da Master mal wieder nur anders

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
hallo zusammen,
weiter unten steht ein Thread von mir...ich will aus dem das Wort Mastering streichen weil es eine Diskussion hervorgerufen hat die mir zu kompliziert und nicht auf mein Problem passend erschien.
Ich bin sher unerfahren und will einfach nur eine Aufnahme lauter machen als sie nun nach dem Mix ist.
Stichwort eher, wie komprimiere ich ein Stereoasumme richtig. Ich habe jetzt zwei Tracks, habe die erstmal auf 0db normalisiert, wenn ich sie aber nun komprimiere sind sie danach viel lauter, das "dröhnen" ist die Folge (oder?)
WEie gehe ich also vor? Komprimieren und danach wieder "runter"-normalisieren??? immer wenn ich den Masteringcompressor drüberjage sind die songs anscheinend lauter als 0db auch wenn ich das garnicht eingestellt habe...
komisch komisch, versteht irgendwer was ich meine???
Wär super!
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Antwort#2
Du musst dir erstmal vor Augen führen, wan nun ein Kompressor überhaupt macht.
Der machst alles ab einem gewissen Pegel (Threshold) um eine gewissen Grad (Ratio) leiser. Das heißt, er macht die Spitzenpegel leiser.
Die meißten Kompressoren haben eine Anzeige, die "Gain Reduction" oder ähnlich heißt. Die zeigt an, um wieviel dB die Spitzenpegel leiser gemacht werden. Und um genau diesen Wert kannst du dann alles wieder lauter machen. (Make up Gain) oder danach Normalisieren.
Somit ist der Durchschnittspegel lauter, und der Sound dicker..
Ich hoffe das war verständlich
Mank
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Antwort#3
Wer seinen Titel "raufnormalisiert" und über den automtischen Super-Luxus-Mastering-Compressor" jagt, der wird ein unbefriedigendes dröhnendes Ergebnis bekommen. Der Apparat macht was er will, denn er kennt nicht die Musik.
Wenn er anstatt dieser Geräte einen echten Menschen, also einen Mastering-Ingenieur genommen hätte, dann wäre das nicht passiert. Dieser Mensch hat die Erfahrung, kennt die Musik und wird sich sorgfältig darauf einstellen.
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Antwort#4
ja sind denn hier nur profis am werk die mit scheuklappen durch die gegend (bzw. die topstudios) laufen?????
ich will einfach nur ein von mir zu hause aufgenommenen song, entschuldigt das ich das wort benutze, mastern. einfach etwas fetter und lauter machen...
Ich bin kein masteringengineer, will keiner werden und kann mir schon garkeinen leisten, ok????
ioch bitte das einfach zu berücksichtigen und sich evtl kurz auf mein niveau herunterzulassen...
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Antwort#5
ja das war es, ich weß auch denke ich was ein kompressor macht. Nur macht er eben nicht was er will...
wie ist den der ablauf normalerweise? wie oft wird komprimiert? lieber oft wenig oder einmal stark???(habe da mal sowas gelesen...)
erst noirmalisieren und dann komprimieren?
ich will es laut haben aber es soll nicht dröhnen, mein timeworks mastering comp. dröhnt aber eben immer, obwohl er ja die 0db angeblich nie überschreitet...
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Antwort#6
1. Komprimieren und dann wieder leiser machen ist keine Lösung! Denn dann kann man es gleich so lassen (nur normalisieren). Das klingt dann besser.
2. Man muss unterscheiden zwischen dem was der Kompressor macht und was vorher schon da war. Komprimieren verstärkt u.U. die tiefen Frequenzen. Es wird nicht nur druckvoller sondern auch die Brillianz wird weniger.
Vermutlich ist es eine Kombination von beiden. Vorher zu viele Bässe/tiefe Mitten die dann beim "Lautmachen" nerven.
Wie komprimiert man richtig? Ganz einfach, so dass es gut klingt...(kann man nicht anders sagen, kommt auf den gewünschten Effekt an.)
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Antwort#7
lieber oft wenig oder einmal stark???
Lieber öfters mit weniger Ratio klingt IMHO oft unauffälliger bei gleichem Effekt.
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Antwort#8
Moin,
"ich bitte das einfach zu berücksichtigen und sich evtl kurz auf mein niveau herunterzulassen"
ist doch schon o.k., nur schau mal:
die Jungs arbeiten täglich in den Top-Studios, wo alleine schon ein Tagessatz an Miete mehr kostet als Deine komplette Ausrüstung!
Dennoch gibt es preiswerte Möglichkeiten, wenn Du eben keine aufwendige und teure Technik hast.:
Erfahrung ! heißt das Stichwort.
Wenn Du wenig Geld ausgeben möchtest, mußt Du fast zwangsläufig viel Zeit investieren.
Es gibt keinen Pauschaltrick mit "idealen" Einstellungen.
Auch Rom wurde nich in einem Tag erbaut.
ciao
Siggi
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Antwort#9
Naja, es IST nun mal nicht möglich einen Tipp zu Deinem Song zu geben, wenn man ihn nicht hört. Deine Frage kommt der Überlehung gleich, wie man einen Tennisschläger halten und benutzen muss, um einen long line Ball als Passierschlag cross zu returnieren.
"Komprimieren und Runternormalisieren" macht mehrfach keinen Sinn: "Normalisieren" heisst den Maxpegel auf 0dB stellen. Das bedeutet immer "rauf" und nicht runter. Runter jedoch darf weiderum auch nicht gehen, weil man per Kompression ja höher wollte- Du selbst sprachst von "lauter machen".
"lauter und fetter" sind zwei komlett unterchiedliche Dinge. Fett kann heissen, "Dissonanter" (siehe "fette Synthesizersounds")- es kann aber auch heissen "klanglich dichter" - z.B. mehr Reflexionen.
Mische mal einige kurze Echos rein. Das macht den lang richtig schon fett! Ich gehe aber davon aus, daß Dir das nicht unbedingt gefallen wird.
Zum Komprimieren: MAn kann bandweise vorgehen, also Bässe anders komprimieren als die Höhen. Was dabei gut klingt und wie man das einzusetllen hat, hängt vom Material ab. Ein Höhenkompressor mit schnellen Einstellungen wirkt ein wenig wie ein Deesser, bei langsamen Einstellungen eher wie ein Exciter: Er hebt die Einsätze an.
Probiere und lerne!
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Antwort#10
Hallo Heinersen,
folgende Tips, bevor du anfängst deine Songs zu finalisieren:
- Spektrumanalyse über Terz- oder Schmalbandanalyser, ist bei fast jedem Programm dabei. Hier siehst du deine Klangbalance. Werden hier Frequenzen um 150 ...400 Hz pegelmäßig stark sichtbar, liegt das Dröhnen wohl schon in deinem Programmaterial begründet.
- Kompressor:
-- Benutze nicht irgendeinen Kompressor, sondern einen Multibandkompressor mit mindestens 4 Bändern. Durch etwas probieren (abhören über die SOLO-Schalter), findest du schnell heraus, in welche Frequenzbänder du dein Signal aufteilen mußt, damit die Bereiche "Baß, Mitten/Mulm, Stimme und Höhen", optimal klingen und sich nicht allzusehr gegenseitig beeinflussen. Hier kannst du gezielt bestimmte Bereiche betonen oder abschwächen.
-- Irgendwo hat dein Kompressor einen Schalter der die Bänder "linkt", d. h. alle Kanäle werden im gleichen Maße komprimiert. Diesen Schalter solltest du suchen und so einstellen, daß jedes Band sich einzeln justieren läßt. Fange mit einem Ratio von 2 an, in den Höhen vielleicht bis hinauf auf 3, im Mitten-/Baßbereich eventuell bis auf 1,4 oder weniger herunter. Du wirst staunen, wie sich dein Sound "verbiegen" läßt.
- Du mußt beachten, wie dein Audioprogramm arbeitet, manche Programme vertragen überhaupt keine Übersteuerungen, weil mit "Festkomma" gearbeitet wird, hier mußt du vor dem komprimieren den Pegel um 6...10dB absenken, damit das Tool richtig arbeitet. Danach mußt du dich über die Spitzenwert-Hold-Funktion herantasten, wie stark du absenken darfst um möglichst den gewünschten Spitzenpegel zu erreichen. die meisten von uns steurern nicht bis 0dBFS aus, sondern liegen darunter. Manche Kompressoren haben auch einen Limiter, ich finde die die ich kenne aber nicht überzeugend und versuche Clipping daher unbedingt zu vermeiden.
Viel Spaß beim "Schrauben".
Gruß
M. Hein
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Antwort#11
das ist eine antwort! Danke!
vielleicht noch ein kleiner Tipp für ein Plugin in Sachen Multibandkompression??? Es lebe die 30 Tage Demoversion ;-) die zeit sollte zum schrauben langen...
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Antwort#12
Heinersen du bist mir einer.....,
sorry, ich arbeite nur mit gekaufter Sotware, in diesem Fall Samplitude V8, da ist schon alles dabei was man zum Arbeiten braucht.
Es soll russische Hacherseiten geben auf denen es diverse Downloads gibts, aber ich weiß keine Details.
P.S.: Danke für das Lob!
Gruß
M. Hein
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