Anordnung im Mix

Erstellt 4 Antworten5 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich arbeite gerade die Fifth of RAP CDs durch (fantastisch), in diesem Zusammenhang folgende Frage.
Bei meiner letzten Eigenproduktion (Jazz, Swing) habe ich entgegen aller Ratschläge die Instrumente im Mix folgendermaßen gruppiert:
Piano (Yamaha P80) Stereo halblinks (7 Uhr und 2 Uhr)
Drumset Stereo halbrechts (10 Uhr und 5 Uhr)
Kontrabass Mitte (12 Uhr)
Tenorsax leicht links (11 Uhr)
Flügelhorn leicht rechts (1 Uhr)
Bei den 5th of RAP Songs höre ich ähnliche Anordnungen auch.
Mir gefällt der Mix nach wie vor, aber es scheint schon unüblich zu sein, oder? Meist krieg ich zu hören: Drums sollten, wenn überhaupt, durch Pegeldifferenz aus der Mitte verschoben werden, da Panning anders klingt. Hab ich auch probiert, hat mir aber nicht gefallen.
Klar, jedem wie's ihm gefällt, aber trotzdem: Was macht man denn in Deutschland so nach DIN ;-))
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Antwort#2
Hallo UweL,
ich verstehe nicht: "Drums sollten, wenn überhaupt, durch Pegeldifferenz aus der Mitte verschoben werden, da Panning anders klingt".
Panning ist doch Pegeldifferenz. Du musst irgend etwas anderes meinen.
(Vielleicht meinst du eine luftige AB-Aufnahme, bei der man nur die Faderstellungen bedient, aber die Panpots hart L und R stehen lässt, weil man mit Panpot-Einengen nur die lebendige und angenehme Laufzeit kaputt macht.)
Panpoteinstellungen von 7 Uhr, 2 Uhr, 1/2 fünf oder 10 Uhr sagen wenig über den wirklichen Hör-Ort auf der Lautsprecherbasis aus, weil alle Panpoteinstellungen der verschiedenen Mischpulte oder der Workstations andere Pegeldifferenzen ergeben. So ist das leider - nur L ist L, und R ist R und C ist C, aber wie's dazwischen aussieht, ist sehr unterschiedlich.
Nur eine angegebene Pegeldifferenz von Delta L = so-und-so-viel dB ergibt eine bestimmte nachvollziehbare Hörereignisrichtung auf der Lautsprecherbasis in Prozent von der Stereomitte aus gesehen.
Siehe:
Die großen Regel- und Pegelunterschiede bei Panpots unterschiedlicher Mischpulte:
http://www.sengpielaudio.com/RegelunterschiedeBeiPanpots.pdf
Praktische Daten zur Lokalisation von Phantomschallquellen bei "Intensitäts"-Stereofonie:
http://www.sengpielaudio.com/PraktischeDatenZurStereo-Lokalisation.pdf
Die Hörereignisrichtung in Abhängigkeit von der Pegeldifferenz der Interchannel-Signale:
http://www.sengpielaudio.com/HoerereignRichtungDL.pdf
Nach DIN machen wir in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz, in Lichtenstein und in Luxemburg nichts, wir machen nur was uns gefällt. Norm gibt es hierbei wirklich nicht.


Die großen Regel- und Pegelunterschiede bei Panpots unterschiedlicher Mischpulte
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Antwort#4
"DIN war 'n Witz ..."
...und was du sonst noch geschrieben hast über diverse Uhrzeiten, Pegeldifferenzen und Panning war auch alles nur "'n Witz"?
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Antwort#5
Ich habe die anderen Beiträge gelesen (Panning Pegeldifferenz). Mir ist nicht klar, in wieweit hier ein unübliches "Panning" oder wie auch immer vorliegt.
Ich schiesse jetzt mal aus meiner Richtung: Ob und wie ein Keyboard oder ein Drumset gepanned werden soll und mit welcher Technik hängt IMHO davon ab, was jeweils rauskommt bzw von den Mics angeliefert wird. Arbeit man mit ORTF als overhead (druums) sollte man lieber deren Position und Winkel verändern, statt zu pannen- das hört sich klarer an, als panning, da so wieder jeder Kanal nur von einem Mikro gefüttert wird. Dasselbe gilt für AB. (Ja, ich nutze auch für drums schonmal ein AB :-) ) Die Einzelmikris am Drumset sind eh Mono-die also wohl eher über Pegel einstellen.
Beim Keyboard würde man sponatan mit Pegeln pannen, doch lohnt auch hier ein Versuch mit Lautzeitverschiebung. Gerade bei komplexen Stereosamples (je nachdem, wie sie erzeugt wurden) kommt es beim starken Zusammenmischen ("enges" keyboard) doch manchmal zu einem Komischen Klang (Kammfilter ?) Ein zeitliches Verrücken eines Kanales um 0,1 - 0,2 ms hat denselben Effekt und erhält aber das breite Hallbild (so Hall im Keyboard gemacht wurde).
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