kann der Musiker sein, oder der Produzent (dessen Soundvorstellungen sich hoffentlich mit denen des Musikers decken)."
Den Grundsatz kritiklos immer das zu tun, was der Künstler will ist mir etwas zu einfach,"
Ich habe nicht von kritiklos gesprochen. Aber nach gutem Zureden und Überzeugungsarbeit muss dennoch am Ende der entscheiden, der für das Endprodukt seinen Kopf (ob in der Öffentlichkeit als Künstler oder finanziell als Produzent) hinhält.
Wenn du mit Soundvorstellungen konfrontiert wirst, die dir zu sehr gegen den Strich gehen, und für die du deinen (guten) Namen nicht auf dem Cover lesen möchtest, dann musst du den Auftrag ablehnen. Ansonsten muss man halt in den sauren Apfel beissen und "seinen" Sound als Musiker selbst produzieren (oder als Produzent mit allen Risiken).
"Der, der bezahlt, bezahlt übrigens auch total zugematschte CD-Master
um beim "Loudness-Race" mithalten zu können. Es bezahlen Leute aus dem Business, die von Tomtechnik nicht die geringste Ahnnung haben - aber es muß laut sein."
s.o. Wenn es denn unbedingt so sein soll, dann lass doch die Leute. Ich weiß, das tut weh, aber es hilft doch nichts. Höchstens geschickt navigieren und zumindest den Musikern klarmachen, dass die von der Produktion gewünschte Lautheit ihren Sound kaputtmacht und hoffen, dass das was bringt.
"Wo soll ich das auch geschrieben haben? Hoffen ist gut, lesen ist besser!"
Naja, dein Posting hier -
"Das ist doch nur fein beobachtet das ein Jazzdrummer seinen Sound im Griff hat,
d.h. auf Close-Miking nicht angewiesen ist während ein Rockdrummer meistens wie
Scheisse klingt: Hihat zu laut, nur Becken, Toms kaum zu hören. Da nützt es wenig sich mit "Klangvostellungen hervorgerufen durch Mehrfachmikrofonierung"
herauszustammeln, denn in einem (Probe-)Raum klingt es dann einfach furchtbar.
Ein wirklich guter Drummer klingt auch wirklich gut hinter seinem Instrument - ohne Mikros!"
- lässt sich schon sehr leicht in diese Richtung (fehl-?)interpretieren. Wenn ich mir der unterschwelligen Botschaft 100% sicher gewesen wäre, hätte ich nicht nachgefragt. Ich bemühe mich immer, solche Aussagen "richtig" zu verstehen und nicht zuviel hineinzuinterpretieren - aber das war schon sehr leicht misszuverstehen.
"Im übrigen sind die "durch Mehrfachmikrofonierung hervorgerufenen Klangvorstellungen" in den meisten Fällen keine Ausrede - die sind nämlich real in den Köpfen von Musikern, Konsumenten und Produzenten vorhanden, daran wirst du nichts ändern."
"Es ging, um Dir das noch mal zu erläutern, darum, daß viele Rockdrummer einfach nicht gut klingen!"
Das ist unbestritten. Aber deine Statements in die Richtung klangen doch sehr pauschal, wenn nicht sogar nach "alle". Einigen wir uns auf "es gibt (wie überall) so'ne und solche"? Mir ist klar, dass sich ein schlechter Grundsound auch mit Nahmikrofonierung nicht retten, bestenfalls leichter kaschieren lässt. Aber wir wollen der großen Mehrheit der "Aufnahmefähigen" Rockdrummer mal nicht zu nahe treten.
"Und wenn Du etwas Erfahrung hättest (sorry, oder ein besseres Gedächniss?), wüßtest Du, daß ein GUT klingender Drummer in jedem Fall im Studio oder Live klar im Vorteil ist, AUCH bei ganz normaler Multi-Mikrofonierung die ich NIEMALS in Frage gestellt habe."
Das ist doch klar. Wer sein Instrument (und die dazugehörige Technik und das Stimmen) beherrscht, ist IMMER im Vorteil..
"Andersherum gibt es Drummer in jeder Stilrichtung, die Klingen schon
auf dem Raummikro gut und ausbalanciert. Gibt es da noch was zu diskutieren?"
Nicht viel. Nur, dass sich auch mit dem perfektesten Set und dem besten Drummer nicht grundsätzlich alle Soundvorstellungen ohne Nachbearbeitung umsetzen lassen. Nehmen wir als Beispiel die berühmte Power-Rocksnare der 80er mit ordentlich gated Reverb drauf. Und selbst mit den härtesten Schlegeln wird eine Bassdrum nur selten schon trocken so Attackreich klingen, wie das bei den "Speed-Doublebassern" gerne gehört wird.
"Deinen Angriff auf die "jahrelang gepredigte Religionen" kann ich zwar noch verstehen, aber ich finde das alles vollkommen überflüssig. Hätten wir "Rockproduzenten" einiges von dem Know-How der "Studierten" (ich meine natürlich nicht die SAE-Fraktion), dann würden wir wahrscheinlich nur davon
profitieren können, umgekehrt evt. dito."
Absolut ACK. Insbesondere der letzte Satz, denn genau darauf zielte meine Kritik ab (du hast dich da etwas unglücklich in die Schusslinie begeben, s.o.). Ich persönlich finde es nämlich sehr schade, dass hier im Forum oft umso dogmatischer gepredigt wird, je mehr Know-How da ist. Gerade die Leute aus der Top-Fraktion sollten doch am besten wissen, dass es immer 1001 Weg gibt, den richtigen Sound zu kreieren, und nicht immer nur Schema F aus dem Lehrbuch. Wahrscheinlich wissen sie das sogar - aber wenn dann mal jemand mit einer unkonventionellen Idee (oder auch nur einer "falschen" Stilrichtung) kommt, dann ist Highlife im Forum.
Ich wünsche mir eigentlich nur, das sich folgende Erkenntnis hier ein paar mehr zu Eigen machen: Auch, wenn Klassikaufnahmen u.ä. höchste Ansprüche stellen an den Ing., lassen sich trotzdem nicht alle Grundsätze und Techniken auf beliebige Stile übertragen. Und etwas mehr Toleranz.
Aber wenn ich dich richtig verstehe, dann renne ich damit bei dir offene Türen ein.
"nicht jedoch um mir von Dir und anderen erklären zu lassen wie R&R funktioniert und wie nicht."
Na, ich wollte dir nicht den "Rock" erklären, das steht mir weder zu noch scheint das nötig zu sein. Nur nochmal etwas auf die Sprünge helfen, dass "moderne" Soundvorstellungen nicht immer nur durch schludriges Arbeiten oder "Laut&Glatt"-Produzenten entstehen...
"Danke aber für Deinen Beistand zum Thema "Einheitssounds" ;-)"
Da nicht für... ;)
So, wieder zuviel geschrieben. Gute Nacht.
Jens
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